Offline - Du wolltest nicht erreichbar sein. Jetzt sitzt du in der Falle.
Offline - Du wolltest nicht erreichbar sein. Jetzt sitzt du in der Falle.Worum geht es?: Fünf Tage ohne Internet. Raus aus dem digitalen Stress, einfach nicht erreichbar sein. Digital Detox. So das Vorhaben einer Gruppe junger Leute, die dazu in ein ehemaliges Bergsteigerhotel ...
Worum geht es?: Fünf Tage ohne Internet. Raus aus dem digitalen Stress, einfach nicht erreichbar sein. Digital Detox. So das Vorhaben einer Gruppe junger Leute, die dazu in ein ehemaliges Bergsteigerhotel auf den Watzmann in 2000 Metern Höhe reist.
Aber am zweiten Tag verschwindet einer von ihnen und wird kurz darauf schwer misshandelt gefunden. Jetzt beginnt für alle ein Horrortrip ohne Ausweg. Denn sie sind offline, und niemand wird kommen, um ihnen zu helfen...
Das Cover: Ich mag das Buchcover sehr. Da hat der Verlag etwas Schönes gezaubert. Es ist gleich von Anfang an klar, dass es sich um einen Thriller handelt.
Der Schreibstil: Das Buch wird größtenteils aus der Ich-Perspektive von Jenny erzählt. Ab und zu werden auch Kapitel von anderen Protagonisten aus der Gruppe erzählt. Diese werden aber in der Erzähler-Perspektive erzählt. Ich muss sagen, dass ich so meine Probleme mit dem Schreibstil hatte. Der Prolog hat irgendwie gar nicht zu dem Rest des Buchs gepasst. Auch diese ständigen Wechsel der Erzähler haben mich zunehmend verwirrt. Dies ist wirklich kein Buch, das man so nebenbei lesen kann. Ich musste mich wirklich konzentrieren, damit ich der Handlung noch folgen konnte. Das finde ich sehr schade. Die Auflösung des Täters war leider sehr vorhersehbar und schon nach der Hälfte des Buchs klar.
Die Hauptfiguren: Jenny ist eine junge Geschäftsführerin eines Tourismusunternehmens, die für eine kurze Zeit mit einigen Kollegen an einem Digital-Detox-Programm teilnimmt. Hierfür macht sie einen Kurztrip in ein Bergsteigerhotel ohne Empfang. Schon nach wenigen Tagen allerdings findet die Gruppe einen Kollegen misshandelt wieder. Seine Augen sind verätzt, seine Ohren bluten, sein Rückenmark ist verletzt und die Zunge wurde ihm abgeschnitten. Die Gruppe stellt sich der Realität. Unter ihnen ist ein Psychopath, und wer ist als nächstes das Opfer? Ich fand besonders toll, dass Jenny in der Gruppe in meinen Augen die besonnenste war. Da allerdings die Perspektiven so häufig gewechselt haben, konnte ich Jenny nicht wirklich kennenlernen.
Endfazit: Die Grundidee von "Offline - Du wolltest nicht erreichbar sein. Jetzt sitzt du in der Falle." finde ich super. Man merkt schnell, wie abhängig man von diversen elektronischen Geräten ist, aber andererseits, wie wichtig sie in der heutigen Zeit geworden sind. Das Setting hat mir super gefallen. Mir persönlich waren es allerdings zu viele Charaktere, sodass ich irgendwann den Überblick verloren habe. Das Ende war leider sehr vorhersehbar und hat mich überhaupt nicht überrascht. Das Buch ist okay, aber ich weiß, Arno Strobel kann es besser.
Das Buch erhält von mir solide 2,5 von 5 Sternen.