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Veröffentlicht am 28.01.2026

Der Mensch hinter dem Mythos

Medea
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Griechische Mythen und Göttergeschichten sind wohlbekannt, man weiß was passiert und wie die Erzählung endet. Doch was treibt die Charaktere an, welche Gefühle leiten ihre Handlungen? In diesem Buch wird ...

Griechische Mythen und Göttergeschichten sind wohlbekannt, man weiß was passiert und wie die Erzählung endet. Doch was treibt die Charaktere an, welche Gefühle leiten ihre Handlungen? In diesem Buch wird Medea eine Stimme gegeben und aus ihrer Perspektive erleben wir ihren Mythos nach. Wir erhalten einen kurzen Einblick in ihre Kindheit und knüpfen anschließend an die bekannten Geschichten rund um das Goldene Vlies und Jason an.

Der Schreibstil hat mir gut gefallen, auch sprachlich wurde es richtig schön erzählt. Immer wieder gab es Sätze mit großer Wortkraft, aber auch gelungene Beschreibungen, die mich in diese Sagenwelt versetzt haben. Hierzu wurde die griechische Mythologie nicht nur im Rahmen des Medea Mythos verwendet, sondern gezielt benutzt, um die Welt lebendig zu machen. Andere Götter, Figuren oder Sagen werden nebenbei erwähnt, sodass Medeas Geschichte nicht frei im Raum steht, sondern sich perfekt in das große Ganze einfügt. Dadurch konnte man Beziehungen besser verstehen und als Leser auch noch das ein oder andere dazulernen.
Was mir auch gut gefallen hat: Medeas Magie wird anhand diverser Beispiele toll erklärt, sie kann nicht einfach so zaubern, sondern es beruht auf einem System, das sie erst beherrschen lernen muss.

Medea selbst wird von der mythischen Figur zu einem Menschen mit Gefühlen. Ihre Entwicklung lässt sich gut verfolgen, ihre Entscheidungen werden nachvollziehbarer. Teilweise hätte ich mir hier bei manchen Entwicklungen jedoch noch etwas mehr Tiefe gewünscht, generell ist es aber durchaus gelungen. Eine schöne Art, die alten Geschichten neu zu erleben!

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Veröffentlicht am 25.01.2026

Entfachtes Feuer

Firewatch
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Robins bester Freund Aaron ist verschwunden, die einzige Spur führt zu Kian, der zusammen mit Aaron in einem weitläufigen Nationalpark die Firewatch übernommen hat.
Hat er ihn dort ermordet? Um dies herauszufinden ...

Robins bester Freund Aaron ist verschwunden, die einzige Spur führt zu Kian, der zusammen mit Aaron in einem weitläufigen Nationalpark die Firewatch übernommen hat.
Hat er ihn dort ermordet? Um dies herauszufinden beschließt Robin, sich in die Höhle des Löwen (und damit in Kians Arme) zu begeben...
In kurzen Kapiteln, wechselnden Perspektiven und Heute/Damals Zeitebenen wird die Geschichte so spannend erzählt, dass ich das Buch gar nicht aus der Hand legen konnte und am Stück durchgelesen habe.
Während Robin in der Gegenwart ermittelt, erleben wir hautnah die letzten Wochen und Stunden vor Aarons Verschwinden mit, was geschickt aufgebaut wurde.

Hierbei baut sich das Grauen langsam aber sicher auf, immer wieder gibt es Hinweise darauf, dass etwas so ganz und gar nicht stimmt - doch was eigentlich passiert ist, bleibt bis zum Schluss unklar.
Es kommen mehr und mehr Fragen hinzu, als Leser wird man auf falsche Fährten geführt ohne es zu merken, dazu gibt es gute unerwartete Plottwists.
Manches war rückblickend vielleicht nicht komplett überzeugend, jedoch war ich insgesamt mit der Auflösung und dem Weg dorthin zufrieden.
Lediglich das Ende hätte noch 1-2 Kapitel meiner Meinung nach vertragen können, um alles besser abzurunden.

Die Charaktere fand ich auch sehr authentisch, vor allem da sich die Geschichte auf nicht zu viele Personen beschränkt und man diese daher umso besser kennenlernen kann. Im Fokus stehen natürlich Robin, Kian und Aaron, die alle ihre ganz eigenen Fehler und Stärken haben. Ihre Emotionen und Gedanken sind menschlich und man kann gut mitfühlen. Vor allem die aufkeimenden Gefühle für den "Feind" sind hier schön dargestellt und auch als Leser wächst einem Kian immer mehr ans Herz.
Das Experiment Thriller + Romance ist durchaus geglückt!

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Veröffentlicht am 18.01.2026

Liebe zwischen Lügen und Geheimnissen

A Fairytale of Lies
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Vor einigen Jahren zerbrach die Beziehung zwischen der Studentin Emilia und dem Nachtclubbesitzer Chris - nun tritt er zurück in ihr Leben, doch hat ihre Liebe überhaupt eine Chance, wenn sie auf Lügen ...

Vor einigen Jahren zerbrach die Beziehung zwischen der Studentin Emilia und dem Nachtclubbesitzer Chris - nun tritt er zurück in ihr Leben, doch hat ihre Liebe überhaupt eine Chance, wenn sie auf Lügen aufgebaut wurde?
Wir verfolgen die Geschichte abwechselnd aus der Sicht von Emilia und Chris, was mir gut gefallen hat und uns beide Seiten näherbringt. In der ersten Hälfte springen wir manchmal auch zurück in die Vergangenheit und erleben den Beginn ihrer Beziehung nochmal mit. Dies war teilweise etwas verwirrend, da nur die Vergangenheitskapitel mit einer Zeitangabe eingeleitet wurden. Im Lesefluss merkt man dann gar nicht, dass man sich wieder in der Gegenwart befindet.
Ebendieser Lesefluss war dafür durchgängig gegeben, der Schreibstil war sehr angenehm und man konnte sich gut für eine Weile in die Seiten vertiefen.

Der Inhalt konnte mich dafür nicht komplett überzeugen. Es gab durchaus einige Abschnitte, die ganz spannend und unterhaltsam zu lesen waren, jedoch hätte ich es besser gefunden, wenn man sich auf ein Kernthema konzentriert hätte. In der ersten Hälfte geht es hauptsächlich um Chris Vergangenheit und die Wahrheit hinter der Beziehung, im zweiten Teil um seine Verbindungen zur Mafia. Aus meiner Sicht ist das Drama seiner Vergangenheit ein wenig übertrieben, ich hätte es vermutlich spannender gefunden, wenn dies schneller geklärt worden wäre und der Mafia-Part dafür mehr Raum bekommen hätte.
Auch die Beziehung bzw. die Entwicklung der Gefühle hätte ruhig noch etwas tiefer gehen können. Es gab einige süße Momente, die aber teilweise aus dem Nichts kamen, da die Umstände vorher alles andere als gut waren. Einige Entscheidungen besonders von Emilia konnte ich kaum nachvollziehen, vor allem, da ich ihre persönliche Charakterentwicklung abseits der Beziehung eigentlich mochte.
Chris hat meinen Geschmack nicht so getroffen, aber ich bin auch noch neu im Dark Romance Genre, daher kann er andere Leser:innen vielleicht total überzeugen.
Etwas schade fand ich, dass wir einige tolle Nebencharaktere kennenlernen durften, diese jedoch doch eher weniger Seiten bekommen haben.
Insgesamt eine durchaus unterhaltsame Lektüre, die jedoch noch Potential nach oben hat.

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Veröffentlicht am 16.01.2026

Was ist wirklich geschehen?

The Business Trip
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Zwei Frauen nehmen den selben Flug, wenige Tage später kommt langsam der Verdacht auf, dass sie vielleicht entführt wurden. Doch was ist wirklich passiert und wo sind sie jetzt?
Die Geschichte ist in verschiedene ...

Zwei Frauen nehmen den selben Flug, wenige Tage später kommt langsam der Verdacht auf, dass sie vielleicht entführt wurden. Doch was ist wirklich passiert und wo sind sie jetzt?
Die Geschichte ist in verschiedene Abschnitte unterteilt, zuerst lernt man beide Frauen kennen, danach ihr privates und berufliches Umfeld, während man zum Schluss der Wahrheit auf die Spur kommt.
Dies wird in kurzen Kapiteln aus sehr vielen Perspektiven erzählt - gefühlt jeder Nebencharakter bekommt seine eigenen Abschnitte. Während dies zuerst eigentlich ganz interessant war, fand ich es irgendwann eher etwas nervig. Ich hätte lieber die Hälfte der Charaktere als Erzähler gehabt und diese dafür besser kennengelernt - ehrlich gesagt konnte ich mir weder merken, was Nebenfigur Nr. 8 für Kinder hat, noch hat es mich dann interessiert.
Man erlebt die Handlung so zwar aus vielen Perspektiven, dafür halt mit deutlichen Abstrichen bei der Charaktertiefe.
Dazu kommt noch, dass ich manche Perspektiven, besonders die männlichen, auch teilweise nicht gut geschrieben und sehr klischeehaft fand. Viele waren sehr unsympathisch, sollten sie auch sein, aber nicht auf so eine übertriebene karikaturhafte Art.

Positiv fand ich jedoch die Aufteilung des Thrillers und dass die Spannung doch ganz gut gehalten wurde. Ich habe das Buch quasi am Stück weggelesen, besonders die erste Hälfte baut schön Spannung auf. Die zweite Hälfte hingegen habe ich als schwächer empfunden, auch die Auflösung war teilweise etwas vorhersehbar und konstruiert.
Insgesamt hat mich das Buch durchaus gut unterhalten, hätte jedoch mit weniger Perspektiven und stärkeren Charakteren mehr überzeugen können.

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Veröffentlicht am 15.01.2026

Berührender Bücherzauber

Das Jahr voller Bücher und Wunder
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Das Konzept dieser Geschichte ist keineswegs neuartig: Tillys verstorbener Mann hat vor seinem Tod Nachrichten an sie vorbereitet, die ihr über ein Jahr hinweg helfen sollen, zurück ins Leben zu finden. ...

Das Konzept dieser Geschichte ist keineswegs neuartig: Tillys verstorbener Mann hat vor seinem Tod Nachrichten an sie vorbereitet, die ihr über ein Jahr hinweg helfen sollen, zurück ins Leben zu finden. Das Besondere diesmal ist jedoch, dass diese Nachrichten mit Büchern verbunden sind.
Die Magie der Bücher durchzieht die ganze Geschichte: So finden sich zu jedem Monatsanfang Buchempfehlungen, in der Handlung selbst wird von Büchern aller Art berichtet und wir suchen Orte auf, die jede Leseratte wohl liebt, wie Büchereien, Buchhandlungen oder gemütliche Leseplätze auf der ganzen Welt.
Eine Liebeserklärung an das Lesen, aber auch an den verstorbenen Mann.

Obwohl ihre Liebesgeschichte zu Beginn des Buches leider wirklich nur noch Geschichte ist, wirkt sie doch auch unheimlich lebendig. In Rückblenden erleben wir die besonderen und alltäglichen Momente mit, in der Gegenwart fühlt es sich manchmal so an, als wäre Joe noch da.
Immer wieder haben mich Momente emotional mitgenommen und berührt, die Beschreibung von Tillys Trauer und dem Weg zurück wirkte recht authentisch auf mich.
Traurige Stellen wechseln sich mit humorvollen Passagen ab, was eine schöne Mischung war.
Insgesamt ein tolles Wohlfühlbuch, das einen aber auch mal zum Weinen bringen kann.

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