Lebenssommer, Dorfalltag, Humor und Aufbruch
MirabellentageMirabellentage von Martina Bogdahn erzählt die Geschichte der 54-jährigen Anna, die als Haushälterin im Pfarrhaus lebt und arbeitet. Ihr Leben ist geprägt von Routine, Pflichtgefühl und der engen Verbindung ...
Mirabellentage von Martina Bogdahn erzählt die Geschichte der 54-jährigen Anna, die als Haushälterin im Pfarrhaus lebt und arbeitet. Ihr Leben ist geprägt von Routine, Pflichtgefühl und der engen Verbindung zu „ihrem“ Pfarrer, mit dem sie seit Kindheitstagen befreundet ist. Als dieser stirbt und ein neuer Pfarrer kommt, gerät Annas bisherige Welt ins Wanken.
Zwischen Erinnerungen an ihre Vergangenheit, die sowohl humorvolle als auch traurige Momente bereithält, und ihren wachsenden Zukunftsängsten beginnt Anna, ihr Leben zu hinterfragen und in die Hand zu nehmen. Dabei schimmert immer wieder die leise Hoffnung durch, dass noch mehr auf sie wartet — wenn sie den Mut findet, etwas zu verändern.
Der Roman überzeugt durch seine humorvolle Erzählweise, lebensnahe Figuren und eine gelungene Mischung aus Nachdenklichkeit und Alltagskomik.
Ich habe wirklich viel gelacht und mich gut unterhalten gefühlt. Das Buch liest sich flüssig und ich mochte die Sprünge in Annas Vergangenheit mit den amüsanten Dorfgeschichten.
Das Ende finde ich sehr passend. Anna kann die Früchte ihrer jahrelangen Arbeit "ernten" und ist auf ihrem Weg nicht alleine. Auch wenn die Geschichte mit einem Todesfall beginnt, ist sie durchaus positiv gestimmt und macht Hoffnung auf einen schönen Neuanfang.
Das Cover finde ich sehr ansprechend gestaltet. Die süßen Mirabellen tauchen auch im Inhalt auf und man spürt den Lebenssommer.
Diesen schönen Roman empfehle ich allen Leserinnen und Lesern, die gut unterhalten werden möchten, das Leben auf dem Land kennen und Sinn für Humor haben.