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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.11.2019

Mensch oder Maschine ? - Transhumanistische Dystopie mit Tiefgang

Die Unvollkommenen
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*Ist eine hochtechnologische Gesellschaft, geführt durch eine KI, eine erstrebenswerte Zukunft?*

Ich kenne den Vorgängerband „Die Optimierer“ nicht und empfehle den wirklich vorher zu lesen. Obwohl alles ...

*Ist eine hochtechnologische Gesellschaft, geführt durch eine KI, eine erstrebenswerte Zukunft?*

Ich kenne den Vorgängerband „Die Optimierer“ nicht und empfehle den wirklich vorher zu lesen. Obwohl alles gut erklärt wird, hatte ich manchmal das Gefühl, dass mir was fehlt. Im Vorgängerband war die Hauptprotagonistin Lila, Anführerin einer Rebellengruppe. Diesen rebellischen Geist hat sie in diesem Buch nur noch zum Teil. Sie wird nach 5 Jahren Verwahrung, das heißt sie ist 5 Jahre im künstlichen Koma gelegen, geweckt und sie bekommt die Chance auf Bewährung. Es braucht seine Zeit bis sie sich in der stark weiterentwickelten Gesellschaft zurechtfindet. Menschenähnliche Roboter leben Tür an Tür mit Menschen, die in das KI-System vollkommen integriert sind und es gibt Menschen, die sich verweigern und als Unvollkommene bezeichnet werden.

Dieses Buch lebt nicht von einer spannenden Heldenreise der Protagonisten. Es fordert die Leser zum Nachdenken heraus. Wie viel persönliche Freiheit bin ich bereit aufzugeben, für Bequemlichkeit und schnelle Hilfe durch Technik? Ist eine zentralistische Organisation wünschenswert? …

Die Autorin hat einen sehr angenehmen Schreibstil, dank dem sich das Buch wirklich gut lesen lässt.

Ein Extralob verdient das Cover. Ich finde es sehr aussagekräftig. Es zeigt einen sich auflösenden Menschen oder aus einer anderen Perspektive gesehen, Puzzleteile, die sich zu einem Menschen ( Roboter / Cyborg) zusammenfügen.

Veröffentlicht am 24.11.2019

Der neue 'Kalte Krieg' fordert die Geheimdienste heraus - - Spannender Spionagethriller

Der russische Spion
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*Gabriel Allon wird auch in seinem 18. Einsatz nicht müde*
Ich bin mit den Bänden 16 und 17 in diese Agentenreihe eingestiegen und entwickle mich zum Fan. In diesen beiden Bänden ging es um die Gefahr ...

*Gabriel Allon wird auch in seinem 18. Einsatz nicht müde*
Ich bin mit den Bänden 16 und 17 in diese Agentenreihe eingestiegen und entwickle mich zum Fan. In diesen beiden Bänden ging es um die Gefahr durch islamistischen Terror.
Hier in dieser Geschichte schickt der Autor den israelischen Geheimdienst, mit ihrem legendären Direktor/Agenten Gabriel Allon, und den britischen Auslandsgeheimdienst MI6 in eine heikle Mission. Sie suchen einen Doppelagenten, der für die Russen spioniert. Die Geschichte hat einen historisch interessanten Hintergrund. Sie orientiert sich an Kim Philbys Leben und Arbeiten, ergänzt mit einer fiktiven Geschichte. Das hat mir sehr gut gefallen. Herr Silva packt die Romanhandlung sehr geschickt in die aktuelle Weltpolitik und daher könnten für manche Leser die Grenzen fließend sein. Statt neuester Technik, nutzen die Agenten diesmal tote Briefkästen, klassische Beschattungen und verschiedene Identitäten. Spionage nach der alten Schule.

Was mir nicht gefallen hat, war die Anmerkung des Verfassers am Ende des Buches. Er macht darin deutlich, dass es sich um einen Unterhaltungsroman handelt und es auch so gelesen werden soll. Da bin ich ganz bei ihm. Einige Absätze später macht er seine persönliche Haltung gegenüber Russland und ihrem Präsidenten deutlich. Das fand ich unpassend und gerade nach so einer emotionalen Romanhandlung, schon fasst meinungsbildend. Dafür ziehe ich einen Punkt von der Bewertung ab.

Veröffentlicht am 21.11.2019

Guter Krimi, der nebenbei für die Probleme der französischen Austernzüchter sensibilisiert

Winteraustern
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*Luc Verlain ermittelt zum 3. Mal in seiner alten Heimat*
Im Frühjahr habe ich den Thriller „Zara und Zoë“ von Alexander Oetker gelesen und dadurch diesen Autor für mich entdeckt. Obwohl ich nicht unbedingt ...

*Luc Verlain ermittelt zum 3. Mal in seiner alten Heimat*
Im Frühjahr habe ich den Thriller „Zara und Zoë“ von Alexander Oetker gelesen und dadurch diesen Autor für mich entdeckt. Obwohl ich nicht unbedingt der große Frankreich-Fan bin, kann ich durch seine Geschichten ein Spur französischer Lebensart fühlen, die mir gefällt. Ich habe mir die Geschichte angehört. Dadurch war dieses Erleben noch intensiver, weil Frank Arnold die französischen Namen und Orte sehr schön ausgesprochen hat.

Zum Inhalt möchte ich nicht viel sagen, um nichts vorwegzunehmen. Der Klappentext fasst es perfekt zusammen. Die Auflösung ist sehr emotional und überraschend für mich gewesen.

Ich kenne die ersten beiden Bände „Retour“ und „Chateau Mort“ noch nicht, werde das aber nachholen. Die Geschichte endet mit einer persönlichen Überraschung für Luc, die auf eine Fortsetzung hindeutet. Ich würde mich auf jeden Fall freuen.

Veröffentlicht am 21.11.2019

eine tiefsinnige Geschichte, die zum Nachdenken anregt

LaPax
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*Mit Hoffnung, Glaube und Liebe im Herzen, schickt eine Oma ihre Enkel auf eine riskante Reise*

Die Geschwister Seven, Ray und Mini gehören zu einer Minderheit in der modernen Gesellschaft, die ganz nach ...

*Mit Hoffnung, Glaube und Liebe im Herzen, schickt eine Oma ihre Enkel auf eine riskante Reise*

Die Geschwister Seven, Ray und Mini gehören zu einer Minderheit in der modernen Gesellschaft, die ganz nach dem Vorbild von „Schöne Neue Welt“ gestaltet ist. Sie wurden natürlich gezeugt und auf natürlichem Weg geboren. Daher werden sie abfällig als die „Natürlichen“ beschimpft und ausgegrenzt.

Das System will die Natürlichen mit immer mehr Nachdruck integrieren. Clara, die Großmutter der Kinder, hat durch einen Landstreicher von einer Stadt gehört, in der man frei leben kann. Getragen von der Hoffnung, dass diese Stadt wirklich existiert, schickt sie die Kinder auf eine riskante Reise.

Auf dieser Reise lernen die Kinder viel über sich selbst und sie müssen sich nach und nach von den Prägungen des „Systems“ befreien.

Da die Autorin einen theologischen Hintergrund hat, finden sich in diesem Buch einige tiefsinnige Impulse und Gedanken, die zur Reflexion anregen. Das hat mir besonders gefallen.

Veröffentlicht am 20.11.2019

Zauberhaft und inspirierend - - Mehr als ein einfacher Gartenratgeber

Das Wissen der Weleda Gärtner
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Weleda ist ein führender Hersteller von Naturkosmetik und anthroposophischen Heilmitteln. In diesem wunderschön gestalteten Buch bekommen wir Einblicke in ihre Philosophie. Es ist kein klassischer Gartenratgeber, ...

Weleda ist ein führender Hersteller von Naturkosmetik und anthroposophischen Heilmitteln. In diesem wunderschön gestalteten Buch bekommen wir Einblicke in ihre Philosophie. Es ist kein klassischer Gartenratgeber, sondern ein Buch voller Impressionen und Inspirationen.

Da es kein Inhalts- oder Stichwortverzeichnis gibt, kann man nicht gezielt etwas nachschlagen, sondern man 'schlendert' eher durch das Buch oder lässt sich treiben.

Ich schlage immer willkürlich eine Seite auf und lass mich überraschen.

Es gibt schöne Beschreibungen zu einzelnen Heilpflanzen und zahlreiche Impulse für einen biodynamischen Garten.