Profilbild von Sanne

Sanne

Lesejury Star
online

Sanne ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Sanne über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.08.2025

Drachen haben kein Herz

Gwin und das Herz des Drachen (Band 1)
0

Gwin ist ein armes reiches Mädchen, ohne Freunde, dafür mit einer schrecklichen Tante, bei der sie in Elternabwesenheit wohnen und Stiefel putzen muss. Als sie ausbüxen kann, erlebt sie Fantastisches. ...

Gwin ist ein armes reiches Mädchen, ohne Freunde, dafür mit einer schrecklichen Tante, bei der sie in Elternabwesenheit wohnen und Stiefel putzen muss. Als sie ausbüxen kann, erlebt sie Fantastisches. Bei einer freundlichen Hexe findet sie Unterschlupf. Gern würde sie zaubern lernen, aber der Oberste Zauberrat ist dagegen. Warum? Beim Herumstöbern entdeckt sie einen verzauberten Drachen. Ein großes Abenteuer beginnt.
Verena Maier erzählt eine fantasievolle Geschichte ( mürrische Kater mit Samtumhang, nächtlich singende Wasserkocher, nörgelnde Flämmchen und mehr) mit einer mutigen und unerschrockenen Heldin. Gut, dass ihr Freunde zur Seite stehen! Nicht alles läuft glatt, manchmal zieht sich die Story arg, aber der Leser bangt und hofft immer mit den Figuren.
Spannend, abenteuerlich und gut zu lesen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.08.2025

Urban Fantasy

Die gefährlichen Zauber des Salon Nocturne
0

Ein sehr, sehr bedächtiger Beginn. Jackie ist durch einen alten Zauber an ein Café in Paris gebunden. Im Körper einer Katze kann sie sich für ungefähr zwei Stunden davon entfernen. Ihre Vorfahren, sie ...

Ein sehr, sehr bedächtiger Beginn. Jackie ist durch einen alten Zauber an ein Café in Paris gebunden. Im Körper einer Katze kann sie sich für ungefähr zwei Stunden davon entfernen. Ihre Vorfahren, sie und ein Freund suchen einen Weg, diesen Bindungszauber zu lösen.
In der Halloweennacht gibt es einen Zwischenfall: während eines Lichtzaubers wird eine junge Studentin mit magischen Fähigkeiten entführt.
Langsam dröselt sich die Geschichte auf, Widerstand gegen übergeordnete Behörden ist Thema. Es geht - wie immer - um Macht.
Stefanie Schuhens Schreibstil ist nicht wirklich packend, Details werden ausgewalzt und mehrfach erklärt. Vieles bleibt im Dunklen. Mit den Figuren konnte ich nicht warm werden, sie werden von mir als steif und langweilig wahrgenommen. Seltene Spannungsmomente geben ein wenig Würze, sind aber vorhersehbar.
Das wunderschöne Cover rettet da auch nichts mehr, peppt aber die Bewertung auf 3 Sterne auf.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 31.07.2025

So war es

Das Fräulein Buchhändlerin
0

Buchhändlerin Amanda kann den Laden ihres Chefs übernehmen. Aber sie will doch heiraten und leitend arbeiten können doch nur Fräuleins! Das geht 1965 doch wohl nicht an.
Wie es begann: „Seit sie lesen ...

Buchhändlerin Amanda kann den Laden ihres Chefs übernehmen. Aber sie will doch heiraten und leitend arbeiten können doch nur Fräuleins! Das geht 1965 doch wohl nicht an.
Wie es begann: „Seit sie lesen konnte, war Amanda den Büchern verfallen.“
Sie macht eine Lehre als Buchhändlerin, schließt sie als Beste ab. Protegiert von ihrem Chef erwirbt sie sich einen Ruf als kompetente und tatkräftige Mitarbeiterin. Dann stirbt der Chef.
Ob sie wohl ein eigenes Buchhandelsgeschäft führen könnte? Träume sollen wahr werden. Aber: Verrat spielt eine Rolle, Selbstgefälligkeit. Allerdings hat sie auch Hilfe - die Oma, die sich sehr energisch durchzusetzen weiß, die junge Mutter im Hinterhaus, die zur Freundin wird.
Martina Bergmann schreibt in wohlgesetzten Worten, ein wenig altmodisch, aber gut und anschaulich zu lesen. Hauptthema ist der Buchhandel, jedoch nicht weniger wichtig: die Steine, die sich überschätzende Männer Frauen in den Weg legen.
Unterhaltsam und interessant zu lesen!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.07.2025

Zoo-Olympiade

Die großen Spiele im Zoo
0

Dabeisein ist alles - so das Motto des Zoodirektors. Sportliche Wettkämpfe wie Laufen, Kugelstoßen und Schwimmen sind im Programm. Schade, dass sich die Tiere teilweise sehr ungeschickt anstellen bzw. ...

Dabeisein ist alles - so das Motto des Zoodirektors. Sportliche Wettkämpfe wie Laufen, Kugelstoßen und Schwimmen sind im Programm. Schade, dass sich die Tiere teilweise sehr ungeschickt anstellen bzw. an ihre Grenzen stoßen. Natürlich sind einige gleich demotiviert. Letztendlich helfen einige originelle Ideen, dass alle doch irgendwie Erfolg haben.
Die Illustrationen von Günther Jakobs sind sehr, sehr schön, viele witzige Tiere sind farbenfroh abgebildet und meistens gut zu erkennen. Lustige Details regen zum genauen Betrachten an, typische Eigenschaften sind erfasst.
Was nicht gefällt: die unüberlegte Herangehensweise des Direktors, viele Tiere sind erst einmal enttäuscht. Ja, mit tröstlichen Ideen kommen alle zum Erfolg, meine Kleine und ich waren aber zunächst traurig wegen der Misserfolge, dann empfand sie die Änderungen der Regeln auch noch als Schummeln.
Der Grundgedanke ist schön, Dabeisein zählt, aber Differenzierung von Beginn an hätte manche Frustration erspart.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.07.2025

Die 60er

Die Werbefrauen – Wir schaffen eine neue Welt
0

Lotte und Margot sind beste Freundinnen. Sie träumen von einer erfolgreichen Zukunft, wollen vieles anders als ihre Eltern machen. Die Eine liebt Mode und möchte sie gern vorführen, die Andere ist kreativ ...

Lotte und Margot sind beste Freundinnen. Sie träumen von einer erfolgreichen Zukunft, wollen vieles anders als ihre Eltern machen. Die Eine liebt Mode und möchte sie gern vorführen, die Andere ist kreativ in der Werbung. Aber in den 60ern haben Männer das Sagen, Frauen machen den Haushalt und arbeiten als Sekretärin, aber doch nicht dort, wo sie etwas bewirken können! Zunächst sieht es für Lotte auch gut aus, sie wird entdeckt und modelt für die „Sybille“. Das reicht nicht, der goldene Westen wirkt viel attraktiver. Und Margot wird als Lehrling getriezt und klein gehalten. Melanie Fischer gibt den Frauen eine Stimme, schildert die Ungerechtigkeiten und den Willen, für das eigene Glück zu sorgen. Ihre Protas sind starke Frauen, die einen interessanten, aber vielleicht nicht unbedingt typischen Prozess durchlaufen.
Der Schreibstil ist angenehm zu lesen, man kann sich die geschilderten Situationen gut vorstellen. Gleichzeitig spielen auch politische Ereignisse eine Rolle.
Ein schöner Einblick in die Welt unserer Großmütter.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere