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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.07.2021

Sehr spannender Auftakt

Neon Birds
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Ein Virus aus Nanobots, ein gescheitertes Experiment, verwandelt die Menschen in emotionslose hochfunktionale Zombies. Die Nanobots lernen und die Mojas werden von Generation zu Generation besser, gefährlicher, ...

Ein Virus aus Nanobots, ein gescheitertes Experiment, verwandelt die Menschen in emotionslose hochfunktionale Zombies. Die Nanobots lernen und die Mojas werden von Generation zu Generation besser, gefährlicher, effizienter - tödlicher! Die Menschen versuchen die Mojas in Sperrzonen von sich fernzuhalten, aber sie haben einen Weg gefunden. Der Kampf zwischen Moja und Menschen wird unausweichlich und mittendrin kämpfen Luke, Flover, Okijen und Andra um das Überleben der Menschheit.

Den Einstieg fand ich super. Es startet actionreich, ich war gleich mittendrin und das Kopfkino lief auch direkt mit. Der Schreibstil hat mir gut gefallen. Die Details werden nur langsam eingestreut, immer wieder kommen neue Informationen, die die Welt, die die Autorin geschaffen hat, ein Stück weiter vervollständigen.

Das World Building mochte ich auch sehr gerne. Wir befinden uns im Jahr 2021, die technologischen Fortschritte gepaart mit den erzwungenen Einschränkungen wegen des Virus, sind eine geniale Mischung. In der Sperrzone befinden sich ca 4 Millionen Mojas. Die Dimensionen sind schon krass.

Die Mojas sind auch total gut ausgearbeitet. Sie entwickeln sich weiter, was echt beunruhigend ist, denn sie waren ohnehin schon schneller, stärker und schlauer als die nicht modifizierten Menschen.

Unsere Held:innen müssen sich nicht nur den Mojas entgegen stellen, sondern auch noch irgendwelchen Terroristen. Es gibt da nämlich noch eine Sekte, die den KAMI Virus als Gott verehren. Ob sie aber wirklich mit all dem etwas zu tun haben, ist nicht sicher.

Einzig mit den Figuren konnte ich nicht viel anfangen. Ich mochte sie, sie waren auch einigermaßen authentisch, aber ich habe keine Connection zu ihnen aufbauen können. Die Beziehung zueinander waren nicht so gut ausgearbeitet und ich konnte auch keine Charakterentwicklung erkennen.

Es wird aus vier Perspektiven erzählt. Luke hält sich aus irgendeinem Grund versteckt und ist untergetaucht. Von seinen Eltern wird er sogar für tot gehalten. Was hat er für ein Geheimnis?

Und Flover hat eine Psycho-Mutter, die ihn versucht dazu zu bringen, etwas zu sein, was er nicht ist. Die beiden sind Mitbewohner und studieren zusammen an derselben Uni. Er und Luke sind beste Freunde, aber gespürt habe ich das irgendwie nicht, auch wenn es ständig gesagt wurde.

Okijen ist ein hochrangiger Wunder-Soldat, dessen Körper technisch verbessert wurde. Ihn fand ich am wenigsten greifbar.

Andras Rolle in der ganzen Geschichte ist für mich noch unklar, aber irgendwie vermute ich, dass sie eine Schlüsselrolle hat.

Die Welt ist brutal, genau wie die Menschen, die sie bevölkern. Die Umstände haben sie so geformt. Manchmal hat mich ihr unbarmherziges Handeln schockiert. Es muss häufig kurzer Prozess gemacht werden. Keine Zeit für Mitgefühl. Zögern kann tödlich sein.

Ich hatte das Gefühl, der Fokus lag auf der Spannung und auf der Action und nicht auf Charakterentwicklung. Das war aber nicht so schlimm, das Buch hatte auch so ein starken Sog.

Das Ende hat mich völlig fertig gemacht, es war so nervenaufreibend. Es passierte so viel und so schlimm und überraschend und schockierend und spannend und :D

Das Buch endet mit ungefähr 500 Cliffhangern auf einmal. Ich bin richtig gespannt, wie es in Teil zwei mit unseren Held:innen weitergeht. So viel Potential, dass alles den Bach runtergeht!!

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Veröffentlicht am 23.07.2021

Der Anfang war vielversprechend, doch konnte das Buch das Versprechen leider nicht halten…

Kronenkampf. Geschmiedetes Schicksal
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Beim Kronenkampf soll festgestellt werden, wer gerade der oder die Stärkste magisch Begabte unter den Kupfernen oder den Eisernen ist. Denn nur die stärksten und mächtigsten Magiebegabten sind bestimmt, ...

Beim Kronenkampf soll festgestellt werden, wer gerade der oder die Stärkste magisch Begabte unter den Kupfernen oder den Eisernen ist. Denn nur die stärksten und mächtigsten Magiebegabten sind bestimmt, das Land zu regieren. Eigentlich wollte Fiana nie Teil des Kronenkampfes sein, hat ihr Leben lang ihre Geheimnisse vor aller Augen hüten können, doch plötzlich und unerwartet nimmt sie selbst daran teil und ihr dunkelstes Geheimnis droht aufzufliegen.

Der Einstieg in die Geschichte, ein kurzes Ritual und ein großes buntes Fest, hat mir sehr gut gefallen. Die Atmosphäre war mystisch und auch wenn ich zu dem Zeitpunkt noch gar keinen Durchblick hatte, wurde ich von der Geschichte gefangen genommen. Der Anfang war vielversprechend, doch konnte das Buch das Versprechen leider nicht halten…

Ich kam sehr schnell durch die Seiten, der Schreibstil lässt sich angenehm lesen, fühlt sich authentisch an. Zu Fiana hatte ich schnell eine Connection und ich mochte sie eigentlich ganz gerne. Sie schien selbstbewusst und nicht einfach alles mit sich machen zu lassen, weiß sich zu wehren. Ein dunkles Geheimnis umgibt sie und mir war lange Zeit nicht klar, worin es bestand. Dieses Geheimnis bringt sie dazu, ständig zu wiederholen, dass sie den Kronenkampf auf keinen Fall gewinnen will. Sie wünscht sich in einer Endlosschleife, zu verlieren und betont immer wieder, dass sie sich nicht zur Königin eignet. Das war so ermüdend, bis mich ihr zunächst sympathisches Wesen am Ende einfach nur noch genervt hat.

Eine hochbegabte Magierin, die den Kronenkampf auf keinen Fall gewinnen will. Ich hab’s ihr irgendwann auch einfach nicht mehr abgekauft... „Ich will doch nur alle vor meinen Kräften schützen blabla...“ Am Ende kann sich dann aber doch plötzlich erstaunlich schnell und unaufgeregt mit ihrem Schicksal abfinden. Es wurde am Ende tatsächlich nachvollziehbar, warum sie sich so verhalten hat. Genervt hat’s mich bis dahin aber trotzdem.

Ich konnte mit Fiana insgesamt dann doch nicht so viel anfangen. Ständig macht sie das Richtige und was "schicklich" ist. So selbstlos und stellt sich immer zurück. Meeeeh... Ne ^^ Die Connection, die ich am Anfang zu ihr aufgebaut hatte, hab ich relativ schnell verloren.

Kayden fand ich auch erst sympathisch und später eher anstrengend. Kupfernen und Eisernen ist es verboten, sich zu vereinen. Aus ihrer Verbindung kann etwas Furchtbares entstehen. Man kann sich in einen Dragen verwandeln oder sterben. Beides keine sehr angenehmen Vorstellungen, aber leider kann man sich nicht aussuchen, in wen man sich verliebt. Das Love Interest war von Anfang an zum Scheitern verurteilt und ich war tatsächlich gespannt, wie die Autorin das auflösen würde.

Die Idee, die Welt und die Auflösung waren echt cool und der Kronenkampf um den Eisenthron auch einigermaßen spannend. Allgemein fand ich die Welt und die Art der Menschen (und der Magiebegabten), zu leben sehr interessant. Ich wollte wissen, was es mit den Dragen auf sich hat und mit den beiden verschiedenen Arten von Magie. Die Geschichte hätte aber gerne etwas aufregender erzählt werden können. Zwischendurch wurde es meiner Ansicht nach grundlos künstlich in die Länge gezogen. Der Spannungsbogen war eher flach.

Am Ende konnte mich das Buch nicht ganz überzeugen. Ich mochte die meisten Figuren nicht und habe mich an einigen Stellen einfach gelangweilt. Für die außergewöhnliche Idee und die Auflösung der gesamten Story konnte ich mich aber begeistern, weswegen ich das Buch unter den aufgezählten Vorbehalten schon weiterempfehlen kann.

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Veröffentlicht am 18.07.2021

Mein Lieblingsteil der Reihe

Muse of Nightmares - Das Geheimnis des Träumers
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Sarai hat den Sturz aus der Zitadelle nicht überlebt und ihr Geist ist jetzt an Minya gebunden. Lazlo hat sie doch gerade erst gefunden und jetzt ist sie ein Geist. Außerdem muss er auch erstmal mit seiner ...

Sarai hat den Sturz aus der Zitadelle nicht überlebt und ihr Geist ist jetzt an Minya gebunden. Lazlo hat sie doch gerade erst gefunden und jetzt ist sie ein Geist. Außerdem muss er auch erstmal mit seiner neu entdeckten wahren Herkunft zurechtkommen. In Weep und in der Zitadelle herrschen Trauer, Wut, Angst und Chaos.

Interessanter Weise beginnt dieser Teil mit zwei bisher unbekannten Figuren, Nova und Kora. Sie leben ein erdrückendes und trauriges Leben. Aber immerhin haben sie einander. Sie warten auf die Mesarthim. Die sollen sie retten aus diesem Loch, in dem sie leben müssen. Sie hoffen, von ihnen erwählt zu werden, wie ihre Mutter damals. Wie ihre Geschichte mit der von Lazlo und Sarai zusammenhängt, bleibt lange unklar. Immer wieder wird die Geschichte von Weep von der ihren unterbrochen und auch ihr Schicksal geht an die Nieren und wird für unsere liebgewonnen Protas später noch wichtig.

Dieser Band spielt überwiegend in der Zitadelle. Denn Lazlo befindet sich nun dort und untersteht ebenso wie Sarai unter Minyas Befehlsgewalt, weil diese ja die Kontrolle über Sarai hat. Und nun will Minya, dass Lazlo sie mit seinen neu entdeckten Kräften unterstützt, ihre Rache zu bekommen. Lazlo muss sich zwischen den Menschen im Dorf und dem Mädchen, das er liebt, entscheiden. Die Art wie Lazlo liebt, das ist so schön. Es ist so ganz und kompromisslos. Die beiden passen so perfekt zueinander. Aber Minya und ihre bodenlose Rachsucht steht ihnen im Wege.

Ich fand diesen Band so spannend. Lazlo ist in so einer schlimmen Zwickmühle und Minya verfällt irgendwie vollends dem Wahnsinn. Sie will Blut sehen und ihr ist kein Mittel zu schade, um ihre Rache zu bekommen. Ihre Geschwister sind verängstigt und gezwungen, sich gegen sie zu stellen. Aber sie stehen noch in ihrer Schuld, denn damals hat sie die Kinder aus dem Säuglingstrakt gerettet. Außerdem sitzt Minya am längeren Hebel, sie ist zu mächtig… Wie kann man sie aufhalten?

Ein großer Teil der Geschichte beschäftigt sich mit Minyas Vergangenheit, die auch die Vergangenheit der anderen ist, aber sie ist die Einzige, die sich erinnert und immernoch leidet.

Die Figur Minya ist so faszinierend. Es wäre zu einfach von ihr zu behaupten, sie sei böse. Sie ist wütend und voller Hass, der sich aber aus Liebe und Sorge und Hilflosigkeit heraus entwickelt hat. Das Mädchen ist gruselig und ich hab echt Angst vor Minya, aber man kann die Figuren dieses Buches nicht einfach in Gut und Böse aufteilen, auch wenn Minya echt nah dran ist :D es ist auch schwer, sie nicht als das abgrundtief Böse zu sehen, weil sie selbst auch nur eine Schwarz-Weiß-Sicht hat und blind vor Wut ist. Aber der Autorin ist es hervorragend gelungen, die Motive aller Charaktere gut nachvollziehbar darzustellen. Das war ja das Schlimme :D Man will sie hassen, aber man kann es nicht. Dieses Buch hat mich echt in ein emotionales Chaos gestürzt!!

Dieser Teil hat mir besonders gut gefallen und ist eine enorme Steigerung zu den Vorgängerbänden, die auch schon so unglaublich gut waren! Ich kann es kaum erwarten, zu erfahren, wie die Schicksale der neu eingeführten Figuren mit unseren altbekannten Held:innen zusammenhängt, wie Weep vor Minyas Zerstörungswut bewahrt werden kann und wie Lazlo und Sarai doch noch glücklich zusammen sein können.

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Veröffentlicht am 18.07.2021

Endlich angekommen im Grishaverse!

Goldene Flammen
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Alina Starkov wächst ohne Eltern auf und verbringt ihre Kindheit zusammen mit ihrem besten und einzigen Freund Mal in einem Waisenhaus. Sie hat scheinbar keine nennenswerten Begabungen oder Talente und ...

Alina Starkov wächst ohne Eltern auf und verbringt ihre Kindheit zusammen mit ihrem besten und einzigen Freund Mal in einem Waisenhaus. Sie hat scheinbar keine nennenswerten Begabungen oder Talente und arbeitet als Kartographin in der Ersten Armee. Als sie mit Mal und der gesamten Besatzung in Lebensgefahr gerät, zeigen sich plötzlich ihre versteckten und sehr seltenen Kräfte und so wird sie vom einen Tag auf den anderen vom unsichtbaren Mädchen zur Hoffnungsträgerin eines ganzen Königreichs. Auf einmal findet sie sich in einem ihr bisher völlig verwehrten glanzvollen Leben wieder und trägt die Last einer ganzen Welt auf ihren Schultern.

Gleich zu Beginn des Buches war ich mittendrin. Ich fand es von Anfang an aufregend. Es passiert so viel und so spannend und man blickt noch gar nicht durch. Man spürt nur eine Unruhe und dass irgendwas ganz und gar nicht stimmt.

Das World Building fand ich klasse. Ich kann die allgemeine Begeisterung für das Grishaverse sehr gut nachvollziehen. Auch der Schreibstil hat mich gleich gefesselt. Ich konnte mir ein klares Bild von der Welt und den Figuren machen, die ich im Übrigen authentisch und sympathisch fand.

Die Geschichte wird aus Alinas Perspektive erzählt. Ich konnte ich gut leiden. Alle erwarten von ihr, dass sie die Welt verändert, sie rettet. Sie ist plötzlich das Symbol der Hoffnung und wird teilweise sogar angebetet. Aber kein Druck :D Alina selbst sieht nichts Besonderes in sich, sie hat ja nicht mal etwas von der Macht in ihr geahnt. Sie kann sie nicht mal eigenständig hervorrufen, wie soll sie denn da die Welt retten können? Trotzdem sieht der Dunkle etwas in ihr. Er tut alles, um die Macht in Alina zu entfesseln. Sie sticht nicht sonderlich aus dem Sumpf der Jugendbuchheldinnen hervor, aber ich finde, sie hat extrem viel Potential, sich in eine Richtung zu entwickeln, die sie zu einer ganz besonderen Protagonistin werden lässt, die im Gedächtnis bleibt. Auf ihre Entwicklung in den Folgebänden freue ich mich mit am meisten.

Es gibt einige interessante Figuren in diesem Buch. Der Dunkle hat diese mystische und - wer hätte es erwartet - dunkle Ausstrahlung und hat trotzdem was Sympathisches. Ich habe ihn kein bisschen durchschaut und bin auch am Ende des Buches nicht schlauer. Das fand ich sehr gelungen. Ich will noch mehr über ihn erfahren, mehr darüber, wer er wirklich ist oder war und wie er zu dem wurde, der er ist.

Mal, Alinas besten Freund, mochte ich auch sofort. Sie verbindet etwas Tiefes und ihre unerschütterliche Freundschaft kann jeden noch so schlimmen Schicksalsschlag überstehen. Die beiden sind ein richtig tolles Team.

Die Geschichte ist nur schwer zu durchschauen. Es passiert so viel und so plötzlich, dass man einfach mitgezogen wird und sich gar nicht damit aufhält, die Motive der Figuren zu hinterfragen. Alinas Naivität ist eindeutig auf mich übergegangen und am Ende wusste ich auch nicht mehr, was ich glauben soll und wem man vertrauen kann. Das fand ich richtig gut.

Den Twist im letzten Drittel des Buches hätte man vielleicht kommen sehen können, hab ich aber nicht und so war ich völlig überrannt und wurde von der neuen Dynamik, die damit einherging wieder einfach mitgerissen. Den Spannungsbogen fand ich richtig packend.

Das Finale hatte es dann auch noch in sich. Fand ich auch sehr gelungen. Ein toller Auftakt, der Lust auf mehr macht.

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Veröffentlicht am 11.07.2021

Wenn die Maske fällt

What if we Trust
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Der dritte Teil der „What if“-Reihe erzählt die Geschichte von Hope. Wir haben sie schon in den ersten beiden Bänden kennen- und lieben gelernt. Sie träumt davon, als Buchautorin von ihren Werken leben ...

Der dritte Teil der „What if“-Reihe erzählt die Geschichte von Hope. Wir haben sie schon in den ersten beiden Bänden kennen- und lieben gelernt. Sie träumt davon, als Buchautorin von ihren Werken leben zu können und möchte es unbedingt an die großen Verlage schaffen. Als ein Verlag ausgerechnet auf die Fan-Fiction aus ihrer Teenagerzeit aufmerksam wird, weiß sie nicht so richtig, ob sie gerade mit diesem Werk ihren Durchbruch schaffen möchte. Zudem handelt ihre Geschichte von PLY, dem maskierten Sänger, der eigentlich Scott heißt, und den lernt sie ganz zufällig auf einer Party kennen. Die beiden kommen sich näher und sie muss feststellen, dass in ihrer ausgedachten Geschichte sehr viel mehr Wahrheit steckt als sie dachte. Jetzt kann sie ihr Buch erst recht nicht veröffentlichen. Muss sie ihren Traum, als Autorin groß rauszukommen also aufgeben?

Das Buch schließt nicht direkt an den Vorgängerband an, sondern startet an Sams 25. Geburtstag und dreht somit nochmal eine Schlaufe in die Vergangenheit. Es gibt ein paar Déjà-vus, nur dass wir sie aus der Perspektive von Hope erleben. Den Charakteren aus den ersten beiden Bänden nochmal zu begegnen, war wie nachhause kommen.

Auf Hopes Geschichte hab ich mich schon sehr gefreut. Ich mochte sie von Anfang an und wollte sie noch besser kennenlernen. Sie ist so schön auf dem Boden geblieben, echt und nahbar. Sie hat schon immer davon geträumt, veröffentlicht zu werden, aber nicht unbedingt mit ihrer Fan-Fiction „Pretending“. Sie hat so viele eigene Ideen und Geschichten, die sie lieber mit der Welt teilen wollte. Außerdem hat sie nicht mehr daran weitergeschrieben, seit PLY – Scott – plötzlich sang- und klanglos von der Bildfläche verschwunden ist. Und dann begegnet sie dem Kerl, der die Hauptfigur in Pretending spielt, der Star, von dem sie schon so lange ein großer Fan ist, auch noch im wirklichen Leben auf einer Party. Wie unwahrscheinlich und unwirklich ist das?

Scott passt es überhaupt nicht, dass Hope ihn erkannt hat und verhält sich wie ein riesen Idiot. Aber dahinter steckt viel mehr. Und nachdem die beiden gezwungen sind, miteinander eine Gruppenarbeit zu absolvieren, können sie sich nicht aus dem Weg gehen.

Die Idee, dass sich der maskierte Superstar inkognito unter die Studierenden in den Literaturkursen schmuggelt und zufällig denselben Kurs besucht, wie der einzige Fan auf der gesamten Uni, der in tatsächlich erkennt und eine Fan-Fiction über eben diesen heimlichen Star geschrieben hat. Das ist so genial :D

Wir dürfen sogar ein paar Seiten aus "Pretending" lesen. Ein Buch in einem Buch :) Das fand ich sehr bereichernd. Gerade, weil so viel vom echten Scott in der Geschichte zu finden ist. Es steckt einfach so viel mehr Realität so viel mehr Wahrheit darin als sie geglaubt hat. Die zu veröffentlichen, würde sich wie eine Enthüllung anfühlen, wie Verrat. Das kann sie nicht tun, und doch ist es ihr Traum und vielleicht ihre einzige Chance.

Hope kommt dadurch, dass sie und Scott einander näherkommen, in einen Konflikt, den ich so gut nachfühlen konnte. Ich habe die ganze Zeit mitüberlegt, wie ich mich entscheiden würde... Ich war froh, dass ich die Entscheidung nicht treffen musste und war gespannt, wie Hope mit der Situation umgehen wird...

Was mir echt auch richtig gut gefallen hat, ist die Bedeutung von Freundschaft und der Schmerz, wenn man eine Freundschaft verliert. Es ist mindestens genauso schlimm, wie das Beenden einer romantischen Beziehung, doch es wird nicht so thematisiert. Ich konnte mich bei diesem Thema sehr gut in Hope reinversetzen und ich glaube, es geht vielen anderen auch so. Freunde kommen und gehen. Manchmal ist das okei und manchmal tut es sehr weh. Dieser Teil der Geschichte hat mich ganz besonders berührt.

Die Entwicklung der Figuren und der Story hat mir richtig gut gefallen. Die letzten Seiten hatten es echt noch in sich. Obwohl ich es besser wusste, hatte ich so eine Panik ^^ Der Spannungsbogen wurde am Ende fast unerträglich ausgereizt und hat mein Herz zum Rasen gebracht!

Ganz hinten im Buch kriegen wir sogar noch den Nummer-Eins-Megahit von Scott zu lesen. Ein wunderschöner runder Schluss und ein toller und lesenswerter Abschlussband.

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