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Veröffentlicht am 06.11.2017

Leider nicht ganz rund

Das Glück an Regentagen
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Für Mae bricht eine Welt zusammen, als sie von ihrem Verlobten, per handschriftlicher Nachricht auf ihrem Büroschreibtisch, verlassen wird. Doch damit noch nicht genug, denn ihr Verlobter war in korrupte ...

Für Mae bricht eine Welt zusammen, als sie von ihrem Verlobten, per handschriftlicher Nachricht auf ihrem Büroschreibtisch, verlassen wird. Doch damit noch nicht genug, denn ihr Verlobter war in korrupte Geschäfte verwickelt, weswegen auch Mae jetzt in den Fokus der Ermittlungen rückt. Mae weiß erst einmal nicht, wo sie jetzt hin soll. Doch dann kehrt sie in ihre Heimat zurück, nach Alexandria Bay an den St. Lawrence-Strom. Doch dort kann sie sich nicht erholen und abschalten, denn auch dort hat sich alles verändert: ihre Großmutter scheint nicht mehr sie selbst zu sein, ihr Großvater ist ins Motel gezogen und dann taucht auch noch ihre Jugendliebe Gabe auf. Statt zur Ruhe zu kommen und zu sich selbst finden zu können, wird Mae von ihrer und der Vergangenheit ihrer Großeltern und Eltern eingeholt.

Um das Buch herum strickt sich eine Liste von Dingen, die man im Regen tun kann - diese Liste hat einst Maes Mutter erstellt. Ein Punkt darauf: Die Menschen brauchen Liebesgeschichten! Ja, definitiv, auch ich...aber das war leider keine Liebesgeschichte nach meinem Geschmack.
Das Buch war zwar locker und flüssig zu lesen und der Handlungsort für mich wieder unfassbar interessant und faszinierend, aber leider konnte mich das Buch nicht wirklich fesseln. Die Geschichte an sich hätte viel mehr hergegeben, viel mehr Romantik, Liebe und Wärme...aber so kalt wie die Temperaturen am St. Lewrence-Strom waren, so kalt war auch die Stimmung im Buch. Ich bin mit den Personen einfach nicht warm geworden. Ich konnte viele Handlungen und Gedankengänge nicht nachvollziehen. 
Auch fand ich es teilweise, gerade am Anfang des Buches, etwas nervig, dass um alles so eine Geheimniskrämerei gemacht wurde, Andeutungen über Andeutungen. Klar sollten diese die Spannung im Buch aufbauen, aber es war mir doch zu gezwungen umgesetzt. Allerdings blieben auch viele Fragen an den Stellen offen, die nicht gleich geklärt wurden, sondern irgendwie bei mir zu Verwirrungen führten.
Auch die Wendungen im Buch kamen sehr plötzlich und wie schon erwähnt, nicht nachvollziehbar. Vielleicht liegt das auch an dem dünnen Büchlein, dass sich auf nur knapp 300 Seiten erstreckte. Vielleicht wäre es ratsam gewesen, einige Geschehnisse etwas ausführlicher zu schildern und mehr auszuschmücken. Dies hätte dem Buch sicher gut getan und die Geschichte nachvollziehbarer und runder gemacht.
Da es aber eine doch recht unterhaltsame und flüssig zu lesende Geschichte war, gebe ich hierfür, mit einem zugedrückten Auge, 3 von 5 Punkten. Ich kann hier keine Leseempfehlung aussprechen, aber auch nicht komplett von dem Buch abraten. Es ist sicher eine Geschmackssache.

Veröffentlicht am 30.10.2017

Eine kulinarische Reise durch Italien

Der Duft von Pinienkernen
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Greta und Katrin sind die allerbesten Freundinnen. Sie wohnen nicht nur zusammen, sondern sie betreiben auch gemeinsam eine florierende Nudelbar in München. Eines Tages gibt es in der Nudelbar einen ganz ...

Greta und Katrin sind die allerbesten Freundinnen. Sie wohnen nicht nur zusammen, sondern sie betreiben auch gemeinsam eine florierende Nudelbar in München. Eines Tages gibt es in der Nudelbar einen ganz besonderen Gast: ein Herr bestellt sich alle möglichen Gerichte, ohne sie aufzuessen. Greta und Katrin vermuten einen Mitarbeiter des Gesundheitsamtes. Aber dann steckt der Gast Greta eine Visitenkarte zu und outet sich als Verleger, der gern mit ihr zusammen ein Kochbuch herausbringen will. Greta ist völlig überrumpelt, verspricht dem Herrn allerdings, über dessen Angebot nachzudenken.
Kurz darauf kommt es zum Bruch zwischen Greta und Katrin, nachdem sich Stefan, Katrins Freund, an Greta rangemacht und einen schwachen Moment bei ihr ausgenutzt hat, denn Greta hat heimlich schon länger eine Schwäche für den Freund ihrer Freundin. Greta kann mit dem schlechten Gewissen nicht leben und will Katrin reinen Wein einschenken. Dies hat ihr allerdings Stefan schon abgenommen, was Greta vor Katrin in einem noch schlechteren Licht erscheinen lässt. Katrin zieht daraufhin aus der Wohnung aus und will die Nudelbar schließen und somit alle Verbindungen zu Greta abbrechen. Greta steht vor dem Scherbenhaufen ihrer Existenz: Job weg, die Wohnung in München kann sie nicht allein finanzieren und ihre beste Freundin hat sie auch verloren.
Greta bleibt nichts anderes übrig, als auf das Angebot mit dem Kochbuch zurückzukommen und sucht den Verleger, Herrn Frischmann, auf. Dort lernt Sie Christoph Schilling, den Fotografen für ihr Kochbuch, kennen. Nachdem Herr Frischmann Greta dargelegt hat, dass er sich unter dem Kochbuch eine buchstäbliche, kulinarische Reise durch Italien vorstellt, geht es auch bald schon für Greta auf nach Italien.
Auf dieser kulinarischen Reise durch Italien lernt Greta viele interessante und liebenswürdige Menschen kennen, die ihr nicht nur tolle neue Rezeptideen, Schauplätze und Küchen für ihre Kochfotos zur Verfügung stellen, sondern ihr auch helfen, den Weg zu sich selbst zu finden. Immer wieder stößt der vielbeschäftigte Christoph Schilling zu ihr, um neue Fotos und neue Rezepte und Produkte zu fotografieren. Der zuerst sehr in sich gekehrte, maulfaule und durch und durch professionelle Christoph, macht es Greta am Anfang nicht leicht mit ihm zusammen zu arbeiten. Aber langsam lernen sich die Beiden näher kennen und nähern sich nicht nur beruflich an.
Für mich als großen Italien-Fan war dies genau das richtige Buch. Zum einen waren da die vielen, bildhaften Beschreibungen der Schauplätze, wo man sich beim Lesen selbst an diesem Ort zu befinden schien. Dazu kam der Hunger und Appetit auf Bruscetta, Pasta, frisch gegrillten Thunfisch mit Rosmarienkartoffeln, und so weiter…denn die Gerichte die Greta zubereitete waren ebenfalls appetitanregend beschrieben. Aber am meisten berührt hat mich die Liebesgeschichte zwischen Greta und Christoph. Bis zur letzten Seite hat es hier mit dem Happy End gedauert und bis dahin durfte der Leser viele unfassbar romantische und zärtliche Annäherungen der Beiden mitverfolgen und lauerte die ganze Zeit auf den ersten Kuss…!
Ich spreche an dieser Stelle eine absolute Leseempfehlung für diesen Roman aus. Auch wenn ich leider einen Punkt abziehen muss, da es leider ein paar Kapitel gedauert hat, bis mich das Buch wirklich gepackt hatte. Aber das weiterlesen hat sich definitiv gelohnt, denn nach dem ersten Viertel des Buches hatte es mich bis zur letzten Seite in seinen Bann gezogen.

Veröffentlicht am 17.10.2017

Ein absolutes Must-read-Buch

Das saphirblaue Zimmer
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Hauptschauplatz dieses Buches ist ein großes, stattliches Herrenhaus mitten in Manhatten, New York City. Für drei junge Frauen ist dieses Haus und die Geschehnisse darin eng mit ihrem Schicksal und dem ...

Hauptschauplatz dieses Buches ist ein großes, stattliches Herrenhaus mitten in Manhatten, New York City. Für drei junge Frauen ist dieses Haus und die Geschehnisse darin eng mit ihrem Schicksal und dem ihrer Nachkommen verbunden.
Zum einen ist da die junge Olive, die 1892 als Dienstmädchen im Haus der angesehenen und reichen Familie Pratt lebt. Ihr Vater war einst der Architekt dieses Hauses. Allerdings hat ihm dieser Job nicht den erwarteten Reichtum gebracht, sondern ihn in den Selbstmord getrieben. Olive beginnt die Anstellung in diesem Haus, mit der Absicht, ihren Vater rächen zu können bzw. für Gerechtigkeit zu sorgen. Doch alles kommt anders, denn sie verliebt sich in den Sohn des Hauses und beginnt mit ihm eine heimliche Affäre.
Die nächste junge Frau ist die junge Lucy, die im Jahre 1920 in dem herrschaftlichen Haus, welches nun ein Pensionat für junge Damen ist, ein Zimmer bewohnt und als Anwaltsgehilfin bei der Kanzlei arbeitet, die die Unterlagen der Familie Pratt verwaltet. Lucy hat schon viel von dem Haus und der Familie Pratt gehört und vermutet, dass die Familie Pratt mehr mit ihr und ihrer Vergangenheit zu tun hat. Sie erhofft sich, in der Kanzlei Antworten auf ihre Fragen zu finden. Sie hat dort einen sehr attraktiven Chef, der ihr Herz höher schlagen lässt, aber auch ein mysteriöser Klient der Kanzlei verdreht ihr gehörig den Kopf.
Und die letzte junge Frau, die der Leser in diesem Buch kennen lernt, ist die Ärztin Kate, die im Jahre 1944 als Ärztin in dem großen Haus arbeitet, denn dieses ist nun in Kriegszeiten zu einem Krankenhaus umgebaut worden. Eines Tages kommt der Soldat Cooper als Patient in dieses Krankenhaus und erkennt in Kate eine ganz andere Frau. Kate und er nähern sich mit der Zeit an und kommen dem Geheimnis des Hauses, der Familie Pratt und auch ihrer eigenen Vorfahren auf die Schliche.
Was für ein wundervolles Buch! Ich nehme es an dieser Stelle gleich vorweg: dieses Buch erhält von mir 5 wohlverdiente Punkte. Ich habe selten ein Buch gelesen, dass mich über alle Seiten derart gefesselt und fasziniert hat.
Das Buch wurde von drei Autorinnen geschrieben, was ich am Anfang sehr skeptisch betrachtet habe. Ich hatte meine Zweifel, ob das alles so zusammen passen und schlüssig sein würde. Aber das war es meiner Meinung nach.
Das Buch ist durch und durch mit sogenannten "Spoilern" gepickt. Der Leser ahnt sofort, in welchem Verhältnis diese drei Frauen zueinander stehen. Die Kapitel handeln abwechselnd von Olive, Lucy und Kate und der Leser weiß dadurch, wohin sich die Lebensgeschichte der jeweils anderen Figur entwickeln wird. Man könnte meinen, dass dies dem Buch die Spannung nimmt, aber dies war absolut nicht der Fall. Eher im Gegenteil, denn man wollte unbedingt wissen, wie es dazu kommen wird. Außerdem endete jedes Kapitel sehr spannend und bevor man erfahren durfte, wie es jetzt bei dieser Figur weitergeht, "musste" man erst einmal zwei Kapitel über die zwei anderen Hauptpersonen lesen, welche wie schon erwähnt, ebenfalls spannend endeten. Auf diese Art baute sich eine Spannung und Neugier auf, die sich durch das komplette Buch zog, von der ersten bis zur letzten Seite.
Wie schon erwähnt, ich habe es sehr genossen, dieses Buch zu lesen und kann es jedem Fan von historischen Frauenromanen nur wärmstens empfehlen. Ein absolutes Must-read-Buch!

Veröffentlicht am 05.10.2017

Absolute Leseempfehlung

Am dunklen Fluss
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Ich war ja vom ersten Buch von Anna Romer, „Das Rosenholzzimmer“, schon total begeistert und konnte es kaum erwarten, ihr nächstes Werk zu lesen.
Wie schon der Vorgänger, erzählt sich „Am dunklen Fluss“ ...

Ich war ja vom ersten Buch von Anna Romer, „Das Rosenholzzimmer“, schon total begeistert und konnte es kaum erwarten, ihr nächstes Werk zu lesen.
Wie schon der Vorgänger, erzählt sich „Am dunklen Fluss“ ebenfalls in zwei Zeitepochen. In der Gegenwart lernt der Leser die junge Ruby Cardel kennen. Ruby dachte bisher, dass sie ein glückliches Leben führt, aber dann erwischt sie ihren Freund Rob beim Freundgehen und für sie bricht eine Welt zusammen. Kurzerhand nimmt Ruby die Einladung einer ehemaligen Nachbarin an, welche nun in Rubys ehemaligen Elternhaus Lyrebird Hill lebt. Ruby freut sich auf ein bisschen Abstand zu ihrem Liebeskummer, aber sie hofft vor Allem, ihre noch vorhandenen, großen Gedächtnislücken zu füllen. Vor vielen Jahren kam Rubys ältere Schwester Jamie angeblich bei einem Unfall ums Leben. Nur leider wurde nie aufgedeckt, was damals wirklich vorgefallen war. Ruby war damals zum Unfallzeitpunkt mit ihrer Schwester zusammen und ist die einzige Zeugin. Aber Ruby wurde an diesem Tag selbst schwer verletzt aufgefunden und leidet seither an einer Amnesie. Als Ruby in Lyrebird Hill ankommt, findet sie ihre ehemalige Nachbarin Esther aber nicht vor, sondern nur den attraktiven und symphytischen Pete, welcher Ruby die traurige Nachricht mitteilen muss, dass Esther in der vergangen Nacht leider verstorben ist. Ruby ist am Boden zerstört, da sie sich von Esther Hilfe bei der Aufarbeitung der Gedächtnislücken erhofft hat. Aber zum Glück entpuppt sich der gutaussehende Pete als Rubys Jugendfreund und mit jedem Tag der vergeht, erinnert sich Ruby an immer mehr Details. Erst sehr spät wird ihr bewusst, dass sie sich durch die Erinnerung selbst in höchste Gefahr bringt, denn es gibt Jemanden, der nicht will, dass Ruby sich erinnert…
Parallel wird die Geschichte von Brenna erzählt. Diese lebt 1898 mit ihrem Vater, ihrer Tante und ihrem Ziehbruder Owen in Lyrebird Hill. Zu ihrer Farm gehört ein großes Weideland auf dem sich ein Reservat der Aborigines befindet. Brenna ist eng mit den Aborigine-Frauen befreundet und sucht diese immer wieder auf. Eines Tages erfährt Brenna, dass ihr Vater in sehr großen finanziellen Schwierigkeiten steckt. Brenna willigt dem Vorschlag von Carsten Whitby, dem Geschäftspartner und Freund ihres Vaters, ein, ihn zu heiraten und ihm einen Sohn zu schenken, während dieser die Schulden ihres Vaters begleicht. Dies ist im ersten Moment für Brenna kein großes Opfer, denn sie hat selbst schon seit längerer Zeit ein Auge auf den attraktiven Freund ihres Vaters geworfen. Nachdem Brenna ihn allerdings geheiratet hat und mit ihm auf sein Anwesen Brayer House nach Tasmanien gegangen ist, muss sie feststellen, dass Carsten alles andere als ein liebevoller, fürsorglicher Ehemann ist. Carsten zieht sich sehr zurück, ist geschäftlich viel unterwegs und sucht Brenna nur gelegentlich nachts auf, um ihre eheliche Pflicht einzufordern, was allerdings auch alles andere als liebevoll geschieht. Aber Brenna ist zum Glück nicht allein in Brayer House. Sie schließt eine sehr enge Freundschaft mit Carstens Schwester Adele und verliebt sich heimlich in Carstens Angestellten Lucien. Nachdem Carsten hinter Brennas wahre Abstammung und auch die Liebe zwischen Brenna und Lucien kommt, eskaliert die Situation vollkommen und es geht um Leben oder Tod…
Ich habe diesen Roman, wie auch „Das Rosenholzzimmer“ wieder verschlungen. Ich habe dieses Buch mit großen Erwartungen zur Hand genommen und wurde in keinster Weise enttäuscht.
Ich mochte beide Handlungsstränge sehr. Ruby und Brenna sind zwei sehr gut und liebevoll ausgearbeitete, charismatische junge Frauen, denen immer wieder große Steine in den Weg geräumt werden. Doch beide erweisen sich als stark genug, um an diesen Herausforderungen zu wachsen und letzten Endes auch zu überleben. Auch die anderen handelnden Figuren waren sehr gut und detailliert ausgearbeitet. Zum Ende, nahm dieses eigentlich schon von Seite 1 an spannende Buch nochmal richtig Fahrt auf und es fiel mir sehr schwer, es aus der Hand zu legen.
Auch die landschaftlichen Beschreibungen, die ich schon im ersten Buch so gekonnt und bildhaft beschrieben fand, kamen hier nicht zu kurz, langweilten aber auch nicht.
Anna Romer hat hier wieder einen sehr kurzweiligen und spannenden Thriller-Roman geschrieben, für den ich sehr gern 5 volle Punkte gebe und wieder eine absolute Leseempfehlung ausspreche.

Veröffentlicht am 12.07.2017

Ich hatte mir mehr davon versprochen

The Couple Next Door
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Um dieses Buch wurde ja ein sehr großer Hype gemacht und es wurde überall angepriesen. Da ich sehr gern mal einen guten Thriller lese, kam ich an diesem Buch natürlich auch nicht vorbei.
In "The Couple ...

Um dieses Buch wurde ja ein sehr großer Hype gemacht und es wurde überall angepriesen. Da ich sehr gern mal einen guten Thriller lese, kam ich an diesem Buch natürlich auch nicht vorbei.
In "The Couple Next Door" lernen wir das junge Ehepaar Anne und Marco Conti kennen. Beide leben in einem Häuschen in einer schönen Wohnhaussiedlung und sind junge Eltern der kleinen Cora. Eines Abends werden sie von ihren Nachbarn Chythia und Graham zu einer Geburtstagsfeier eingeladen. Da die Nachbarn aber ungern das Baby dabeihaben wollen und die Babysitterin leider kurzfristig absagen musste, entscheiden sich die Contis, die kleine Cora allein in ihrem Bettchen zu lassen. Mit dem Babyfon bewaffnet gehen sie auf die Feier der Nachbarn, schauen aber halbstündlich abwechselnd nach Cora. Als sie kurz nach Mitternacht denn endlich Beide in ihr Haus zurückkehren, steht die Haustür einen Spalt offen und das Babybettchen ist leer. Dies ist ein absoluter Albtraum für das junge Paar, denn zusätzlich zu dem Verlust ihrer Tochter, müssen sie auch noch mit dem darauffolgenden Presserummel und bösen Anfeindungen der Bevölkerung zurechtkommen. Außerdem rücken auch Anne und Marco selbst ins Visier der Polizei, die bei der recht dürftigen Beweislage und vieler Ungereimtheiten herauszufinden versucht, was in der Nacht des Verschwindens von Cora wirklich vorgefallen ist.
Die Story erzählt sich aus den verschiedenen Perspektiven der handelnden Personen, wodurch von Kapitel zu Kapitel eine gute Spannung aufgebaut wird. Bis kurz nach der Mitte des Buches habe ich auch sehr interessiert und gespannt gelesen, leider wurde die Geschichte ab der Hälfte bis zum Ende des Buches dann leider recht langatmig. Irgendwie ergaben sich immer neue Situationen, immer neue Entwicklungen, immer neue Erkenntnisse, die dann in aller Ausführlichkeit behandelt wurden, wodurch dann von Kapitel zu Kapitel die Spannung leider zu leiden begann. Dennoch ist man die ganze Zeit über extrem gespannt, wohin sich diese Entführungsgeschichte entwickeln wird und wer mit welchem Beweggrund dahintersteckt. Die Auflösung kommt dann leider recht früh und wird dann bis zum Ende des Buches noch künstlich ausgedehnt, wodurch dann auch kaum noch Spannung aufkommt, mit Ausnahme der letzten Seite, wo noch einmal etwas völlig Unvorhergesehenes und völlig Unnötiges passiert, was dem Leser dann viele Fragen aufwirft, die er nicht mehr beantwortet bekommt.
Ich muss ehrlich sagen, dass ich mir doch etwas mehr von diesem Buch versprochen hatte, zumal es auch so sehr mit "Der Bestseller aus England und den USA" angepriesen wurde. Schade, denn die Geschichte an sich ist echt gut und man hätte mit einer besseren Reihenfolge der Kapitel bzw. Entwicklungen sicher mehr draus machen können. Aus diesen Gründen kann ich dem Buch auch nur 3 von 5 Punkten geben.