Habe mir mehr Spannung erhofft
Die unversöhnliche VergangenheitWieder sind es Nik Pohl, sein Mitbewohner Balthasar und der IT-Spezialist Jon, die parallel zur Polizei in einem brisanten Fall ermitteln. Zum Aktenraum der Staatsanwaltschaft verschafft sich eine Frau ...
Wieder sind es Nik Pohl, sein Mitbewohner Balthasar und der IT-Spezialist Jon, die parallel zur Polizei in einem brisanten Fall ermitteln. Zum Aktenraum der Staatsanwaltschaft verschafft sich eine Frau Zugang. Sie droht nicht nur eine Bombe zu zünden, wenn die Polizei eingreifen sollte, sie tut es auch. Schnell wird sie als ehemalige Mitarbeiterin der Staatsanwaltschaft identifiziert, nur leider hilft das den Ermittlungen nicht viel. Schließlich hat sie sich selbst bei der Explosion in die Luft gejagt und kann nicht mehr nach ihrem Motiv befragt werden.
Der Autor hat sehr intensiv die Suche nach dem WARUM geschildert. Wobei den Leser hier immer wieder das Vorgehen der Polizei als auch von Nik Pohl geschildert wird. Mitunter sind die Ermittlungsansätze gleich und doch ist es schon interessant wie Nik auf das Motiv der Tat kommt. Während er sonst mit seinem ehemaligen Chef bei der Kripo aneinandergerät, scheint der in diesem Fall dankbar für Niks Hinweise und neue Ermittlungsansätze zu sein.
Enttäuschend fand ich den letzten Teil des Thrillers als Nik erpresst wird und auf sich allein gestellt versucht jemand zu finden. Der kam mir vor wie eine Lehrstunde zum Thema „Welche Schlüsse ziehe ich aus meinen Beobachtungen“. Das Ganze wurde der Raffinesse seines Erpressers nicht gerecht. Schließlich hatte der ja seine Professionalität um Vorfeld bestens unter Beweis gestellt. Hier nun aber wie ein Neuling dargestellt. Von diesem siebten Band um Nik Pohl hatte ich mir mehr versprochen. Von mir gibt’s 3 Lese-Sterne.