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Veröffentlicht am 30.03.2025

Habe mir mehr Spannung erhofft

Die unversöhnliche Vergangenheit
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Wieder sind es Nik Pohl, sein Mitbewohner Balthasar und der IT-Spezialist Jon, die parallel zur Polizei in einem brisanten Fall ermitteln. Zum Aktenraum der Staatsanwaltschaft verschafft sich eine Frau ...

Wieder sind es Nik Pohl, sein Mitbewohner Balthasar und der IT-Spezialist Jon, die parallel zur Polizei in einem brisanten Fall ermitteln. Zum Aktenraum der Staatsanwaltschaft verschafft sich eine Frau Zugang. Sie droht nicht nur eine Bombe zu zünden, wenn die Polizei eingreifen sollte, sie tut es auch. Schnell wird sie als ehemalige Mitarbeiterin der Staatsanwaltschaft identifiziert, nur leider hilft das den Ermittlungen nicht viel. Schließlich hat sie sich selbst bei der Explosion in die Luft gejagt und kann nicht mehr nach ihrem Motiv befragt werden.
Der Autor hat sehr intensiv die Suche nach dem WARUM geschildert. Wobei den Leser hier immer wieder das Vorgehen der Polizei als auch von Nik Pohl geschildert wird. Mitunter sind die Ermittlungsansätze gleich und doch ist es schon interessant wie Nik auf das Motiv der Tat kommt. Während er sonst mit seinem ehemaligen Chef bei der Kripo aneinandergerät, scheint der in diesem Fall dankbar für Niks Hinweise und neue Ermittlungsansätze zu sein.
Enttäuschend fand ich den letzten Teil des Thrillers als Nik erpresst wird und auf sich allein gestellt versucht jemand zu finden. Der kam mir vor wie eine Lehrstunde zum Thema „Welche Schlüsse ziehe ich aus meinen Beobachtungen“. Das Ganze wurde der Raffinesse seines Erpressers nicht gerecht. Schließlich hatte der ja seine Professionalität um Vorfeld bestens unter Beweis gestellt. Hier nun aber wie ein Neuling dargestellt. Von diesem siebten Band um Nik Pohl hatte ich mir mehr versprochen. Von mir gibt’s 3 Lese-Sterne.

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Veröffentlicht am 28.03.2025

Urlaub mit Hindernissen – toller Jugendthriller

QUBIT
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Nora Achtziger ist gerade aus Kalifornien zurückgekommen und hat einen Zwischenstopp in Schottland eingelegt. Damit folgt sie einer Einladung von Sir Reginald auf seine Burg. Der hat sie und ihre gesamte ...

Nora Achtziger ist gerade aus Kalifornien zurückgekommen und hat einen Zwischenstopp in Schottland eingelegt. Damit folgt sie einer Einladung von Sir Reginald auf seine Burg. Der hat sie und ihre gesamte Münchner Familie zu sich eingeladen. Die erste Woche will sie aber allein hier mit Regi, so wird Reginald von seinen Freunden genannt, und seinem Enkel Matt, ihrem Ex-Freund, verbringen. Doch so geruhsam, wie Nora sich das vorgestellt hat, wird es nicht. Erstens wird eine Leiche vor der Küste gefunden und zweitens hat Noras Oma sich selbst früher eingeladen.
Wer die ersten Bände kennt, ist vorgewarnt. Für alle anderen, nur so viel: Oma Achtziger ist ungebremst voller Leben, lässt keine Abenteuer aus und ist prädestiniert Nora zur Verzweiflung zu bringen. Ich mag diese quirlige Oma, die ihr Alter gerne vergisst, die sich ihre kindliche Neugier bewahrt hat, keine Risiken scheut und immer für eine Überraschung gut ist.
Auch in diesem Teil ist der technische Fortschritt des Jahres 2039 im Mittelpunkt. Mittels Quantum-Computing-Algorithmen sollen Klimavoraussagen, insbesondere Klimakatastrophen langfristiger vorhergesagt werden, um Menschen rechtzeitig in Sicherheit zu bringen. Wie das funktioniert, wird von Entwickler Prof. Theo Cheng gegenüber der Achtziger-Oma sehr originell erklärt. Jedoch sind hinter dieser Neuentwicklung noch andere her, so dass es auf der Burg keinesfalls ruhig und gediegen zugeht, im Gegenteil. Es passiert so viel. Nora und ihre Freunde haben dabei so viele Gefahren zu bestehen, dass es an keiner Stelle langweilig wird.
Ich habe mich, auch wenn ich dem Jugendalter schon lange entwachsen bin, wunderbar unterhalten gefühlt und empfehle das Buch uneingeschränkt weiter. 5 Lese-Sterne sind da voll verdient.

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Veröffentlicht am 28.03.2025

der 20. Teil hat es wieder in sich

Ostseedämmerung
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Trine und ihr Freund Vito spielen, obwohl es ihnen vom Besitzer streng verboten wurde, im Gutsteich von Hovelau. Durch Zufall findet Vito im Schlamm eine Scheibe mit Löchern und Verzierungen. Wie sich ...

Trine und ihr Freund Vito spielen, obwohl es ihnen vom Besitzer streng verboten wurde, im Gutsteich von Hovelau. Durch Zufall findet Vito im Schlamm eine Scheibe mit Löchern und Verzierungen. Wie sich bald herausstellt, handelt es sich um eine Gewandfibel aus der Wikingerzeit. Zuletzt hatte diese Fibel eine Studentin bei sich, sollte sie zur in die Uni Kiel bringen. Doch da ist Mira Schneider nie angekommen. Das ruft die Kripo Lübeck, Pia Kotittki und ihr Team, auf den Plan. Zuerst sollen sie nur beurteilen, ob sich weitere Ansätze zum Cold Case um das Verschwinden von Mira Schneider finden lassen. Als sich das bestätigt, wird recht bald nach der Wiederaufnahme der Ermittlungen Miras Leiche in einem Grab im Wald gefunden….
Ich bin auch in diesen neuen Fall um Pia und ihr Team recht schnell abgetaucht. Die Figuren sind mir liebgeworden, so lebendig und doch hat jeder mit seinen Eigenheiten, Schwächen und Sorgen zu kämpfen. Ich fand den neuen Fall unwahrscheinlich spannend. Jeder in Hovelau scheint seine kleinen und großen Geheimnisse zu haben, welche unterschwellig immer wieder angedeutet werden. Das hat mich angespornt eigene mögliche Tathergänge abzuleiten und hat gleichzeitig zu steigender Spannung bei mir geführt.
Was mir besonders gefallen hat, war das Verhör von Miras Ehemann Tibor. Broders und Pia sind ein super eingespieltes Team, das mit geschickter Verhörstrategie den Betroffenen verunsichern, in Sicherheit wiegen oder auch unter Druck setzten kann. So, wie es die jeweilige Situation es erfordert, um die Wahrheit herauszubekommen.
Die Spannung steigt nochmal um einiges an, als Broders plötzlich verschwunden ist. Alle Kollegen sind auf der Suche nach ihm und doch ist es Pia, die den rettenden Einfall hat. Ich habe mich wieder sehr kurzweilig spannend unterhalten gefühlt und gebe darum auch 5 Lese-Sterne.

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Veröffentlicht am 28.03.2025

was soll uns die Geschichte sagen?

Geht so
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Der Leser lernt die Ich-Erzählerin, Marisa, kennen. Eine ledige Frau Anfang 30, die ihren Job als Key-Account-Managerin in der Werbebranche voller Desinteresse mehr oder weniger gut ausfüllt. Geschäftigkeit ...

Der Leser lernt die Ich-Erzählerin, Marisa, kennen. Eine ledige Frau Anfang 30, die ihren Job als Key-Account-Managerin in der Werbebranche voller Desinteresse mehr oder weniger gut ausfüllt. Geschäftigkeit vortäuschend delegiert sie geschickt ihre Aufgaben an Praktikanten und Teammitglieder. Retten kann sie sich in kritischen Situationen durch ihre Redegewandtheit, denn die ist Einzigartig. Ihre Arbeitszeit, aber auch große Teile ihrer Freizeit, verbringt sie mit YouTube-Videos. So sieht ihr Leben aus, denn soziale Kontakte hat sie keine bis auf den gelegentlichen, unverbindlichen Sex mit Pablo. Ihr Leben hält sie nur aus, indem sie sich mit Drogen betäubt und ihre Angstzustände vermeintlich damit im Griff hält.
Anfangs fand ich Marisa Sicht auf ihren Job noch erfrischend. Zum Bespiel den Satz „meine Arbeit besteht darin freundlich zu sein und heiße Luft zu verkaufen“ brachten mich schon zum Schmunzeln. Auch wie Marisa sich über die zunehmende Verwendung von englischen Begriffen in unserem Alltag mokiert, hat mich an meinen eigenen Arbeitsalltag und meinen Unmut über das viel Denglisch erinnert.
Aber je weiter ich die Geschichte gelesen habe, habe ich mir die Frage gestellt, was die Autorin uns mit dem Buch eigentlich vermitteln will. Ich fand es absolut übertrieben, was Marisa sich am Teambildungswochenende geleistet hat. Aber vielleicht wollte die Autorin uns durch die massive Übertreibung auch nur einen Spiegel vorhalten. So richtig warm geworden bin ich mit der Geschichte nicht.
Insgesamt gesehen konnte mich das Buch nicht begeistern und daher gebe ich nur 2,5 Lese-Sterne.

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Veröffentlicht am 18.03.2025

ebenso spannend wie verwirrend

Die Brandung – Leichenfischer
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Bei Ausgrabungen für das dänische Archäologe-Museum, für das Fria Svensson arbeitet, wird durch Zufall ein Erdgrab mit einer stark verwesten Leiche entdeckt. Fria informiert sofort ihren Bruder Troels ...

Bei Ausgrabungen für das dänische Archäologe-Museum, für das Fria Svensson arbeitet, wird durch Zufall ein Erdgrab mit einer stark verwesten Leiche entdeckt. Fria informiert sofort ihren Bruder Troels Svensson, der hier für die örtliche Polizei arbeitet und in dessen Zuständigkeitsbereich der Leichenfund fällt. Kurze Zeit später wird noch eine zweite ebenfalls vergrabene Leiche gefunden, diesmal aber auf deutscher Seite.
Wie immer ist Fria nicht zu bremsen, sie ist zwar jetzt als Archäologin und Museumsleiterin tätig, doch ihre Wurzeln kann sie einfach nicht kappen, als sie sich damals gegen die Ausbildung zur Polizistin entschieden hat. Sind doch alle Svenssons für die Polizei tätig. Ich muss immer wieder schmunzeln, wie geschickt sie sich immer wieder als Beraterin in die laufenden Ermittlungen einbringt. Wohlbemerkt zielführend einbringt, denn schließlich ist sie es, die die Ähnlichkeit der Gruben mit den Bestattungsriten aus der Wikingerzeit in Zusammenhang bringt.
Ich finde diesen Fall unwahrscheinlich spannend und auch verwirrend. Als Leser darf man nicht nur an der Ermittlung zu den beiden Morden teilnehmen, es werden auch immer wieder Figuren vorgestellt, deren Zusammenhang zum aktuellen Fall nicht direkt zugeordnet werden kann. Lange bleibt offen, wer hinter den Morden steckt. Ich habe da kribbelnde Spannung gespürt. Gleichzeitig mag ich diese quirlige und so empathische junge Frau unwahrscheinlich gern. Von mir gibt’s 5 Lese-Sterne und eine uneingeschränkte Lese-Empfehlung.

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