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Veröffentlicht am 24.01.2021

Kann es bei einer Zwei-Parteien-Demokratie überhaupt eine Mitte geben?

Amerika im Kalten Bürgerkrieg
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+ + Zu viel Trump - zu wenig amerikanische Lebenswirklichkeit + +

Ich interessiere mich sehr für Politik und lese auch gerne Bücher von Politikern verschiedener Parteien. Bei diesem Buch haben mich ...

+ + Zu viel Trump - zu wenig amerikanische Lebenswirklichkeit + +

Ich interessiere mich sehr für Politik und lese auch gerne Bücher von Politikern verschiedener Parteien. Bei diesem Buch haben mich Titel und Cover neugierig gemacht. Torben Lütjen, den ich bis zu diesem Buch nicht kannte, ist Politikwissenschaftler. Er lehrt an der Vanderbilt University / USA.

Der Einstieg ins Buch hat mir gut gefallen. Herr Lütjen beginnt mit seinen ersten Eindrücken und Erfahrungen in Nashville. Das fand ich gut.
Danach wurde es für mich allerdings recht zäh, weil es fast nur um die gegenseitige Ablehnung von Anhängern/Mitgliedern der beiden großen Parteien, Republikaner und Demokraten, ging und der Autor selber kein Geheimnis über seine tiefe Verachtung der Person des ( Stand Jan. 2021 – ehemaligen ) US-Präsidenten Donald Trump machte. Für die republikanische Partei hat er nicht viel Verständnis und für ihre Anhänger noch viel weniger. Das Kapitel über die demokratische Partei fand ich sehr interessant. Er vergleicht die Haltungen und Positionen der Clinton-Ära, die überhaupt nicht mehr zum heutigen Zeitgeist der Partei passen würden ( z.B. Lewinsky-Affäre – metoo ) und macht die zwei Hauptströmungen der Partei, social politics oder identity politics , deutlich. Mit Joe Biden ist ein Vertreter der identity politics ins Weiße Haus gezogen.

Im letzten Kapitel habe ich eine Idee für eine Politik der Mitte erwartet, aber dann ging es nochmal über die Person Donald Trump. Die Vergleiche mit Napoleon III oder dem deutschen Kaiser Wilhelm II konnte ich weder nachvollziehen noch waren sie hilfreich für ein Verständnis der amerikanischen Gesellschaft.

Auf den letzten Seiten wagt der Autor einen Blick auf den Mittwoch, 20.Januar 2021, Washington, D.C. Er hat das Drehbuch fast perfekt vorhergesehen. Das fand ich schon fast unterhaltsam.

Ich hatte andere Erwartungen an das Buch, weil ich mehr über eine Politik der 'Mitte' und die Probleme der „Durchschnitts-Amerikaner“ erfahren wollte. Durch das Buch von Bernie Sanders „Unsere Revolution“ habe ich diesbezüglich mehr erfahren können.

Wer die tiefe Ablehnung der Person Donald Trump mit dem Autor teilt, kann sich mit diesem Buch herrlich empören.

Nach diesem Buch stelle ich mir einmal mehr die Frage: Warum halten die Amerikaner an ihrem Zwei-Parteien-System fest und welche Inhalte bräuchte eine neue Bewegung?

Veröffentlicht am 19.01.2021

1418 - - Wölfe sorgen für Angst und Wahn in Freiburg [ Band 6 ]

Die Wölfe vor den Toren
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+ + 1418, Freiburg - - ein harter Winter schränkt das Freiburger Leben ein, Wölfe kommen in die Nähe der Stadt und ein Mörder geht um + +

Ich bin ein Fan der Serafina-Reihe und habe mich sehr auf den ...

+ + 1418, Freiburg - - ein harter Winter schränkt das Freiburger Leben ein, Wölfe kommen in die Nähe der Stadt und ein Mörder geht um + +

Ich bin ein Fan der Serafina-Reihe und habe mich sehr auf den neuesten Fall der Armenapothekerin ( ehemalige Begine ) gefreut. Man kann diese Geschichte gut ohne Vorkenntnisse lesen. Gleich am Anfang des Buches gibt es ein umfangreiches Personenregister, damit können sich Neueinsteiger ein gutes Bild über die verschiedenen Charaktere machen und bei Bedarf nachschlagen.

Einen großen Teil der Erzählung nimmt diesmal der harte Winter 1417/1418 und das Auftauchen von Wölfen in der Nähe der Stadt ein. Das fand ich mindestens genauso interessant wie die Krimihandlung an sich. Die Autorin zeigt die Sorgen und Nöte der einfachen Bevölkerung und der Handwerker auf, die sich durch die Kälte ergeben haben. z.B. Brennholzmangel, eingefrorene Mühlräder, Notschlachtungen der Tiere aufgrund Futtermangel,...

Die Krimihandlung war gut konstruiert und die Auflösung hat mich überrascht. Aufgrund der teils sehr kurzen Kapitel und der flüssigen Schreibweise der Autorin habe ich dieses Buch sehr schnell gelesen, fast schon zu schnell.

Das Ende der Geschichte war schön und ich hoffe natürlich, dass wir noch mehr von Serafina und ihrer Familie zu lesen bekommen.

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Veröffentlicht am 12.01.2021

Vom Klosterschüler zum Gotteskrieger

Der Krieger des Herrn
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+ + 1190/1191 - - Ritterspiele, Privatfehden, Kreuzzug/Wallfahrt, Belagerung/Eroberung von Akkon - - Schöne Geschichte !!!! + +

Ich habe schon mit großer Begeisterung das erste Buch von Tom Melley ...

+ + 1190/1191 - - Ritterspiele, Privatfehden, Kreuzzug/Wallfahrt, Belagerung/Eroberung von Akkon - - Schöne Geschichte !!!! + +

Ich habe schon mit großer Begeisterung das erste Buch von Tom Melley "Die Gebote des Templers" gelesen und daher war die Vorfreude auf dieses Buch sehr hoch. Chronologisch spielt "Der Krieger des Herrn" vor dem ersten Buch "Die Gebote des Templers". Man kann die Bücher aber auch unabhängig voneinander lesen.

Hier in diesem Buch geht es hauptsächlich um die Ritter Walter von Westereck und Hartung von Scharfenberg, die wichtige Nebenrollen in "Die Gebote des Templers" gespielt haben. Walter ist der Zweitgeborene aus dem Haus Westereck. Er wurde erst im Kloster und dann von einem Ritter als Knappe ausgebildet. Im Verlauf der Handlung erfahren wir viel über die Prinzipien des Adels und des Rittertums, begleiten die Protagonisten zu Turnieren und auf der beschwerlichen Reise ins Heilige Land. Natürlich gibt es auch eine Liebesgeschichte, die aber nicht im Zentrum der Handlung steht.

Tom Melley hat die fiktive Romanhandlung mit historischen Persönlichkeiten wie König Richard (Löwenherz) aus England, König Philipp II aus Frankreich, den Herzog Leopold V. aus Österreich und den Sarazenenführer Saladin verwoben. Dadurch wurde die Erzählung greifbarer und ich konnte mir vorstellen, dass es wirklich so gewesen sein könnte.

Der Autor hat einen sehr angenehm zu lesenden Schreibstil, mit dem er Szenen/Situationen gut beschreiben kann, ohne sich in Details zu verlieren.

Da das Ende recht offen bleibt, denke ich, dass wir uns auf eine Fortsetzung der Reihe freuen dürfen.

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Veröffentlicht am 12.01.2021

Mehr als nur Aufräumen

Magic Cleaning
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+ + Die Philosophie der KonMari-Methode gefällt mir - - "Besitze nur, was dich wirklich glücklich macht" + +

Dieses Buch habe ich schon lange im Auge, weil ich mich gerne mit fernöstlichen Philosophien ...

+ + Die Philosophie der KonMari-Methode gefällt mir - - "Besitze nur, was dich wirklich glücklich macht" + +

Dieses Buch habe ich schon lange im Auge, weil ich mich gerne mit fernöstlichen Philosophien ( TCM, Feng-Shui,.. ) und Lebensführung beschäftige. Mir ist bewusst, dass der Wohnraum auch 'energetisch' Einfluss auf die Bewohner nimmt und ich bin davon ausgegangen, dass dieses Buch auch auf die energetische Ebene eingeht. Dieser energetische Aspekt zieht sich wie erwartet wie ein roter Faden durch das Buch und wer sich darauf einlässt, kann viel über sich selber erfahren.


Die KonMari-Methode ist eigentlich ganz einfach:

1. In einem Rutsch in relativ kurzer Zeit, alles was einen nicht glücklich macht aussortieren und entsorgen/verkaufen

2. Für den Rest einen Aufbewahrungsort festlegen und die Sachen immer an diesen Platz zurücklegen.

Hört sich einfach an, hat aber auch seine Tücken und die zeigt Marie Kondo anhand eigener Erfahrungen und Klientenberichten auf.

Durch die intensive Beschäftigung mit seinem Besitz und der Kernfrage "Macht mich dieses Teil glücklich?" trainiert man sein Urteilsvermögen und seine Entscheidungsfähigkeit. Das sind wichtige Eigenschaften, die man im Alltag gut brauchen kann.

Das Buch ist gut und flüssig zu lesen und dank der zahlreichen persönlichen Geschichten auch praxisnah und unterhaltsam.

Veröffentlicht am 06.01.2021

Interessant, wie viel man mit wenigen Worten sagen kann

Die Analphabetin
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+ + Kurzweilig und trotzdem sehr berührend - - Ich werde mir die Autorin noch genauer anschauen + +

Ich hab dieses kleine Büchlein in einer Fundgrube entdeckt. Der Klappentext hat mich neugierig gemacht. ...

+ + Kurzweilig und trotzdem sehr berührend - - Ich werde mir die Autorin noch genauer anschauen + +

Ich hab dieses kleine Büchlein in einer Fundgrube entdeckt. Der Klappentext hat mich neugierig gemacht. Die Autorin war mir bis jetzt völlig unbekannt.

Agota Kristof ( 1935-2011) wurde in Ungarn geboren und floh 1956 mit ihrem Mann in die Schweiz. Dort landete sie im französisch sprechenden Teil und musste sich der neuen Sprache stellen.

In diesem Büchlein erzählt sie kurze Episoden aus ihrem Leben, die ein sehr deutliches Bild dieser interessanten Frau zeichnen.

Ich werde mir in nächster Zeit ihre Werke besorgen, weil mir Stil und Sprache sehr gut gefallen. Diese Frau hat was zu sagen.

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