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Veröffentlicht am 01.03.2021

Eines meiner Lesehighlights 2019

Heartless, Band 1: Der Kuss der Diebin
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Schon die Inhaltsangabe hat mich verdammt neugierig gemacht: Eine junge Frau in der Gewalt einer Hexe, die sie dazu zwingt, einem Prinzen das Herz zu rauben. Das klang mal nach was Anderem als die üblichen ...

Schon die Inhaltsangabe hat mich verdammt neugierig gemacht: Eine junge Frau in der Gewalt einer Hexe, die sie dazu zwingt, einem Prinzen das Herz zu rauben. Das klang mal nach was Anderem als die üblichen 0815-Stories. Aber wie anders die Geschichte ist, habe ich erst nach dem Lesen des Prologs gemerkt. Und ich war sofort hin und weg.

Zum einen ist da Zera: Stark, lässt sich nicht so schnell einschüchtern, mit losem Mundwerk und trotzdem mit ganz viel Herz (selbst wenn es nicht in ihrer Brust schlägt). Sie lässt sich nicht unterkriegen, obwohl sich ihre Mission als schwieriger erweist als sie zuerst angenommen hat. Gleichzeitig kämpft sie mit denselben Ängsten wie jeder andere Teenager auch.
Umgeben ist sie von Figuren, die man (meistens) sehr toll ausgearbeitet sind und das obwohl sie nur aus Zeras Sicht dargestellt werden. Meine heimlichen Favoriten sind hier Lady Y'shennria und Luciens Leibwächter Malachite.
Ganz toll fand ich in dem Zusammenhang auch die sich realistisch langsam entwickelnde Liebesgeschichte. Keine überstürzte Verliebtheit, sondern mühsames Sich-aneinander-Herantasten, wie es zu den beiden misstrauisch veranlagten Figuren passt.

Zum anderen hat mich der Humor der Autorin sofort umgehauen. Innerhalb von wenigen Minuten hatte ich den Prolog verschlungen und das hauptsächlich aufgrund von Zeras frechen Sprüchen und witzigen Beobachtungen ihrer Umwelt. Das und die vielen spannenden Szenen ziehen einen so richtig in ihren Bann, sodass ich das Buch viel zu schnell beendet habe.

Zwei winzige Kritikpunkte sind ein paar Längen in der Story, die ich aber für wichtig für die Charakterentwicklung halte, und die ab und zu vorkommenden sehr neumodischen Begriffe in einer eigentlich mittelalterlichen Welt. Das Letzte stört den Lesefluss manchmal ein wenig, aber mit der Zeit habe ich mich daran gewöhnt.

Leider soll es noch bis Frühjahr 2020 dauern, bis der nächste Band erscheint. Aber diesen werde ich mir auf alle Fälle holen, da ich unbedingt wissen muss, wie es weitergeht.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.03.2021

Etwas konstruierte, aber emotional packende Liebesgeschichte

Für immer und einen Herzschlag
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Seit ich "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" gelesen habe, hat mich kaum ein Klappentext über tragische Liebesgeschichte unter Jugendlichen wirklich packen können. Hier jedoch wollte ich dem Buch eine ...

Seit ich "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" gelesen habe, hat mich kaum ein Klappentext über tragische Liebesgeschichte unter Jugendlichen wirklich packen können. Hier jedoch wollte ich dem Buch eine Chance geben, gerade weil die Komponente mit der Organspende mich gereizt hat. Der Plot an sich ist zwar nicht neu, aber mit Teenagern habe ich ihn bisher noch nicht gelesen. Und es hat sich zum größten Teil gelohnt.

Die Protagonisten, allen voran die beiden Hauptcharaktere, sind in meinen Augen sehr liebevoll gezeichnet. Aus der Ich-Perspektive geschrieben geben die einzelnen Kapiteln einen oft sehr tiefen Einblick in die Gefühlswelt von Nia und Jonny. Ihre Stärken und Schwächen sind realistisch herausgearbeitet und die Gründe für ihr Handeln nachvollziehbar erklärt.
Doch gerade die Nebenfiguren wie Helen und Em haben es mir in ihrer kratzbürstigen Liebenswürdigkeit besonders angetan. Und im Gegensatz zu vielen anderen Jugendbüchern sind hier die Erwachsenen mal wesentlich mehr als bloße Statisten.

Die Story an sich ist zugegebenermaßen an manchen Stellen etwas konstruiert. Allerdings müssen die beiden Liebenden ja irgendwie zueinander finden. Deswegen sehe ich diesen Punkt nicht so kritisch wie andere Leser.
Denn das Wichtigste, der Umgang mit dem Thema Organspende sowohl bei den Betroffenen selbst als auch bei den Angehörigen, ist toll dargestellt.
Doch auch eine so ernste Problematik wie Trauer, Verlust und Tod spielt eine große Rolle und wurde emotional packend umgesetzt. Das macht "Für immer und einen Herzschlag" zu einem Roman, der einerseits herzzerreißend traurig ist und andererseits gleichzeitig Hoffnung macht, dass aus dem Tod einer geliebten Person trotzdem etwas Gutes entstehen kann.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.02.2021

Spannende Monstergeschichte für jüngere Leser

Die Geheimnisse von Oaksend - Die Monsterprüfung
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Ich muss zugeben, Die Geheimnisse von Oaksend: Die Monsterprüfung von Andrea Martin ist etwas anders als die Bücher, die ich sonst lese. Aber die Inhaltsangabe verspricht eine spannende Monstergeschichte ...

Ich muss zugeben, Die Geheimnisse von Oaksend: Die Monsterprüfung von Andrea Martin ist etwas anders als die Bücher, die ich sonst lese. Aber die Inhaltsangabe verspricht eine spannende Monstergeschichte alla Monster AG, einer meiner Lieblingsdisneyfilme. Und obwohl ich nicht ganz in die Zielgruppe passe, konnte der Roman mich größtenteils mitreißen.

Zum einen mag ich die beiden Hauptfiguren unheimlich gerne. Gerade Melvin ist einfach zum Knuddeln, obwohl er das wahrscheinlich gar nicht sein will. Er und sein Schützling geben wirklich ein gutes Team ab, das sich super ergänzt und in dem sich bestimmt viele Jungs in dem Alter wiederfinden. Vor allem die Sorgen und Ängste der beiden sind nachvollziehbar, aber nicht zu aufdringlich ausgearbeitet, dass man wunderbar mitfiebern und mitfühlen kann, selbst wenn man in Robins Alter ist.

Zum anderen haben mir die zahlreichen fantasievollen Ideen und liebevollen Details gefallen. Mit viel Witz, skurril-komischen Situationen und lustigen Sprüchen führt uns Andrea Martin durch ihre ganz eigene Story. Und diese wird mit jedem Kapitel komplexer und spannender und hat mich mit ihren unerwarteten Wendungen immer mehr bis zu ihrem Ende in ihren Bann gezogen.

Aber genau setzt meine kurze Kritik an: Zuerst hatte ich meine Probleme, in die Geschichte reinzukommen. Das erste Drittel etwa dümpelt ein bisschen vor sich hin und man weiß nicht, wohin es gehen soll, besonders da die Inhaltsangabe mehr verspricht, als der Anfang halten kann. Es fehlt mir einfach der rote Faden, der erst später ersichtlich wird.

Die Geheimnisse von Oaksend: Die Monsterprüfung ist ein gut gelungener Einstieg in eine hoffentlich noch längere Kinderbuchreihe. Nach einem holprigen Einstieg, der einen rätseln lässt, wann es endlich losgeht, entfaltet sich die Geschichte recht schnell. Das, was man von der Monsterwelt gezeigt bekommt, ist mit viel Liebe und Fantasie für geniale Einfälle gestaltet. Und auch die Figuren können begeistern und den Leser ganz für sich einnehmen.
Gerade für Jungs im Alter zwischen neun und elf ist der Roman super geeignet.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.02.2021

Etwas schleppender Einstieg, aber danach umso rasanter

Beastmode 1: Es beginnt
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Ich muss gestehen, allein das Cover und der Autor haben dafür gesorgt, dass ich das Buch unbedingt lesen wollte. Ich liebe die Labyrinth-Reihe von Wekwerth und war daher sehr gespannt auf seine neue Dilogie. ...

Ich muss gestehen, allein das Cover und der Autor haben dafür gesorgt, dass ich das Buch unbedingt lesen wollte. Ich liebe die Labyrinth-Reihe von Wekwerth und war daher sehr gespannt auf seine neue Dilogie.

Der Anfang allerdings las sich etwas schleppend. Die häufig wechselnden Perspektiven zwischen den Hauptpersonen waren etwas gewöhnungsbedürftig, aber auch gut, um die Figuren besser kennenzulernen. Dagegen hat mich mehr gestört, dass ich mich erst zurechtfinden musste. Anhand des Klappentextes hatte ich einen Fantasyroman erwartet, da dort von einem Dämon und einer Göttin die Rede ist. Doch das Setting ist stark militärisch geprägt und das Drumherum eher dem Science Fiction Genre zugeordnet. Dennoch gibt es immer wieder Fantasyelemte im weiteren Verlauf der Geschichte, was einen interessanten Mix ergibt. Sobald ich mich eingelesen hatte, wurde ich richtig von der Story gepackt. Sie ist spannend und abwechslungsreich aufgebaut, sodass man schnell vergisst, dass viele Elemente nicht wirklich neu sind. So kann man sich nach dem ersten Drittel so richtig hinziehen lassen und wird bis zum Schluss sehr gut unterhalten.

Was mir sehr gut gefallen hat, ist, dass die Charaktere alle komplett unterschiedlich sind. Sie werden so dargestellt, dass man mit ihnen mitfiebern muss, selbst wenn man sie nicht leiden kann oder sie ein wenig zu oberflächlich bleiben. Gerade Wilbur und Jenny haben es mir angetan, auch wenn ich gerne mehr über ihre Hintergrundgeschichte erfahren hätte. Aber der Aufbau der Handlung gibt mir Hoffnung, dass im zweiten Band noch einiges an Background dazukommt.

Trotz kleiner Schwächen zu Anfang hat mich Beastmode - Es beginnt schnell abgeholt und mitgerissen. Ich bin gespannt, wie es weitergeht und werde mir auf alle Fälle den zweiten Teil kaufen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.02.2021

Süße Geschichte mit originellen Einfällen

Strangeworlds - Öffne den Koffer und spring hinein!
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Schon die Inhaltsangabe des Buches hat mich neugierig gemacht: Ein magisches Reisebüro, in dem man durch Koffer in verschiedene Welten reisen kann, klang sehr interessant. Und wurde auch von der Autorin ...

Schon die Inhaltsangabe des Buches hat mich neugierig gemacht: Ein magisches Reisebüro, in dem man durch Koffer in verschiedene Welten reisen kann, klang sehr interessant. Und wurde auch von der Autorin altersgerecht spannend umgesetzt.

Flick ist ein toller Charakter, hin- und hergerissen zwischen den widersprüchlichen Gefühlen ihrer Familie gegenüber und voller Abenteuerlust und Neugierde auf die fantastischen Welten von Strangeworlds. Jonathan ist das genaue Gegenteil dazu, ruhig, pflichtbewusst und vernünftig, eine perfekte Mischung.

Die Welten, in die die beiden reisen, sind farbenfroh, abwechslungsreich und detailliert ausgearbeitet. Jede hat ihre eigenen Besonderheiten und sind so bildhaft beschrieben, dass man sie sich sehr gut vorstellen kann. Da macht es richtig Spaß, die zwei Hauptfiguren bei ihren Abenteuern zu erleben und dabei inner etwas Neues zu entdecken.

Die Geschichte an sich beginnt etwas schleppend, nimmt dann aber mehr und mehr an Fahrt auf. Es wird einiges versprochen, gerade im Bezug auf die Gefahren der Welten, was nicht immer eingehalten wird. Hoffentlich werden die vielen Hintergründe und offenen Fragen in den weiteren Bänden der Reihe noch aufgeklärt werden.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere