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Veröffentlicht am 18.01.2026

Liebe zwischen Lügen und Geheimnissen

A Fairytale of Lies
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Vor einigen Jahren zerbrach die Beziehung zwischen der Studentin Emilia und dem Nachtclubbesitzer Chris - nun tritt er zurück in ihr Leben, doch hat ihre Liebe überhaupt eine Chance, wenn sie auf Lügen ...

Vor einigen Jahren zerbrach die Beziehung zwischen der Studentin Emilia und dem Nachtclubbesitzer Chris - nun tritt er zurück in ihr Leben, doch hat ihre Liebe überhaupt eine Chance, wenn sie auf Lügen aufgebaut wurde?
Wir verfolgen die Geschichte abwechselnd aus der Sicht von Emilia und Chris, was mir gut gefallen hat und uns beide Seiten näherbringt. In der ersten Hälfte springen wir manchmal auch zurück in die Vergangenheit und erleben den Beginn ihrer Beziehung nochmal mit. Dies war teilweise etwas verwirrend, da nur die Vergangenheitskapitel mit einer Zeitangabe eingeleitet wurden. Im Lesefluss merkt man dann gar nicht, dass man sich wieder in der Gegenwart befindet.
Ebendieser Lesefluss war dafür durchgängig gegeben, der Schreibstil war sehr angenehm und man konnte sich gut für eine Weile in die Seiten vertiefen.

Der Inhalt konnte mich dafür nicht komplett überzeugen. Es gab durchaus einige Abschnitte, die ganz spannend und unterhaltsam zu lesen waren, jedoch hätte ich es besser gefunden, wenn man sich auf ein Kernthema konzentriert hätte. In der ersten Hälfte geht es hauptsächlich um Chris Vergangenheit und die Wahrheit hinter der Beziehung, im zweiten Teil um seine Verbindungen zur Mafia. Aus meiner Sicht ist das Drama seiner Vergangenheit ein wenig übertrieben, ich hätte es vermutlich spannender gefunden, wenn dies schneller geklärt worden wäre und der Mafia-Part dafür mehr Raum bekommen hätte.
Auch die Beziehung bzw. die Entwicklung der Gefühle hätte ruhig noch etwas tiefer gehen können. Es gab einige süße Momente, die aber teilweise aus dem Nichts kamen, da die Umstände vorher alles andere als gut waren. Einige Entscheidungen besonders von Emilia konnte ich kaum nachvollziehen, vor allem, da ich ihre persönliche Charakterentwicklung abseits der Beziehung eigentlich mochte.
Chris hat meinen Geschmack nicht so getroffen, aber ich bin auch noch neu im Dark Romance Genre, daher kann er andere Leser:innen vielleicht total überzeugen.
Etwas schade fand ich, dass wir einige tolle Nebencharaktere kennenlernen durften, diese jedoch doch eher weniger Seiten bekommen haben.
Insgesamt eine durchaus unterhaltsame Lektüre, die jedoch noch Potential nach oben hat.

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Veröffentlicht am 16.01.2026

Was ist wirklich geschehen?

The Business Trip
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Zwei Frauen nehmen den selben Flug, wenige Tage später kommt langsam der Verdacht auf, dass sie vielleicht entführt wurden. Doch was ist wirklich passiert und wo sind sie jetzt?
Die Geschichte ist in verschiedene ...

Zwei Frauen nehmen den selben Flug, wenige Tage später kommt langsam der Verdacht auf, dass sie vielleicht entführt wurden. Doch was ist wirklich passiert und wo sind sie jetzt?
Die Geschichte ist in verschiedene Abschnitte unterteilt, zuerst lernt man beide Frauen kennen, danach ihr privates und berufliches Umfeld, während man zum Schluss der Wahrheit auf die Spur kommt.
Dies wird in kurzen Kapiteln aus sehr vielen Perspektiven erzählt - gefühlt jeder Nebencharakter bekommt seine eigenen Abschnitte. Während dies zuerst eigentlich ganz interessant war, fand ich es irgendwann eher etwas nervig. Ich hätte lieber die Hälfte der Charaktere als Erzähler gehabt und diese dafür besser kennengelernt - ehrlich gesagt konnte ich mir weder merken, was Nebenfigur Nr. 8 für Kinder hat, noch hat es mich dann interessiert.
Man erlebt die Handlung so zwar aus vielen Perspektiven, dafür halt mit deutlichen Abstrichen bei der Charaktertiefe.
Dazu kommt noch, dass ich manche Perspektiven, besonders die männlichen, auch teilweise nicht gut geschrieben und sehr klischeehaft fand. Viele waren sehr unsympathisch, sollten sie auch sein, aber nicht auf so eine übertriebene karikaturhafte Art.

Positiv fand ich jedoch die Aufteilung des Thrillers und dass die Spannung doch ganz gut gehalten wurde. Ich habe das Buch quasi am Stück weggelesen, besonders die erste Hälfte baut schön Spannung auf. Die zweite Hälfte hingegen habe ich als schwächer empfunden, auch die Auflösung war teilweise etwas vorhersehbar und konstruiert.
Insgesamt hat mich das Buch durchaus gut unterhalten, hätte jedoch mit weniger Perspektiven und stärkeren Charakteren mehr überzeugen können.

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Veröffentlicht am 15.01.2026

Berührender Bücherzauber

Das Jahr voller Bücher und Wunder
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Das Konzept dieser Geschichte ist keineswegs neuartig: Tillys verstorbener Mann hat vor seinem Tod Nachrichten an sie vorbereitet, die ihr über ein Jahr hinweg helfen sollen, zurück ins Leben zu finden. ...

Das Konzept dieser Geschichte ist keineswegs neuartig: Tillys verstorbener Mann hat vor seinem Tod Nachrichten an sie vorbereitet, die ihr über ein Jahr hinweg helfen sollen, zurück ins Leben zu finden. Das Besondere diesmal ist jedoch, dass diese Nachrichten mit Büchern verbunden sind.
Die Magie der Bücher durchzieht die ganze Geschichte: So finden sich zu jedem Monatsanfang Buchempfehlungen, in der Handlung selbst wird von Büchern aller Art berichtet und wir suchen Orte auf, die jede Leseratte wohl liebt, wie Büchereien, Buchhandlungen oder gemütliche Leseplätze auf der ganzen Welt.
Eine Liebeserklärung an das Lesen, aber auch an den verstorbenen Mann.

Obwohl ihre Liebesgeschichte zu Beginn des Buches leider wirklich nur noch Geschichte ist, wirkt sie doch auch unheimlich lebendig. In Rückblenden erleben wir die besonderen und alltäglichen Momente mit, in der Gegenwart fühlt es sich manchmal so an, als wäre Joe noch da.
Immer wieder haben mich Momente emotional mitgenommen und berührt, die Beschreibung von Tillys Trauer und dem Weg zurück wirkte recht authentisch auf mich.
Traurige Stellen wechseln sich mit humorvollen Passagen ab, was eine schöne Mischung war.
Insgesamt ein tolles Wohlfühlbuch, das einen aber auch mal zum Weinen bringen kann.

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Veröffentlicht am 14.01.2026

Die Welt eines Internats

The Academy
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Die Autorinnen entführen uns in The Academy in ein Internat - pünktlich zum Beginn des Schuljahres empfangen wir mit der Schulleiterin die Schüler aus ihren Sommerferien zurück. Der Tod einer Schülerin ...

Die Autorinnen entführen uns in The Academy in ein Internat - pünktlich zum Beginn des Schuljahres empfangen wir mit der Schulleiterin die Schüler aus ihren Sommerferien zurück. Der Tod einer Schülerin im letzten Schuljahr wirft dabei noch immer seinen Schatten auf das Internat, während der überraschende zweite Platz im Schulranking ein unerwarteter Lichtblick zu sein scheint.
Das Buch hat mich schon nach den ersten paar Seiten wieder in Gossip Girl Nostalgie schwelgen lassen - und passend dazu gibt es im späteren Verlauf auch noch eine App, die so allerlei Geheimnisse ausplaudert.

Im Einband befinden sich eine Karte der Tiffin Academy sowie eine Personenübersicht, die doch ganz nützlich ist. Gerade am Anfang wird man doch etwas erschlagen von den ganzen neuen Charakteren. Diese werden zwar kurz vorgestellt, jedoch dauert es doch eine Weile, bis man zu jedem mehr oder weniger eine Beziehung aufbauen kann, auch bleibt manches in der Hinsicht etwas oberflächlich.
Andererseits mochte ich es aber auch, viele Perspektiven zu erleben, so wirkte das Internatsleben direkt etwas authentischer und teilweise auch ein bisschen wie eine Serie.
Dazu hat auch die Unterteilung beigetragen, wir erleben das Schuljahr chronologisch nach Monaten unterteilt mit und erfahren neben der Handlung mehr über die Charaktere. Ich konnte mir die Academy im Wechsel der Jahreszeiten und im Schulalltag gut vorstellen und hab ähnlich wie bei Gossip Girl mitgefiebert. Ebenfalls positiv: Man lernt nicht nur die Schüler kennen, sondern auch die Erwachsenen wie das Schulpersonal und die Lehrer - was schön repräsentiert, dass hier Mutter und Tochter zusammen das Buch geschrieben haben.

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Veröffentlicht am 14.01.2026

Leicht gruselig und durchgängig spannend

Rostiges Grab
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Rostiges Grab ist der dritte Fall für Leo Asker und das merkt man auch - immer wieder wird auf die vorherige Handlung und Charaktere Bezug genommen, vieles baut auf früheren Fällen auf.
Zwar lässt sich ...

Rostiges Grab ist der dritte Fall für Leo Asker und das merkt man auch - immer wieder wird auf die vorherige Handlung und Charaktere Bezug genommen, vieles baut auf früheren Fällen auf.
Zwar lässt sich ohne Vorwissen doch auch einiges erschließen und der Kriminalfall ist auch unabhängig davon, jedoch würde es hier vermutlich mehr Sinn machen, erst die anderen beiden Bände zu lesen. Ich möchte deswegen keine Sterne abziehen, finde es aber als Anmerkung wichtig.

Die Geschichte selbst wird in kurzen, angenehmen Kapiteln aus verschiedenen Perspektiven erzählt: Asker, ihr Freund Hill oder auch das geheimnisvolle Graumädchen.
Nach und nach erhält man so mehr Puzzlestücke, die in der zweiten Hälfte dann auch in gutem Tempo zusammengesetzt werden. Das Miträtseln hat Spaß gemacht, auch wenn mich ein paar Kleinigkeiten an der letztendlichen Auflösung gestört haben.
Generell hat der Autor hier aber eine gute Mischung gefunden aus persönlichen Abschnitten der Charaktere, Ermittlungsarbeit und atmosphärischen Spannungspassagen.
Die Beschreibungen sorgen oftmals dafür, dass man sich fast schon gruselt oder das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen kann. Sowohl Schauplätze als auch Charaktere und Action konnte ich mir gut vorstellen.
Bei den Schauplätzen ist natürlich auch der Bezug zu Lost Places hervorzuheben, der ja anscheinend auch in den vorherigen Bänden schon Thema war. Hier erkundet man auch wieder mehrere dieser Orte und erfährt nebenbei noch ein bisschen was über die Urban Explorer Szene, was ich ganz interessant fand.
Insgesamt ein spannender Krimi mit kleineren Schwächen - sehr lesenswert, aber vielleicht doch erst zu den Vorgängern greifen.

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