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Redrose

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.04.2026

Warmherzig, witzig, originell

Mord in der Pension Möwennest
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Die Pension Möwennest ist keine Pension, in der ich gerne wohnen möchte 😉


Das Essen ist grenzwertig, es gibt strenge Regeln für die Benutzung des Badezimmers, Frauen nur Dienstags, Donnerstags und Samstags ...

Die Pension Möwennest ist keine Pension, in der ich gerne wohnen möchte 😉


Das Essen ist grenzwertig, es gibt strenge Regeln für die Benutzung des Badezimmers, Frauen nur Dienstags, Donnerstags und Samstags und die Bewohner sind mehr als skurril.

Und trotzdem schafft es die Autorin, dass mir die Pensionsgäste wie auch die Betreiberin sowie die grauenhafte Köchin ans Herz wachsen.

Nora Breen verlässt nach 30 Jahren das Kloster und macht sich auf die Suche nach einer jungen Nonne, die aus dem Möwennest verschwunden ist. Obwohl Nora so viele Jahre abgeschieden gelebt und harte Arbeit ihr Tagwerk bestimmt hat, ist sie alles andere als weltfremd. Und sie weiß sich durchaus durchzusetzen.

Als ein Bewohner des Möwennest tot aufgefunden wird, bringt Nora die Polizei auf Trab und scheut sich auch nicht, ihre Schuhe sehr überzeugend einzusetzen, was für wunderbar humorvolle Szenen, die in mir ein Kopfkino anstoßen und mich zum Lachen bringen 🤣

Ein Pfarrer, der die Gesellschaft von Kaninchen, der von Menschen vorzieht, ein alter Puppenspieler, ein verwahrlostes Mädchen, welches nicht spricht, sie alle berühren mich und so möchte ich noch ein bisschen hier verweilen, aber das Böse ruht nicht.

Ich hoffe sehr, dass es noch weitere Teile um die gescheiterte Nonne geben wird, denn ich glaube, dass Nora der Welt noch viel zu bieten hat.

Wer diese Nonne ebenfalls kennenlernen möchte, die mit ihrer freundlichen, aber unbeirrbaren Art, schlauer ist, als die Polizei, dem kann ich Mord in der Pension Möwennest wärmstens ans Herz legen.

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Veröffentlicht am 27.04.2026

Mit einem Opa wie Johann wird einem nicht langweilig 🤣

Küstenstille
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Küstenstille ist bereits der 4. Teil aus der Reihe um Kommissar Paul Lupin und seinen Vater Johann, der Einstieg ist jederzeit möglich.

Paul ist inzwischen nicht mehr bei der Polizei. Nachdem er einen ...

Küstenstille ist bereits der 4. Teil aus der Reihe um Kommissar Paul Lupin und seinen Vater Johann, der Einstieg ist jederzeit möglich.

Paul ist inzwischen nicht mehr bei der Polizei. Nachdem er einen Frauenschänder erschossen hat, wie in der Boulevardpresse zu lesen war, ist er inzwischen Mitinhaber einer Dorfkneipe an der Ostsee und Krimiautor.

Zusätzlich hat Paul alle Hände voll zu tun, um Johann, den rastlosesten Rentner aller Zeiten, vor Unbill zu schützen. Ein Rentner war nach Johanns Meinung „jemand, der zu nichts mehr zu gebrauchen war“. „Vor allem einer, der nichts tat, außer mit dem Schaukelstuhl zu quietschen“. Der umtriebige Johann ist eine stete Quelle und Inspiration für seine Krimis.

Mir ist das Vater/Sohn-Gespann sofort sympathisch und gemeinsam ermittle ich mit den beiden in dem Todesfall eines ortsansässigen Kunstmalers. War der Sturz auf der Treppe des eigenen Hauses ein Unfall oder hat hier jemand nachgeholfen und warum?

Küstenstille ist ein vielschichtiger Krimi, der mich berührt und wütend macht. Es gibt verschiedene Nebenschauplätze und nichts ist, wie es auf den ersten Blick erscheint. Gekonnt führt mich die Autorin an der Nase herum und überrascht mich mit der Auflösung.

Ein spannender Ostseekrimi, der unter die Haut geht und auch eine Prise Humor nicht vermissen lässt. Petra Tessendorf, diesen Namen muss ich mir merken und die ersten drei Teile der Reihe wandern auf meine Wunschliste 😉.

Sehr gerne empfehle ich „Küstenstille“ weiter und bin schon gespannt, was Opa Johann als Nächstes anstellt 🤣

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Veröffentlicht am 22.04.2026

„Bonnie und Clyde“ aus der Schweiz

Ziemlich beste Verbrecher
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Alois Mistelzweig und Berta Bartok wohnen in einer Villa in Zürich. Aber trotzdem müssen sich die beiden mit Diebstählen über Wasser halten, denn die Villa gehört ihnen nicht. Eigentlich mögen sich die ...

Alois Mistelzweig und Berta Bartok wohnen in einer Villa in Zürich. Aber trotzdem müssen sich die beiden mit Diebstählen über Wasser halten, denn die Villa gehört ihnen nicht. Eigentlich mögen sich die beiden auch überhaupt nicht, müssen aber notgedrungen zusammenarbeiten.

Auf den ersten Blick sind die beiden nicht sonderlich sympathisch. Alois, gescheitert als Pianist und Klavierlehrer, bereits 73 Jahre alt, bezirzt fremde Menschen, lenkt sie ab, damit Köchin Berta diese dann bestehlen kann. Doch im Laufe der Geschichte wachsen mir die beiden doch ans Herz und mit dem Hintergrundwissen über ihre berufliche Entwicklung, kann ich ihre Handlungsweisen sogar verstehen.

Als eines ihrer Opfer sie erwischt und verlangt, dass sie ihr helfen, eine verschwundene Freundin zu finden, treten Alois und Berta eine Lawine los, die sie zu überrollen droht.

Herrlich absurd entwickelt sich die Geschichte und anstatt lediglich zwei Senioren auf Abwegen zu begleiten, geht es plötzlich um Erpressung und Mord.

Wie Alois habe ich keine Ahnung, woher Berta die Lebensmittel auftreibt, aber ich würde mich sehr gerne von ihr bekochen lassen. Saibling knusprig gebraten, „auf einem Sauerkrautbett mit Safran serviert“ oder eine leckere Creme Brûlée, mir läuft schon das Wasser im Mund zusammen, nur auf den abschließenden Joint würde ich dann gerne verzichten 😉.

Sunil Mann ist ein bekannter Schweizer Autor, aber ich muss gestehen, „Ziemlich beste Verbrecher“ ist mein erstes Buch von ihm. Mir gefällt, wie sich aus Alltäglichem plötzlich verrückte Situationen ergeben und die Protagonisten gezwungen sind, über sich hinauszuwachsen. Die Entwicklung der eigentlich harmlosen Suche nach einer älteren Dame zu einem Fall, der mich berührt und meine Ressentiments gegenüber „Bonnie und Clyde aus Zürich“ verpuffen lässt, hat mir ein paar vergnügliche Stunden bereitet. Ich hoffe, es gibt noch weitere Abenteuer für Alois und Berta, denn schließlich gibt es ja auch noch das Rätsel, um den Birnbaum zu lösen.

Sehr gerne vergebe ich 5 Sterne und empfehle „Ziemlich beste Verbrecher“ weiter.

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Veröffentlicht am 22.04.2026

Humorvoller Pfalzkrimi zum Genießen

Grumbeersupp
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Bereits der zehnte Fall für Oberkommissarin Paula Stern und ihren Kollegen Bernd Keeser und ich steige jetzt erst ein, wie konnte denn das passieren, dass mir diese Reihe bisher entgangen ist?

Eine junge ...

Bereits der zehnte Fall für Oberkommissarin Paula Stern und ihren Kollegen Bernd Keeser und ich steige jetzt erst ein, wie konnte denn das passieren, dass mir diese Reihe bisher entgangen ist?

Eine junge Frau startet durch mit leckeren Suppen aus der Dose. Eigentlich ein Widerspruch in sich, denn Dosensuppen sind ja eigentlich meistens nicht wirklich lecker. Und wenn ich dann auch noch einen Finger in einer veganen „Pälzer Grumbeersupp“ finde, dann ist Schluss mit lustig. Ich verstehe, dass Paula da der Appetit vergangen ist.

Aber was ist geschehen? Die Betreiberin der Suppenmanufaktur hat noch alle 10 Finger und weitere Körperteile werden auch nicht gefunden.

Ich mag den Pfälzer Dialekt und in diesem Buch kommen einige Pälzer zu Wort, da sind Paula und ich auf die Übersetzungen von Bernd angewiesen, aber das macht die Geschichte so herrlich authentisch.

Gina Greifenstein würzt ihre Grumbeersupp mit viel Humor, schlagfertigen Scharmützeln unter den Kollegen und überraschenden Wendungen, so dass ich Lust auf mehr bekommen habe. Ich fürchte, ich muss auch mal die „Kerscheplotzer“ oder „Fleeschknepp“ ausprobieren, letztere sind mir bereits bekannt aus einer Radio-Comic-Sendung über Tierärzte, die allen Tieren als Medizin am liebsten Fleeschknepp verabreichen.

Wer gerne mal wieder herzhaft lachen möchte, sich über einen spannenden Krimi aus der schönen Pfalz freut und es auch kulinarisch gerne herzhaft mag, dem empfehle ich „Grumbeersupp“ sehr gerne, muss auch nicht vegan sein, aber bitte ohne Fingerbeilage 😉.

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Veröffentlicht am 22.04.2026

Was bringt mich zur Ruhe?

KUNTH Meine Reise zu mehr Ruhe
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Der Kunth Verlag bietet mir Bilder und Gedanken zum Entdecken und Wegträumen. Die beschriebenen Orte in Bild und Text sollen mich zur Ruhe bringen, mich entschleunigen und entspannen.

Bei meiner ersten ...

Der Kunth Verlag bietet mir Bilder und Gedanken zum Entdecken und Wegträumen. Die beschriebenen Orte in Bild und Text sollen mich zur Ruhe bringen, mich entschleunigen und entspannen.

Bei meiner ersten Reise in die USA sind wir mit dem Helikopter über den Grand Canyon geflogen. Mit uns flog ein älteres Ehepaar und der Mann hat uns nach der Landung erzählt, dass er seine Frau noch nie still erlebt hat, außer auf diesem Flug. Die Erhabenheit der Natur, großartige Landschaften, sie bewirken, dass wir Ruhe finden, uns auf das Gesehene konzentrieren, verstehen, dass wir nur ein Sandkorn im Weltall sind.

Ein Bad in einer isländischen heißen Quelle, der Besuch eines Botanischen Gartens, eine Wanderung im nahe gelegenen Schwarzwald oder auch nur der Blick auf das Bild von Reisterrassen in Vietnam, dies alles kann uns Ruhe schenken.

„Ist Stille ein Geschenk, eine Herausforderung oder beides?“

Ich bestaune die Namib-Wüste und erfahre von der zähen Pflanze Welwitschie, die „in 2.000 Jahren nur zwei Blätter“ produziert. Ich setze mich auf eine Bank in Savannah, höre „Das sanfte Rascheln der Blätter, das leise Plätschern von Brunnen und das gedämpfte Vogelgezwitscher“ und weiß, dass ich dafür nicht einmal so weit reisen muss.

Ein Farn Wald, eine einsame Bucht, eine autofreie Insel oder einfach nur 60 Sekunden den Himmel anschauen, lächeln ohne Grund, nur für mich. Dieses Buch zeigt mir Momente der Ruhe und stellt mir Fragen: „Welche Gedanken tauchen auf, wenn es still wird?“ „Was passiert, wenn ich auf Reisen einen Tag lang nichts plane?“

Mir hat es Spaß gemacht, mich auf „Meine Reise zu mehr Ruhe“ zu begeben. Schöne Bilder zu bewundern und mich verschiedenen Fragen zu stellen.

Zum Abschluss noch eine kleine Zen Weisheit: „Still sitzen, nichts tun – der Frühling kommt, und das Gras wächst von selbst.“ In diesem Sinne genieße ich jetzt das herrliche Frühlingswetter und ein bisschen Ruhe, der nächste Sturm kommt bestimmt.

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