Profilbild von SarahKiss

SarahKiss

Lesejury Star
offline

SarahKiss ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit SarahKiss über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.01.2021

Für alle True-Crime Fans

'Ich liebte eine Bestie'
0

Wer den Blogg kennt, der weiß, dass ich solche Bücher liebe. Es ist einfach immer wieder spannend, in die Abgründe der Menschen zu blicken und sie von Fachleuten analysiert zu bekommen.
In diesem Buch ...

Wer den Blogg kennt, der weiß, dass ich solche Bücher liebe. Es ist einfach immer wieder spannend, in die Abgründe der Menschen zu blicken und sie von Fachleuten analysiert zu bekommen.
In diesem Buch gibt es die eine oder andere Geschichte, wo ich aber an der Menschelt gezweifelt habe. Ich kann es einfach nicht verstehen, wie ein Mensch daran Spaß haben kann, einen anderen Menschen zu foltern und umzubringen. Was muss bei denen falsch gelaufen sein, damit sie absolut keine Reue empfinden und diese Grenze überschreiten?
In dem Buch werden vor allem Frauen vorgestellt, die dem Täter hörig sind, die kaum in der Lage sind, eigenen Entscheidungen zu tun und richtig abhängig sind. Das Buch ist zwar schon ein bisschen älter, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass es Heute auch noch genug Frauen gibt, die leider ein sehr geringes Selbstwertgefühl haben. Vielleicht ist es auch die Angst vorm alleine sein, dass sie einem Mann beim verwischen der Spuren helfen oder den Fluchtwagen fahren und mit dem Mann untertauchen oder ihm den Ausbruch aus dem Knast erleichtern.
Es gibt aber auch eine interessante Story, die von einer Frau handelt, die sich, obwohl sie wusste, welche Taten der Mann begangen hat, in ihn verliebt hat. Und sie ist glücklich. Zwar versteckt sie die Beziehung vor der ganzen Familie und sie führen auch keine richtige Beziehung, weil er für den Rest seines Lebens in der Psychiatrie bleibt. Ich mein, wenn man die Kraft in eine Beziehung investiert, wo es nie wirklich Zweisamkeit geben wird und man dann aber trotzdem glücklich ist, ist es dann nicht wirklich Liebe. Auch wenn die Umstände noch so beschissen sind?!
Ich finde das Buch spannend und interessant, Ist auf jeden Fall etwas, für Alle, die sich auch für True-Crime interessieren.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.01.2021

Viel zu viel Gefühlschaos

180 Seconds - Und meine Welt ist deine
0

Also..... Dieses Buch zu beschreiben ist schwierig. Es hat gute Seiten, es hat aber auch schlechte Seiten. Die ersten Kapitel fand ich komisch. Die Gefühle von Allison sind sehr kompliziert. Ich mein, ...

Also..... Dieses Buch zu beschreiben ist schwierig. Es hat gute Seiten, es hat aber auch schlechte Seiten. Die ersten Kapitel fand ich komisch. Die Gefühle von Allison sind sehr kompliziert. Ich mein, ich bin auch ne Frau, ich weiß, wie anstrengend wir sein können, aber das war echt komisch. Als sie Esben gegenüber saß, sprangen ihre Gefühle schneller hin und her, als bei irgend einem normalen Menschen und auch das, was sie gedacht hatte. Ich meine, sie kannte den Typen gar nicht, aber hat ihm (gedanklich) Sachen an den Kopf geknallt, die gar keinen Sinn ergaben. Das fand ich sehr befremdlich.
Dann gab es aber auch Momente in denen ich zu Tränen gerührt war. Die tollen Ideen, die Esben hatte und die Geschichten, die er damit aufgedeckt hatte. Auch die Menschen, die Allison und Esben auf ihren Weg nach LA so unterstützt haben, fand ich so rührend. So was wünsche ich mir auch in der realen Welt. Diese Herzlichkeit und Rücksichtnahme. Einfach kein Egoismus. Etwas, was in der aktuellen Zeit einfach fehlt.
Zum Ende hin, war es dann wieder ein wenig anstrengend. Allison war wieder voll in ihrer komischen Gefühlswelt und manche Sachen ergaben einfach, für mich, keinen Sinn. Wie sie am Ende mit Simon haufenweise gebacken hat. In der Erzählung klang es nach so viel Zeit, die vergangen war, aber es waren nur ein paar Tage. Ich fand das einfach komisch geschrieben.
Im Großen und Ganzen wäre es für mich kein Buch, was ich nochmal lesen würde. Es hat mich nicht abgeholt, weil ich den Twist zwischen heile Welt und Hölle auf Erden kam zu oft und dann auch gleich zu krass. Ich würde es nicht weiter empfehlen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.12.2020

Sehr interessant und auf jeden Fall mal was anderes

Dem Tod auf der Spur
0

Das war mal eine andere Art "Sachbuch". Ich stehe ja auf das Thema Rechtsmedizin, Krimi, spannende Mordfälle und des gleichen, aber so schonungslos habe ich es schon lange nicht mehr gelesen. Auch wenn ...

Das war mal eine andere Art "Sachbuch". Ich stehe ja auf das Thema Rechtsmedizin, Krimi, spannende Mordfälle und des gleichen, aber so schonungslos habe ich es schon lange nicht mehr gelesen. Auch wenn das Buch schon ein paar Tage älter ist, sind die Themen und Aussagen von Herrn Tsokos so wichtig, wie nie.
In den einzelnen Fällen geht es vor allem um Selbstmord. Michael Tsokos lässt uns nicht nur an der Obduktion teilhaben, er erinnert uns auch daran, wie wichtig es ist, auf einander aufzupassen. Dunkle Gedanken nicht zu verharmlosen. Einfach mal fragen, ob man helfen kann. Manchen Menschen reicht es schon, wenn sie nur mit jemandem reden können. Ich war am Ende sehr überrascht, wie ein Buch über Rechtsmedizin, eher zu einem Apell an die Gesellschaft wird.
Michael Tsokos lässt uns aber auch tief in die Rechtsmedizin einblicken. Es gab viele Fachausdrücke, von denen ich manche nicht mal aussprechen konnte ^^. Er erklärt aber auch gleich, was damit gemeint ist. Und er erklärt es genau. Da wird einem schon ein bisschen anders, wenn man liest, wie die Lungenflügel mit einer Schere geöffnet wird und dort Schaum austritt, weil dem Drogenkurier Päckchen im Darm geplatzt sind. Schonungslos und ohne rosa Brille. Das schlimmste sind wohl aber eher die Bilder, die im Kopf entstehen, wenn man z. B. von einer Leiche liest, die mehrere Kilometer unter einem Auto mitgeschleift wurde und dessen halbes Gesicht, dadurch offen ist. Da muss man das Kopfkino manchmal schon bremsen.
Am Ende ist es auf jeden Fall ein empfehlenswertes Buch. Und es wird bestimmt nicht lange dauern, bis ich das nächste Buch von Michael Tsokos lesen werde.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.11.2020

So schön traurig

What if we Drown
0

Was soll ich sagen.... Ich habe schon lange nicht mehr so viel bei einem Buch geheult. Schrecklich, wie sehr mich die Story ergriffen hatte. Ich habe zwar selber keine Geschwister verloren, aber diese ...

Was soll ich sagen.... Ich habe schon lange nicht mehr so viel bei einem Buch geheult. Schrecklich, wie sehr mich die Story ergriffen hatte. Ich habe zwar selber keine Geschwister verloren, aber diese intensive Beziehung zwischen Laurie und Austin hätte ich auch gerne mit meiner Schwester. Es ist einfach so viel Herz in dieser Geschichte.
Der Schreibstil bzw. die Aufteilung der Kapitel ist auch sehr gut gelungen. Zwischendurch schaut man immer mal wieder in die Vergangenheit um die Gefühle von Laurie einfach besser zu verstehen.
Am Anfang war ich bisschen skeptisch, wenn es um Sam ging, da ich ihn gar nicht einschätzen konnte. Ich hatte tatsächlich gedacht, dass er was mit dem Mord zu tun hatte. Ich fand es aber toll, dass die Autorin ihn nicht nur als starken Kerl geschrieben hatte. Ich finde sie zeigt damit, dass es kein Zeichen von Schwäche ist, bei Männern, wenn sie nach einem traumatischen Erlebnis, nicht wie vorher funktionieren, sondern einfach zwischendurch auch mal neben sich stehen. Dieses heikle Thema hat sie sehr gut aufgegriffen.
Ich will auch nicht zu viel verraten. Wenn ihr einfach mal wieder hemmungslos weinen wollt und euch richtig tief in einer Geschichte verlieren wollt, dann kauft euch dieses Buch. Ich kann es nur empfehlen. Einfach nur schön traurig. Und auch ein bisschen sexy. ^^

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.11.2020

Ganz nett

Off Limits - Du bist tabu
0

Es ist eine kleine heiße Story für Zwischendurch. Sie reißt mich nicht vom Hocker. An manchen Stellen war es sogar eher so, dass ich mich gar nicht mit der weiblichen Protagonistin identifizieren konnte. ...

Es ist eine kleine heiße Story für Zwischendurch. Sie reißt mich nicht vom Hocker. An manchen Stellen war es sogar eher so, dass ich mich gar nicht mit der weiblichen Protagonistin identifizieren konnte. Wer Einfach mal ein wenig abschalten will und ein paar heiße Zeilen lesen will, der macht mit der Story absolut nichts verkehrt. Aber hier kann man keine tiefe Geschichte erwarten. Obwohl die Charaktere durchaus Potenzial für mehr haben. Gerade das Schicksal von Jack hat Potenzial für mehr.
Nette kleine Story, für den verregneten Sontag Nachmittag.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere