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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.06.2025

Nicht lustig

Morden in der Menopause mit dem richtigen Mindset
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Vor Hitzewallungen wird gewarnt: sie können Morde zur Folge haben.
Oder viele ungefragte Belehrungen, an die sich die Autorin selbst nicht hält. Sie reflektiert und plagt sich mit Schuldgefühlen. Durch ...

Vor Hitzewallungen wird gewarnt: sie können Morde zur Folge haben.
Oder viele ungefragte Belehrungen, an die sich die Autorin selbst nicht hält. Sie reflektiert und plagt sich mit Schuldgefühlen. Durch ständiges Wiederholen nicht interessant. Klar, die Menopause ist nicht für Jede die reine Freude, aber sie als Ausrede für jegliches unkluges Verhalten heranzuziehen, ist albern. Livs chaotische Erlebnisse sind sehr konstruiert. Was komisch sein soll, ist eher Slapstick.
Der erste Teil war noch einigermaßen originell und unterhaltsam, dieser ist sehr überdreht.

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Veröffentlicht am 24.06.2025

Laubwichtelin und Elfe

Glim aus dem Ginsterwald
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Glim, die Laubwichtelin, geht auf Wanderschaft. Mit Zauberstäben kennt sie sich aus. Dabei trifft sie die etwas tapsige Elfe Annivé, die Drachen, Riesenspinnen und Wald-Unholde liebt.

Marcus Raffel erzählt ...


Glim, die Laubwichtelin, geht auf Wanderschaft. Mit Zauberstäben kennt sie sich aus. Dabei trifft sie die etwas tapsige Elfe Annivé, die Drachen, Riesenspinnen und Wald-Unholde liebt.

Marcus Raffel erzählt sehr poetisch, beschreibt vieles ausgesprochen ausführlich. Seine Erzählungen sind originell, allerdings ist das Erklären in vielen, vielen Details nicht immer spannend. Seine Geschichte wuchert wie ein Busch, treibt Äste, Zweige, Zweiglein, Blätter ...

Durchaus sehr witzige Episoden ( Unholde, die sich um Wichtelspeisen streiten) kommen vor, gefährliche Situationen ( herabdonnernde Rieseneiszapfen, Raubgnome, hausgroße Bergtrolle) häufen sich.

Ob die Freundschaft von Annivé und Glim alle Abenteuer unbeschadet übersteht?

Etwas weniger „verquasselt“ - wir hätten es geliebt. So hat es uns die phantasievolle Geschichte „nur“ gut gefallen.

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Veröffentlicht am 24.06.2025

Planung ist alles

Reisefieber
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Egal, ob in flirrender, wüstenmäßiger Hitze, arktischer Kälte oder saharamäßiger Trockenheit - Julia Finkernagel kennt sich aus. Zugfahren oder Zelten - alles muss gemanaged werden. Aus eigener ( mitunter ...


Egal, ob in flirrender, wüstenmäßiger Hitze, arktischer Kälte oder saharamäßiger Trockenheit - Julia Finkernagel kennt sich aus. Zugfahren oder Zelten - alles muss gemanaged werden. Aus eigener ( mitunter leidvoller) Erfahrung hat sie beste Überlebenstipps parat. Die Fülle der Ratschläge für Gepäck, Ausrüstung, Reiseapotheke, Sabbatjahr erschlägt, aber man muss und soll ja nicht alle auf einmal lesen. Und ob man alle beherzigt, muss man selbst entscheiden. Auch die philosophischen Gedanken muss man nicht alle lesen.

Auf die von der Autorin verpönte Pauschalreise geht man sicherlich weniger vorbereitet auf den Weg, aber wenn man Reisereporter ist, ergeben sich ganz andere Möglichkeiten. Komfortabel manchmal, unter Zeitdruck immer. All das beschreibt die Autorin ausführlich, selbstironisch und mit Humor garniert. Eine Menge davon ist wirklich hilfreich, auch wenn man selbst wahrscheinlich weder im Himalaya noch in der mongolischen Wüste herumkraxeln wird.

Praktischer Reiseratgeber mit gewissem Unterhaltungswert.

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Veröffentlicht am 14.06.2025

Ferien bei Oma

Sommerby 1. Ein Sommer in Sommerby
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Die Geschwister Martha, Mats und Mikkel müssen ihre Sommerferien bei der etwas merkwürdigen Oma auf dem Land verbringen. Schon komisch, dass ihre Eltern jahrelang keinen Kontakt zu ihr hatten, aber jetzt ...

Die Geschwister Martha, Mats und Mikkel müssen ihre Sommerferien bei der etwas merkwürdigen Oma auf dem Land verbringen. Schon komisch, dass ihre Eltern jahrelang keinen Kontakt zu ihr hatten, aber jetzt die Kinder mit einem SUV dorthin abschieben, ohne „die alte Hexe“ überhaupt zu fragen. Kein Wunder, dass sie dem Überraschungsbesuch mit einem Gewehr gegenüber tritt.
Die Oma nimmt sie auf, der Dachboden ist als Kinderzimmer wunderbar. Aber dass Oma weder WLAN noch Internet hat … Martha beschließt, auf Omas Kosten teuer zu telefonieren. Aber: Telefon gibts auch nicht. Und dann soll sie auch noch Kartoffeln pellen! Keine Spülmaschine! Kein Fernsehen! Martha ist enorm verwöhnt, erwartet, als Gast bedient zu werden. Mikkel arrangiert sich schnell. Ihm gefällt es. Abenteuer warten.
Mamas Unfall scheint nicht ganz so schlimm gewesen zu sein. Aber Papa denkt nur an sich! Ich mag ihn nicht.
Natürlich weckt so ein tolles Leben Begehrlichkeiten. Ende des Paradieses? Es wird so richtig spannend.
Ein sehr schönes, unterhaltsames Kinderbuch. Werte werden neu definiert, die Geschwister haben eine tolle Zeit. Klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 14.06.2025

Töne

Der Geräuschehändler bekommt Post
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Sehr fantasievoll, sehr feinfühlig. Der Geräuschehändler also bekommt besondere Besucher, alle ( Badehosen, Außerirdische, Monster, Langeweile … ) wollen etwas Bestimmtes. Der Händler bietet Passendes, ...

Sehr fantasievoll, sehr feinfühlig. Der Geräuschehändler also bekommt besondere Besucher, alle ( Badehosen, Außerirdische, Monster, Langeweile … ) wollen etwas Bestimmtes. Der Händler bietet Passendes, erfasst Stimmungen und hat für Jeden das Richtige. Kichern, platschen, muhen, krähen, gähnen - alles kann in kleine Tütchen abgepackt und mitgegeben werden. Es kommt als Kinderbuch daher, die Illustrationen sind schön bunt, es ist aber teilweise recht abstrakt. Für Kinder nicht lange interessant, nicht alles wird gleich verstanden. Hier herrscht Erklärungsbedarf. Begeisterung entsteht erst, wenn man diese Geräusche selbst zu erzeugen versucht, sich gemeinsam die entsprechenden Situationen vorstellt.
Ich fand es nicht so schlecht, kreativ erdacht. Kann Spaß machen.

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