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Veröffentlicht am 16.01.2021

Der Weg ist das Ziel

Bridgerton - Der Duke und ich
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Eine junge Frau, die vom eigenen familiären Glück träumt und ein Duke, der nichts weniger möchte als eine eigene Familie, lassen sich auf einen Handel ein.

Pünktlich zum Erscheinen der Netflix-Serie ...

Eine junge Frau, die vom eigenen familiären Glück träumt und ein Duke, der nichts weniger möchte als eine eigene Familie, lassen sich auf einen Handel ein.

Pünktlich zum Erscheinen der Netflix-Serie "Bridgerton", sollte man vorher diesen wirklich unterhaltsamen Roman lesen, auf dem die erste Staffel basiert.

England um 1800. Daphne Bridgerton ist Anfang zwanzig und seit zwei Saisons auf der Suche einem geeigneten Ehemann. Ihr Problem: Männer sehen in ihr mehr eine Freundin, denn eine begehrenswerte Frau. Das soll sich ändern, als der Duke of Hastings ihr vorschlägt, öffentlich Interesse an ihr vorzutäuschen. Für beide scheint das die perfekte Lösung. Der Duke entkommt den heiratswilligen Frauen und ihren Müttern und sein Interesse an Daphne macht sie auch für andere Männer interessant. Dass sich die beiden nebenher immer besser verstehen, lässt sich bereits aus dem Klappentext erkennen, genauso wie das Ende des Romans. Allerdings soll es darum ja auch in solchen Büchern nur sekundär gehen. Der Weg ist das Ziel.
In diesem Buch war der Weg sehr unterhaltsam, brachte frische Dialoge und sympathische Figuren. Daphne ist eine kecke, intelligente und toughe Protagonistin, deren unkomplizierte Art den Leser ein ums andere mal erleichtert aufatmen lässt, wenn sich ein vermeintliches Drama anbahnt. Ein wenig komplizierte stellt sich der Duke dar, der den Roman über mit seiner Vergangenheit zu kämpfen hat. Nachdem der Aufbau der Handlung sehr gelungen war, kam das Ende und die "Lösung" dann doch etwas abrupt und leicht. Jahrelang gewälzte Probleme lösen sich innerhalb von wenigen Stunden in Luft auf.
Dafür hält sich das in solchen Romanen zu erwartende Drama sehr in Grenzen, was sehr angenehme Lesestunden beschert. Zudem beinhaltet das Buch genau den richtigen Anteil an leichter Erotik, ohne darüber die Handlung zu vergessen.

Ein unterhaltsamer und lesenswerter Liebesroman, allerdings nur für Fans dieses Genres. Man darf weder große Überraschungen, noch innovative Ideen erwarten, doch eigentlich möchte man das ja bei so einem Roman auch eher weniger. Der Weg ist das Ziel.

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Veröffentlicht am 16.01.2021

Beamen war gestern

Vortex – Der Tag, an dem die Welt zerriss
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Wie wäre es, wenn man schnell von einem Ort zum anderen kommen könnte?

Ein Traum, der sich in der Zukunft in "Vortex" für manche, die sogenannten Läufer, erfüllt. Im Jahr 2020 hat der Urvortex - eine ...

Wie wäre es, wenn man schnell von einem Ort zum anderen kommen könnte?

Ein Traum, der sich in der Zukunft in "Vortex" für manche, die sogenannten Läufer, erfüllt. Im Jahr 2020 hat der Urvortex - eine Art Wirbelsturm aus Energie - die Welt verändert. Es kam zu einer Vermengung von Lebewesen und Natur. Entstanden sind die Vermengten mit außergewöhnlichen Fähigkeiten. Manche können Wind erzeugen, andere unter Wasser leben. Für die Menschen sind die Vermengten eine Bedrohung und müssen mit allen Mitteln aus den Städten ferngehalten werden. Mit diesem Glauben wächst Elaine auf und wird zur Läuferin ausgebildet, deren Aufgabe es ist, durch Vortexe zu laufen, die immer noch die Erde umspannen, und Vermengte einzufangen und in abgesperrte und bewachte Zonen zu bringen. Was sich alles sehr kompliziert anhört, wird in dem Buch einleuchtend und logisch erklärt, sodass man trotz komplexem Weltenbau keine Schwierigkeiten hat, der Handlung zu folgen.
Diese lässt auch nicht lange auf sich warten und beginnt mit der Abschlussprüfung von Elaine, die ihr ganzes Leben verändert. Von nun an ist sie die bekannteste und gefragteste Läuferin und in großer Gefahr. Sie kann etwas, was außer ihr niemand beherrscht und ist dafür sowohl für die Menschen, als auch für die Vermengten interessant.
Nach den ersten sehr spannenden Kapiteln, flaut die Geschichte ein wenig ab. Sie verliert sich in Erklärungen und fokussiert sich auf die Charakterentwicklung von Elaine. Da sich ihr komplettes Weltbild auf den Kopf stellt, das sie - das weiß man als Leser ab der ersten Seite - ablegen und neu bilden muss, dauert dieser Teil der Handlung entsprechend lange. Dies ist ein deutlicher Schwachpunkt des Buches, das ansonsten sehr spannend ist. Als Leser weiß man von Anfang an, zu welchem Ergebnis Elaine mit ihrem inneren Konflikt kommen wird und muss sich so durch etwas langatmige Dialoge und Handlungsstränge kämpfen.
Nicht sehr hilfreich dabei ist, dass die Charaktere zwar alle sympathisch sind, jedoch ein wenig Tiefe vermissen lassen. Selbst über Elaine erfährt man nicht unbedingt viel und das, obwohl sie die Protagonistin ist. Auch über Bale, Elaines Gegenüber, erfährt man nur wenig - was auch an seiner Art liegt - allerdings wünscht man sich auch hier ein wenig mehr, als wieder nur einen jungen Mann voller Geheimnisse.

Alles in allem ein spannender Roman, mit ein paar Schwächen, der sich gut lesen lässt und eine tolle Welt geschaffen hat. Leider fehlt der Geschichte ein wenig an originellem Handlungsaufbau, ist sie doch sehr ähnlich aufgebaut, wie andere Dystopien und Jugendbücher auch. Gleiches gilt für die Charaktere. Wen das nicht stört, der hat mit diesem Buch einen lesenswerten Jugendroman und darf sich auch darüber freuen, dass es zwei weitere Bände gibt.

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Veröffentlicht am 16.01.2021

Wo sind die Drachen?

Feuererwachen
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Eine Welt, die von den Drachenreiter beherrscht wurde. Doch eine blutige Revolution, die die Drachenherrscher stürzte, hat eine neue Zeit eingeläutet und Lee und Annie ihre Familien geraubt. Doch es stehen ...

Eine Welt, die von den Drachenreiter beherrscht wurde. Doch eine blutige Revolution, die die Drachenherrscher stürzte, hat eine neue Zeit eingeläutet und Lee und Annie ihre Familien geraubt. Doch es stehen nun neue Möglichkeiten offen. Die Herkunft ist für den späteren Beruf nicht mehr bedeutend, sondern Talent und Wissen. So können Annie und Lee, obwohl sie Waisen sind, die hoch angesehene Ausbildung zum Drachenreiter absolvieren. In ihrem letzten Ausbildungsjahr soll nun in einem Wettbewerb mit anderen jungen Drachenreitern der neue Anführer der Drachenflotte von Callipolis bestimmt werden. Ein drohender Angriff der einst vertribenen Drachenherrschern stört den Wettbewerb und stürzt Lee in einen großen Gewissenskonflik. Was niemand weiß ist, dass er der totgeglaubte Sohn einer der mächtigen Drachenreiter ist, die in der Revolution gestürzt und grausam ermordet wurden. Soll er sich gegen seine Familie stellen und sich seinen Verwandten anschließen? Kann er seine Freunde im Stich lassen?

Mit diesen Fragen beschäftigt sich der Roman fast ausschließlich. Man folgt abwechselnd Lee und Annie durch ein sich immer noch im Aufbau befindendes neues Regime, das sie als eine Art Elite-Soldaten schützen und verteidigen. Gleichzeitig befinden sie sich jedoch noch in der Ausbildung. Es ist kompliziert und genau das ein großer Haken des Buches. Die Welt und vor allem die Machverteilung ist sehr komplex und wird detailliert beschrieben. Trotzdem trägt das nicht zum Verständnis bei. Eher verwirren die vielen Details und Begriffe, die man dann hinten in einem Glossar nachschlagen kann. Eine mühselige Arbeit, die den Lesefluss stört. Bis zum Schluss hat man Schwierigkeiten, den Aufbau der Welt zu durchschauen.
Gut zu verstehen ist die Handlung an sich, die sich vor allem mit Lee's innerem Konflikt befasst. Als Sohn eines mächtigen Drachenherrschers hat er mitansehen müssen, wie seine Familie ermordet wurde. Er selber blieb verschont und kämpft nun mit den Erinnerungen und dem Wissen um seine Herkunft. Niemand sonst weiß davon, denn Lee hat sich eine neue Identität angeeignet. Als nun ein Angriff seiner zum Teil tot geglaubten Verwandten anbahnt, stürzt ihn das in eine Tiefe Zerrissenheit, vor allem weil auch im neuen Staat nicht alles Gold ist, was glänzt. Als Drachenreiter muss er sich für eine Seite entscheiden.
Diese Entscheidungsfindung verfolgt man als Leser. Und leider sorgt das auch dafür, dass die Handlung passagenweise ins Stocken gerät. Es passiert nichts. Lee quält sich mit seiner Unsicherheit und dann ist da noch Annie, aus deren Sicht auch erzählt wird.
Sie ist im vergleich zu Lee sehr blass geblieben. Sie stammt aus einem ärmeren Gebiet des Stadtstaates oder Landes (ganz klar wird das nicht. Es fehlt eindeutig eine Karte). Auch Annie ist eine begabte Drachenreiterin und hat es sich zum Ziel gemacht, Erste Reiterin, also Anführerin der Drachenflotte zu werden. Oder nicht? Sie setzt sich mit ihrer Erzählung damit auseinander, was es bedeutet, Verantwortung zu haben. Auch lernt sie langsam, Unsicherheiten zu überwinden und Selbstbewusstsein zu bekommen.
Spannung und Action kommt bei diesen ganzen Charakterentwicklungen mehr als zu kurz. Spannende Stellen, wie zum Beispiel die Turnierkämpfe, sind in wenigen Seiten abgehandelt. Der bevorstehende Krieg ist genau das. Bevorstehend.
Interessant an diesem Buch ist vor allem Lee's moralisches Dilemma und die Tatsache, dass hier keinesfalls schwarz-weiß-gemalt wurde. Es gibt kein Gut und Böse. Das macht die Handlung lesenswert und hebt sie deutlich von anderen ab. Leider reicht das nicht aus, um den Spannungsbogen über das gesamte Buch zu halten.
Und dann ist da noch die Sache mit den Drachen. Obwohl auf dem Cover abgebildet, übernehmen diese Wesen in dem Buch eine untergeordnete Rolle. Sie sind Mittel zum Zweck. Man nutzt sie zum Flug und eigentlich bauen die Reiter auch eine emotionale Bindung zu ihnen auf, können ihre Gefühle mit den Drachen teilen. Aber wirklich Zeit mit ihnen verbringen sie nicht. Man Man ruft sie per Pfeife, reitet ein wenig herum, kämpft vielleicht, landet, steigt wieder ab und der Drache verschwindet im Stall äh Horst. Fertig. Eindeutig verschenktes Potential und ein großer Verlust.

Durch die langsame Handlung und die auffällige Abwesenheit der Drachen als handelnde Figuren, verliert dieses Buch einiges an Potential. Am Lesen hält einen allein das Interesse, ob oder wie Lee seinen inneren Konflikt lösen wird und wer oder was ihm dabei eventuell hilft. Das Buch endet mit dem Ausblick auf mindestens einen weiteren Band, doch "Feuererwachen" lässt den Leser nicht wirklich mit dem Wunsch nach mehr zurück.

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Veröffentlicht am 11.01.2021

Ein Wunder, dass es uns überhaupt noch gibt!

Die Tinktur des Todes
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Bei der Geburt eines Kindes Sterben? Im Victorianischen Edinburgh keine Seltenheit. Man wundert sich, wie überhaupt noch Menschen überlebt haben.

Der junge Medizinstudent Will Raven geht bei dem stadtbekannten ...

Bei der Geburt eines Kindes Sterben? Im Victorianischen Edinburgh keine Seltenheit. Man wundert sich, wie überhaupt noch Menschen überlebt haben.

Der junge Medizinstudent Will Raven geht bei dem stadtbekannten Geburtshelfer und Arzt Dr. Simpson in die Lehre. Zur gleichen Zeit werden die Leichen mehrerer junger Frauen in Edinburgh aufgefunden, in deren Tod Raven einen Zusammenhang sieht. Doch war es wirklich Mord? Die Polizei sieht das jedenfalls nicht so, weshalb Raven mit der Hilfe des Hausmädchens Sarah Nachforschungen anstellt.

Der Klappentext lässt den Leser einen temporeichen Krimi erwarten, den man in der Form jedoch nicht bekommt. Dafür jedoch eine fesselnde Geschichte, vielschichtige Charaktere und gleich zwei absolut sympathische Hauptfiguren.

Ein personaler Erzähler begleitet primär Will Raven durch das Geschehen. Er ist ein junger, sympathischer Mann, der sowohl mit seiner Vergangenheit, als auch mit seinen Ecken und Kanten zu kämpfen hat. Gerade diese machen ihn als Figur nahbar und authentisch. Unterstützt wird er bei seinen Bemühungen, wenn auch erst ab der Hälfte tatsächlich im Team, vom Hausmädchen Sarah, die zwar eine moderne Lebenseinstellung hat, diese jedoch auf realistische Weise auslebt, ohne dass sie gleich zu einer Frauenrechtskämpferin erhoben wird. Das hat sie auch nicht nötig und es macht auch sie zu einem authentischen Charakter. Die Nebenfiguren sind mit einer Tiefe ausgestattet, die es dem Leser leicht macht, von ihnen ein gutes Bild im Geiste zu haben.

Wie schon eingangs erwähnt ist dieser Roman zwar im Großen und Ganzen ein Krimi, doch wer hier eine actionreiche Geschichte erwartet, sollte lieber zu einem anderen Buch greifen. "Die Tinktur des Todes" ist zwar keinesfalls langweilig, ganz im Gegenteil, allerdings fesselt die Handlung durch interessante Einblicke in die Geburtshilfe des 19. Jahrhunderts und die Erforschung verschiedener Narkotika. Gekonnt halten die beiden Autoren, die unter dem Pseudonym "Ambrose Parry" arbeiten, den Spannungsbogen stehts hoch. Es passiert fast kontinuierlich etwas und die angenehme Abwechslung der Themen (Narkotika, Geburtshilfe, Todesfälle, Ravens Vergangenheit) lassen das Buch keine Sekunde langweilig werden. Auch über ein klein wenig Romantik darf man sich freuen, auch wenn diese eine sehr angenehme kleine Rolle einnimmt.

Der Krimi selbst ist gut aufgebaut, obwohl so mancher Krimi-Kenner wahrscheinlich recht früh erste Vermutungen zur Lösung anstellen wird und diese eventuell auch am Ende bestätigt sieht. Dies tut dem Roman jedoch in keinerlei Hinsicht Abbruch, es sei denn man erwartet einen ausgeklügelten Kriminalfall.

Dieser Roman ist für Fans von Historischen Romanen und (gelegentliche) Krimileser ein großes Lesevergnügen, das schon bald auf Deutsch fortgesetzt wird. Wen allgemein historische Romane eher langweilen, wird auch mit dem Krimi-Anteil wahrscheinlich keine Freude an diesem Buch haben. Allen anderen kann "Die Tinktur des Todes" aufs Wärmste empfohlen werden.

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Veröffentlicht am 29.12.2020

Eine Frau in einer Männerwelt

Ein Kleid aus Seide und Sternen (Ein Kleid aus Seide und Sternen 1)
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Maia ist eine sehr begabte Schneiderin, darf ihr Handwerk aufgrund ihres Geschlechts jedoch nur mehr oder weniger verborgen in der Werkstatt ihres Vaters ausüben. Als dieser an den Hof des Kaisers gebeten ...

Maia ist eine sehr begabte Schneiderin, darf ihr Handwerk aufgrund ihres Geschlechts jedoch nur mehr oder weniger verborgen in der Werkstatt ihres Vaters ausüben. Als dieser an den Hof des Kaisers gebeten wird, um dort als kaiserlicher Schneider zu arbeiten, ist das eine große Ehre. Doch Maias Vater ist nicht mehr in der Lage zu Nähen. Seit ihre Mutter gestorben ist, hat er sich mehr und mehr in seine Trauer zurückgezogen. An seiner Stelle geht Maia als Junge verkleidet an den Hof und stellt sich dort der Prüfung, die sie zur besten Schneiderin des ganzen Landes erklären könnte. Doch im Palast muss sie sich so manchen Feinden stellen. Und welche Interessen verfolgt der undurchsichtige Lord Magus?

Die Handlung dieses Buches wurde bereits mehrfach mit der Geschichte der chinesischen Kämpferin Mulan verglichen und natürlich lassen sich manche Parallelen nicht von der Hand weisen. Doch eigentlich hören diese mit dem Grundbaustein der Geschichte, eine Frau in einer Männerwelt, bereits auf. Vielmehr verwebt die Autorin hier mehrere verschiedene Märchen und Sagen miteinander zu einer stimmigen und spannenden Geschichte. Diese ist auch schnell begonnen und hält sich nur mit einer sehr kurzen Einleitung auf, um dann direkt ins Geschehen einzutauchen. Daraus taucht man auch so schnell nicht wieder auf, denn der Schreibstil ist flüssig und die Handlung spannend. Wie bei anderen YA-Romanen kommt auch hier die Romantik nicht zu kurz, baut sich aber langsam und nachvollziehbar auf und wird erst gegen Ende hin ein wenig (zu) schmalzig.

Maia ist eine Hauptfigur, die sich nicht sehr schnell unterkriegen lässt, unterscheidet sich jedoch leider in ihrer Art wenig von den anderen YA-Protagonistinnen. Sobald ein Mann ins Spiel kommt ist es vorbei mit der Selbstständigkeit, da kann man bestimmte Dinge plötzlich doch nicht mehr alleine. Auf diese Art geht, vor allem sobald die Liebesgeschichte wirklich beginnt, dem Roman deutlich an Originalität verloren und reiht sich einmal mehr in sein Genre mit allen Klischees ein.

Insgesamt ist "Ein Kleid aus Seide und Sternen" ein spannender Roman mit tollen Ideen und origineller Handlung. Leider verliert er durch Klischeehafte Protagonisten etwas an Reiz. Trotzdem ist er lesenswert.

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