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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.06.2026

Sympathisch, glaubwürdig und angenehm zu lesen

Counting Days
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Steffi Kuhlmann gelingt mit ihrem Debüt ein gefühlvoller New-Adult-Roman, der besonders durch seine authentischen Figuren und den ungewöhnlichen Schauplatz Heidelberg überzeugt. Ein äußerst angenehmes ...

Steffi Kuhlmann gelingt mit ihrem Debüt ein gefühlvoller New-Adult-Roman, der besonders durch seine authentischen Figuren und den ungewöhnlichen Schauplatz Heidelberg überzeugt. Ein äußerst angenehmes Leseerlebnis mit wenigen langatmigen Passagen.

Besonders gut gefallen hat mir, dass es sich hierbei um eine deutsche Autorin handelt, die sich traut ihr Buch in Deutschland spielen zu lassen. In der letzten Zeit habe ich vermehrt feststellen müssen, dass die meisten Bücher eher in Amerika oder England spielen. Deutschland als Schauplatz gilt wohl in vielen Fällen als uncool.
Steffi Kuhlmann stammt selbst aus Heidelberg und das merkt man den detailreichen und stimmungsvollen Beschreibungen der Stadt an. Diese wirken deutlich authentischer und sympathischer, als ich es in vielen anderen Büchern erlebt habe.

Doch nicht nur die Umgebungsbeschreibungen sind glaubwürdig. Das gleiche trifft auch auf ihre Charaktere zu. Man muss zwar Dalia und Xander nicht unbedingt sympathisch finden, aber realistisch sind sie auf jeden Fall. Die beiden Hauptcharaktere haben Ecken und Kanten, Stärken und noch mehr Schwächen, ganz viele Probleme und Unsicherheiten.
Die Autorin spricht in ihrem Buch viele Themen an, die sehr gut zur Zielgruppe des Buches passen, aber auch für erfahrene Leser:innen nicht uninteressant sind. Positiv hervorheben möchte ich, wie gut sie den inneren Kampf von Lia und ihren Versagensängsten darstellt. Dies war für mich sehr überzeugend und nachvollziehbar.

Die Nebencharaktere sind interessant und von manchen hätte ich gerne mehr erfahren. Leider hat die Autorin sich hier stark zurückgehalten. Das Buch hätte jedoch deutlich gewonnen, wenn das Hin und Her zwischen Lia und Xander ein wenig gekürzt und dafür ein wenig mehr Zeit auf die Nebencharaktere verwendet worden wäre.

Die Handlung ist an vielen Stellen vorhersehbar, hat aber dennoch einen hohen Unterhaltungswert. Der Schreibstil von Steffi Kuhlmann hat mir gut gefallen und ich denke, dass ich wieder zu einem Buch von ihr greifen würde.

Pikante Szenen sind im Buch, wie nicht anders zu erwarten, vorhanden, nehmen aber nur einen geringen Teil der Geschichte ein. Alles in allem war dies für mich eine angenehme Leseerfahrung. Daher möchte ich das Buch gerne an andere Liebhaber von romantischen New Adult Romanen weiterempfehlen.

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Veröffentlicht am 16.06.2026

Nur mit frischer Erinnerung ein voller Genuss

Das kleine Café der magischen Minuten
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Nachdem mich Shiori Ota mit ihrem Debütroman begeistert hatte, waren meine Erwartungen an die Fortsetzung entsprechend hoch. Obwohl dieses natürlich starke Ähnlichkeiten mit dem Auftaktroman hat, muss ...

Nachdem mich Shiori Ota mit ihrem Debütroman begeistert hatte, waren meine Erwartungen an die Fortsetzung entsprechend hoch. Obwohl dieses natürlich starke Ähnlichkeiten mit dem Auftaktroman hat, muss ich doch sagen, dass es mich nicht so fesseln konnte wie erhofft.

Meine fehlende Begeisterung und Faszination für das Buch kann ich aber nur bedingt der Autorin und dem Buch ankreiden. Die Handlung des zweiten Buches schließt nahezu nahtlos an den ersten Teil an, weshalb Vorkenntnisse aus „Das kleine Café der zweiten Chancen“ unbedingt empfehlenswert sind. Während dem Lesen habe ich aber feststellen müssen, dass zu viel Zeit vergangen ist und mein Wissen ein wenig verblasst ist. Daher habe ich mir teilweise schwer getan dem Inhalt zu folgen.

Positiv hervorheben möchte ich aber, dass die Autorin ihrem Schreib- und Erzählstil treu bleibt. Diese Mischung aus nüchterner Erzählweise und emotionaler Tiefe hat mich erneut sehr berührt. Shiori Ota hat ein wunderbares Gespür für Worte und sie hat es mühelos geschafft Bilder in meinem Kopf zu erzeugen. Wie bereits im ersten Teil schafft sie es den Fokus auf die kleinen Dinge zu richten.

Zu den vielen bereits bekannten Charakteren aus dem ersten Buch gesellen sich natürlich auch ein paar neue hinzu. Auch diese Personen sind wieder gut herausgearbeitet und fügen sich hervorragend in das große Ganze ein.

Im Vergleich zum ersten Teil muss ich aber sagen, dass das Buch phasenweise einige Längen aufweist. Die behandelten Themen sind erwartungsgemäß die gleichen wie im Vorgängerband. Wobei ich diesmal nicht ganz so emotional involviert und berührt war. Die einzelnen Geschichten waren interessant, dennoch blieb für mich bis zum Schluss eine emotionale Distanz, mit der ich nicht gerechnet habe.

Liebhaber von japanischer Literatur und Wohlfühlromanen werden mit diesem Buch definitiv ihre Freude haben. Allerdings empfehle ich dringend, beide Bände innerhalb einer recht kurzen Zeitspanne zu lesen, um den zweiten Teil besser auskosten zu können.

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Veröffentlicht am 15.06.2026

Klischees statt großer Magie

Seamere College 1. Strange Familiars
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Autorin Keshe Chow hat mit dem Auftaktroman zur Seamere College Reihe einiges richtig gemacht. Leider konnte mich das Buch trotz einiger interessanter Ideen nicht vollständig überzeugen. Hier wurde einiges ...

Autorin Keshe Chow hat mit dem Auftaktroman zur Seamere College Reihe einiges richtig gemacht. Leider konnte mich das Buch trotz einiger interessanter Ideen nicht vollständig überzeugen. Hier wurde einiges an Potenzial verschenkt.

Der Einstieg in die Geschichte hat mir gut gefallen und ich habe mich im Großen und Ganzen recht schnell in der Welt zurechtfinden können. Die Autorin hat es sich erspart eine komplett neue Welt zu erschaffen, sondern nur unsere Welt mit ein wenig Magie angereichert. An sich ein kluger Schachzug, allerdings blieben mir hier zu viele Fragen unbeantwortet. Spannend fand ich aber die Herangehensweise, dass man Magie nicht einfach besitzt, sondern diese kaufen muss.

Das Hauptargument warum ich mich für dieses Buch entschieden habe, waren die magischen Tiere. Diese kommen zwar vor, nehmen jedoch nicht den Stellenwert ein, den ich mir erhofft hatte. Gerade Gwens Seelentier Percy hätte meiner Meinung nach viel öfter zu Wort kommen dürfen. Er ist für mich der eigentliche Star der Geschichte und ich liebe seine sarkastische Art. Aber auch die magische Bartagame Pudding fand ich großartig.

Bei den beiden Protagonisten Gwen und Harrisford hat die Autorin für meinen Geschmack zu tief in die Klischeekiste gegriffen. Wie nicht anders zu erwarten ist Harrisford reich, gutaussehend und arrogant. Gwen hingegen ist das intelligente Mädchen aus einfachen Verhältnissen, das sich seiner Schönheit nicht bewusst ist. Mir ist bewusst, dass dieses Schema immer wieder gerne in Liebesromanen verwendet wird, weil es funktioniert. Aber ich bin dem Ganzen langsam überdrüssig.

Die Geschichte weist definitiv spannende Momente und unerwartete Wendepunkte auf. Wobei die meisten Wendepunkte gar nicht so unerwartet waren, wie es die Autorin vielleicht vorgesehen hat. Eventuell habe ich schon zu viele ähnliche Romane gelesen, aber die meisten Punkte waren doch sehr vorhersehbar.

Alles in allem ist dieses Buch wirklich ein akzeptabler Roman, aus dem man aber deutlich mehr hätte herausholen können. Ich habe die Hoffnung, dass im zweiten Teil der Fokus stärker in Richtung Magie und magische Tiere geht.
Empfehlenswert ist dieses Buch für all jene, die gerne Collegegeschichten mit magischen Aspekten lesen und sich nicht an den Klischees stören.

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Veröffentlicht am 11.06.2026

Ein Eis, sieben Tiere und jede Menge Chaos

Gans, Gans, Elch - Ein tierischer Zählspaß
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Der kleine Leser zeigt sehr großes Interesse an Zahlen und Buchstaben. Dieses Interesse versuchen wir natürlich zu fördern. Da wir in den letzten Jahren sehr gute Erfahrungen mit den Büchern des Baumhausverlages ...

Der kleine Leser zeigt sehr großes Interesse an Zahlen und Buchstaben. Dieses Interesse versuchen wir natürlich zu fördern. Da wir in den letzten Jahren sehr gute Erfahrungen mit den Büchern des Baumhausverlages gemacht haben, durfte dieses Buch bei uns einziehen. Bereut haben wir die Entscheidung keine Sekunde.

Die Grundidee des Buches ist schnell erklärt: Es ist heiß und alle Tiere wollen ein Eis. Also wird sich brav in einer Reihe angestellt und der Eisverkäufer zählt die Tiere durch. Doch so einfach das klingt ist es dann doch nicht. Denn der eine oder andere Elch stellt sich in der falschen Reihe an und somit ist das Chaos vorprogrammiert.

Besonders hervorzuheben sind die farbenfrohen und lustigen Illustrationen. Wer die Bücher rund um den Blätterdieb kennt, wird den Stil der Bilder sofort wiedererkennen, da die gleiche Illustratorin, Nicola Slater, dafür verantwortlich ist. Die Tiere sind realistisch und dennoch ansprechend niedlich dargestellt.

Die Wortanzahl ist verhältnismäßig gering. Dies passt in diesem Fall aber sehr gut, da der Hauptfokus des Buches auf dem Zählen von eins bis sieben liegt. Die Reime sind einfach und auch recht anständig gereimt. Es macht Spaß, das Buch vorzulesen. Noch mehr Spaß macht es aber scheinbar, wenn man das Buch vorgelesen bekommt. Zumindest wenn ich an die Reaktion des kleinen Lesers denke. Dieser kam nämlich aus dem Kichern und Kudern gar nicht mehr raus.

Für den kleinen Leser war das Buch fast schon ein wenig zu einfach. Es hat ihn aber definitiv gut unterhalten und den Zahlenbereich von eins bis sieben noch einmal gefestigt.

Der Baumhaus Verlag hat hier wieder einmal ein liebevoll gestaltetes Kinderbuch auf den Markt gebracht. Empfehlenswert für alle Kinder ab zwei Jahren, die Interesse an Zahlen und dem Zählen haben.

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Veröffentlicht am 10.06.2026

Sympathisches Setting, durchwachsene Liebesgeschichte

The Iced Caramel Coffee Agreement
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Das erste Buch der Reihe konnte mich nicht wirklich begeistern. Dennoch habe ich mich zum Weiterlesen der Reihe entschieden, da ich das kleine Städtchen und seine skurrilen Bewohner irgendwie ins Herz ...

Das erste Buch der Reihe konnte mich nicht wirklich begeistern. Dennoch habe ich mich zum Weiterlesen der Reihe entschieden, da ich das kleine Städtchen und seine skurrilen Bewohner irgendwie ins Herz geschlossen habe. Dieses Buch war ein wenig besser, aber auch keine Offenbarung.

Vorkenntnisse aus dem ersten Roman sind nicht zwangsläufig notwendig. Ich denke aber, dass es mehr Spaß macht und man tiefer in die Geschichte eintauchen kann, wenn man die Bücher in der vorgesehenen Reihenfolge liest.

Der Schreibstil der Autorin hat mir bereits im ersten Buch gut gefallen und dies trifft hier auch wieder zu. Dieses Mal war ich ein wenig schneller mit dem Lesen. Im Vergleich zu ähnlichen Büchern war es aber durchaus ein kleiner Kampf. Glücklicherweise aber kam dieses Buch mit deutlich weniger Spice Szenen aus als der vorherige Band. Dies liegt vor allem an Nore und ihrer Vorgeschichte.

Wobei wir hier auch schon bei meinem größten Problem mit diesem Buch sind: der weiblichen Hauptperson. In ihren Grundzügen ist sie eine wirklich sympathische und greifbare Protagonistin und auch ihre Probleme sind nachvollziehbar. Ab einem gewissen Punkt war ich aber nur mehr genervt, da mir ihr ständiges Gejammer, dass kein Mann sie möchte, einfach auf die Nerven gegangen ist. Einerseits ist Nore nämlich eine durchaus starke und unabhängige Frau, andererseits schreit sie förmlich danach von einem Mann „gerettet“ zu werden.
Auch bei der männlichen Hauptperson Dex hat die Autorin gefühlsmäßig kein Klischee ausgelassen. Mir ist bewusst, dass dies gerade bei Romanen dieses Genres durchaus Standard ist. Aber hier war es doch ein wenig zu viel des Guten.

Irgendwann habe ich dann meinen Kopf ausgeschaltet, nicht zu viel über das Buch nachgedacht und mich einfach von der Geschichte treiben lassen. Eigentlich nicht meine Art ein Buch zu lesen, hier hat dies aber geholfen.

Die Atmosphäre von Lower Whilby hat mir auch dieses Mal wieder gefallen und die Nebencharaktere haben einiges wieder gut gemacht. Ich denke, dass die trotz zwei eher mittelmäßigen Erfahrungen auch noch das letzte Buch der Reihe lesen werde.

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