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Veröffentlicht am 24.11.2020

Bewegender New Adult Roman

Making Faces
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Making Faces ist eine Neuauflage mit Verlagswechsel des Buches „Vor uns das Leben“. Für mich war es das erste Buch der Autorin und mir hat ihre Erzählweise seht gut gefallen.

Im Buch folgen wir Fern, ...

Making Faces ist eine Neuauflage mit Verlagswechsel des Buches „Vor uns das Leben“. Für mich war es das erste Buch der Autorin und mir hat ihre Erzählweise seht gut gefallen.

Im Buch folgen wir Fern, Ambrose und Bailey. Wir folgen ihnen von der Schulzeit bis ins Erwachsenenalter. Fern ist schon seit jeher in Ambrose verliebt und dabei aber nicht gerade das, was man unter einer Schönheit versteht. Sie kümmert sich um ihren Cousin Bailey, der an Muskeldystrophie leidet und dadurch an den Rollstuhl gebunden ist. Ambrose ist der Starringer der Schule und überall beliebt. Dennoch hält das Leben für ihn einige Schicksalsschläge bereit.

Wenn man nur den Klappentext liest, verrät dieser nicht viel und ich will der Geschichte auch definitiv nichts vorwegnehmen. Man könnte denken, es handelt sich um ein Buch voller Klischees, und auch wenn das zum Teil der Fall ist, bietet es noch so viel mehr. Sie ist bewegend und tiefgründig und weist liebevolle und nachvollziehbare Charaktere auf. Ich hätte nicht gedacht, dass mich das Buch so schnell zum Weinen bringt und auch im weiteren Verlauf sind bei mit Tränen geflossen. Das Buch lässt einen wirklich mitfühlen mit den Charakteren und deren Geschichte und vermittelt dabei auch noch eine so schöne Botschaft.

Das Buch wird aus der Sicht von mehreren Charakteren geschrieben, die sich auch im Verlauf der Kapitel abwechseln. So bekommen wir auch nicht nur Gedankengänge der Protagonisten, sondern auch von deren Verwandten und wie sie die Szene wahrnehmen. Doch meist beziehen sich die Sichten auf Fern, Ambrose und Bailey. Die Kapitelüberschriften sind wunderschön gewählt. Auch Zeitsprünge sind ein Teil der Geschichte und auch mit Datum gekennzeichnet, dadurch erfahren wir viel über die Kindheit der Protagonisten und lernen ihr Verhalten zu verstehen. Allgemein beginnt die Geschichte kurz vor dem 9. September 2001 und seinen Ereignissen, die einen Teil der Handlung einnehmen und das Verhalten der Protagonisten beeinflusst. Der Hauptstrang der Handlung spielt dann nur einige Jahre später und Ambrose scheint für Fern endlich erreichbar zu sein, auch wenn es seine Zeit braucht, bis er sie an sich ranlässt.
Das Näherkommen der beiden hat sich so schön gelesen und hat sich in keinem Punkt künstlich angefühlt. Mein Lieblingscharakter ist jedoch Bailey. Er strahlt solch eine Lebensfreude und Freundlichkeit aus und dass, obwohl ihm so vieles verwehrt bleibt. Von ihm kann man sich einiges abschneiden. Ich habe mir in dem Buch so einiges markiert, da es viele schöne Stellen gab.

„Vielleicht gibt es ein größeres Ziel, ein größeres Bild, zu dem wir nur einen kleines Puzzlestück beitragen. Du weißt schon, wie eines dieser Tausend-Teile-Puzzles. Wenn man nur ein Puzzleteil betrachtet, kann man nicht sagen, wie das Puzzle am Ende aussehen wird. Wir haben kein Bild auf einer Verpackung, an dem wir uns orientieren könnten.“
„Vielleicht stellt jeder von uns ein solches Puzzlestück dar. Wir alle fügen uns zu diesem Gesamtbild zusammen, das wir Leben nennen. Niemand von uns kann erkennen, welche Rolle wir spielen oder wie das Bild am Ende aussehen wird. Vielleicht sind Wunder, die wir wahrnehmen, nur die Spitze des Eisbergs. Und vielleicht erkennen wir nur nicht die segenreichen Dinge, die aus schrecklichen Unglücken entstehen.“

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.10.2020

Berührender Weihnachtroman mit einem besonderen Adventskalender

Der Zauber der Schneeflocken
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Meine 2. Weihnachtsgeschichte in diesem Jahr und auch in dieser ging es um eine besondere Art des Adventskalenders. Und auch dieses Buch hat mir ziemlich gut gefallen. Das Cover an sich gefällt mir und ...

Meine 2. Weihnachtsgeschichte in diesem Jahr und auch in dieser ging es um eine besondere Art des Adventskalenders. Und auch dieses Buch hat mir ziemlich gut gefallen. Das Cover an sich gefällt mir und ist schön winterlich und durch den Kalender oben, weiß man auch schon, dass dieser eine wichtige Rolle spielen wird.

Leni hat ihren Mann vor 2 Jahren an Heiligarbeiten nach langer Krankheit verloren. Seitdem ist sie nicht mehr die Alte und verkriecht sich während der Vorweihnachtszeit zu Hause. Doch ihre Zwillingsschwester Marie und beste Freundin Emma schenken ihr einen Adventskalender mit weihnachtlichen Aufgaben, um wieder Freude an der Adventszeit zu finden. Ist sie anfangs noch zögerlich, nimmt sie die Aufgaben immer ernster und bekommt dabei unerwartet Hilfe von ihrem Nachbarn. Das nicht immer alles positiv läuft und auch Rückschläge in Kauf genommen werden müssen, macht es für Leni nicht leichter.

Die Geschichte spielt in Heidelberg und die winterlichen Szenen in der Stadt sind wirklich schön beschrieben. In der Stadt selbst bin ich im Sommer schon gewesen, durch die Beschreibungen des Buches würde ich dort auch gerne einmal den Weihnachtsmarkt besuchen.
Leni hat es nicht leicht. Nach 2 Jahren ist sie immer noch voller Trauer über den Verlust über ihren Ehemann, der viel zu früh gestorben ist. Man kann richtig mit ihr mitfühlen und nachvollziehen, wie es ihr damit geht. Jeder in ihrer Umgebung, sagt ihr, dass sie wieder vorwärtsschauen soll. Erik hingegen geht voll und ganz auf sie ein. Gibt ihr Raum, wenn sie ihn braucht und dennoch immer für sie da. Es war richtig schön zu lesen, wie er sie bei den Aufgaben aus ihrem Adventskalender unterstützt. Und die Aufgaben darin sind wirklich süß. Von „Trink eine heiße Schokolade“ über „Schau dir einen Weihnachtsfilm an“ bis zu „Schlag dir einen Weihnachtsbaum“ ist alles enthalten, was die Weihnachtszeit so schön und beschaulich macht.

Es gab einige bewegende Szenen, die einem zeigen wie Leni sich fühlt, aber im selben Augenblick gab es auch hoffnungsvolle Szenen und solche die einfach eine gemütliche Atmosphäre schaffen, wie man sie sich bei einem Weihnachtsroman wünscht.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.10.2020

Zane gegen die Götter der Maya

Zane gegen die Götter, Band 1: Sturmläufer
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Das Buch ist der erste Band einer Trilogie, in der es um Zane geht, der durch eine Prophezeiung den Todesgott der Maya frei lässt. Um die Welt vor dem Untergang zu bewahren versucht Zane mit Hilfe von ...

Das Buch ist der erste Band einer Trilogie, in der es um Zane geht, der durch eine Prophezeiung den Todesgott der Maya frei lässt. Um die Welt vor dem Untergang zu bewahren versucht Zane mit Hilfe von Brooks, einer Gestaltwandlerin und seinem Onkel den rachsüchtigen Gott aufzuhalten.
Das Buch ist für eine jüngere Lesergruppe geschrieben worden, dennoch hat mir die Geschichte ziemlich gut gefallen. Allen voran die Liebe von Zane zu seiner Hündin Rosie, für die er wirklich alles tut. Ich habe vorher noch nichts über die Götter der Maya gelesen und fand es daher richtig interessant so viel über sie zu erfahren. Für eine Übersicht gibt es hinten im Buch noch einmal eine Auflistung aller. Und auch die Verbindung zu Zanes mexikanische Wurzeln fand ich schön zu lesen. So gab es immer Mal wieder Ausdrücke und Sätze in Spanisch, die dies unterstreichen.
Zane ist hierbei auch kein gewöhnlicher Junge, was genau an ihm besonders ist kann man sich schon zu Beginn denken. Aber Geschichten über Götter lese ich immer wieder gerne. Zane ist mutig und immer für seine Familie und Freunde da, auch wenn es ihm mit seinem zu kurzem Bein und seinem Gehstock nicht immer leicht fällt alles positiv zu sehen. Er ist kein perfekter Charakter und hat seine Fehler, dennoch hat er das Herz am rechten Fleck. Die Nebencharaktere sind auch sehr lebhaft dargestellt und so werden auch Brooks und sein Onkel näher beleuchtet und sind ein großer Teil der Geschichte.
Den Schreibstil fand ich sehr angenehm zu lesen und auch, dass Zane öfter Mal das Wort an den Leser direkt abgibt fand ich gut und so etwas liest man auch nicht so oft. Er erklärt dem Leser auch passenderweise wie viele Namen der Götter ausgesprochen werden und gibt manchmal einen kleinen Tipp in den weiteren Verlauf des Geschehens.
Ein Buch, das Spaß macht und neugierig auf die weiteren Teile der Reihe. Als letzte Info: es gibt eine Schokoladengöttin, die im Buch auch immer Mal wieder erwähnt wird. Die Mayas wussten was wichtig ist.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.10.2020

Das neue Leben von Chloe Brown

Kissing Chloe Brown
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Im Buch geht es um Chloe Brown, die unter der Krankheit Fibromyalgie leidet. An ein normales Leben ist für sie dank chronischer Schmerzen und Müdigkeit kaum noch zu denken, bis sie eines Tages fast von ...

Im Buch geht es um Chloe Brown, die unter der Krankheit Fibromyalgie leidet. An ein normales Leben ist für sie dank chronischer Schmerzen und Müdigkeit kaum noch zu denken, bis sie eines Tages fast von einem Auto erfasst wird. Sie beschließt mit Hilfe einer Liste ihr Leben aufregender zu gestalten. Sie zieht aus ihrem Elternhaus aus und doch geht es mit der Liste nicht weiter voran. Vielleicht kann ihr Nachbar Red ihr bei diesem Problem helfen.

Das Buch ist abwechselnd aus der Sicht von Chloe und Red, kurz für Redfort, geschrieben. Und es ist so schön. An den Schreibstil musste ich mich zu Beginn ein wenig gewöhnen, könnte vielleicht ein wenig an der Übersetzung liegen. Aber man kam eigentlich ziemlich schnell in die Geschichte rein. Chloe ist kein einfacher Charakter, musste und muss sie in ihrem Leben doch einiges einstecken. Ihre Familie gibt ihr Halt, allen voran ihre beiden Schwestern Dani und Eve (Protagonisten der nächsten beiden Bände), aber auch ihr Oma Gigi hilft ihr auf ihre Weise. Die Familiendynamik war einfach so schön beschrieben und ich freue mich mehr über die Familie zu erfahren.
Red, der tätowierte Motoradfahrer, wirkt nur auf den ersten Blick einschüchternd. Er ist der Hausmeister im Wohnblock in dem Chloe eine Wohnung mietet. Er ist geduldig, hilfsbereit, nett und begabt. Good Guy, wie man ihn nicht besser hätte schreiben können. Er hilft einer älteren Dame im Haus immer wieder bei Kleinigkeiten und kann ihre Essenseinladungen nicht abschlagen, da er ihre Gefühle nicht verletzten will, auch wenn ihr Gemüseeintopf nicht gut schmeckt. Das ist die erste Szene, bei der wir Red kennenlernen und ich finde das sagt schon einiges über seinen Charakter aus. Er wird beschrieben als ein immer gut gelaunter und stets lächelnder Kerl, während Chloe eher als sarkastisch und vorsichtig beschrieben wird. Beide sind nicht die typischen Hauptprotagonisten, die man in sonstigen Büchern sieht.

Zu Beginn können die Beiden sich auch nicht wirklich ausstehen, zumindest nicht offen, beide beobachten sich aber gegenseitig genau. Red sieht in ihr eine reiche Dame und mit denen hat er nicht gerade gute Erfahrungen gemacht und Chloe ist was Freunde betrifft durch ihre Krankheit vorsichtig geworden. Sie lernen sich durch die Liste und weitere lustige Begegnungen jedoch immer besser kennen. Red, der Künstler ist, bekommt von Chloe eine Webseite eingerichtet, um in der Szene wieder Fuß zu fassen, als Gegenleistung hilft er ihr bei ihrer Liste. Und die Beiden sind einfach süß zusammen. Die ständigen Neckereien und auch der E-Mail-Austausch waren einfach nur zum Schmunzeln und haben mich das ein oder andere Mal zum Lachen gebracht. Sie ergänzen sich auch überaus gut und bringen den anderen dazu mutig zu sein, denn Beide haben ihre eigenen Ängste und Probleme zu überwinden.

Ich hatte vom englischen Buch schon viel Gutes gehört, so dass ich neugierig wurde und das deutsche Cover ist wirklich wunderschön geworden. Einzig die Brille von Chloe hätte ich noch gerne auf dem Cover gesehen.
Eine wirklich schöne Geschichte, die ich nur empfehlen kann.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.10.2020

Gefühle und Verhalten kurz nach 9/11

Wie du mich siehst
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Ein Buch, das ich schon viel früher hätte lesen sollen.
Die Geschichte spielt 2002, kurz nach 9/11 und gerade zu dieser Zeit wurden die Anfeindungen gegen Muslime immer stärker. Unsere Protagonistin ist ...

Ein Buch, das ich schon viel früher hätte lesen sollen.
Die Geschichte spielt 2002, kurz nach 9/11 und gerade zu dieser Zeit wurden die Anfeindungen gegen Muslime immer stärker. Unsere Protagonistin ist Shirin, die mit ihrer Familie Mal wieder umzieht und an eine neue Schule kommt. Durch die vielen Umzüge und Anfeindungen hat Shirin einen Schutzschild um sich herum aufgebaut. Ocean jedoch versucht hinter diese Mauer zu blicken und möchte sie besser kennen lernen. Shirin versucht dies mit allen Mitteln zu verhindern. Einer der wenigen guten Gründe sich auf die Schule zu freuen ist das Breakdancing. Zusammen mit ihrem Bruder und seinen Freunden haben sie eine Gruppe gegründet, die sich selbst Breakdance beibringen, um an Veranstaltungen teilzunehmen. Hier muss Shirin sich keinen Vorurteilen stellen, denn jeder wird akzeptiert, wie er ist.
Man merkt der Geschichte an, dass die Autorin hier viel von ihren eigenen Erfahrungen mit eingebracht hat. Shirins Misstrauen und vorsichtiges Verhalten sind nachvollziehbar, wenn man liest, was sie sich alles Gefallen lassen muss. Ihre verstickten Gefühle, auch Ocean gegenüber, waren authentisch und auch wenn ich bei manchem nicht immer ihrer Meinung war, zeigt der Lauf der Geschichte doch, dass ihre anfänglichen Zweifel durchaus begründet waren. Richtig gut hat mir gefallen, dass Shirin auch selbst dazu gelernt hat, als ihr ihre eigenen Fehler vorgehalten wurden. Sie ist ein Charakter mir Ecken und Kanten und daher umso realistischer dargestellt. Bei Shirins Hobbys hat man sofort gemerkt, dass sie mit Leidenschaft dabei ist, denn das Breakdancen lässt sie aus sich herauskommen und auch ihre Klamotten näht sie sich aus Geldmangel selbst, um ihrem eigenen Stil treu zu bleiben.
Die Liebesgeschichte war auch richtig süß. Die nächtlichen Telefonate unter der Decke haben mir immer ein Lächeln ins Gesicht gezaubert. Ocean ist einfach ein lieber Kerl, der Shirin bei allem unterstützt, auch wenn er dabei manchmal über die Stränge schlägt.
Das Buch hat mir richtig gut gefallen. Man hat eine süße Liebesgeschichte, muss sich aber auch mit der Hilflosigkeit, angesichts der Rücksichts- und Respektlosigkeit, der sich Shirin stellen muss, auseinandersetzen. Das Buch macht einen wütend und regt zum Nachdenken an und ist auch heute noch immer aktuell anzusehen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere