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Veröffentlicht am 22.08.2025

in meinen Augen der bisher spannendste Fall mit Jan Tommen

Am Ende des Sturms
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Jan Tommen ist bei der Berliner Polizei dafür bekannt, dass er nicht immer Dienst nach Vorschrift macht. Dafür ist sein Team aber sehr erfolgreich, so dass sein Chef oft gar nicht wissen will, welche Kontakte ...

Jan Tommen ist bei der Berliner Polizei dafür bekannt, dass er nicht immer Dienst nach Vorschrift macht. Dafür ist sein Team aber sehr erfolgreich, so dass sein Chef oft gar nicht wissen will, welche Kontakte Jan nutzt und welche Wege er dafür geht. Der neue Fall, der auf den ersten Blick wie ein häuslicher Unfall erscheint, stellt sich recht schnell als kaltblütiger gut getarnter Mord heraus. Der Tote, ein erst seit wenigen Jahren in Deutschland sehr zurückgezogen lebender Italiener, hat nicht nur falsche Papiere, alles deutet darauf hin, dass das Mordmotiv in seiner Heimat Sardinien zu suchen ist. Mehr will ich nicht verraten.
Auf jeden Fall empfand ich diesen Jan-Tommen-Band als den bisher spannendsten. Nicht nur, weil es grenzübergreifende Ermittlung gibt, sondern weil die Verwicklungen Täter oder Opfer schwer durchschaubar waren und die Wendungen bis zur Aufklärung mich so überraschend und spannend waren.
Außerdem fand ich, dass in diesem 12. Thriller Zoe, die Rechtsmedizinerin und festes Mitglied von Jans Team, zu Höchstform aufgefahren ist was ihre soziale wie emotionale Seite betrifft. Stichwort Zoe als Eisverkäuferin. Was habe ich geschmunzelt.
Von mir bekommt dieser neue Jan-Tommen-Thriller 5 Lese-Sterne und eine uneingeschränkte Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 22.08.2025

häufige Wiederholungen haben Lesevergnügen gedämpft

Mit kalter Hand
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Da ich die beiden vorherigen Bände auch gelesen habe, habe ich mich gefreut Sabine Yao wiederzutreffen. Diese junge Frau und Stellvertreterin von Prof. Herzfeld finde ich sympathisch. So engagiert, menschenoffen ...

Da ich die beiden vorherigen Bände auch gelesen habe, habe ich mich gefreut Sabine Yao wiederzutreffen. Diese junge Frau und Stellvertreterin von Prof. Herzfeld finde ich sympathisch. So engagiert, menschenoffen trotz der vielen schlimmen Dinge, die sie in ihrem Wunschberuf sehen und verarbeiten muss und dabei noch immer neugierig auf die Arbeit und die Sichtweisen der anderen Fachbereiche ist, muss man einfach mögen. Eines gelingt dem Autor, hier im Buch - die Vielschichtigkeit der Arbeit in der der Rechtsmedizin aufzuzeigen. Erste Eindrücke, die bei näherer Untersuchung auf einen ganz anderen Tathergang schließen lassen sind keine Seltenheit. Das wird beim Lesen dieses 3. Bandes wieder recht deutlich und auch für Laien verständlich zum Ausdruck gebracht.
Leider fand ich den ersten Teil dieses dritten rechtsmedizinischen Thrillers nicht so spannend, da hier zu viele Wiederholungen gleicher Sachverhalte, eingebettet in Dialoge zwischen Yao mit der Polizei wie auch der Kommissaranwärterin Kira Kaplan im Praktikum oder Kollegen vorkommen. Zusätzlich hatte ich den Eindruck in einer Lehrveranstaltung zu sitzen. Spannung brachte mir das nicht. Die baute sich erst auf als Dr. Yao Fortschritte bei der Ermittlung des Pferderippers wie auch bei den Leichenteilfunden im Spandauer Forst verzeichnen konnte. Den Pferdefall nutzte Yao, um ihre Kenntnisse zu erweitern. Denn mit Sektionen von Tieren hatte sie bisher noch nie zu tun. Während es bei den Leichenteilfunden wieder einmal eine absolut psychisch kranke Person zu finden und zu stoppen galt. Das war spannend zu lesen. Insgesamt gebe ich 3,5 Lese-Sterne.

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Veröffentlicht am 18.08.2025

am Leben zerbrochen

Das Flüstern der Marsch
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Karl und Annemie Hansen wohnen in einem kleinen Dorf in der Marsch. In Kürze steht Karls 80. Geburtstag an, der im großen Rahmen gefeiert werden soll. Doch Annemie ist seit Tagen verschwunden und Karl ...

Karl und Annemie Hansen wohnen in einem kleinen Dorf in der Marsch. In Kürze steht Karls 80. Geburtstag an, der im großen Rahmen gefeiert werden soll. Doch Annemie ist seit Tagen verschwunden und Karl tut so als gehe es ihn nichts an, als wäre Annemie nur zu einer Freundin gereist….
Mir ist es nicht leichtgefallen beim kapitelweisen Wechsel zwischen den Jahrzehnten und der Gegenwart sowie den unterschiedlichen Personen den Überblick zu behalten. Vor allen aber zu erkennen, wie die Personen zueinanderstehen. Dabei fand ich die Kapitel mit Freya am Rätselhaftesten. Diese Frau, die nach dem Selbstmord ihres Bruders ein exzessives Leben in Hamburg beginnt und zum Glück aber eine empathische Frau kennenlernt, die ihr hilft aus dem seelischen Loch zu kommen. Was hat dieses Freya mit der Familie Hansen zu tun? Die Hansens, neben Karl und Annemie ihre drei erwachsenen Kinder Sabine, Sven und Stefan mit Frau Janne und drei Kleinkindern sowie Mona, Sabines Tochter, kann man kaum als glücklich bezeichnen. Insbesondere die Frauen, haben ihr Päckchen zu tragen. Manche von ihnen zerbrechen daran. Dies herauszuarbeiten und in diese Familiengeschichte überzeugend einfließen zu lassen ist der Autorin gelungen. Gerade Annemie, die so gar kein Verständnis von Seiten ihres Mannes gekommen hat, die nach Außen immer den Schein einer intakten Familie aufrechterhalten hat, ist schlussendlich daran zerbrochen. Die Autorin hat im Buch aber auch zum Ausdruck gebracht, dass das nicht nur ein Generationsproblem ist. Auch Janne, die so gar keine Unterstützung von Stefan, ihrem Ehemann, erhält, die Haushalt und drei Kinder managen muss und nun auch noch den Geburtstag von Karl organisieren muss, geht es ähnlich wie Annemie. Sie selbst kommt an ihre Grenzen und bleibt auf der Strecke. Ich habe mich mit dem Buch sehr gut unterhalten gefühlt und gebe darum 4 Lese-Sterne.

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Veröffentlicht am 18.08.2025

KI - Segen oder Fluch, gut gemacht

Der Tower
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Nova Niehaus Leben ist ein Desaster. Freund weg, Wohnung weg und einen Job hat sie auch nicht mehr. Da kommt Kims Anruf, dass sie aus den Bewerbern ausgewählt wurde, um ein Jahr lang kostenfrei im neuen ...

Nova Niehaus Leben ist ein Desaster. Freund weg, Wohnung weg und einen Job hat sie auch nicht mehr. Da kommt Kims Anruf, dass sie aus den Bewerbern ausgewählt wurde, um ein Jahr lang kostenfrei im neuen Tower, einem Luxusdomizil am Berliner Alexanderplatz, wohnen darf wie gerufen. Alles in diesem Gebäude ist KI-gesteuert – durch Kim. Schlüssel gibt es keine, Kim macht das. Selbst Wassertemperatur und Fensterverdunklungen alles wird von ihr gesteuert. Novas anfängliche Freunde wird jedoch Stück für Stück gedämpft. Denn nicht immer reagiert Kim auf ihre Wünsche. Nämlich immer dann, wenn Nova Kims Anweisungen nicht befolgt. Auch ihre Nachbarn in der 32. Etage sind zum Teil sehr merkwürdig. Geschickt entwickelt der Autor Novas Zweifel. Da gibt es Konrad, den sie eigentlich sympathisch findet, der behauptet hier im Tower gefangen zu sein. Der von 100%iger Überwachung in diesen Wohnungen spricht. Doch stimmt das wirklich? Nova merkt selbst, dass die Kim nur reagiert, wenn sie sich an die Hausordnung hält. Während bei Nova die Zweifel ständig anwachsen, bin ich beim Lesen ins Grübeln geraden, ob die KI nicht eher ein Fluch ist als ein Segen ist. Zumindest, wenn die in Händen von den falschen Menschen ist. Ich finde diesen Gedanken erschreckend und diese Erfahrung hat Nova schlussendlich auch machen müssen. Von mir gibt’s 4 Lese-Sterne.

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Veröffentlicht am 18.08.2025

so spannend wie unterhaltsam

Nur ein Sterbenswort
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Meike Masur wagt fern der Heimat einen Neuanfang und kommt gleich zu Anfang an ihre Grenzen. Denn so viel anders als in ihrer Heimat Stralsund ist die Sprache hier in Stuttgart, dass sogar ein Einkauf ...

Meike Masur wagt fern der Heimat einen Neuanfang und kommt gleich zu Anfang an ihre Grenzen. Denn so viel anders als in ihrer Heimat Stralsund ist die Sprache hier in Stuttgart, dass sogar ein Einkauf beim Bäcker zur Hürde wird. Anders dagegen hat sie im Job als Kommissarin der Stuttgarter Mordkommission keinerlei Probleme sich in das Team einzugliedern. Vielleicht auch, weil ihr Cousin Severin ebenfalls dort arbeitet. Kaum in der Mordkommission angekommen, gibt es auch bereits eine Mordermittlung. Die Schauspielstudentin Katie wird stranguliert in ihrer Wohnung aufgefunden…
Ich kann sagen, dass mir dieses Hörbuch unwahrscheinlich gut gefallen hat. Die Sprecherin, Katja Pilaski, hat die Figuren stimmlich so perfekt zum Ausdruck gebracht. Situationsbedingte Intonierung waren auf den Punkt richtig, so dass ich einfach nur abgetaucht bin. Besonders der Stuttgarter Dialekt ist wunderbar herübergekommen und hat mich mehrmals zum Schmunzeln gebracht. Die Mordermittlung selbst ist spannend. Denn im Umfeld der Toten, sie verdiente sich neben dem Studium Geld als Synchronsprecherin, herrscht starker Druck und Konkurrenzdenken. Insbesondere Produktionsleiter Simon, der an den Rollstuhl gefesselt ist, stellt harte Anforderungen und ist kein einfacher Mensch. Im Gegenteil, er zeigt sehr starke narzisstische Züge, steht gern im Mittelpunkt und kam mir sehr kontrollsüchtig vor. Kein Mensch, den man als Freund oder Chef haben möchte. Gerade seine Persönlichkeit mit allen Ecken und Kanten fand ich wunderbar herausgearbeitet. Könnte er, der an den Rollstuhl gefesselt ist, hinter dem Mord an Katja stecken? Wohl kaum! Darum bleibt die Ermittlung auch spannend und die Aufklärung bringt einige Überraschungen. Von mir gibt’s 5 Lese-Sterne.

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