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Veröffentlicht am 07.10.2020

Ruhiges und nachdenkliches Buch

Das Leben ist ein wilder Garten
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Ein schönes Buch, ein ruhiges und nachdenkliches Buch. Der Autor hat einen so schönen Schreibstil, dass man nur wenige Zeilen braucht, um abzutauchen und wie ein Schatten folgt man dann Carlo bei der ...

Ein schönes Buch, ein ruhiges und nachdenkliches Buch. Der Autor hat einen so schönen Schreibstil, dass man nur wenige Zeilen braucht, um abzutauchen und wie ein Schatten folgt man dann Carlo bei der Suche nach seiner Mutter. Die Charaktere werden sehr detailliert beschrieben und strahlen Ruhe und Sanftheit aus. Doch es gibt auch die unbekannten Seiten und die Vergangenheit, die bisher nicht angesprochen wurde. Diese Türen öffnen sich nun und Carlos muss feststellen, dass er nicht alles über seine engsten Vertrauten und seiner Mutter weiß.

Nur langsam wird offengelegt, was in der Vergangenheit war. Manches wird nur angerissen und verschwindet wieder. Das Ende des Handlungsstranges muss sich der Leser selber schaffen. Ich fand es gut, dass nicht immer alles bis zum Schluss aufgeklärt wurde. Offene Enden mögen viele nicht, doch lassen sie Raum für die eigene Interpretation, was mir gut gefallen hat.

Ein Buch, welches sich lohnt, besonders weil der Schreibstil so gut war.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.10.2020

Die Geschichte war für mich eher eine Familiengeschichte als ein Thriller. Leider.

American Spy
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Spionagethriller aus den USA sind nicht unbedingt mein Genre, aber da dieses Buch von einer jungen Frau geschrieben worden, hatte ich die Hoffnung, dass das Buch besser wird als die üblichen amerikanischen ...

Spionagethriller aus den USA sind nicht unbedingt mein Genre, aber da dieses Buch von einer jungen Frau geschrieben worden, hatte ich die Hoffnung, dass das Buch besser wird als die üblichen amerikanischen Thriller.

Lauren Wilkinson war ambitioniert und hatte viele spannende Punkte, wie z.B. Rassismus, fehlende Chancengleichheit für Frauen und besonders für Afroamerikanerinnen, in diesen Roman packen wollen. Leider ist ihr dies nur begrenzt gelungen.

Die Themen werden angerissen und manche auch gut dargestellt. Ebenso der daraus resultierende Frust des Hauptcharakters Marie Mitchell. Sie ist intelligent und sehr gut in ihrem Job, kommt aber nicht an den (weißen) Männern, die weniger Leistung zeigen, vorbei. Sie wird teilweise gemobbt und auf das Abstellgleis geschoben. Man kann den Frust durchaus spüren und auch nachvollziehen. Was meinen Lesefluss jedoch immer wieder ausbremste, war ihr Schreibstil. Für mich war er einfach nur zäh und schleppend. Die Autorin schreibt aus einer Perspektive, die interessant ist (sie schreibt ihr Leben für ihre Söhne auf), aber mir fehlte die Dynamik. Es schlich eher voran, manches wiederholte sich und wurde dann mit zwei, drei neuen Punkten erweitert. Ich fragte mich die ganze Zeit, wo der Thriller war.

Mich konnte das Buch nicht überzeugen, da aber die Autorin versucht hat, wichtige Themen einbauen und darzustellen, kommen dann doch noch zwei Sterne zusammen. Die Geschichte an sich, war für mich eher eine Familiengeschichte als ein Thriller. Leider.

Veröffentlicht am 28.09.2020

Der Krimi war leider kein Highlight.

Verlorenes Vernègues
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Es ist der siebte Fall von Capitaine Blanc. Für mich war es der erste Fall in der Provence und auch der letzte Fall. Der Krimi war leider kein Highlight.

Der Einstieg fiel mir schwer, nicht ich weil ...

Es ist der siebte Fall von Capitaine Blanc. Für mich war es der erste Fall in der Provence und auch der letzte Fall. Der Krimi war leider kein Highlight.

Der Einstieg fiel mir schwer, nicht ich weil die Charaktere nicht kannte, sondern weil die Handlung so langsam und schleppend voranging. Es passierte auf den ersten Seiten einfach nichts besonders. Es gibt ein paar Wölfe, die ein paar Schafe reißen und natürlich auch ein paar Menschen, die entweder für oder gegen den Wolf waren. Zu wenig für einen Krimi. Die Landschaftsbeschreibungen waren ganz schön, aber ich wollte keinen Landschaftsführer, sondern einen Krimi lesen. Dank der Wölfe konnten alle Klischees und Vorurteile gegenüber den Tieren und der Jagd hervorgeholt werden, aber auch da war nichts Neues dabei. Es war ein zäher Abschnitt, den man schon in der regionalen Presse mehrfach in ähnlicher Form gelesen hat. Selbst die später noch auftauchenden Morde waren leider nicht so richtig spannend. Die Ermittlungen wirkten sehr konstruiert und etwas lieblos herunter geschrieben.

Ach, schade, aber für mich leider kein Krimi, der mich fesselte und bei der Aufklärung mitfiebern ließ.

Veröffentlicht am 25.09.2020

Große Familiengeschichte, die etwas langatmig ist

Effingers
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Die "Effingers" ist ein sehr opulente Geschichte mit vielen Charakteren und Details, die sich über Jahrzehnte entwickeln dürfen. Die Geschichte hat mich sehr an die "Buddenbrooks" von Thomas Mann erinnert. ...

Die "Effingers" ist ein sehr opulente Geschichte mit vielen Charakteren und Details, die sich über Jahrzehnte entwickeln dürfen. Die Geschichte hat mich sehr an die "Buddenbrooks" von Thomas Mann erinnert. Mir gefallen die dicken Familiengeschichten, aber damit man bei über 900 Seiten am Ball bleibt, müssen spannende Ereignisse geschehen und die Charaktere müssen den Leser fesseln. Gerade bei den Charakteren hat dies bei mir leider nicht funktioniert. Ich bin teilweise mit den Frauen in der Geschichte nicht so richtig warm geworden.

Der Schreibstil der Autorin Gabriele Tergit hat mir gut gefallen. Er liest sich leicht und flüssig. Jedoch war das Tempo der Geschichte recht langsam und so kamen immer wieder Phasen der Langatmigkeit auf. Gelegentlich habe ich mir gewünscht, dass sie sich nicht zu sehr in den Details verliert, denn diese bremsten die Geschichte etwas aus.

Wer sich dieser Geschichte annimmt, muss die ganz dicken Schmöker mögen und auch die Langsamkeit der Geschichte zu schätzen wissen. Für mich waren zwar der politische und wirtschaftliche Hintergrund sehr interessant, jedoch konnten mich die Charaktere nur bedingt abholen und mitnehmen, so dass der Lesespaß etwas zurückhaltend war.

Veröffentlicht am 23.09.2020

Tolle Illustrationen, die die Liebe zu den Bergen zeigen

Layla im Reich des Schneekönigs
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Ich bin ein kleiner Fan von Reinhold Messner und habe auch schon eines seiner Museen besucht und mich mitreißen lassen in die Welt der Berge und der Bergvölker. Auch seine Bücher kenne ich und habe sie ...

Ich bin ein kleiner Fan von Reinhold Messner und habe auch schon eines seiner Museen besucht und mich mitreißen lassen in die Welt der Berge und der Bergvölker. Auch seine Bücher kenne ich und habe sie gern gelesen und blättere auch heute noch immer wieder darin. Deshalb war ich nun gespannt, wie das Kinderbuch von Reinhold Messner sein wird.

Mir hat es sehr gut gefallen. Es ist schön groß und da es einen festen Einband hat auch gut zu handhaben. Für Kinder ideal, da nichts umknickt. Die Illustrationen von Davide Panizza haben mir sehr gut gefallen. Weg von den Disneyfiguren und Klischees, hin zur einfachen, liebevollen unperfekten und dadurch realistischeren Darstellung der Figuren, der Berge, des Dorfes und der Natur. Man friert mit Layla im Zelt und spürt die Kraft und Ruhe der Berge. Es lohnt sich die Bilder länger anzuschauen, da sie oft viele kleine Details enthalten, die man auf den ersten Blick nicht sieht. Die Geschichte ist einfach und kindgerecht erzählt. Etwas Spannung, etwas Mut, viel Liebe zur Natur und den Bergen und das Erlernen der Magie.