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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.06.2019

Ich hatte mir mehr versprochen

Als die Tage nach Zimt schmeckten
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Das Buch ist in mehrere Abschnitte unterteilt, diese wiederum in einzelne Kapitel. Die einzelnen Abschnitte erzählen eines wichtigen Lebensabschnitt einer der Hauptpersonen. Dadurch bekommt der Leser einen ...

Das Buch ist in mehrere Abschnitte unterteilt, diese wiederum in einzelne Kapitel. Die einzelnen Abschnitte erzählen eines wichtigen Lebensabschnitt einer der Hauptpersonen. Dadurch bekommt der Leser einen umfassenden Überblick über die Hauptpersonen, deren Beweggründe und auch die Familienverhältnisse.

Es wird sehr schnell klar, dass das Leben im Iran kein Zuckerschlecken war und noch immer nicht ist und dass es besonders Frauen sehr schwer hatten und haben. Man ist immer der Willkür des Gesetzes ausgeliefert.

Ich hatte mich sehr auf das Buch gefreut und auf eine Geschichte gehofft, die mich an den Ort des Geschehens bringt - nicht zu den unschönen Seiten, sondern dass ich ein Gefühl für das Flair und auch die Schönheit des Landes bekomme. Die Autorin hat sich da auch sehr bemüht, durch die intensiven Beschreibungen des landestypischen Essens und der vielen Gewürze und auch durch Beschreibungen der Landschaft. Allerdings wollte in meinem Kopf kein Bild entstehen.

Auch die Personen blieben für mich teilweise nicht greifbar. Einige Handlungen und Entscheidungen konnte ich einfach nicht nachvollziehen. Außerdem plätscherte das Buch zeitweise doch sehr vor sich hin ohne je einen wirklichen Höhepunkt zu erreichen.

Dennoch war es einmal etwas ganz Anderes und man hat ein gewisses Feeling für das beschwerliche Leben im Iran bekommen. Deshalb vergebe ich gute 3 Punkte.

Veröffentlicht am 21.05.2019

Ein teilweise heilloses Durcheinander

Das Gemälde der Tänzerin
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Helena Saxer ist alleinerziehende Mutter von Zwillingen im Teenageralter. Leider ist sie arbeitslos und ihr bleibt nichts anderes übrig, als die Stelle als Zimmermädchen in einem Hotel anzunehmen, deren ...

Helena Saxer ist alleinerziehende Mutter von Zwillingen im Teenageralter. Leider ist sie arbeitslos und ihr bleibt nichts anderes übrig, als die Stelle als Zimmermädchen in einem Hotel anzunehmen, deren Besitzern sie eigentlich für immer aus dem Weg gehen wollte und sollte.

Helena wird schnell mit der Suche nach einem seit vielen Jahren verschollenen Gemälde konfrontiert und verstrickt sich dabei immer mehr in die Vergangenheit, sowohl die des Gemäldes, als auch ihre eigene.

Das Buch wird in zwei Zeitebenen erzählt und so lernt der Leser auch Lydia und ihre Schwester Hedi kennen, die nach dem Tod ihrer Eltern ihr Glück in der Stadt suchen und ebenfalls als Zimmermädchen in dem Hotel arbeiten, in dem viele Jahre später auch Helena arbeitet. Auch Lydia und Hedi wurden damals mit dem Gemälde konfrontiert.

Ich habe mich sehr auf das Buch gefreut, weil die Handlung spannend zu werden versprach. Allerdings hat sich das Buch und die Handlung teilweise zäh gezogen und man wurde mit so vielen verschiedenen Personen konfrontiert, die alle irgendwie miteinander in Bezug auf dieses Gemälde verstrickt waren. Es fiel mir schwer, Zusammenhänge und Verwandschaftsverhältnisse im Laufe der Handlung nachvollziehen zu können, da half leider auch das dem Buch beigefügte Personenregister nichts. Außerdem fand ich die Charaktere zu einfach herausgearbeitet, es schien nur die Guten und die Bösen zu geben.

Aber ich habe schon weitaus schlechtere Bücher gelesen und zeitweise konnte mich dieses Buch doch etwas packen, somit vergebe ich gute 3 von 5 Punkten.

Veröffentlicht am 06.02.2019

Eine spannende Familiengeschichte

Ein Sommer in Irland
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Caroline ist geschieden und alleinerziehende Mutter einer pubertierenden Tochter. Entsprechend gespannt ist oft das Verhältnis zwischen Mutter und Tochter. Gerade was die Feriengestaltung anbelangt gibt ...

Caroline ist geschieden und alleinerziehende Mutter einer pubertierenden Tochter. Entsprechend gespannt ist oft das Verhältnis zwischen Mutter und Tochter. Gerade was die Feriengestaltung anbelangt gibt es wieder ordentlich Streit. Da erscheint das Angebot von Carolines Chef, dem Inhaber eines Antiquitätengeschäfts, den Sommer in Irland zu verbringen, wie ein Segen. Caroline soll dort ein altes, wertvolles Buch erwerben, welches sich in einem alten Castle befinden soll und gleichzeitig die Zeit für sich und ihre Tochter Kim nutzen, um sich wieder anzunähern. Nach anfänglichen Schwierigkeiten und einer zuerst permanenten Ablehnhaltung von Kim, kommen Beide doch gut in dem fremden Land an und sich wieder näher. Allerdings werden Carolines Nachforschungen nach dem alten Buch von den Dorfbewohnern nicht gern gesehen. Ihr wird nicht nur offensichtliche Ablehnung entgegen gebracht, sondern sie wird auch bedroht. Aber Carolines Ergeiz und auch Interesse für die Geheimnisse die das alte Castle umgeben sind geweckt.

Caroline stößt dabei auf einen alten Roman, der die Geschichte der jungen Amy erzählt. Caroline ist tief berührt von Amys Lebensgeschichte und entdeckt einen Zusammenhang zu ihrer eigenen Vergangenheit. Doch je mehr Caroline in diese Geschichte eintaucht und dem Geheimnis des Castles näher kommt, umso mehr schweben sie und Kim in immer größerer Gefahr.


Das war mein erstes Buch von Ricarda Martin und sicherlich nicht mehr Letztes. Ich habe den flüssigen und spannenden Schreibstil sehr genossen. Es wurde eine stetige Spannung aufgebaut. Man wollte als Leser selbst, so schnell wie möglich, hinter das Geheimnis des Castles kommen. Außerdem litt man auch mit der jungen Amy mit, die es in ihrem jungen Leben nicht leicht hatte und man sich fragte, wie ein Mensch das alles, was sie durchleiden musste, ertragen kann.


Allerdings wurde das Buch zum Ende zu immer unglaubwürdiger. Es führten wirklich viele recht unrealistische Zufälle zu der Auflösung der großen Familiengeschichte. Das hat mich dann leider doch etwas gestört, weswegen ich bei der Bewertung leider ein Pünktchen abziehen muss.

Veröffentlicht am 29.01.2019

Anders als erwartet

Im Licht des Polarsterns
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Nach dem frühen Tod seiner Frau, entscheidet sich Floras Vater dafür, seine kleine Tochter nicht in ein Internat zu stecken, sondern mit sich auf große Walfänger-Fahrt in die Arktis zu nehmen. Für Flora ...

Nach dem frühen Tod seiner Frau, entscheidet sich Floras Vater dafür, seine kleine Tochter nicht in ein Internat zu stecken, sondern mit sich auf große Walfänger-Fahrt in die Arktis zu nehmen. Für Flora steht daher sehr zeitig fest, dass auch ihre eigene Zukunft in der faszinierenden Welt aus Eis liegt. Sie setzt alles daran, beruflich den Weg als Polarforscherin einzuschlagen. Doch Ende des 19. Jahrhunderts ist es gar nicht so einfach, sich als Frau in so einer Männerdomäne zu behaupten. Aber sie schafft es, dank ihres Mannes, der sie bei ihrem Traum unterstützt, als Leiterin eines Forscherteams wieder in die Arktis zu reisen. Doch dort passiert etwas, was hätte nicht passieren dürfen: Flora verliebt sich in einen Polarforscher aus einem Konkurrenzforscherteam. Wird diese Liebe ihre beruflichen Ziele gefährden?


Die Autorin hat es auf wirklich eindrucksvolle Weise geschafft, dem Leser die Arktis sehr bildhaft zu beschreiben. So dass man sich beim Lesen beneihe selbst vor Ort fühlte. Das Eis, die Lichtverhältnisse und die unberührte Natür wurden zauberhaft in Worte gefasst. Auch die Lebensumstände der Eskimos wurden glaubhaft dargestellt. Die diesbezügliche Recherche ist wirklich bemerkenswert.


Das ist allerdings aber auch schon das Einzige, was ich an dem Buch lobend erwähnen kann. Ich hatte mir bei der Kurzbeschreibung des Buches unter der Geschichte irgendwie etwas anderes vorgestellt. Ich fand das Buch zeitweise etwas mühsam zu lesen, speziell wenn es um die Forschungsarbeiten ging. Am meisten gestört hat mich allerdings, dass das Sex in dem Buch derart intensiv thematisiert wurde. Ich hatte den Eindruck, dass es manchmal mehr um die zwischenmenschlichen Beziehungen und den darin ständig stattfindenden Geschlechtsakt ging, als um die Forschungsarbeiten. Das hat mich leider sehr gestört und ich hatte das beim Kauf des Buches so auch absolut nicht vermutet.


Ich hatte sehr lange überlegt, ob ich 2 oder 3 Punkte vergebe. Aber ich habe wirklich schon schlechtere Bücher gelesen und die Recherchearbeit und sehr gelungene bildhafte Naturbeschreibung der Autorin haben mich dann zu wohlwollenden 3 Punkten veranlasst.

Veröffentlicht am 09.01.2019

Eines der besten Bücher, die ich je gelesen habe

Animant Crumbs Staubchronik
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Die junge Animant Crumb hat nur Bücher im Kopf und steckt ihre Nase in jeder freien Minute in eines ihrer geliebten Bücher. Sehr zum Missfallen ihrer Mutter, denn die hat nur eines im Sinn: den perfekten ...

Die junge Animant Crumb hat nur Bücher im Kopf und steckt ihre Nase in jeder freien Minute in eines ihrer geliebten Bücher. Sehr zum Missfallen ihrer Mutter, denn die hat nur eines im Sinn: den perfekten Ehemann für ihre Tochter zu finden. Doch diese vergrault einen Anwärter nach dem Anderen.

Doch dann ergibt sich die Möglichkeit eine Stelle als Bibliothekarsassistentin in London anzunehmen. Auch hier ist Animants Mutter strickt dagegen, doch Animant kann sich durchsetzen und tritt die Stelle wenig später an.

In London lebt sie bei ihrem Onkel und ihrer Tante und lernt hier den charmanten und gut aussehenden Mr. Boyle kennen. In der Bibliothek hat sie es zuerst sehr schwer, sich zu behaupten, da ihr Vorgesetzter, Mr. Reed, sehr mürrisch und launisch ist. Aber Animant lässt sich nicht unterkriegen und schafft es Stück für Stück mit ihrem Chef warm zu werden...


Den Tipp zu diesem Buch habe ich von meiner Schwester bekommen, die es mir mit den Worten "Eines der besten Bücher, die ich je gelesen habe" wärmstens ans Herz gelegt hat. Und ich kann ihr nur danken für diesen Buchtipp, denn es ist tatsächlich auch eines der besten Bücher, die ich jemals gelesen habe. Fans von Jane Austen kommen hier komplett auf ihre Kosten.

Die Geschichte plätschert zwar ohne wirkliche Höhepunkte einfach so vor sich hin, dass tut der Spannung allerdings keinerlei Abbruch. Ich habe es gehasst, das Buch wegen anderen Tätigkeiten aus der Hand legen zu müssen und konnte es immer kaum erwarten, endlich weiter lesen zu können.

Als hoffnungslose Romantikerin habe ich es sehr genossen, die zarten Annäherungen von Animant und ihrem Auserwählten (nein, ich werde hier nicht spoilern) mit zu verfolgen.

Das Ende hätte ich mir allerdings ein wenig romantischer vorgestellt und war da einen kleinen Moment enttäuscht. Allerdings tut dies dieser traumhaft schönen Geschichte keinen Abbruch und das Buch bekommt von mir vollkommen verdiente 5 Punkte.


Ich hoffe, Lin Rina schreibt noch weitere Bücher dieser Art, denn ihr bisheriges Portfolio beinhaltet bisher nur richtige Fantasy-Romane, was leider nicht mein Genre ist. Auch Animant Crumbs Staubchronik wird in der Rubrik Fantasy gelistet, was meiner Meinung nach ein großer Fehler ist.