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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.07.2017

Ich hatte mir mehr davon versprochen

The Couple Next Door
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Um dieses Buch wurde ja ein sehr großer Hype gemacht und es wurde überall angepriesen. Da ich sehr gern mal einen guten Thriller lese, kam ich an diesem Buch natürlich auch nicht vorbei.
In "The Couple ...

Um dieses Buch wurde ja ein sehr großer Hype gemacht und es wurde überall angepriesen. Da ich sehr gern mal einen guten Thriller lese, kam ich an diesem Buch natürlich auch nicht vorbei.
In "The Couple Next Door" lernen wir das junge Ehepaar Anne und Marco Conti kennen. Beide leben in einem Häuschen in einer schönen Wohnhaussiedlung und sind junge Eltern der kleinen Cora. Eines Abends werden sie von ihren Nachbarn Chythia und Graham zu einer Geburtstagsfeier eingeladen. Da die Nachbarn aber ungern das Baby dabeihaben wollen und die Babysitterin leider kurzfristig absagen musste, entscheiden sich die Contis, die kleine Cora allein in ihrem Bettchen zu lassen. Mit dem Babyfon bewaffnet gehen sie auf die Feier der Nachbarn, schauen aber halbstündlich abwechselnd nach Cora. Als sie kurz nach Mitternacht denn endlich Beide in ihr Haus zurückkehren, steht die Haustür einen Spalt offen und das Babybettchen ist leer. Dies ist ein absoluter Albtraum für das junge Paar, denn zusätzlich zu dem Verlust ihrer Tochter, müssen sie auch noch mit dem darauffolgenden Presserummel und bösen Anfeindungen der Bevölkerung zurechtkommen. Außerdem rücken auch Anne und Marco selbst ins Visier der Polizei, die bei der recht dürftigen Beweislage und vieler Ungereimtheiten herauszufinden versucht, was in der Nacht des Verschwindens von Cora wirklich vorgefallen ist.
Die Story erzählt sich aus den verschiedenen Perspektiven der handelnden Personen, wodurch von Kapitel zu Kapitel eine gute Spannung aufgebaut wird. Bis kurz nach der Mitte des Buches habe ich auch sehr interessiert und gespannt gelesen, leider wurde die Geschichte ab der Hälfte bis zum Ende des Buches dann leider recht langatmig. Irgendwie ergaben sich immer neue Situationen, immer neue Entwicklungen, immer neue Erkenntnisse, die dann in aller Ausführlichkeit behandelt wurden, wodurch dann von Kapitel zu Kapitel die Spannung leider zu leiden begann. Dennoch ist man die ganze Zeit über extrem gespannt, wohin sich diese Entführungsgeschichte entwickeln wird und wer mit welchem Beweggrund dahintersteckt. Die Auflösung kommt dann leider recht früh und wird dann bis zum Ende des Buches noch künstlich ausgedehnt, wodurch dann auch kaum noch Spannung aufkommt, mit Ausnahme der letzten Seite, wo noch einmal etwas völlig Unvorhergesehenes und völlig Unnötiges passiert, was dem Leser dann viele Fragen aufwirft, die er nicht mehr beantwortet bekommt.
Ich muss ehrlich sagen, dass ich mir doch etwas mehr von diesem Buch versprochen hatte, zumal es auch so sehr mit "Der Bestseller aus England und den USA" angepriesen wurde. Schade, denn die Geschichte an sich ist echt gut und man hätte mit einer besseren Reihenfolge der Kapitel bzw. Entwicklungen sicher mehr draus machen können. Aus diesen Gründen kann ich dem Buch auch nur 3 von 5 Punkten geben.

Veröffentlicht am 27.06.2017

Gefühlvoll und spannend

Straße der Schatten
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Ich habe schon die "Rosentrilogie" von Jennifer Donnelly geliebt und mich daher unsagbar über ein neues Buch von Ihr gefreut.
Der Leser lernt in diesem Buch die junge Josephine Montfort kennen, welche ...

Ich habe schon die "Rosentrilogie" von Jennifer Donnelly geliebt und mich daher unsagbar über ein neues Buch von Ihr gefreut.
Der Leser lernt in diesem Buch die junge Josephine Montfort kennen, welche im 19. Jahrhundert in New York lebt. Josephine hatte das Privileg in die obere Gesellschaftsschicht geboren zu werden, als Tochter eines erfolgreichen Unternehmers. Josephine ist im heiratsfähigen Alter und soll "gewinnbringend" eine gute Partie machen. Allerdings kann und will sich Josephine mit dem ihr vorbestimmten Leben nicht anfreunden. Sie ist sehr wissensdurstig und fasziniert vom Journalismus. Sie möchte gern schreiben und die Welt auf die leider herrschenden sozialen Missstände aufmerksam machen.
Doch eines Tages ereilt die Familie ein großer Schicksalsschlag. Josephines Vater wird eines Abends tot in seinem Arbeitszimmer aufgefunden. Sein Tod wird als Selbstmord deklariert, doch Josephine kann das nicht glauben. Während sich ihre Mutter in ihrer Trauer vergräbt, beginnt Josephine den Todesumständen ihres Vaters auf den Grund zu gehen. Dabei lernt sie den jungen Reporter Eddie Gallagher kennen, der ihr bei der Recherche und Suche nach der Wahrheit hilft. Die Spurensuche führt Eddie und Josephine in die dunkelsten und gefährlichsten Ecken und Milieus von New York. Nach und nach stoßen Josephine und Eddie auf immer mehr Informationen sowie Ungereimtheiten und geraten dabei immer mehr selbst in große Gefahr.
Auch wenn Josephine bereits ihrem guten Freund Bram versprochen ist, kann sie gegen die Gefühle, die sich mit der Zeit für Eddie entwickelt haben, nicht ankämpfen und Josephine ist lange hin und her gerissen, zwischen ihrem gesellschaftlichen Pflichtgefühl und dem Drang nach Freiheit und wahrer Liebe.
Dieses Buch ist wieder ein wahres Kunstwerk der Autorin. Leicht und verständlich lässt Sie den Leser in das New York des 19. Jahrhunderts eintauchen und schildert anschaulich welchen Überlebenskampf der kleine Mann tagtäglich zu führen hatte und in welches gesellschaftliche Korsett die Menschen der Oberschicht gezwängt waren.
Alle handelnden Personen waren sehr gut ausgearbeitet und die Hauptpersonen waren überaus sympathisch dargestellt, sodass es wirklich Freude bereitete, Josephine und Eddie auf der Suche nach der ganzen Wahrheit durch New York zu begleiten. Auch die Personen, die die Beiden auf ihren Wegen durch New York kennen lernen sind gut und bildhaft beschrieben.
Das Buch war auf keiner einzigen Seite langweilig zu lesen, sondern die Spannung blieb kontinuierlich erhalten und nahm zu Ende zu sogar noch mehr Fahrt auf.
Ein wirklich grandioses Buch, dass ich allen Fans von historischen Romanen nur wärmstens ans Herz legen kann und welches von mir selbstverständlich 5 völlig verdiente Punkte bekommt.

Veröffentlicht am 06.06.2017

Unterhaltsam aber teilweise zu zäh

June
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Nachdem ich ja von "Bittersweet", dem ersten Buch von Miranda Beverly-Whittemore so begeistert war, hatte ich mich wahnsinnig auf "June" gefreut. Ich war allein schon vom Cover total begeistert, dass einem ...

Nachdem ich ja von "Bittersweet", dem ersten Buch von Miranda Beverly-Whittemore so begeistert war, hatte ich mich wahnsinnig auf "June" gefreut. Ich war allein schon vom Cover total begeistert, dass einem bereits ein leicht verträumtes Gefühl der 50er Jahre vermittelt.
Das Buch wird in zwei Ebenen erzählt. Zuerst lernt der Leser Cassie kennen, die nach dem Tod ihrer Großmutter June in das halb verfallene Herrenhaus "Two Oaks" im kleinen Ort St. Jude im Bundesstaat Ohio einzieht. Nachdem Cassies Eltern sehr zeitig bei einem tragischen Autounfall ums Leben gekommen waren, wurde Cassie von ihrer Großmutter in diesem Haus groß gezogen. Die letzten Jahre hatte die bereits erwachsene Cassie in New York verbracht und wenig Zeit für ihre Großmutter gehabt. Somit war ihr auch entgangen, dass diese unheilbar krank war. Nun, nach dem Tod ihrer Großmutter, kehrt Cassie in das große, verwaiste Herrenhaus zurück, dass droht, nach und nach in seine Einzelteile zu verfallen. Das Haus scheint aber dennoch lebendig zu sein, denn Cassie träumt des Öfteren von dem Haus und dessen Bewohnern.
In diesen Träumen reist der Leser dann in die 50er Jahre, wo der kleine Ort St. Jude plötzlich Hollywoodluft zu schnuppern bekommt. Ein großes Filmteam rund um die großen Hollywoodstars Jack Montgomery und Diane DeSoto hat sich angesagt um St. Jude zum Schauplatz eines neuen Hollywoodstreifens zu machen. Der Leser lernt die junge June kennen, die kurz vor ihrer Hochzeit mit Artie steht und ihre beste Freundin Lindie, die sich einen Hilfsjob bei den Dreharbeiten sichert. So kommt es auch, dass June den großen Weltstar Jack Montgomery kennenlernt, der ihr Leben ziemlich durcheinander wirbelt und auch ihre Liebe zu Artie in Frage stellt. Lindie weiß, dass June Artie nur aus Pflichtgefühl zu heiraten gedenkt und unterstützt Junes Affäre mit Jack Montgomery. Aber rings um diese Affäre entwickeln sich weitreichende Verschwörungen, Intrigen und Betrug, was letztendlich zu einem brutalen Mord führt.
Eines Tages wird Cassie ebenfalls von einer Hollywoodgröße samt Gefolgschaft in ihrem Haus überrumpelt und erfährt von einer mysteriösen Erbschaft, die sie sich nicht erklären kann.
Über die zwei Erzählebenen bekommt der Leser nach und nach ein Bild von den Geschehnissen damals und erfährt wie es zu Cassies mysteriöser Erbschaft gekommen ist.
Leider hatte ich richtige Schwierigkeiten, in das Buch und die Handlung reinzukommen. Zeitweise entwickelte sich die Handlung so zäh, sodass es mir schwer fiel, mich zum weiterlesen aufzuraffen. Erst im letztes Drittel konnte mich das Buch packen.
Ich hatte auch mit den Personen einige Probleme. Konnte mich in Einige nicht hineinversetzen und fand Andere viel zu übertrieben und überspitzt dargestellt.
Auch kam mir der Mord und die Umstände darum herum irgendwie zu kurz gekommen und auch überflüssig vor.
Ich fand es allerdings sehr gelungen, dem Leser das Leben in einer Kleinstadt in Ohio in den 50er Jahren nahezubringen. Auch der Wechsel zwischen den zwei Ebenen in der Autorin gelungen und erfolgte immer zum richtigen Zeitpunkt.
Aber im Fazit kann ich dem Buch leider nicht mehr als 3 Punkte geben, da ich mir wirklich mehr von dem Buch versprochen hatte und mir das Lesen teilweise sehr schwer fiel. Schade!

Veröffentlicht am 17.05.2017

Gelungene Fortsetzung der Amakuna-Saga

Das Panama-Erbe
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"Das Panama-Erbe" ist nach "Tochter des Drachenbaums" Band 2 der Amakuna-Saga. Ich habe mich sehr auf das Buch gefreut, denn ich wollte unbedingt wissen, wie die Geschichte weitergeht.
In "Das Panama"-Erbe ...

"Das Panama-Erbe" ist nach "Tochter des Drachenbaums" Band 2 der Amakuna-Saga. Ich habe mich sehr auf das Buch gefreut, denn ich wollte unbedingt wissen, wie die Geschichte weitergeht.
In "Das Panama"-Erbe lernen wir nun Sina Saratoga kennen, die Tochter von Romy und Nic, die wir in Band 1 bereits begleiten durften. Sina wuchs nach dem Unfalltod ihrer Eltern in Panama bei ihren Großeltern auf und studiert nun in den USA an der Harvard Business School und soll eines Tages das große Bankenimperium ihres Großvaters weiterführen. Eines Tages schenkt ihr Verlobter Felipe ihr ein kleines Plüschtier, eine von ihm nett gemeinte Geste, diese allerdings bringt Sinas Welt komplett ins Wanken und ab diesem Zeitpunkt ist nichts mehr wie es war. Sina erkennt sich selbst nicht mehr wieder und bittet eine Psychologin um Hilfe. Diese rät ihr, ihre Vergangenheit aufzuarbeiten. Daraufhin begibt sich Sina unverzüglich auf den Weg nach Panama und lernt dort die Ureinwohner und den Naturschützer Neri kennen. Sina kommt in Berührung mit dem Wunderpilz Amakuna und erfährt, dass auch ihre Eltern schon Forschungen darüber angestellt haben und deswegen in große Schwierigkeiten geraten sind.
Die Einnahme des Pilzes lässt Sina auch in die Vergangenheit blicken: Im Jahre 1517 wandert der junge Medico Enrique bzw. Tamanca mit seinem Vater nach Panama aus. Dort erhält er von einer alten Heilerin Amakuna. Auch er begibt sich durch die Einnahme dessen auf eine Zeitreise und erfährt somit von Sina. Beide sind auserkoren mit ihrer großen Liebe das Heilmittel Amakuna zu beschützen und solange zu bewahren, bis die Welt frei von der Gier nach Macht ist. Gemeinsam mit der jungen Kuna-Frau Itapiú setzt er alles daran. Aber auch ihr Weg ist steinig. Immer wieder muss Tamanca entscheiden, wem er trauen und vertrauen kann und wem nicht. Und nicht immer trifft er die richtige Entscheidung...
Der Leser darf in diesem Buch die Lebenswege von Sina und Tamanca mit verfolgen, denn wie auch im ersten Band wechselt die Autorin im Laufe des Buches zwischen den beiden Zeitebenen. Dies gelingt Susanne Aernecke wieder vorzüglich, wodurch auch eine andauernde Spannung erhalten bleibt.
Alle Charaktere sind bis ins kleinste Detail ausgearbeitet und die Handlung schlüssig ausgefeilt. Auch in diesem Buch wird klar, wie sehr sich die Autorin mit der Geschichte der Handlungsorte und auch mit deren Ureinwohnern befasst hat. Auch ist für den Leser deutlich zu spüren, dass die Autorin sich nach einer besseren Welt sehnt, einer Welt die zusammen hält und nicht mehr von machtgierigen Menschen immer weiter zerstört wird.
Nachdem ich das Buch nun fertig gelesen habe, bin ich mir sicher, dass diese Amakuna-Saga auch mindestens einen dritten Teil haben wird. Darauf freue ich mich jetzt schon sehr.

Veröffentlicht am 03.05.2017

Etwas zu übertrieben und konstruiert

Sommer in St. Ives
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Lolas Großvater ist vor fast einem Jahr verstorben und nun sind sie, ihre zwei Geschwister Lynda und Luca und ihre Eltern Samantha und Ben von ihrer Großmutter Elvira nach St. Ives an der Küste Cornwalls ...

Lolas Großvater ist vor fast einem Jahr verstorben und nun sind sie, ihre zwei Geschwister Lynda und Luca und ihre Eltern Samantha und Ben von ihrer Großmutter Elvira nach St. Ives an der Küste Cornwalls eingeladen, wo sie den Sommer gemeinsam mit ihrer Familie verbringen will. Noch im Flugzeug nach Cornwall rätselt die Familie, was die Beweggründe der Großmutter sein könnten, die Familie für ganze sechs Wochen von München nach Cornwall zu bestellen. Die Großmutter empfängt sie in einem großen Herrenhaus mit großen Garten auf den Hügeln über dem malerischen Ort St. Ives. Lange muss die Familie auch nicht auf den Grund der Einladung warten. Schon am Tag nach ihrer Ankunft lässt die Großmutter nach einem Rockkonzert in einem Pub die Bombe platzen und stellt ihnen ihren zukünftigen Ehemann Sam vor, den sie beabsichtigt in wenigen Wochen zu heiraten. Die ganze Familie fühlt sich vor den Kopf gestoßen, vor allem Elviras Tochter Samantha. Die neue Situation überfordert die ganze Familie, es kommt während der Hochzeitsvorbereitungen zu handfesten Auseinandersetzungen, heftigen Aussprachen und erstaunlichen Enthüllungen...! Während sich die familiären Ereignisse überschlagen und immer verworrener zu werden scheinen, verliebt sich Lola in den attraktiven Chase. Dieser lenkt sie von den Streitigkeiten ab und ist ihr in schweren Momenten ein großer Halt. Aber Chase scheint ihr etwas verschwiegen zu haben und Lola ist sich nicht mehr sicher, ob ihre junge Liebe überhaupt eine Chance hat, denn nach der Hochzeit der Großmutter geht es für sie zurück nach München...
Die Geschichte ist in zwei Handlungsstränge unterteilt. Zum einen erzählt von Lola in der Gegenwart und zum anderen wird die Kennenlern- und Liebesgeschichte von Elvira und Sam erzählt. So bekommt der Leser einen guten Einblick in die komplette Lebensgeschichte von Elvira.
Ich fand die Handlung aber teilweise sehr konstruiert und abstrus. Außerdem waren mir die Stimmungen und Gemütszustände der handelnden Personen oft zu übertrieben. Auch die Formulierungen der erzählenden Protagonistin Lola war mir oft zu naiv und zu plauderhaft. Letzteres war sicherlich von der Autorin beabsichtigt, damit der Leser den Eindruck gewinnt, er bekommt das Erlebte von Lola direkt erzählt. Ich allerdings fand einige ihrer Äußerungen, Ausrufe und erwähnten Gemütszustände etwas nervig. Dies ist aber sicherlich Ansichtssache.
Das Buch war aber dennoch sehr locker und flüssig erzählt und es kam an keiner Stelle Langeweile auf. "Sommer in St. Ives" in ein Buch, das man lesen kann, aber meiner Ansicht nach nicht unbedingt muss. Aber als lockere Sommerlektüre durchaus geeignet.