Die Autorin nimmt mich mit auf Paros, ihre Lieblingsinsel und auch die ihrer Protagonistin Christina. Die Polizistin musste in Band 1, „Der letzte Ouzo“ weg aus Athen und hat Paros zunächst nur als Übergangsstation ...
Die Autorin nimmt mich mit auf Paros, ihre Lieblingsinsel und auch die ihrer Protagonistin Christina. Die Polizistin musste in Band 1, „Der letzte Ouzo“ weg aus Athen und hat Paros zunächst nur als Übergangsstation empfunden, inzwischen aber Freunde gefunden und möchte nicht mehr weg von der Insel. Das verstehe ich sehr gut, denn inzwischen habe ich ebenfalls Paros lieben gelernt, wenn bisher auch nur aus den Büchern von Hannah von Feilitzsch.
Fast meine ich das Iah der Esel zu hören, schmecke die Köstlichkeiten der griechischen Küche und genieße die landschaftliche Schönheit, so detailliert sind die Schilderungen von Christinas Leben. Aber auch auf Paros hat das Verbrechen Einzug gehalten. Sehr spannend fand ich, dass der Mord zu Beginn aus Sicht des Mörders geschrieben wurde, auch wenn ich seinen Namen zu dem Zeitpunkt noch nicht kenne, weiß ich doch mehr als die Polizei.
War es ein Mord aus Eifersucht? Oder was hat der schwarze Oktopus mit dem Allem zu tun?
Viele Verdächtige tauchen auf und Christina hat mal wieder alle Hände voll zu tun, das Leben einer Polizistin ist für die Angehörigen nur schwer zu ertragen. Gegen Ende nimmt die Spannung immer mehr zu und ich musste unbedingt noch das Ende lesen, bevor ich endlich einschlafen konnte.
Mir hat es wieder viel Spaß gemacht in Griechenland zu ermitteln. Ich freue mich schon darauf, wenn es weitergeht in dieser Reihe und auf ein Wiedersehen mit den Eseln und der ganzen Truppe vom Polizeirevier auf Paros.
Ich habe eine neue Autorin entdeckt und hatte so viel Spaß. Was die alleinerziehende Finja alles im Elternverein und mit ihren aufgeweckten Drillingen erlebt, ist zum Schreien komisch. Auch ohne selbst ...
Ich habe eine neue Autorin entdeckt und hatte so viel Spaß. Was die alleinerziehende Finja alles im Elternverein und mit ihren aufgeweckten Drillingen erlebt, ist zum Schreien komisch. Auch ohne selbst Kinder zu haben, kann ich mir das so richtig gut vorstellen. Das Gerangel unter den Müttern, die Besserwisserei und der Heiligenschein über den lieben Kinderlein, bei denen wie auch bei den Erwachsenen so manche kleinen Teufel dabei sind.
Als ausgerechnet Finja verdächtigt wird, bei dem Ableben der nervigsten aller Supermütter nachgeholfen zu haben, sieht sie sich in der Pflicht, selbst den wahren Mörder zu entlarven.
Die Frotzeleien von Finja und ihren beiden Schwestern sorgen für wahre Heiterkeitsausbrüche und trotzdem halten sie zusammen, wenn eine von ihnen Hilfe braucht. In dieser verrückten Familie würde ich mich auch wohlfühlen.
Ich hoffe sehr, dass „Engagier dich oder stirb“ keine Eintagsfliege war, ich würde sehr gerne mehr von Finja und Co. lesen. So schnell habe ich schon lange kein Buch mehr durchgesuchtet und der Humor ist absolut meiner.
5 Sterne und eine unbedingte Leseempfehlung für alle, die gerne mal wieder herzhaft lachen möchten.
Passend zum herannahenden Herbst ist auch in Arrowwood der Sommer vorbei. Cowboy Poet Clayton Perry hat bei dem Brand aus „Sommerpfade in Arrowwood“ seine Stimme verloren. Der Rauch hat seine Stimmbänder ...
Passend zum herannahenden Herbst ist auch in Arrowwood der Sommer vorbei. Cowboy Poet Clayton Perry hat bei dem Brand aus „Sommerpfade in Arrowwood“ seine Stimme verloren. Der Rauch hat seine Stimmbänder gereizt und was ist ein Poet ohne Stimme? Da taucht ein Geist aus der Vergangenheit auf und droht seine kriminelle Vorgeschichte zu enthüllen.
Mir gefällt so gut an dieser Reihe, dass die Bewohner von Arrowwood und die des Nakoda Pine Reservats einen Weg gefunden haben, friedlich miteinander zu leben, auch wenn es natürlich gerade bei den heißblütigen Jungspunden immer mal zu Reibereien kommen kann. Auch bei vielen älteren Cree wurde nicht vergessen, wie ihnen jahrzehntelang ihr indigenes Erbe ausgetrieben wurde und sie gezwungen wurden, in Reservaten zu leben und ihnen ihre Kinder weggenommen und „umerzogen“ wurden. Insbesondere viele junge Cree sind auf der Suche nach ihrer eigenen Identität und gefährdet in Alkoholismus und Kriminalität abzurutschen.
Die junge Kateri Tailwind soll den jungen Mädchen als Vorbild und Mentorin zeigen, was es heißt, die Lehren der Ältesten zu achten und mit der Natur in Einklang zu leben. Allerdings zweifelt Kateri immer mehr daran, dass dies wirklich ihre Berufung ist. Zu gerne würde sie sich mehr mit der Kunst der Heilkräuter beschäftigen, aber zu groß sind die Erwartungen des Rates der Ältesten, die auf ihren Schultern lasten. Darf sie ihre eigenen Interessen über die des Stammes setzen oder lässt sich beides womöglich vereinbaren?
Ich habe Kateri und Clayton sehr gerne auf ihren Wegen begleitet. Wie sie sich selbst in schier ausweglose Situationen gebracht und dann doch ihren Weg gefunden haben. Manchmal muss man Hilfe auch annehmen können. Und was für wunderschöne Worte die Autorin für die Liebe findet. Jemanden zu finden, der mit einem wächst, der nicht versucht seinen eigenen Willen durchzusetzen und für dich entscheidet, sondern gemeinsam mit dir geht. Wünschen wir uns das nicht alle?
Wie immer ist Granny ein Highlight dieser Serie. Die ehemalige Chefin des Gnadenhofes ist trotz fortschreitender Demenz immer ein Lichtblick und hat sehr gute Instinkte. Der ihr im Alter zu Seite stehende Tom ist eine Seele von Mensch und dass sich diese Beiden, die so lange getrennt waren, wiedergefunden haben und ihre Liebe leben dürfen, berührt mich sehr. Daher ist es mehr als passend, dass ihnen die Schlussszene gebührt. Der Jahreszeitenkreis schließt sich und damit endet leider auch meine Zeit auf der Sleeping Lake Ranch mit all den liebgewonnenen Charakteren.
Sie alle sind mir ans Herz gewachsen: Trickreiterin Nicky aus „Winterspuren in Arrowwood“, die inzwischen die Sleeping Ranch führt und sich in Blake, das schwarze Schaf der Cree verliebt.
Silberschmiedin Emily mit ihrem Wolfshund Grizz, die in „Frühlingswege in Arrowwood“ lernen muss, dass Liebe manchmal loszulassen bedeutet.
Und auch Lainey und Rabbit aus „Sommerpfade in Arrowwood“ haben sich großartig entwickelt und ihren Weg gefunden.
Sie alle habe ich gerne ein Stück ihres Weges begleitet, mit ihnen gelacht und gezweifelt und sie sind nicht mehr länger nur Protagonisten in Büchern, sondern wurden durch die Macht der Worte lebendig und unvergesslich. Ich werde euch vermissen.
Bevor es jetzt zu rührselig wird, wische ich mir die Tränen aus den Augenwinkeln, vergebe 5 Sterne für die gesamte Reihe und freue mich, wenn noch viele Andere ebenfalls auf den Geschmack gekommen sind und sich genau wie ich in Arrowwood und Umgebung wohlfühlen.
Drei Freundinnen im Rentenalter möchten lieber nach Gran Canaria als ins Altenheim. Maria, Elke und Sigrun sind Singles bzw. verwitwet und haben aus unterschiedlichen Gründen den Männern abgeschworen. ...
Drei Freundinnen im Rentenalter möchten lieber nach Gran Canaria als ins Altenheim. Maria, Elke und Sigrun sind Singles bzw. verwitwet und haben aus unterschiedlichen Gründen den Männern abgeschworen. Aber auch in Spanien gibt es Versuchungen in männlicher Form.
Im Alter allein sein möchten die Wenigsten, aber trotzdem geht es Vielen so. Maria, die noch immer ihrem verstorbenen Gatten nachtrauert und deren Sohn sich nur meldet, wenn er Geld braucht, sitzt meistens allein in ihrem Haus in Deutschland. Auch Elke ist nach einigen Enttäuschungen ohne einen Partner und Sigrun wollte sich ohnehin niemals binden. Warum also nicht ein Haus in Spanien kaufen und gemeinsam den Lebensabend in der Sonne genießen?
Allerdings gehen die Drei das Ganze ziemlich blauäugig an und so kommt es natürlich zu einigen Verwirrungen. Wie gut, dass die Autorin sich gut in der Region auskennt und uns Leser gleich noch mit ein paar Ausflugstipps versorgt. Ich bin mir nicht sicher, ob eine WG im Alter die richtige Wohnform für mich wäre, aber wer weiß schon, was die Zukunft bringt.
Über Robert, den unsensiblen Sohn mit seiner geldgierigen Ehefrau Marion kann ich mich so herrlich aufregen und schwuppdiwupp war das Buch auch schon wieder ausgelesen. Ich habe mich großartig amüsiert, als die Damen dann plötzlich um einen Mann gekämpft und ihre Krallen ausgefahren haben.
Das Buch ist bereits 2010 erschienen und wurde 2025 noch mal neu verlegt, aber die verarbeiteten Themen sind zeitlos und damit auch wieder aktuell. Mir hat es Spaß gemacht, mich bei dem trüben Herbstwetter auf die sonnigen Kanaren zu träumen und gerne empfehle ich „Mutti steigt aus“ weiter.
Bereits zum siebten Mal geht es mit der Autorin auf die Insel und ich entdecke viel mehr, als der normale Tourist auf Sylt sieht. Was natürlich daran liegt, dass die Einheimischen ihre Geheimtipps nicht ...
Bereits zum siebten Mal geht es mit der Autorin auf die Insel und ich entdecke viel mehr, als der normale Tourist auf Sylt sieht. Was natürlich daran liegt, dass die Einheimischen ihre Geheimtipps nicht verstecken, sondern mit uns teilen. Ich freue mich auf ein Wiedersehen mit Protagonisten aus den ersten Bänden und bin schon gespannt, wen Julia K. Rodeit noch alles verkuppeln wird.
In Inselleuchten auf Sylt geht es um den Cafébesitzer Tjark und die Schneiderin Hanna. Beide haben eine unschöne Vorgeschichte aus der Schulzeit, aber müssen jetzt ungewollt zusammenarbeiten, weil ihre Mutter seinen Vater heiraten möchte.
Dass eine berührende Liebesgeschichte auch ohne Klischees geht, wie Schneesturm, nicht aufgeladene Handy Akkus oder Missverständnisse, die mit einem klärenden Gespräch beseitigt werden können, beweist wieder einmal Julia K. Rodeit. Da brauche ich mich auch nicht über die Dummheit der Protagonisten aufregen, sondern das sind Menschen wie du und ich mit dem ein oder anderen Problem im Gepäck. Wobei Hanna tatsächlich ein wirklich dickes Problem an der Backe hat. Ihre Handlungen sind nachvollziehbar und nicht künstlich aufgebauscht und das liebe ich so an den Büchern der Autorin.
Ich setze mich jetzt gedanklich noch ein wenig an den Strand auf dem zauberhaften Cover und träume von Sonne, Sand und Meer, während es in Wahrheit kalt und regnerisch ist.
Wer auch gerne ein paar Tränen vergießen möchte, dem empfehle ich „Inselleuchten auf Sylt“ gerne weiter und warte schon gespannt darauf, womit mich die Autorin als Nächstes unterhalten möchte.