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Veröffentlicht am 17.09.2025

Kampf an vielen Fronten

Eisfalle
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Erdrückende Spannung erwartet den Leser dieses Thrillers. Nicht nur, weil es um eine mehr als 40 Meter unter dem grönländischen Eis liegende ehemalige, inzwischen verlassen geglaubte amerikanische Militärbasis ...

Erdrückende Spannung erwartet den Leser dieses Thrillers. Nicht nur, weil es um eine mehr als 40 Meter unter dem grönländischen Eis liegende ehemalige, inzwischen verlassen geglaubte amerikanische Militärbasis geht, auch weil die geschilderten Bedrohungen so brisant wie gegenwärtig sind. Denn hinterlassen wurden kontaminiertes Material und riesige Mengen an Diesel, was im Zuge der Klimaerwärmung und dem Schmelzen des Eises zu einer Klima- und Umweltkatastrophe führen wird.
Jedoch hat John Kaunak als Sonderermittler zuerst nur die Aufgabe eine Gruppe von Klimaforschern, die als verschollen gelten, wiederzufinden. Die Gruppe wollte in der Nähe von Camp Century die stark abweichenden Messwerte kontrollieren. Jetzt fehlt jeder Spur von ihnen und seit Tagen gibt’s kein Lebenszeichen mehr von ihnen. Besorgnis erregt auch, dass ein leeres Schlittenhundegespann zurückkam. Als John und seine Begleiter sich dem ehemaligen Camp nähern, treffen sie dort nicht nur auf Johns alten Freund Moses Enoksen, der ihm einmal das Leben gerettet hat, sie erfahren auch von Moses, dass Uniformierte die Wissenschaftler gefangengenommen haben.
Was der Autor hier in dem Thriller schildert, ist ein Machtkampf und die Gier nach Geld, viel Geld, in den viele Nationen verwickelt sind und keiner mit offenen Karten spielt. Es hat mir Angst gemacht, was da vorgegangen ist. Dabei hatte ich auch einige Schwierigkeiten die militärischen Strukturen der USA und die vielen Personen, zum Teil mit sehr persönlichen Interessen, in Einklang zu bringen und die Übersicht zu behalten.
Eines kann ich sagen, das Buch hat mich nachdenklich gestimmt, so dass ich mit dem Schreiben der Rezension einige Tage gewartet habe. Von mir gibt’s 4 Lese-Sterne.

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Veröffentlicht am 16.09.2025

Nicht alle Wünsche gehen in Erfüllung

Herrliche Zeiten - Dem Himmel so nah
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Nachdem der erste Teil mir so gut gefallen hat, habe ich mich auch gleich an Teil 2 gemacht. Die vielen handelnden Personen sind mir vertraut geblieben, auch wenn einige hier im zweiten Teil genau die ...

Nachdem der erste Teil mir so gut gefallen hat, habe ich mich auch gleich an Teil 2 gemacht. Die vielen handelnden Personen sind mir vertraut geblieben, auch wenn einige hier im zweiten Teil genau die gleichen negativen Eigenschaften an den Tag legen. Aber nur so wirkt ein Gesellschaftsroman ja auch realistisch und bringt Spannung in die Geschichte.
Im zweiten Teil stehen nun weitestgehend die Kinder von Vivian, Paul und Auguste im Mittelpunkt und auch mit ihnen erlebt man sehr viele Höhen und Tiefen. Da das Buch von den Jahren 1900-1919 spielt, Jahre in denen der Kampf um die Vormacht in Europa, die Herrschaft über die Kolonien und damit verbunden drohende Kriegsvorbereitungen, hat der Autor das auch in seinem zweiten Teil zum Thema gemacht. Für meine Empfindung hat er das zu sehr zum Thema gemacht. Da gerieten in meinen Augen die persönlichen Zwistigkeiten der Figuren zu sehr in den Hintergrund.
Schön fand ich dagegen, wie am Ende des Buchs die Lebenswege der Hauptfiguren mit ihren erreichten oder gescheiterten Zielen Revue passiert wurden. Das war für mich gelungenes Ende, wurden do dadurch der Kreislauf des Lebens, positiv wie negativ, geschlossen. Insgesamt gibt’s von mir 3,5 Lese-Sterne.

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Veröffentlicht am 10.09.2025

gelungene Fortsetzung, die ich uneingeschränkt empfehle

Die Sättigung
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Karneval in Dresden, die Vorbereitungen sind in vollem Gange. Doch nun gilt der Faschingsprinz des Karnevalvereins Elbmasken vom Zwinger als verschwunden.
Sogar Arne Stiller hat sich von seiner Lebenspartnerin, ...

Karneval in Dresden, die Vorbereitungen sind in vollem Gange. Doch nun gilt der Faschingsprinz des Karnevalvereins Elbmasken vom Zwinger als verschwunden.
Sogar Arne Stiller hat sich von seiner Lebenspartnerin, der Rechtsmedizinerin Martina Schweitzer, zur Teilnahme an einer Veranstaltung überreden lassen. Als die Leiche des Imbissbesitzers Simon Pawelke gefunden wird, machen sich beide zum Tatort auf. Vor seinen Tod wurde Pawelke bestialisch gefoltert. In der Wohnung des Toten findet Arne einen Zettel, eine kryptische Botschaft mit ungelenker Hand geschrieben. Es soll nicht Arnes letzte Nachricht vom Killer sein, denn das Morden geht weiter…
Ich fand diesen neuen Arne-Stiller-Fall wieder einmal unwahrscheinlich spannend. Gut, bei der Beschreibung der brutalen Foltermethoden des Killers muss man schon hart im Nehmen sein, aber gleichzeitig wurde bei mir dadurch die Fantasie angeregt, warum der Täter so unterschiedlich bei den Morden vorgeht. Immer neue grauenvolle Foltermethoden. Auch wenn es nach außen hin nicht ersichtlich ist, muss es eine Verbindung zwischen den Opfern geben. Nur welche ist nicht zu erkennen. Das bringt Spannung in die Geschichte. Nicht nur das, auch das Ende war so überhaupt nicht vorhersehbar gewesen. Zum Schluss sagt Arne einen Satz, den ich sehr zutreffend fand: „In dieser Geschichte gibt es nur Verlierer.“
Bis dahin musste Arne aber wieder sein ganzes Können als Kryptologe aufbieten, um die verschlüsselten Botschaften des Täters zu knacken. Mich hat dieser neue Fall sehr spannend unterhalten, so dass ich 5 Lese-Sterne gebe und eine klare Leseempfehlung ausspreche.

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Veröffentlicht am 05.09.2025

aufschlagen, abtauchen, Zeit vergessen

Zeit des Neubeginns
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Als ich gleich am Anfang las, dass alle Hansens sich wegen der Eröffnung von Georgs Testament in der Hansen-Villa einfanden, dachte ich: jetzt kommt es gleich zum Eklat. Doch wie sein ganzes Leben lang ...

Als ich gleich am Anfang las, dass alle Hansens sich wegen der Eröffnung von Georgs Testament in der Hansen-Villa einfanden, dachte ich: jetzt kommt es gleich zum Eklat. Doch wie sein ganzes Leben lang hat Georg auch hier bei der Verteilung seines Vermögens Weitsicht gezeigt, auch wenn er nicht alles voraussehen konnte. Selbst Martha, die für Zoff in der Familie Hansen bekannt ist, kam mir nach der Verlesung recht zahnlos vor. Wobei sie ja auch keinen rechtlichen Anspruch an Georgs Erbe hat. Es hat mich gerührt, dass jeder der Erben no ach einen persönlichen Brief von Georg vom Notar überreicht wurde. Wie in seinem bisherigen Leben versucht er damit ein letztes Mal Ratschläge für die Zukunft zu erteilen. Doch dieser Band zeigt auch wieder die Entwicklungen und Probleme der anderen Familienmitglieder, ob nun in München, in Wien oder in Amerika. Gerade das finde ich an diesen Bänden so interessant und spannend.
Eduard Ahrendsen ist mit seinen zwielichtigen Geschäften in Berlin nochmal mit einem blauen Auge davongekommen. Nur leider scheint er daraus nichts gelernt zu haben. Ich finde es beängstigend, wie er sich wieder auf illegale Geschäfte und eine Zusammenarbeit mit Nolte einlässt.
Zunehmend wird im Buch auch deutlich, dass sich die Naziideologie und damit auch die Fremdenfeindlichkeit immer mehr ausbreiten. Was mag das für Amala und das neu eröffnete Hansen für Auswirkungen haben? Ich bin schon gespannt, wie es weitergeht. Von mir gibt’s 5 Lese-Sterne.

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Veröffentlicht am 05.09.2025

ihre Krimis werden immer spannender

Das erkaufte Glück
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Anfangs wunderte ich mich, dass Lea Nielsen, ehemals erfolgreiche Ermittlerin beim LKA Hannover, sich auf die Stelle in Wittmund, Ostfriesland, bewirbt. Beruflich ein klarer Abstieg. Jedoch gibt es zwei ...

Anfangs wunderte ich mich, dass Lea Nielsen, ehemals erfolgreiche Ermittlerin beim LKA Hannover, sich auf die Stelle in Wittmund, Ostfriesland, bewirbt. Beruflich ein klarer Abstieg. Jedoch gibt es zwei ABER. Erstens ist ihr Vater an Demenz erkrankt und braucht zunehmend mehr Hilfe und zweitens hat es der Vermisstenfall um Maya van Berg es in sich, so dass eine so erfahrene Ermittlerin gerade recht kommt. Beides unter einen Hut zu bekommen stellt sich für Lea als Herausforderung dar.
Mir ist es wieder leichtgefallen in den Krimi abzutauchen. Die Autorin versteht es die Charaktere mit ihren Ecken und Kanten so lebensecht und damit glaubhaft zu vermitteln, dass man nach kurzer Zeit mit ihnen und der Geschichte verschmilzt. Dabei ist der Fall nicht so einfach, wie Leas Chef, HK Robert Petersen, anfangs denkt. Denn die vermisste junge Frau meldet sich nach einigen Tagen selbst bei der Polizei und gibt an bei einem Freund untergekommen zu sein. Doch wer hat das Erpresserschreiben mit der horrenden Lösegeldsumme geschrieben und ist mit dem Geld verschwunden? Ja, es ist spannend mitzuerleben, wie die Soko Maya die Zusammenhänge aufdeckt. Von mir gibt’s daher auch wohlverdiente 5 Lese-Sterne.

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