traurige Geschichte, aber…
Die Wahrheiten meiner MutterDie Autorin schreibt das Buch aus Johannas Sicht in der Ich-Form. Nur in Bruchstücken erfährt der Leser, wie es ihr in ihrer norwegischen Familie ergangen ist. Vieles bleibt nebulös. Dabei ist das der ...
Die Autorin schreibt das Buch aus Johannas Sicht in der Ich-Form. Nur in Bruchstücken erfährt der Leser, wie es ihr in ihrer norwegischen Familie ergangen ist. Vieles bleibt nebulös. Dabei ist das der Grund, warum sie vor 30 Jahren ihr Leben selbst in die Hand genommen hat, Land und Familie hinter sich ließ, dass sie ihren Traum, Künstlerin zu werden, umsetzen und ein selbstbestimmtes ehrliches Leben führen will. Ihre Bilder haben über die Landesgrenzen Erfolg und auch mit ihrer kleinen Familie, Mann und Kind, ist sie glücklich. Ohne dabei jemals ihre Vergangenheit Anfänglich gab es noch sehr unterkühlten Glückwunschaustausch, der dann aber von ihrer Familie eingestellt wurde. Nun ist hinter sich lassen zu können. Nun ist ihr Mann verstorben, der Sohn nach Europa gezogen und sie hat eine neue Ausstellung in ihrer Heimat. Vielleicht sieht sie es als Chance, nun wieder mit ihrer Mutter in Kontakt zu treten, Altes aufzuarbeiten und Neues zu knüpfen. Als Leser fand ich die Rückblenden in Johannas Kindheit und Jugend noch ganz interessant, jedoch sind davon nur sehr wenige zu finden. Viel umfangreicher, für mich aber nicht unbedingt spannender sind die Ausführungen zu Johannas aktuellen Versuchen mit der Mutter Kontakt zu finden. Außer Abweisungen und Enttäuschungen ist da aber leider nichts. Vielleicht wollte die Autorin durch die vielen Wiederholungen die innere Zerrissenheit der Hauptfigur damit besonders herausarbeiten. Immer wieder vermischen sich auch Rückblenden mit der Gegenwart. Nur habe ich diese ganzen Beschreibungen und vielfachen Wiederholungen als ermüdend und wenig unterhaltsam empfunden. Die innere Zerrissenheit von Johanna ist mir dadurch nicht nähergekommen. So gibt es von mir auch nur 2 Lese-Sterne.