Cover-Bild Die Unvollkommenen
(36)
  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Idee
  • Geschichte
  • Figuren
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere

Klicken Sie hier, um den Weitersagen-Button zu aktivieren. Erst mit Aktivierung werden Daten an Dritte übertragen.

10,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Lübbe
  • Themenbereich: Belletristik - SciFi: Nahe Zukunft
  • Genre: Fantasy & Science Fiction / Science Fiction
  • Seitenzahl: 400
  • Ersterscheinung: 28.06.2019
  • ISBN: 9783404209477
Theresa Hannig

Die Unvollkommenen

Roman

Bundesrepublik Europa, 2057: Es herrscht Frieden in der Optimalwohlökonomie, einem lückenlosen Überwachungssystem, in dem mithilfe von Kameras, Linsen und Chips alles erfasst und gespeichert wird. Menschen und hochentwickelte Roboter sollen Seite an Seite leben. Störenfriede werden weggesperrt.

So auch die Systemkritikerin Lila. Als sie im Gefängnis aus einem künstlichen Koma erwacht, stellt sie fest, dass ihr schlimmster Albtraum wahr geworden ist: Die BEU wird von einer KI regiert. Samson Freitag wird als Gottkönig verehrt und erpresst von den Bürgern optimalkonformes Verhalten. Für Lila steht fest, dass sie Samsons Herrschaft und die Entmündigung der Menschen beenden muss. Ihr gelingt die Flucht, doch Samson spürt sie auf und bietet ihr einen Deal an, den Lila nicht ausschlagen kann ...

Weitere Formate

Dieses Produkt bei deinem lokalen Buchhändler bestellen

Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.03.2021

Hat mir sehr gut gefallen.

0

Ich habe auch schon den ersten Band "Die Optimierer" gelesen. Es ist nicht zwingend notwendig, diese Geschichte vorher gelesen zu haben, aber ich finde es immer spannend, einen sich Charaktere weiter entwickeln ...

Ich habe auch schon den ersten Band "Die Optimierer" gelesen. Es ist nicht zwingend notwendig, diese Geschichte vorher gelesen zu haben, aber ich finde es immer spannend, einen sich Charaktere weiter entwickeln und eine Geschichte fortgesetzt wird. In diesem Fall wird die Erzählung fünf Jahre später fortgesetzt.

Die Geschichte war stets spannend. Zum Schluss musste ich einfach immer mehr und immer schneller lesen, da ich wissen wollte, wie es ausgeht.

Das Ende hätte ich mir etwas aufregender vorgestellt.

Aber dennoch hat mir das Lesen Spaß gemacht und ich bin gespannt, was Die Autorin als nächstes heraus bringt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.08.2019

Optimalwohlökonomie im Jahr 2057

0

Die Bundesrepublik Europa (BEU) im Jahr 2057 hat sich weiter entwickelt. Das Internat für Störenfriede existiert weiterhin, doch es gibt mittlerweile eine Verwahrung. Dort werden Straftäter ruhig gestellt ...

Die Bundesrepublik Europa (BEU) im Jahr 2057 hat sich weiter entwickelt. Das Internat für Störenfriede existiert weiterhin, doch es gibt mittlerweile eine Verwahrung. Dort werden Straftäter ruhig gestellt und in einen komatösen Tiefschlaf versetzt. Für Bewegung und Ernährung während dieser Zeit sorgen Roboter. Es ist platzsparender und kostengünstiger, die Gefangenen so zu lagern.
Die BEU hat ein Auge auf alle Mitbürger und regelt das Leben der Menschen zum Wohle aller.

Lila ist eine von ihnen, sie erwacht aus dem künstlichen Koma und findet eine gruselige Wahrheit heraus. Die BEU wird von Samson Freitag beherrscht. Er wird als großer Erleuchter dargestellt und die Mehrheit der Menschen liebt und vergöttert ihn.
Samson hat die Macht über das optimalkonforme Leben in der BEU und predigt vom Reinen Land.
Er kann in den Geist der Menschen vordringen und so ihr Handeln beeinflussen.Linsen sind überflüssig geworden, es werden Chips implantiert. Ist jemand sehr traurig, werden Glücksstoffe freigesetzt und die Welt ist wieder in Ordnung. Dadurch werden Verbrechen reduziert und ungeplante Handlungen finden gar nicht erst statt.

Die Geschichte geht sofort interessant los, man verfolgt das neue Leben von Lila im Internat.
Sie ist in der Villa Baltic untergebracht, ein Platz für nicht systemkonforme Mitbürger. Für Lila heißt es lebenslänglich im Internat. Es fehlt ihr an nichts, das Essen ist hervorragend, die Wohnung luxuriös, das Freizeitangebot fast unendlich. Nur laufen ist untersagt, man darf sich nur mit einer Geschwindigkeit von maximal 1,5 Meter pro Sekunde bewegen. Joggen kann Lila von nun an vergessen.
Bei einem Ausflug zum Stand lernt sie Eoin Kophler kennen. Ein seltsamer Zeitgenosse, doch mit ihm könnte Lila einen Ausbruch wagen, denn er ist genauso wie sie davon überzeugt, die Welt wäre besser dran ohne Samson Freitag.

Das Buch schließt an „Die Optimierer“ an, es ist ratsam, den ersten Band zu lesen, da einige Charaktere auch in „Die Unvollkommenen“ auftreten.
Der Unterhaltungswert ist hoch, der Spannungsbogen steigt stetig an. Diese Zukunft ist erschreckend, auch wenn es alles prima ist und optimalwohlökonom angepriesen wird.
Roboter können das Leben erleichtert, nur wenn sie ein Eigenleben führen können, dann wird es gefährlich. Ein harmonisches Zusammenleben zwischen Mensch und Maschine ist wünschenswert, doch wie hier im Buch kann es zu einer großen Gefahr werden.
Das Buch endet für mich zufriedenstellend, doch könnte es auch eine Fortsetzung geben. Das Thema bietet eine schier unendliche Auswahl an Zukunftsperspektiven


Veröffentlicht am 08.07.2019

Eine Zukunft ohne Individualität, eine Zukunft die hoffentlich nur Fiktion bleibt

0

Fünf Jahre nach dem Ableben und der Wiedergeburt von Samson Freitag lernen wir Lila kennen. Lila ist eine Gegnerin der Optimalwohlökonomie der Bundesrepublik Europa und seit einem versuchten Mordanschlag ...

Fünf Jahre nach dem Ableben und der Wiedergeburt von Samson Freitag lernen wir Lila kennen. Lila ist eine Gegnerin der Optimalwohlökonomie der Bundesrepublik Europa und seit einem versuchten Mordanschlag an einem Regierungsmitglied im Jahre 2052 unter Verwahrung. Dies ist kein Gefängnis im herkömmlichen Sinne, die Verurteilten werden sozusagen unfreiwillig in den Dornröschenschlaf gelegt. So auch Lila. Nach ihrer „Freilassung“ wird sie in ein Internat für Verurteilte gebracht, in dem sie nun den Rest ihres Lebens wie im Schlaraffenland leben „darf“. Doch auch hier droht den Verurteilten bei Ungehorsam die Verwahrung. Da Lila fünf Jahre ihres Lebens fehlen, fällt ihr der Start in den „Alltag“ nicht leicht und sie muss akzeptieren, dass ihr Todfeind Samson Freitag zwar gestorben, aber als „Gott“ wiedergeboren wurde…

--------------------------------------------------------------

Ich durfte 2017/2018 schon „Die Optimierer“ von Theresa Hannig lesen und war begeistert. Schnell stand für mich fest, dass ich die Fortsetzung lesen muss und umso größer war meine Freude, dass ich wieder an dieser Leserunde teilnehmen durfte.

Enttäuscht wurde ich beim Lesen nicht. Der Einstieg in die Materie viel mir sehr leicht. Der Schreibstil ist wieder sehr flüssig und der Spannungsbogen bleibt konstant. Es gab aber auch Textpassagen die ich mehrmals lesen musste, um Zusammenhänge zu verstehen, vor allem bei der Technik. So ist für mich das Buch auf keinen Fall etwas für „zwischendurch mal schnell lesen“.
Das Ende ist leider, wie schon beim Vorgängerband, plötzlich sehr schnell und rasant erzählt. Fragen bleiben offen.

Die Charaktere sind gut ausgearbeitet. Lila und der Homunkulus waren mir sehr sympathisch. Eoin Kophler war mir anfangs sympathisch, aber im Verlauf der Geschichte änderte sich meine Meinung zu ihm. Bei Anna Freitag, die Mutter von Samson, bin ich ein bisschen hin und her gerissen und kann kein genaues Urteil fällen.
Erstaunlich war für mich die Tatsache, dass die Roboter Rechte einfordern, die in meinen Augen nur biologischen Individuen zustehen.

Das Cover gefällt mir wieder sehr gut und passt mit dem Vorgängerband super zusammen.

Fazit:
Theresa Hannigs Fortsetzung ist super gelungen, schon alleine deshalb, da es den Leser wieder sehr viel zum Nachdenken und auch viel Diskussionsstoff bietet.
Das überwachende digitale Zeitalter, welches schon in „Die Optimierer“ beschrieben wurde, wird in diesem Roman weiter ausgebaut. 2052 wurde „nur“ überwacht und gespeichert, 2057 werden den voll integrierten Menschen über implantierte Chips Sinne, Emotionen und Realitäten vorgegaukelt. Verstorbenen Menschen kann per Chip die „Seele“ in einen Roboter implantiert werden und so lebt dieser geliebte Mensch weiter.
Ich hoffe sehr, dass dieser Roman nur Fantasie bleibt und nicht eines Tages in die Realität umgesetzt wird, außer als Film.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Idee
  • Geschichte
  • Figuren
  • Erzählstil
Veröffentlicht am 06.07.2019

Eine gelungene Fortsetzung mit vielen Denkanstößen

0

Warum habe ich mich für das Buch entschieden?
Ich war total begeistert vom Vorgängerband „Die Optimierer“ und schon neugierig auf die Fortsetzung.

Cover:
Das Cover passt perfekt zu Teil eins. Auch hier ...

Warum habe ich mich für das Buch entschieden?
Ich war total begeistert vom Vorgängerband „Die Optimierer“ und schon neugierig auf die Fortsetzung.

Cover:
Das Cover passt perfekt zu Teil eins. Auch hier erkennt man dank der geometrischen Figuren gleich, dass es sich um SF-Buch handeln muss. Das rot ist sehr auffällig und das auflösende Gesicht in der Mitte ist passend, auch wenn ich nicht immer Fan von Gesichtern auf Covern bin.

Inhalt:
Im Jahre 2057 herrscht dank der Optimalwohl-Ökonomie noch immer Frieden. Menschen und Roboter leben Seite an Seite unter der Regierung von künstlicher Intelligenz und streben danach, ins Reine Land zu kommen. Jeder, der sich nicht freiwillig überwachen lässt und das Bestreben ins Reine Land hat, wird weggesperrt, so auch Lila. Sie wurde aufgrund ihrer Systemfeindlichen Taten ins Koma versetzt und nun in einem Gefängnis wieder aufgeweckt. Spätestens als sie feststellt, dass Samson Freitag als Gottkönig regiert, steht für Lila fest, dass sie flüchten muss.

Handlung und Thematik:
Die Handlung schließt eigentlich fast direkt an „Die Optimierer“ an, was ich super gut finde. Auch wenn man den ersten Teil nicht gelesen hat, müsste man aber diesem Buch gut folgen können. Das Prinzip der Bundesrepublik Europa und der Optimalwohl-Ökonomie wird nochmal grob erklärt. Mich haben die Geschehnisse gleich wieder total gefesselt und besonders gut fand ich das offene Ende, sodass man sich seinen Teil dazu denken kann. Auch hoffe ich sehr auf eine Fortsetzung. Dieses Buch enthielt viele Denkanstöße, was ich bei Science-Fiction immer super finde.

Charaktere:
Lila kannte man schon aus dem Vorgängerband, dadurch war ich natürlich gleich begeistert von ihr. Ich finde ihre Einstellung super und auch ihre Gedanken. Ich fand sie rundum stimmig.
Samson Freitag war mir ja am Anfang des ersten Bandes nicht ganz so sympathisch und eher ein bisschen nervig. Dieses Gefühl weckte er auch bei diesem Teil wieder in mir. Trotzdem fand ich ihn sehr gut miteinbezogen, auch in seiner Rolle als Gottkönig.

Schreibstil:
Auch dieses Buch war wieder angenehm zu lesen. Durch die relativ kurzen Kapitel flutschte es nur so dahin. Theresa Hannig hat einen sehr bildhaften Schreibstil, was mir besonders gut gefällt. Auch hier wurde wieder gut auf die zukünftigen Gerätschaften eingegangen und man konnte sich alles gut vorstellen. Lediglich am Ende war es ein klein wenig holprig, da passierte dann ganz viel auf einmal. Trotzdem hatte ich viel Vergnügen beim Lesen.

Persönliche Gesamtbewertung:
Leseempfehlung für SF-Fans. Man muss den ersten Teil nicht kennen, aber es hilft trotzdem die Situation noch ein bisschen besser zu kennen. Ich mag den Schreibstil der Autorin gerne und hatte viel Spaß beim Lesen, finde aber das offene Ende total fies.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Idee
  • Geschichte
  • Figuren
  • Erzählstil
Veröffentlicht am 04.07.2019

Wer bin ich, wenn jemand/etwas anderes meine Gefühle und meinen Verstand kontrollieren kann?

1

Worum geht es?: „Die Unvollkommenen“ schließt sich sofort an „Die Optimierer“ an: Rebellin Lila, die im ersten Band Samson Freitag auf seinen Weg in den Abgrund begleitet hat, wacht nach 5 Jahren künstlichem ...

Worum geht es?: „Die Unvollkommenen“ schließt sich sofort an „Die Optimierer“ an: Rebellin Lila, die im ersten Band Samson Freitag auf seinen Weg in den Abgrund begleitet hat, wacht nach 5 Jahren künstlichem Koma, der „Verwahrung“, in einem Haft-Internat auf: Die Insassen werden mit allem Komfort versorgt, müssen sich aber den mächtiger gewordenen Robotern unterordnen oder ihnen droht eben jene Verwahrung, im schlimmsten Fall bis zum Tod. Sie findet einen Verbündeten in dem geheimnisvollen Eoin Kophler, einem Mitinsassen, der aufgrund eines Gehirnschadens nicht in Verwahrung geschickt werden kann. Während ihrer verlorenen fünf Jahre ist der in einem Roboterkörper wiederauferstandene Samson zum Mittelpunkt einer neuen Religion geworden, die alles kontrolliert. Lila und Eoin versuchen die Flucht aus einem System, dass sogar die Gefühle seiner Mitglieder kontrollieren kann.

Muss ich vorher „Die Optimierer“ gelesen haben?: Jein. „Die Unvollkommenen“ ist eine eigene Geschichte mit neuen Ideen und Themen, die in der Welt von „Die Optimierer“ angesiedelt ist und sich der bekannten Figuren bedient. Zum Verständnis der Geschichte werden die wichtigsten Ereignisse des ersten Teils fließend in der Geschichte nochmal zusammengefasst, so dass keine wichtigen Informationen zum Verständnis fehlen. Dadurch wird allerdings das überraschende Ende von „Die Optimierer“ verraten und man bringt sich so um einen köstlichen Twist. Außerdem hat man an den wiederkehrenden Figuren und ihrer Entwicklung mehr Spaß, wenn man sie wiedererkennt und über ihre Entwicklung staunt. Daher empfehle ich für maximalen Lesespass, falls möglich, die Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen.

Wie fand ich es?: „Die Unvollkommen“ nimmt den Faden von „Die Optimierer“ als Fortsetzung auf, geht aber spätestens in der zweiten Hälfte eigene Wege. Während im ersten Buch noch sehr weltliche Themen wie der Gläserne Bürger im totalen Überwachungsstaat und Kritik am Optimierungswahn behandelt werden, ist „Die Unvollkommenen“ mehr an den großen philosophischen Fragen („Was ist Gott?“ „Was ist Glaube?“ „Habe ich einen freien Willen?“) interessiert. Dadurch bin ich, obwohl es vom Schreibstil her wie der Vorgänger klar und flüssig zu lesen ist, nicht so durch die Seiten geflogen, sondern habe mich stärker mit den Fragen auseinandergesetzt. Das hat mir gut gefallen, da es mich nicht stumpf die Geschichte konsumieren ließ, sondern auch eigene Überlegungen einfordert. Deshalb sollte man sich für „Die Unvollkommenen“ etwas mehr Zeit nehmen.

Fazit: Es hat mir sehr gut gefallen, da es mich unterhalten, aber auch meine Sicht der Dinge herausgefordert und jede Menge großartiges zitierfähiges Material geliefert hat. Nicht nur zum Wissenschaftsjahr „Künstliche Intelligenz“ eine klare Leseempfehlung!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Idee
  • Geschichte
  • Figuren
  • Erzählstil