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Veröffentlicht am 01.04.2022

Blick in die Vergangenheit

Die Engel von Berlin
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2022, London. Laura ist knapp 40, zutiefst unglücklich und wird von ihrer Mutter motiviert, nicht aufzugeben. Dazu wird die Vergangenheit beleuchtet:
1931 erklären sich Annegret aus Berlin und Martha aus ...

2022, London. Laura ist knapp 40, zutiefst unglücklich und wird von ihrer Mutter motiviert, nicht aufzugeben. Dazu wird die Vergangenheit beleuchtet:
1931 erklären sich Annegret aus Berlin und Martha aus London bereit, eine Pfadfindergruppe zu leiten. Wir erfahren einiges über ihre familiäre, aber auch über die politische Situation in Deutschland zu jener Zeit. Ein wichtiges und interessantes Thema.
Ihre Heldinnen zeichnet die Autorin zunächst recht einseitig: ein gutgläubiges, naives, sich aufopferndes Hausfrauchen und eine aufgeschlossene, belehrende und mustergültige Frau. Das bleibt bei Weitem nicht so.
Hanna Lucas gibt streiflichtartige Einblicke in die Zeit vor und während des 2. Weltkrieges. Gelungen ist die emotionaleSchilderung der Evakuierung jüdischer Kinder nach England und ihr Leben dort. Die Situation spitzt sich zu.
Die Autorin zeigt Entwicklungen auf, nutzt Fakten und Klischees.
Über die ausgelassenen Zeiträume hätte ich gern Näheres erfahren, nicht alles wirkte glaubhaft. So konnte ich mit den Heldinnen nicht wirklich warm werden.

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Veröffentlicht am 31.03.2022

Tricks und Illusionen

Schwarzlicht
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Die Stockholmer Kommissarin Mina Dabiri bittet den Mentalisten Vincent Walder um Hilfe. Er soll helfen, den Mann, der eine Leiche in einem Zauberkasten hinterließ, aufzuspüren. Will er aber zunächst nicht. ...

Die Stockholmer Kommissarin Mina Dabiri bittet den Mentalisten Vincent Walder um Hilfe. Er soll helfen, den Mann, der eine Leiche in einem Zauberkasten hinterließ, aufzuspüren. Will er aber zunächst nicht. Weitere, bizarre Morde geschehen.
Camilla Läckberg und Henrik Fexeus geben den Problemen ihrer Protagonisten viel Raum, besonders Minas Keim- und Bakterienphobie wird ausführlich beschrieben. Vincent hat es auch nicht leicht, seine Gedanken kreisen kontinuierlich um mathematische Gleichungen. Abgehoben. Vieles Unbewusste wird erklärt, einige psychologische Tricks offengelegt. Vincent ist als sehr clever beschrieben, erkennt unmögliche Zusammenhänge, braucht aber trotzdem erstaunlich lange, bis er auf der richtigen Spur ist. Die Sondereinheit der Polizei ist recht speziell, eine Ermittlertruppe, deren Mitglieder nahbar charakterisiert werden. Nicht jeder ist sympathisch. Aber alle sind so verständnisvoll ...
Nur zum Teil spannend, die Lösung ist keine Überraschung, ein Rätsel bleibt ungelöst. Nun, es ist der erste Teil einer Trilogie.
Kriminalroman aus dem Schwedischen von Katrin Frey.

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Veröffentlicht am 30.03.2022

Die Ronnefeldts - eine Teehändlerdynastie

Der Weg der Teehändlerin
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1853, Frankfurt. Probleme über Probleme: das Hochwasser vernichtet Vorräte, Zusagen werden nicht erfüllt, Heiratskandidaten passen nicht und einiges mehr. Die Ronnefeldt-Kinder haben zudem eigene, der ...

1853, Frankfurt. Probleme über Probleme: das Hochwasser vernichtet Vorräte, Zusagen werden nicht erfüllt, Heiratskandidaten passen nicht und einiges mehr. Die Ronnefeldt-Kinder haben zudem eigene, der Mutter nicht wirklich gefallende Pläne. Statt reich zu heiraten, will Elise Lehrerin werden, Wilhelm Maler und Minchen Schauspielerin. Bekannte aus dem Vorgängerbuch tauchen auf. Schön zu sehen, wie deren Geschichte weiter geht.
Nebenher vermittelt Susanne Popp auch einen Blick auf das trubelige und vielschichtige Leben in der Handelsstadt Hamburg, einem Tor zur Welt. Kleine Teekunde inclusive.
Wieder eine interessante Familiengeschichte, die verschiedene Lebensläufe zeichnet. Geringfügige Veränderungen an belegten Ereignissen der echten Ronnefeldts sind für einen gelungenen Roman vorgenommen worden.
Unterhaltsame Lektüre über eine Frankfurter Kaufmannsfamilie, gut und spannend zu lesen. Verlag: Fischer E-Books.

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Veröffentlicht am 29.03.2022

Tischler löst den Fall

Prost, auf die Nachbarn
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Bei einem Unfall, der keiner ist, stirbt der pensionierte Rechtsanwalt Lehmann. Tischler findet heraus, dass der Tote massig Feinde hatte. Welcher von den Vielen ist der Täter?
Gewohnt humorvoll lässt ...

Bei einem Unfall, der keiner ist, stirbt der pensionierte Rechtsanwalt Lehmann. Tischler findet heraus, dass der Tote massig Feinde hatte. Welcher von den Vielen ist der Täter?
Gewohnt humorvoll lässt Friedrich Kalpenstein seinen Tischler auf die Suche gehen. Kollegenfrotzeleien sind wieder an der Tagesordnung. Da Mitstreiter Felix nicht die hellste Kerze auf der Torte ist, bekommt er einige davon ab.
Der sympathische Kommissar ermittelt gründlich und effektiv. Gern folgt man seinen Aktivitäten und liest mit Vergnügen, wie er seine Teamkollegen gern mal auf die Schippe nimmt. Auf bayrisch. Wir dürfen am unterhaltsamen Dorfgeschehen teilnehmen, egal ob am Stammtisch oder in der Autowerkstatt. Geschickt werden auch kleine Alltagsgeschehnisse eingebaut, das wirkt authentisch, gut vorstellbar.
Ein gut gemachter Provinzkrimi, herausgegeben als Edition M.

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Veröffentlicht am 29.03.2022

Vernetzungen

Oxen. Noctis
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Niels Oxen ist Mentor für dänische Kriegsveteranen, die mit dem zivilen Leben Probleme haben. Solch eine Gruppe Männer ist unterwegs und gerät ins Fadenkreuz eines Snipers. Warum und für wen soll diese ...

Niels Oxen ist Mentor für dänische Kriegsveteranen, die mit dem zivilen Leben Probleme haben. Solch eine Gruppe Männer ist unterwegs und gerät ins Fadenkreuz eines Snipers. Warum und für wen soll diese anscheinend harmlose Truppe getötet werden? Kann der Heckenschütze enttarnt und gestoppt werden?
Es geht von der ersten Minute an spannend zu.
Jens Henrik Jensen baut seine packende Story rund um vier sehr verschiedene Protagonisten auf. Jede/r auf eigene Art kompetent, kompromisslos und engagiert. Ihr Einsatz ist bewundernswert.
Die Handlung bewegt sich zwischen Action, Abenteuern und Geheimdienstaktivitäten in äußerst faszinierender Art. Menschliche Abgründe werden beleuchtet, niedere Charaktere entlarvt.
Metaphern und bildhafte Sprache machen die Handlung lebendig, anschaulich. Dadurch verzeiht man einige Längen.
Ein Pageturner und geschickt aufgebauter Thriller, übersetzt aus dem Dänischen von Friederike Buchinger, verlegt von dtv.

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