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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.03.2017

lesbar, konnte mich aber nicht wirklich überzeugen

Perfect Girl - Nur du kennst die Wahrheit
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In diesem Buch geht es um Zoe Maisey. Sie hat vor 3 Jahren den Tod von drei Jugendlichen verschuldet, ihre Strafe zwar abgesessen und mit ihrer Mutter in einer anderen Stadt versucht ein neues Leben mit ...

In diesem Buch geht es um Zoe Maisey. Sie hat vor 3 Jahren den Tod von drei Jugendlichen verschuldet, ihre Strafe zwar abgesessen und mit ihrer Mutter in einer anderen Stadt versucht ein neues Leben mit neuer Familie anzufangen, aber jeder in der Familie hat so seine Geheimnisse und dann wird auf einmal Zoes Mutter tot aufgefunden …
Dieses Familiendrama, denn als Thriller möchte ich dieses Buch nicht bezeichnen, wird kapitelweise aus der Perspektive einzelner beteiligter Personen erzählt. Diese unterschiedlichen Sichtweisen und dazu kommt auch noch die unterschiedlichen Zeiträume über die berichtet wird, machen das Lesen abwechslungsreich. Die Charaktere werden glaubhaft und anschaulich, sowie ihre Handlungsgründe nachvollziehbar beschrieben. Mir waren die Beschreibungen oftmals zu ausschweifend. Da ist mein Interesse am Weiterlesen schon ganz schön gesunken. Weniger ist manchmal mehr.
Wie bereits erwähnt, sehe ich in diesem Buch keinen Thriller, einfach auch darum, weil stellenweise so weitschweifig geschrieben wurde und zum anderen, weil mir die beim Thriller zu erwartende, unvorhersehbare Wendung fehlt. Wer in diesem Buch darauf hofft, wird enttäuscht.
Von mir gibt’s daher auch nur 3 Lese-Sterne.

Veröffentlicht am 06.03.2017

unglaublich berührende wahre Geschichte

Albtraum
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In diesem Roman wird die Geschichte von Franziska Schwarz erzählt, die von ihrer Mutter nicht gewollt wurde. Die von ihr wie ein Tier mit den Tieren gehalten wurde.
Immer wenn man als Leser denkt, jetzt ...

In diesem Roman wird die Geschichte von Franziska Schwarz erzählt, die von ihrer Mutter nicht gewollt wurde. Die von ihr wie ein Tier mit den Tieren gehalten wurde.
Immer wenn man als Leser denkt, jetzt geht es Franziska besser, jetzt hat sie doch noch Hoffnung auf ein besseres Leben, dann kommt in ihrem Leben wieder ein harter Tiefschlag.
Da dieser Roman so einfühlsam geschrieben ist, nimmt man als Leser direkten Anteil an dem unglücklichen, leidvollen Leben dieses Kindes bzw. der sich entwickelnden jungen Frau. Ich kann mir kaum vorstellen (denn das übersteigt meine Vorstellungskraft) wie hart der Kampf dieser jungen Frau gewesen sein muss, um nach solch einer Kindheit nicht den Lebensmut zu verlieren und sich aus diesem seelischen Tief heraus zu kämpfen.
Margarete van Marvik hat dieses Schicksal sehr anschaulich beschrieben. Der Leser kann sich in die verzweifelten Situationen von Franziska dadurch wunderbar hineinversetzen. Mich hat dieser Roman darum auch innerlich stark aufgewühlt. Wie kann eine Mutter so grausam sein? Wie kann ein Mensch so viele Schicksalsschläge verkraften.
Dieses Buch erhält von mir eine 100%ige Leseempfehlung und 5 wohlverdiente Lesesterne.

Veröffentlicht am 24.02.2017

der total andere Krimi – fesselnd!

Das Buch der Spiegel
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Dieser Krimi ist einfach unbeschreiblich: fesselnd, spannend, aber auch widersprüchlich.
Drei Menschen (ein Literaturagent, ein Journalist und ein Ex-Polizist) versuchen herauszubekommen was vor mehr als ...

Dieser Krimi ist einfach unbeschreiblich: fesselnd, spannend, aber auch widersprüchlich.
Drei Menschen (ein Literaturagent, ein Journalist und ein Ex-Polizist) versuchen herauszubekommen was vor mehr als 20 Jahren im Haus von Dr. Joseph Wieder geschehen ist. Immer wenn einer seine Ermittlungen frustvoll aufgibt, macht sich der nächste an die Recherche. Jeder der Drei erfährt immer nur Teilwissen und wird bei der Suche nach der Wahrheit mit individuell verzerrten Wahrnehmungen, Vermutungen aber auch mit Lügen konfrontiert. Daher stammt auch der Titel des Buches: angelehnt an die Zerrspiegel auf Jahrmärkten, die die Bilder auch verzerren. Das Ganze wird vom Autor wunderbar in Worte gefasst. Stilistisch brillant fand ich, dass zum Ende der Kapitel immer düstere Entwicklungen und vage Andeutungen zu einer völlig konträren Entwicklung der Handlung angeführt waren. Als Leser hat man da automatisch seine Phantasie einsetzten müssen und die Spannung hielt sich dabei immer auf hohem Level.
Zum Teil benutzt E.O. Chirovici sehr blumige Umschreibungen, die mir ausgesprochen gut gefallen haben. So umschreibt er beispielsweise den regenverhangenen, trüben Himmel farblich mit Kohlsuppe. Da hat man doch gleich ein Bild vor Augen.
Auch am Ende des Buches bleiben noch viele Fragen offen. Finde ich nicht schlecht. So kann jeder Leser seine eigenen Schlüsse und Vermutungen ziehen.
Ein in der Art geschriebenen Krimi >und das waren schon sehr viele< habe ich bisher noch nicht gelesen. Ich bin voll begeistert und kann dieses Buch nur wärmstens als Geheimtipp weiterempfehlen.

Veröffentlicht am 21.02.2017

nicht so meins

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Der Autor führt den Leser in ein kleines Dorf Ende des 19. Jahrhunderts nach Flandern. Hauptakteure sind Elisabeth, ihr Ehemann der Dorfarzt Guillaume sowie deren beide Söhne Valentin und Namenlos. Bei ...

Der Autor führt den Leser in ein kleines Dorf Ende des 19. Jahrhunderts nach Flandern. Hauptakteure sind Elisabeth, ihr Ehemann der Dorfarzt Guillaume sowie deren beide Söhne Valentin und Namenlos. Bei Namenlos handelt es um einen im Gesicht stark verunstalteten Menschen. Alle 4 erzählen die Erlebnisse aus ihrer Sicht.
Den Anfang als Elisabeth ihre Empfindungen schildert fand ich noch recht interessant. Aber als die kranken Vorstellungen und Analysen im zweiten Teil dann ausgeführt wurden, konnte ich mich mit der Geschichte nicht mehr anfreunden. Zwar versucht der Autor die inneren Zwänge von Guillaume sowie sein kindliches Trauma zum Ausdruck zu bringen. Doch ich konnte damit einfach nichts anfangen. Da die Handlung aus Sicht von allen 4 Familienmitgliedern erzählt wird, kommt es beim Lesen zu vielfachen Wiederholungen. Zwar immer mit anderen Sichtweisen und Beweggründen, aber mich hat das dann doch mit der Zeit gelangweilt da Handlung und Spannung in meinen Augen auf der Strecke geblieben sind.
Insgesamt gesehen war das keine Lektüre für mich und somit möchte ich auch keine Leseempfehlung aussprechen.

Veröffentlicht am 19.02.2017

erst ab der Hälfte spannend, vorher zähe Lektüre

Tage der Schuld
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Marian und Erlendur arbeiten miteinander beim isländischen Landeskriminalamt. Aber so richtig zusammenarbeiten tun sie nicht, denn Marian setzt sich zu 100% an die Mordermittlung des aktuellen einheimischen ...

Marian und Erlendur arbeiten miteinander beim isländischen Landeskriminalamt. Aber so richtig zusammenarbeiten tun sie nicht, denn Marian setzt sich zu 100% an die Mordermittlung des aktuellen einheimischen Opfers. Doch Erlendur lässt der Fall der vor 25 Jahren auf dem Schulweg verschwundenen Dagbjort keine Ruhe und ermittelt auf eigene Faust. Dieses Arrangement der beiden kommt überhaupt nicht glaubhaft herüber. Diese auf zwei so unterschiedliche Fälle ausgerichtete Handlung des Buches hat mich von Anfang an gestört, da ja auch Erlendurs private Ermittlungen zu Lasten des aktuellen Falls gingen.
Zudem fand ich die Dialoge bei den Ermittlungen etwas platt. In meinen Augen ließen sie die Ermittler inkompetent erscheinen. Sympathie konnte ich zu beiden nicht entwickeln.
Im letzten Drittel nahm dann dieser Krimi aber noch etwas an Fahrt auf. Da konnte ich auch so etwas wie Spannung beim Lesen spüren.
Insgesamt gesehen ist der Krimi eine lesenswerte aber nicht unbedingt spannungsgeladene Geschichte. Von mir gibt‘s daher nur 3 Lese-Sterne.