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Veröffentlicht am 27.04.2026

Was die Welt ins schwanken bringt

Schon schwankte die Welt
1

Der Roman "Schon schwankte die Welt" von Felicitas Prokopetz beschreibt eindrücklich wie Freundschaften, Beziehungen und Lebensträume das Leben ins schwanken bringen können. Dabei greift der Roman immer ...

Der Roman "Schon schwankte die Welt" von Felicitas Prokopetz beschreibt eindrücklich wie Freundschaften, Beziehungen und Lebensträume das Leben ins schwanken bringen können. Dabei greift der Roman immer wieder die Probleme der menschlichen Kommunikation und den Wandel der Erwartungen an Männer und Frauen in der Gesellschaft auf.

Wir lernen Viktoria kennen. Diese ist alleinerziehend und hat für Ihre Tochter Lara viele ihrer Lebensträume zurück gestellt. Inzwischen ist Lara erwachsen und lebt ihr Leben selbstständig. Viktoria erfüllt sich einen langgehegten Traum und beginnt ein Studium, welches die Erforschung der Kommunikation von Raben beinhaltet.
Im Rahmen dieser Forschungen lernt sie den jüngeren Pollux kennen. Die beiden beginnen eine Beziehung und versuchen gemeinsam mit Helene (Viktorias bester Freundin) dem Rätsel um den Raben Toni auf die Spur zu kommen.

Die Schreibweise hat es mir leicht gemacht in die Gedanken- und Gefühlswelt der einzelnen Charaktere einzutauchen. Die Sprache ist sehr feinfühlig und dennoch eindringlich. Für mich sind die unterschiedlichen Sichtweisen und Meinungen der Charaktere nachvollziehbar gewesen.
Toll fand ich die Darstellung der Ungleichheit, zwischen der Innen- und Außenwahrnehmung im Bezug auf zwischenmenschliche Kommunikation. Diese wird durch zügige Wechsel der Sichtweisen und kurze Kapitel dargestellt und zieht sich als Roter Faden durch das gesamte Buch.

Das Gelesene hat mich dazu angeregt, meine eigene Kommunikation zu reflektieren. Ich fragte mich: Wie hätte ich selbst in dieser Situation reagiert? Was hätte ich anders gemacht oder ist das Handeln der Figuren die logische und typische Reaktion?
Was zudem bei mir nachhallt ist der Gedanke: Man ist nie zu Alt um seine Träume zu verwirklichen und es gibt nicht den einen "richtigen" Lebensweg.

Inhaltlich waren die Abschnitte, in denen mit dem Raben Toni gearbeitet und geforscht wurde, besonders spannend für mich. Die hätten gerne noch etwas länger sein können.

Das ist auch einer der wenigen Kritikpunkte die ich anbringen kann:
Ich finde es schade, dass das Rätsel um den Raben Toni und das Objekt nicht aufgeklärt wird. Die Autorin lässt uns mit mehreren offenen Handlungssträngen zurück. So hatte ich nach Beendigung des Buches das Gefühl, dass viel noch nicht erzählt ist.
Vielleicht ist dieses auch nicht so wichtig für die Aussage, welche die Autorin mit der Geschichte treffen möchte. Trotzdem blieb bei mir eine "ungeschlossene Lücke" zurück. Das tut aber im Endeffekt nichts zur Sache, denn "Schon schwankte die Welt" zu lesen war insgesamt eine Bereicherung!

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Veröffentlicht am 13.04.2026

Kurze - Gute Unterhaltung

Die Johannsens – Die Toten am Strand
0

Dieser Krimi von Salim Güler bietet gute Unterhaltung. Eine gelungene Mischung aus Liebesgeschichte, persönlichen Schicksalen und Mordermittlungen.

Wir reisen an die Ostseeküste, zurück in das Jahr 1961 ...

Dieser Krimi von Salim Güler bietet gute Unterhaltung. Eine gelungene Mischung aus Liebesgeschichte, persönlichen Schicksalen und Mordermittlungen.

Wir reisen an die Ostseeküste, zurück in das Jahr 1961 und landen direkt in der Handlung:
Es wir ein erster Mord begangen. Die Alleinstehende Helga und ihr Hund werden brutal ermordet. Mit den Ermittlungen wird Kommissar Knut Madsen beauftragt, dieser verkörpert den "typischen" Kommissar eines kleinen Ortes in dem jeder jeden kennt und die Polizeibeamten ehr mit kleineren Delikten in Berührung kommen.
Ebenfalls lernen wir schnell den zweiten Haupt-Character Mikkel Johannsen kennen. Dieser ist wieder in seine alte Heimat gezogen und arbeitet nun in der dort ansässigen Werft. Er lernt Jutta Ahlers kennen und verliebt sich direkt in sie.

Das sind, in meinem Empfinden, die beiden Handlungsstränge: Zum einen die Ermittlungen zu der Mordserie und die aufkeimende Liebesbeziehung zwischen Mikkel und Jutta.
Beides ist gut beschrieben und die Handlungen der Personen jeweils nachvollziehbar.

Beim lesen habe ich die recht kurzen Kapitel und die regelmäßigen Perspektivwechsel als sehr angenehm empfunden. Die Handlung kam dadurch zügig voran und es entstanden keine in die Länge gezogenen Abschnitte.

Es wird häufig das damals aktuelle Rollenbild der Frauen/Männer und die jeweiligen Erwartungen so wie Wertvorstellungen aufgegriffen. Ebenso kommen regelmäßig Anspielungen auf technische Neuerungen, die noch sehr skeptisch beäugt wurden, vor.

Was mir aufgefallen ist und ich vielleicht als kleinen Kritikpunkt anbringen kann ist, dass die Personen sehr in ihren "Rollen" des Guten bzw. Bösen bleiben und dadurch doch recht vorhersehbar bleiben.

- ACHTUNG SPOILER-
Bis auf die Situation am Ende in der Mikkel dem Mörder gegenübersteht und er diesen ohne zu zögern tötet. Obwohl der Mörder inzwischen schon wehrlos ist und Mikkel sonst immer wieder als gewissenhaft und gutmütig beschrieben wird. - Das ist schon ein sehr starker Kontrast zu seinem sonstigen Handeln.
- SPOILER ENDE -

Insgesamt hat mich das Buch aber sehr gut unterhalten und lies sich zügig und flüssig lesen.
Daher würde ich eine Empfehlung aussprechen und auch weitere Teile der Reihe zur Hand nehmen. =)

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Veröffentlicht am 02.03.2026

Slasher-Version von der Bachelor

A Killer Crush
4

In dem Debütroman "A Killer Crush" von Shailee Thompson triff Romcom auf Horror.

Wir begleiten die Ich-Erzählerin Jamie und ihre Freundin Laurie zu einem Speed-Dating-Event. Während des Events geht ...

In dem Debütroman "A Killer Crush" von Shailee Thompson triff Romcom auf Horror.

Wir begleiten die Ich-Erzählerin Jamie und ihre Freundin Laurie zu einem Speed-Dating-Event. Während des Events geht das Licht aus - und als es wieder angeht, kippt Jamies Date tot vom Stuhl. Panisch stellen die verbliebenen Teilnehmer fest, dass sie in der Location eingeschlossen sind und dass der Mörder ebenfalls unter ihnen sein muss.
Zwischen Fluchtversuchen und Mörderjagt wird weiterhin geflirtet. Wird der Mörder und vielleicht auch die große Liebe gefunden?

Durch die Verschmelzung der beiden Genres ist es mal was ganz anderes.
Es gibt humorvolle Passagen, süße, romantische Momente, Momente der Freundschaft, prickelnde Szenen und jede Menge Blut.

Alles in allem ein humorvoller Horrorroman über das Dating-Leben ebenso wie ein echter Slasher mit brutalen Morden in einem abgeschlossenen Raum.
Schreibstiel und Erzählweise sind dabei flüssig und es lässt sich leicht und zügig lesen.

Es hilft zudem, einige Filme der Genres zu kennen. Es sind viele Easter Eggs versteckt welche sich nur erschließen, wenn man die entsprechenden Filme (z.B. Scream) kennt.

Ich fand die Mischung aus Romantik und Horror clever, auch wenn es vorhersehbarer und oberflächlicher blieb, als ich erwartet hatte.
Als ich meine Erwartungen angepasst habe, hat mich dieses Buch aber kurzzeitig gut unterhalten.

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  • Spannung
Veröffentlicht am 11.06.2025

Schein und Sein

Lauter kleine Lügen
4

Der erste Roman der Autorin Kate Kremp "Lauter kleine Lügen" (erschienen beim Verlag Lübbe im Jahr 2025) nimmt uns mit in den australischen Hochsommer im Jahr 1979.
In einem kleinen Ort geschieht ein ...

Der erste Roman der Autorin Kate Kremp "Lauter kleine Lügen" (erschienen beim Verlag Lübbe im Jahr 2025) nimmt uns mit in den australischen Hochsommer im Jahr 1979.
In einem kleinen Ort geschieht ein Mord und die Bewohner einer ruhigen Sackgasse fühlen sich berufen, herauszufinden was passiert ist. Dabei kommen hinter jeder Tür Geheimnisse zum Vorschein.

Die Sprache ist sehr bildlich und zeichnet ein detailliertes Bild, welches mich sofort in die Zeit und den heißen Sommer hineinversetzt hat. Wir lernen die unterschiedlichen Charaktere/ Bewohner der Nachbarschaft kennen und nach und nach werden deren kleine und großen Geheimnisse gelüftet.

Der eigentliche Krimanalfall wird hier von hinten aufgerollt. Wir erfahren direkt zu Beginn wer (mutmaßlich) der Mörder ist. Dennoch wird die Suche nach diesem nie langweilig. Es gibt spannende Wendungen und grad zum Ende einen Twist, mit dem ich nicht mehr gerechnet hätte.
Neben diesem Kriminalfall behandelt das Buch weitere wichtige Themen dieser Zeit (welche auch heute noch aktuell sind) wie die Gleichstellung der Frau, sexuelle Freiheit etc. ohne dabei den Kern eines Krimis zu verlieren.

Es werden unterschiedliche Perspektiven verwendet und mit Rückblenden gearbeitet, wodurch ich das Gefühl bekam ein Teil dieser Nachbarschaft zu sein. Die bildliche Sprache und genauen Beschreibungen der Umgebung und Personen haben diesen Effekt noch verstärkt und mich ohne Probleme in das Setting und die Story eintauchen lassen.

Durch die Perspektivwechsel zwischen den unterschiedlichen Charakteren der Nachbarschaft lernen wir diese immer besser kennen und es werden nach und nach deren Geheimnisse enthüllt. Besonders gelungen finde ich den immer wieder aufkommende Zwiespalt zwischen der wirklichen Situation in der sich die Personen befinden und dem Bild welches diese nach außen aufrechterhalten wollen.

Wenn ich bedenke, dass dieses ein Debütroman der Autorin ist, dann muss ich sagen möchte ich sehr gerne mehr von ihr lesen. Die Charaktere waren allesamt liebevoll ausgearbeitet und das Buch ist in sich schlüssig ohne zu vorhersehbar zu sein.

Als kleine Kritikpunkte kann ich nur anmerken, dass mich vor allem in den ersten Kapiteln die Vielzahl der Personen überfordert und verwirrt hat. Zudem empfand ich im mittleren Teil des Buches die Handlung als etwas langgezogen bzw. die Beschreibungen etwas zu detailreich was den Lesefluss hemmte. Dieser Eindruck kann aber auch meiner persönlichen Ungeduld geschuldet sein. =)
Alles in allem auf jeden Fall sehr empfehlens- und lesenswert. Gerne mehr davon!

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  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 30.04.2025

Logomagisch - spannend und zauberhaft

Holly Holmes und das magische Detektivbüro - Zweiter Fall: Das Geisterschiff
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Das Jugendbuch Holly Holmes und das magische Detektivbüro - Zweiter Fall: Das Geisterschiff von Michael Peinkofer nimmt die Leser und Vorleser mit in den magischen Ort Marville. Dort treffen wir Holly ...

Das Jugendbuch Holly Holmes und das magische Detektivbüro - Zweiter Fall: Das Geisterschiff von Michael Peinkofer nimmt die Leser und Vorleser mit in den magischen Ort Marville. Dort treffen wir Holly mit ihrem lebenden Plüschschwein Dr. Watson und die Geschwister Jenny und Percy wieder.
Die Geschwister sind erst vor kurzem in den Ort gezogen aber begeben sich nun zum zweiten mal mit Holly und Dr. Watson auf eine spannende Spurensuche. Dieses mal taucht ein Geisterschiff mit einem berüchtigtem Seeräuber an dem Stand von Marville auf. Logomagisch, dass die Detektive sich das genauer anschauen müssen.

Die Geschichte ist unterhaltsam, abenteuerlich sowie spannend und hat zudem einen gewissen Humor, der anspricht und gut unterhält. Detektivische Kniffe und Wissen werden zusammen mit den magischen Geschehnissen in eine spannende Geschichte verpackt.
Die Charaktere sind allesamt sympathisch und gleichberechtigt eingebaut.

Die ganze Geschichte wird durch die liebevollen Illustrationen ergänzt und aufgelockert. Zu Beginn des Buches werden die Hauptcharaktere durch Illustrationen und einer kurzen Beschreibung dargestellt. Dieses ermöglicht es auch Lesern, welche den ersten Teil nicht kennen (so wie ich) ohne Probleme der Geschichte zu folgen.
Das Buch eignet sich für junge Leser ebenso, wie zum vorlesen. Die Länge der Kapitel ist dabei angenehm und ermöglicht einen guten Lesefluss. Ebenso fand ich die Betitelung der einzelnen Kapitel als hilfreich: Es wird kurz beschrieben worum es geht aber noch nichts relevantes vorweg genommen.
Am Ende kann man noch seine detektivischen Fähigkeiten testen und im Nachgang einige Rätsel lösen.

Besonders gefällt mir im Rückblick, dass deutlich gemacht wird, dass es wichtig ist sich ein eigenes Bild von einem Menschen oder einer Situation zu bilden und sich nicht immer auf Erzähltes verlassen sollte. Denn dieses basiert, zumindest hier, auf Vorurteilen und falschen Überlieferungen.

Alles in allem kann ich das Buch empfehlen. Dieser zweite Teil ist auch ohne den ersten Band zu kennen absolut verständlich, hin und wieder wird zwar Bezug auf Teil 1 genommen was aber dem Verständnis dieser Geschichte keinen Abbruch tut. Einzig von Dr. Watson hätte ich persönlich gerne noch etwas mehr gelesen =)

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