Profilbild von Sabzz

Sabzz

Lesejury Profi
offline

Sabzz ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Sabzz über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.04.2018

Nette Fantasy-Geschichte

Percy Jackson 1: Diebe im Olymp
0

Hier geht’s zur Rezension auf meinem Blog:
https://sabzbuecherblog.blogspot.de/2018/04/rezension-percy-jackson-diebe-im-olymp.html

Inhalt:

Irgendjemand hat etwas gegen ihn, da ist sich Percy sicher. ...

Hier geht’s zur Rezension auf meinem Blog:
https://sabzbuecherblog.blogspot.de/2018/04/rezension-percy-jackson-diebe-im-olymp.html

Inhalt:

Irgendjemand hat etwas gegen ihn, da ist sich Percy sicher. Ständig fliegt er von der Schule, immer ist er an allem schuld und dann verwandelt sich sogar seine Mathelehrerin plötzlich in eine rachsüchtige Furie. Wenig später erfährt Percy das Unglaubliche: Er ist der Sohn des Meeresgottes Poseidon - und die fiesesten Gestalten der griechischen Mythologie haben ihn ins Visier genommen! Percys einzige Chance: Er muss sich mit den anderen Halbgöttern verbünden.

Meine Meinung:

Ich habe schon sehr viel Gutes über die Percy Jackson-Bücher gehört und war dementsprechend gespannt auf das Buch. Leider konnte es meine Erwartungen nicht erfüllen.
Der Schreibstil des Autoren hat mir gut gefallen, er ist sehr einfach und ich bin nur so durch die Seiten geflogen. Besonders die ersten Seiten, in denen uns der Protagonist direkt anspricht und vom Lesen des Buches abrät, fand ich sehr gut.

Percy Jackson ist 12 Jahre alt und leidet unter Legasthenie und ADHD. Außerdem muss er sich immer wieder für merkwürdige Ereignisse rechtfertigen, die ihm das Leben in der Schule erschweren. So verwandelt sich bspw. seine Mathelehrerin in eine Furie und versucht Percy anzugreifen. Es stellt sich daraufhin heraus, dass all seine Probleme darauf zurückzuführen sind, dass Percy Jackson nicht weniger als ein Halbgott ist! Und auch noch der Sprössling einer der mächtigsten Götter überhaupt – Poseidon, Gott des Meeres.
Ich mochte Percy eigentlich, allerdings hatte ich nie das Gefühl, dass er tatsächlich erst 12 ist. Er kam mir immer etwas älter vor, was meiner Meinung nach auch besser zur Geschichte gepasst hätte. Außerdem scheint Percy manchmal doch ein bisschen schwer von Begriff zu sein. War für mich schnell klar, wer der Verräter sein muss, geht Percy erst am Ende ein Lämpchen auf. Nachdem der Verräter es ihm gesagt hat.
Auch Percys Humor war für mich einfach zu platt und hat mir nicht mal ein Schmunzeln entlocken können. Ich fand ihn weder originell noch lustig.

Das Setting fand ich hingegen wirklich spannend! Generell finde ich Geschichten über und mit Gottheiten immer sehr interessant und lese sie gerne. Auch die Idee mit einem Camp für Halbgötter finde ich gelungen. Ich hätte gerne noch mehr darüber gelesen, in welchen Disziplinen Halbgötter so ausgebildet werden und wie es da so zu geht.
Allerdings verstehe ich nicht, dass es sich hierbei nur um ein Sommercamp handelt, das die meisten Halbgötter nach einigen Wochen wieder verlassen, immerhin ziehen sie die Ungeheuer doch geradezu an. Ich mag mich irren, aber ein bisschen mehr Zeit als nur 6 Wochen (oder wie lange geht ein Sommercamp normalerweise?) wäre doch sicher ganz nützlich um sich verteidigen zu lernen.

Die Geschichte finde ich im Großen und Ganzen gut, jedoch verlief sie mir einfach zu glatt. Percy muss sich mit allerlei Ungeheuern rumschlagen und trägt kaum einen Kratzer davon. Klar, Percy ist ein Halbgott und so, aber ich fand das trotzdem überzogen. Dadurch, dass ihm einfach alles auf Anhieb gelingt, obwohl er gerade mal ein paar Tage im Camp ist und trainiert, konnte auch die Spannung nicht richtig aufgebaut werden – kaum ging die Herausforderung los, war sie auch schon wieder zu Ende.

Fazit:

Eine nette Fantasy-Geschichte, die meine Erwartungen nicht erfüllen konnte. Der Schreibstil und das Setting gefallen mir zwar gut und auch die Geschichte gibt einiges her. Allerdings störte es mich, wie leicht Percy seine Herausforderungen alle meistert, obwohl er bisher kaum Zeit zum Trainieren hatte, wodurch es eben auch keinen richtigen Spannungsbogen gibt. Dieses Buch erhält von mir 3 von 5 Sterne.

Veröffentlicht am 28.03.2018

Leider ist der Funke nicht übergesprungen

Die Bibliothek der flüsternden Schatten - Bücherstadt
0

Hier geht’s zur Rezension auf meinem Blog:
https://sabzbuecherblog.blogspot.de/2018/03/rezension-bucherstadt-die-bibliothek.html

Inhalt:

Sam ist ein Dieb – aber mit einer List gelingt es ihm trotzdem, ...

Hier geht’s zur Rezension auf meinem Blog:
https://sabzbuecherblog.blogspot.de/2018/03/rezension-bucherstadt-die-bibliothek.html

Inhalt:

Sam ist ein Dieb – aber mit einer List gelingt es ihm trotzdem, in die Palastwache von Mythia aufgenommen zu werden. Er träumt von einem neuen Leben, von großen Aufgaben. Von Ruhm und Ehre als Wächter des Weißen Königs. Diese Träume zerplatzen, als er erfährt, wo er seinen Dienst tun soll: in der riesigen Bibliothek unterhalb der Stadt. Sam stellt sich auf tödliche Langeweile ein. Schließlich gibt es dort unten nichts als alte, staubige Bücher. Er ahnt nicht, wie sehr er sich irrt...

Meine Meinung:

Der Schreibstil des Autoren ist sehr bildlich und hat mir wirklich gut gefallen. Auch das Cover hat mich mit den riesigen Bücherregalen im Hintergrund und dem Buch im Vordergrund direkt angesprochen. Was ich auch besonders hervorheben möchte, ist der Klappentext. Oft wird der komplette Inhalt des Buches schon in den wenigen Sätzen auf dem Buchrücken verraten, was besonders dann ärgerlich ist, wenn der überraschende Plot Twist preisgegeben wird. Hier jedoch beschreibt der Klappentext tatsächlich nur die ersten Seiten und schafft es dennoch Spannung zu erzeugen.

Sam bzw. Samir ist ein Dieb und zwar einer der Besten! Trotzdem möchte er sein altes Leben hinter sich lassen und sich der ruhmreichen Aufgabe widmen, den König höchstpersönlich zu schützen. Nachdem er seinen Namen geändert und sich dem zuständigen Offizier vorgestellt hat, muss er jedoch schnell einsehen, dass es nicht so einfach ist in die Palastwache aufgenommen zu werden. Stattdessen wird er in die Bücherstadt Paramythia geschickt um dort das Tor zum Herzen der Bücherstadt zu bewachen.
Sam war mir an und für sich (welch merkwürdige Redewendung, wenn man sie sich mal genau anschaut, nebenbei bemerkt) schon sympathisch, aber so richtig warm geworden bin ich mit ihm nicht.

Das Setting hingegen hat mir unglaublich gut gefallen! Wer träumt nicht von einer Bibliothek mit den Ausmaßen einer ganzen Stadt? Obwohl mir das wohl schon wieder zu viele Bücher wären. Einige von euch schreien jetzt bestimmt auf, weil es sowas wie „zu viele Bücher“ gar nicht gibt, aber mich frustriert schon ein zu großer SuB. Wie auch immer, zurück zum Thema! Soweit ich mich erinnere, ist mir solch ein Setting in dieser Form noch nicht begegnet und hat mich deswegen auch so begeistert. Sowieso mag ich Bücher, in denen Bücher so eine wichtige Rolle spielen, echt gerne und dies ist eines davon.

Allerdings muss ich sagen, dass der Funke einfach nicht überspringen wollte. Ich kann gar nicht so genau sagen, woran es lag, da mir das Buch grundsätzlich gut gefallen hat, aber es konnte mich einfach nicht packen. Leider fehlte es mir in diesem Buch auch etwas an Spannung. Nicht, dass nicht viel passiert wäre, aber ich habe einfach nicht so mitgefiebert, wie es ich erwartet hätte. Auch das Ende konnte mich nicht gänzlich überzeugen.

Fazit:

Insgesamt ein gutes Buch mit einem sehr anschaulichen Schreibstil und einem wirklich tollen Setting. Trotzdem konnte es mich einfach nicht packen, was ich wirklich sehr schade finde. Auch das Ende konnte mich nicht überzeugen, daher gebe ich dem Buch 3,5 von 5 Sterne.

Veröffentlicht am 19.03.2018

Spannend und unterhaltsam!

Das dunkle Archiv
0

Da es sich bei diesem Buch um den vierten Band dieser Reihe handelt, war mir der Schreibstil schon bekannt. Er ist nach wie vor sehr bildlich und gefällt mir gut. Ich konnte mich gut in die Szenen hineindenken. ...

Da es sich bei diesem Buch um den vierten Band dieser Reihe handelt, war mir der Schreibstil schon bekannt. Er ist nach wie vor sehr bildlich und gefällt mir gut. Ich konnte mich gut in die Szenen hineindenken. Auch das Cover passt zu den bisherigen Bänden und spricht mich an. Allerdings finde ich den Titel schlecht gewählt. Eine sinngemäße Übersetzung des englischen Originaltitels „The lost plot“ hätte besser zu der Geschichte gepasst.

Irene ist nach wie vor die Beherrschtheit in Person, zumindest nach außen hin. Innerlich sieht es da so manches mal auch ganz anders aus. Sprach sie im letzten Buch häufig von ihrer Paranoia, bin ich sehr froh, dass sich das wieder gelegt hat. Auch in diesem Buch mochte ich sie wieder sehr gerne und ihre Handlungen waren für mich nachvollziehbar. Am besten gefällt mir aber immer noch ihr Humor.

Das Setting hat mir in diesem Buch besonders gut gefallen. Es unterscheidet sich wieder sehr von denen, die wir bisher kennen. Dieses Mal befinden wir uns im New York der 20er Jahre, das bedeutet Flüsterkneipen, Gangsterbosse und Tommy Guns. Auch wenn das nicht sehr fantastisch klingt, kommt der Fantasy-Anteil mit den Elfen, Drachen und natürlich der Sprache definitiv nicht zu kurz.

Auch die Geschichte hat mich sehr angesprochen. Wie jedes Buch dieser Reihe startet sie mit einer für Irene gefährlichen Situation, aus der sie sich gerade mal so mit Hilfe der Sprache herauswinden kann. Wo ich bei den Vorgängern manchmal das Gefühl hatte, dass sich das Buch etwas zieht, gelingt es der Autorin hier jedoch, die Spannung zu halten.

Die gesamte Reihe finde ich bisher sehr gelungen. Es ist kein billiger Abklatsch von etwas, das ich bereits gelesen habe, sondern eine für mich neuartige Idee, die wirklich hervorragend umgesetzt wurde.

Vor der Lektüre des Buches würde ich jedoch empfehlen, die Vorgänger zu lesen. Man kann der Handlung alles in allem zwar auch folgen, ohne die Vorgänger gelesen zu haben, aber dann muss man sich darauf einstellen, dass man Anspielungen, Namen und Zusammenhänge nicht einordnen kann.

Fazit:

Das für mich bisher aufregendste Setting. Der Schreibstil und die Protagonisten gefallen mir nach wie vor außerordentlich gut. Auch die Geschichte war sehr spannend und unterhaltsam. Das Buch erhält von mir 4 von 5 Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Charaktere
  • Fantasie
  • Geschichte
Veröffentlicht am 18.03.2018

Absolut fesselnd!

Scythe – Der Zorn der Gerechten
0

Hier geht’s zur Rezension auf meinem Blog:
https://sabzbuecherblog.blogspot.de/2018/03/rezension-scythe-der-zorn-der-gerechten.html

Inhalt:

Citra hat es geschafft.
Sie wurde auserwählt und als Scythe ...

Hier geht’s zur Rezension auf meinem Blog:
https://sabzbuecherblog.blogspot.de/2018/03/rezension-scythe-der-zorn-der-gerechten.html

Inhalt:

Citra hat es geschafft.
Sie wurde auserwählt und als Scythe entscheidet sie jetzt, wer leben darf und wer sterben muss.

Doch als wenn das nicht schon schwer genug wäre, übernehmen skrupellose Scythe die Macht und stellen neue Regeln auf. Die wichtigste Regel lautet, dass es ab jetzt keine Regeln mehr gibt.

So beginnt Citras Kampf für Gerechtigkeit.
Ein Kampf, den sie nur gemeinsam gewinnen kann mit ihrer großen Liebe Rowan.

Meine Meinung:

Bei diesem Buch handelt es sich um den zweiten Band der Scythe-Trilogie und damit um den Nachfolger von Scythe – Die Hüter des Todes. Wer dieses Buch noch nicht gelesen hat, sollte diese Rezension nun schließen, zum Buchhändler seines Vertrauens gehen und es sich umgehend besorgen. Oder vielleicht besser noch ein bisschen warten um die Wartezeit bis zum finalen Band der Reihe, der erst nächstes Jahr erscheinend wird, zu verkürzen. Ansonsten bist du hiermit gewarnt, dass es weiter unten einen Spoiler zum ersten Band gibt.

Ich kannte den Schreibstil bereits vom ersten Band und er hat mich absolut gefesselt. Auch das Cover gefällt mir gut, die Scythe sieht stark und entschlossen aus, was gut zur Geschichte passt.

Das Buch spielt nach wie vor in einer Zeit, in der die Entwicklung der Zivilisation abgeschlossen und der Tod überwunden ist. Allerdings lernen wir hier den Thunderhead, eine quasi allwissende Cloud mit Gewissen, besser kennen. Waren im ersten Buch zwischen den Kapiteln hauptsächlich Tagebucheinträge von verschiedenen Scythe, sind es hier immer kurze Texte vom Thunderhead selbst, die Abwechslung reinbringen und in denen wir einiges über den Thunderhead erfahren.

So und wer jetzt immer noch dabei ist, obwohl er/sie/es das erste Buch nicht gelesen hat, sollte den nächsten Abschnitt überspringen.

Nachdem Citra nun zur Scythe ordiniert wurde, erweist sie sich, meiner Meinung nach, als ziemlich humane, fast schon gütige Scythe. Man merkt deutlich, dass sie sich weiterentwickelt hat und sich selbst mit der Zeit weniger als Citra, sondern vielmehr als Scythe Anastasia sieht. Auch in diesem Band war sie mir super sympathisch und ich mochte sie sehr gerne.
Auch Rowan spielt in diesem Band eine bedeutende Rolle, hat er sich doch dem Kampf gegen korrupte Scythe gewidmet. So richtig sympathisch ist Rowan mir jedoch nicht. Er scheint inzwischen recht kaltherzig und abgestumpft geworden zu sein, nur selten blitzt noch der alte Rowan auf, den ich mochte.

Die Story hat mich unglaublich gut gefallen! Es ist durchweg spannend und hält einige Wendungen bereit, die mich vollkommen überrumpelt und sprachlos zurück gelassen haben. Und dieses Ende! Unfassbar!
Das Buch hat mich einfach die ganze Zeit in Atem gehalten.

Besonders positiv finde ich die verschiedenen Erzählstränge, wodurch wir die ganze Geschichte aus unterschiedlichen Perspektiven, eben nicht nur von Scythe, sondern auch von normalen Menschen und sogar den Bösewichten, erleben. Trotzdem sind es nicht zu viele und man kann ihnen gut folgen, was mir bei jedem Einzelnen auch viel Spaß gemacht hat.

Fazit:

Dieses Buch gefällt mir sogar noch besser als der erste Teil! Es hat mich von vorne bis hinten mitgerissen, einige Male verblüfft und total gespannt auf den letzten Band zurückgelassen. Es macht einfach so viel Spaß, dieses Buch zu lesen.
Hach, ich wünschte, ich könnte direkt weiterlesen.
5 von 5 Sterne.

Veröffentlicht am 16.03.2018

Spannung pur!

Schneewittchen muss sterben (Ein Bodenstein-Kirchhoff-Krimi 4)
0

Hier geht’s zur Rezension auf meinem Blog:
https://sabzbuecherblog.blogspot.de/2018/03/rezension-schneewittchen-muss-sterben.html

Inhalt:

Sulzbach im Taunus: An einem regnerischen Novemberabend wird ...

Hier geht’s zur Rezension auf meinem Blog:
https://sabzbuecherblog.blogspot.de/2018/03/rezension-schneewittchen-muss-sterben.html

Inhalt:

Sulzbach im Taunus: An einem regnerischen Novemberabend wird eine Frau von einer Brücke auf die Straße gestoßen. Die Ermittlungen führen Pia Kirchhoff und Oliver von Bodenstein in die Vergangenheit: Vor vielen Jahren verschwanden in dem kleinen Taunusort Altenhain zwei Mädchen. Ein Indizienprozess brachte den mutmaßlichen Täter hinter Gitter. Nun ist er in seinen Heimatort zurückgekehrt. Als erneut ein Mädchen vermisst wird, beginnt im Dorf eine Hexenjagd…

Meine Meinung:

Zunächst einmal muss ich sagen, dass das Buch schon seit ein paar Jahren bei mir rumliegt. Ich weiß gar nicht seit wann genau, schätze aber, dass ich es kurz nach Erscheinen im Jahr 2010 gekauft habe. Nach dem ich es nun gelesen habe, ärgere ich mich, denn ich hatte die ganze Zeit einen kleinen Schatz in meinem Bücherregal liegen und habe nichts gemerkt.

Der Schreibstil der Autorin ist richtig gut und das Buch ist sehr angenehm zu lesen. Auch das Cover gefällt mir, der Himmel wirkt recht düster und die Blutflecken zeigen schon einmal, was auf einen zukommt.

Das Buch beginnt mit der Rückkehr von Tobias, der wegen Doppelmordes an zwei Mädchen zu zehn Jahren Haft verurteilt wurde und seine Strafe nun abgesessen hat. Erst nach seiner Rückkehr werden ihm die Konsequenzen für seine Eltern deutlich – seine Mutter ist ausgezogen und hat ihren Namen geändert, sein Vater hat seinen Gasthof verloren und einen Haufen Schulden gemacht. Nun muss sich Tobias nicht nur dem Hass der Dorfbewohner, sondern auch seiner Vergangenheit stellen. Denn obwohl er verurteilt wurde, erinnert er sich selbst angeblich nicht an die Tat und auch die Leichen der Mädchen wurden nie gefunden.
Als eines Tages jedoch eine Mädchenleiche gefunden wird und die Polizei zu ermitteln beginnt, kommen leise Zweifel an Tobias’ Schuld auf.

Im Verlaufe der Geschichte lernen wir auch die anderen Dorfbewohner kennen und alle scheinen irgendwie Dreck am Stecken zu haben: Wieso lügen einige der Dorfbewohner? Wieso ist ein Mann aufgrund des einen Anrufs so schockiert? Wieso denkt eine Frau „Bitte, bitte nicht noch einmal“ als sie ein Mädchen sieht, das einem der Opfer von damals ähnelt? Je weiter wir in der Geschichte voranschreiten, desto mehr Hinweise und Rätsel gibt es.

Besonders positiv aufgefallen sind mir die Kapitel, in denen keine Namen genannt wurden. Man weiß also, was dieser jemand gerade denkt und was er tut, aber nicht um wen es sich dabei handelt. Das hat nicht nur die Spannung in die Höhe getrieben, sondern mich auch ein bisschen wahnsinnig gemacht, weil ich einfach so gar keinen Schimmer hatte, wer das sein könnte, es aber unbedingt wissen wollte. Zum Glück gab es nur wenige solcher Kapitel, sonst hätte ich die Spannung wahrscheinlich gar nicht ausgehalten.
Aber auch abgesehen von diesen Kapiteln strotzt das Buch nur so vor Spannung. Ich hatte keine ruhige Minute! Selbst am Ende, wo sich alles aufgeklärt hat und ich dachte, ich könnte nun endlich einmal durchatmen – Fehlanzeige! Der Spannungsbogen umfasst tatsächlich die erste bis zur letzten Seite.

Der einzige Störfaktor waren für mich die vielen Charaktere. Da in dem Dorf alles Familien wohnen, fiel es mir manchmal schwer einzuordnen, zu welcher Familie die einzelnen Dorfbewohner nun gehörten und in welchem Verhältnis sie z.B. zu Tobias, dem verurteilten Doppelmörder, standen.

Fazit:

Ein sehr angenehmer Schreibstil und ein von vorne bis hinten unglaublich spannendes Buch. Es erhält von mir 4,5 von 5 Sterne.