Wechselbad der Gefühle beim Lesenden
SchmutzIch bin hin- und hergerissen. Dieses Buch bzw. die Geschichte hat meine Leselust und den Lesefrust hervorgerufen. Das geschieht sonst eher selten. Warum?
Die Ich-Erzählerin hat genug Geld, nein eher ...
Ich bin hin- und hergerissen. Dieses Buch bzw. die Geschichte hat meine Leselust und den Lesefrust hervorgerufen. Das geschieht sonst eher selten. Warum?
Die Ich-Erzählerin hat genug Geld, nein eher viel Geld, welches sie in monatlichen Schecks von ihrem Bruder erhält. Sie lebt in New York City und sie liebt Marken (besonders Kleidung), die sie stets und ständig shoppt oder anprobiert. Das Aufzählen der ganzen überteuerten Markenklamotten und die teilweise sehr kleinteilige Beschreibung von Handtaschen und Kleidung sowie die Beschreibung, was eine Person trägt, hat mich unheimlich genervt. Ich verlor mit jeder weiteren Zeile die Lust am Lesen.
Die Leselust steigerte sich, wenn sie von ihrem Leben bei der Großmutter erzählt. Den Garten beschreibt und die Freude am Leben. Auch die Passagen aus ihrem unkonventiellen Lehrerinnenleben fand ich interessant. Wie sie mit den Jugendlichen (nur Jungen) umgegangen ist, ihr Verhalten ihnen gegenüber und die ganz andere Art zu unterrichten (fernab des eigentlichen Lehrplans) ließ mich wieder in die Geschichte abtauchen. Ihre verzweifelten Versuche sauber zu sein bzw. sauber zu werden, waren nicht immer angenehm zu lesen. Man steht am Zaun und sieht zu, kann nicht weggehen, aber auch nicht einschreiten. Man muss es aushalten und weiterlesen.
Je weiter die Geschichte voranschritt, desto mehr meinte man zu verstehen, was in ihr vorgeht. Das Ende war mir aber zu verworren und schwerer nachvollziehbar. Ich glaube, dass ich die Botschaft, die die Autorin vermitteln wollte, verstanden habe, aber die Umsetzung war nicht meins.