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Veröffentlicht am 14.10.2020

Das Jahreshighlight über eine junge Heldin während einen dunklen Zeit!

Das Mädchen, das ein Stück Welt rettete
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Klappentext:

Polen, 1939: Die sechzehnjährige Stefania und Izio sind frisch verliebt und wollen heiraten. Doch dann beginnt der Zweite Weltkrieg. Izio und seine Familie müssen ins Ghetto der Stadt Przemyśl ...

Klappentext:

Polen, 1939: Die sechzehnjährige Stefania und Izio sind frisch verliebt und wollen heiraten. Doch dann beginnt der Zweite Weltkrieg. Izio und seine Familie müssen ins Ghetto der Stadt Przemyśl ziehen, denn sie sind Juden. Stefania ist plötzlich ganz auf sich allein gestellt – und muss sich um ihre kleine Schwester Helena kümmern, denn auch ihre eigene Mutter wurde in ein Zwangsarbeiterlager deportiert. Gleichzeitig versucht sie, Izios Familie zu helfen, wo sie kann, indem sie Lebensmittel und Medikamente ins Ghetto schmuggelt – obwohl dies bei Todesstrafe verboten ist. Als Izio und seine Eltern ermordet werden, bricht für Stefania eine Welt zusammen. Doch seinem Bruder Max gelingt im letzten Moment die Flucht vor der Deportation in die Todeslager – zu Stefania, die nun eine Entscheidung treffen muss. Sie bietet Max und zwölf weiteren Juden Zuflucht auf ihrem Dachboden.

Einfühlsam erzählt dieser Roman die wahre Geschichte eines Mädchens, das dreizehn Menschen vor den Nazis versteckte und ihnen so das Leben rettete. Eindringlich schildert er das alltägliche Leben im Versteck und die ständige Angst, verraten und entdeckt zu werden, vor allem aber erzählt er von Menschlichkeit, Mut und Hoffnung.



Meine Bewertung:

Zum Cover: Das Cover gefällt mir persönlich ziemlich sehr! Zu sehen ist ein Mädchen, das wahrscheinlich ihre Haare zu einem Zopf gebunden hat, ein Kleid oder Rock trägt und ihr Blick auf den Boden gerichtet ist. Im Hintergrund erkennt man einen blauen Himmel samt Wolken.

Zum Inhalt: In diesem Roman wird eine wahre Begebenheit nacherzählt und zwar die Geschichte der damals 16-jährigen Stefania Podgórska, welche während des Zweiten Weltkrieges in ihrem Haus insgesamt 13 Jüdinnen und Juden versteckte und somit ihr eigenes Leben riskiert hat. Doch noch bevor Polen von der Deutschen Wehrmacht besetzt wird, ist Stefania frisch in Izio Diamant verliebt. Stefania arbeitete für die jüdische Familie Diamant und wurde von ihnen bereits in die Familie aufgenommen. Als die Nationalsozialisten die polnische Heimatstadt der Protagonistin besetzten, muss die Familie Diamant sowie viele weitere jüdische Familien in ein Ghetto ziehen. Stefania geht jedoch das Wagnis ein und unterstützt die Familie Diamant im Ghetto mit Lebensmitteln sowie Medikamenten. Der Bruder von Izio, Max, wurde zur Zwangsarbeit verpflichtet und sollte daraufhin in ein Arbeitslager verlegt werden. Da Max schon sehr geschwächt ist, lässt sich Izio anstelle seines Bruders in das Arbeitslager verlegen. Als im Ghetto die Deportationen ins Konzentrationslager beginnen, gelingt es Max zu fliehen. Stefania versteckt ihn auf dem Dachboden ihres Hauses und trifft die Entscheidung, so viele Menschen wie möglich zu verstecken bis die Deutschen besiegt sind. Auf ihrem Dachboden finden noch zwölf weitere Jüdinnen und Juden Zuflucht. Bis eines Tages die Nazis vor der Tür stehen und zwei deutsche Krankenschwestern in ihrem Haus einquartieren wollen.. Nicht nur wird in diesem Buch die wahre Geschichte eines Mädchen berichtet, das während des Zweiten Weltkrieges in ihrem Haus Jüdinnen und Juden versteckte, sondern schildert es auch die ständige Angst, die ihr im Nacken sitzt, die großen Herausforderungen, die Stefania überwinden muss. Dieser Roman zeigt sowohl, was wahrer Mut und Courage bedeutet.

Zum Schreibstil: Die Autorin Sharon Cameron hat einen leichten, beschreibenden, emotionalen und fesselnden Schreibstil. Diese Geschichte wird in der Ich-Perspektive der Protagonistin Stefania Podgórska erzählt, wodurch die Autorin die Gedankenwelt und Gefühle von Stefania sehr nahebringt. Schon der Klappentext zeigt, dass es sich hierbei um keine leichte Lektüre handeln wird. Das Thema ist sehr bedrückend und viele Szenen haben mich tief getroffen. Zu wissen, dass diese Geschichte auf wahren Tatsachen beruht, hat das Leseerlebnis noch einmal intensiver gemacht! Als Leserin oder Leser fühlt man sich Stefania sehr nahe und schnell entsteht eine Bewunderung für dieses tapfere Mädchen! Die Autorin Sharon Cameron hat dieses Gefühl von Aussichtslosigkeit und Angst vor den Nazis wunderbar vermittelt. In der heutigen Zeit lässt sich schlecht bis kaum vorstellen, was diese Menschen alles durchgemacht haben müssen, um mit dem Leben davon zu kommen. Spannung ist jederzeit vorhanden - da Stefania viel auf sich nimmt als sie die Jüdinnen und Juden bei sich versteckt. Der Spannungsbogen steigt auch so rasant an, dass ich das Buch nur sehr ungern aus der Hand gelegt habe. Die Spannung bleibt bis zum Schluss erhalten, da man als Leserin und Leser erfahren möchte, wer alles überleben wird. Außerdem ist es Cameron wunderbar gelungen, ihre Charaktere liebevoll und mit viel Hingabe vorzustellen sowie jedem einzelnen Charakter wurde Leben eingehaucht. Trotz der Aussichtslosigkeit hat Stefania bis zur Erschöpfung gekämpft - sie ist eine wahre Heldin. Es ist unglaublich, was dieses junge Mädchen alles auf die Beine gestellt hat, um mehr oder weniger fremden Menschen das Leben zu retten und sich gegen die Übermacht der deutschen Soladten und der polnischen Polizei aufzulehnen. Auch Helena, die Schwester von Stefania, trägt in ihrem jungen Alter einiges dazu bei, um von den Nazis nicht entdeckt zu werden. Beim Lesen spürt man, dass die Autorin Sharon Cameron selbst von der Geschichte über Stefania Podgórska berührt ist. Dank ihrer sehr guten Recherche, die darin bestand, gemeinsam mit Stefanias Sohn nach Polen zu reisen und mit vielen Zeitzeugen zu sprechen, lässt sie ein lebendiges Bild der damaligen Geschehnisse entstehen! Neben der Courage, die Stefania immer wieder zeigt, ist die Verzweiflung der Juden aus ihren Worten und Taten deutlich zu spüren. Das intensive Nachwort der Autorin sowie Fotos von Stefania und ihrer Familie runden diesen Roman schön ab und bringen einem die Protagonistin noch näher. Insgesamt ist der Roman in 30. Kapitel unterteilt.



Mein Fazit:

Dieser Roman beruht nach einer wahren Geschichte. "Das Mädchen, das ein Stück Welt rettete" ist sehr bewegend und spannend erzählt worden. Die Geschichte der mutigen 16-jährigen Stefania Podgórska werde ich nicht vergessen! Deshalb hoffe ich, dass dieser Roman noch viele Leserinnen und Leser erreichen wird! Für mich ist dieser Roman ein Jahreshighlight!

Dementsprechend gebe ich diesem Roman 5 von 5 Sternen und spreche eine absolute Leseempfehlung aus!

Danke an vorablesen.de und dem Insel Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 19.09.2020

Ein berührender Roman über eine Mutter-Tochter-Beziehung..

Vielleicht auf einem anderen Stern
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Klappentext:

Endlich ist Eves Leben genau so, wie sie es sich immer vorgestellt hat. Sie ist Kuratorin in einem Museum, hat einen liebevollen Partner an ihrer Seite und eine Tochter, die ihr das Wichtigste ...

Klappentext:

Endlich ist Eves Leben genau so, wie sie es sich immer vorgestellt hat. Sie ist Kuratorin in einem Museum, hat einen liebevollen Partner an ihrer Seite und eine Tochter, die ihr das Wichtigste ist. Doch dann wird Maddy schwer krank. Hungrig nach Leben muss die Sechzehnjährige schnell erwachsen werden – und macht sich auf die Suche nach ihrem Vater, der von ihrer Existenz nichts weiß. Eve erkennt, dass sie Maddy immer vor allem beschützen wollte. Vieles hat sie ihr deshalb verschwiegen. Nun bricht sich das Ungesagte unaufhaltsam Bahn, und je weiter Maddy sich entfernt, desto klarer wird Eve, dass sie nicht alles in der Welt kontrollieren kann.



Meine Bewertung:

Zum Cover: Das Cover samt Titel machten mich sehr sehr neugierig! Insgesamt gefällt mir das Cover auch richtig gut! Zu sehen ist ein Mohnblumenfeld und mitten drin liegt eine Frau mit einem gelbt belühmten Kleid, welche direkt auf den Betrachter blickt. Jedoch lässt das Cover sowie der deutsche Titel keinen inhaltlichen Bezug erkennen.

Zum Inhalt: Alles scheint für Eve perfekt zu laufen, denn sie arbeitet in ihrem Traumberuf als Kuratorin, hat einen Partner an ihrer Seite, der sie liebevoll umsorgt und Eve hat eine wunderbare Tochter. Dovh von einen Tag auf den anderen wird ihr Glück aufs Spiel gesetzt, als ihre Tochter Madeline an Blutkrebs erkrankt. Als Maddy die schlimme Diagnose erhält, ist sie erst 16 Jahre alt. Der Teenager muss viel zu schnell erwachsen werden. Obwohl ihre Mutter Eve und auch ihre Großeltern sie in dieser schwierigen Zeit beistehen, ist da eine langgehegte Sehnsucht, die Maddy sehr beschäftigt. Ihren leiblichen Vater Antonio hat die Schülerin noch nie in ihrem Leben getroffen. Zwischen den Chemotherapien macht sie sich daher auf die Suche nach nach ihrem lang vermissten Elternteil - auch wenn ihre Mutter Eve davon nichts mitbekommen soll. Dieser Roman thematisiert nicht nur die Krankheit der 16-jährigen Maddy und die Mutter-Tochter-Beziehung, die Sehnsucht nach den eigenen Elternteilen, sondern auch das Thema Religion wird aufgegriffen. So wird zum Beispiel die Frage nach dem Leben nach dem Tod aufgeworfen. Inhaltlich ist dieser Roman sehr vielschichtig!

Zum Schreibstil: Der Schreibstil von Karen Raney ist einfühlsam, lebhaft sowie detailliert. Dieser ist einerseits durch die Verwendung der wörtlichen Rede und vieler starken Bilder anschaulich und lebhaft. Zudem wird sprachlich zwischen den beiden Protagonistinnen ausreichend differenziert. Andererseits ist der Schreibstil oft zu detailliert und ausschweifend, wodurch sich der Fokus immer wieder verliert. Erschwerend kommt hinzu, dass eine stellenweise etwas holprige Übersetzung und etliche vom Korrektorat übersehene Fehler den Lesefluss zustäzlich hemmen. Nichtsdestotroz wechselt die Erzählperspektive zwischen Mutter und Kind in der Ich-Perspektive hin und her. Die Lebensansichten beider Protagonistinnen werden einfühlsam dargestellt. Sowohl Maddy als auch Eve sind durchweg authentische, wenn auch nicht rundum sympathische Charaktere. Ihre Gedanken und Gefühle werden sehr gut deutlich. Innerhalb der Handlung ist Eve über sich hinausgewachsen, hat ihre Fehlentscheidungen eingesehen und sich für Fehler entschuldigt. Trotzdem wirkt sie stellenweise gefühlslos, was schade ist. Maddy ist gerade mal mit ihren 16 Jahren schon unglaublich reif. Sie begreift Zusammenhänge viel besser als die meisten Jugendlichen in ihrem Alter. Trotz ihrer Krebsdiagnose versucht sie niemanden zur Last zu fallen und etwas Gutes für ihre Gesellschaft zu tun. Besonders Maddy ist mir ans Herz gewachsen. Auch die Nebenfiguren wirken glaubhaft und sind interessant. Robin, Eve's Lebenspartner, ist mir sehr liebevoll und fürsorglich vorgekommen. Gegenüber Maddy hat er immer versucht ihr ein Vater zu sein. Eine Stärke des Romans ist dessen Tiefgang, der auf klugen Beobachtungen und vielen Denkansätzen beruht. So wird zum Beispiel wie bereits erwähnt, auf die Frage nach dem Leben nach dem Tod eingegangen aber gleichaus bedeutend ist auch die Lösung der Klimakatastrophe. Dennoch empfand ich manche Stellen zu sehr gestreckt und schwer zu verstehen. Das Ende war mir viel zu kurz und meiner Meinung nach hätte die Autorin dort mehr rausholen können. Insgesamt ist der Roman in drei Teile unterteilt worden.



Mein Fazit:

Mit "Vielleicht auf einem anderen Stern" schöpft die Autorin leider nicht das ganze Potenzial der Geschichte aus. Dennoch ist Karten Raney ein vielfältiger und tiefgründiger Roman gelungen, der ein sehr schweres Thema gut umsetzt!

Dementsprechend gebe ich diesem Roman vier von fünf Sternen und eine Leseempfehlung!





Danke an das Bloggerportal und dem Diana - Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 19.09.2020

Eine nette Sommerlektüre!

Das Beste, das uns je passiert ist
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Klappentext:

Vier Freundinnen im allerbesten Alter, ein Haus auf dem Land und ein Sommer voller Turbulenzen, Liebe und Humor!

Seit sie denken können, stellen sich die Freundinnen Claudia, Ella, Laura ...

Klappentext:

Vier Freundinnen im allerbesten Alter, ein Haus auf dem Land und ein Sommer voller Turbulenzen, Liebe und Humor!

Seit sie denken können, stellen sich die Freundinnen Claudia, Ella, Laura und Sal gemeinsam den Aufs und Abs des Lebens. Jetzt, mit sechzig Jahren, fragen sie sich: Was hält die Zukunft noch bereit? Etwa das Seniorenheim? Nein! Laue Sommernächte und spritzige Gartenpartys! Gemeinsam beschließen die Frauen, alle Einwände zu ignorieren und ein altes Herrenhaus auf dem Land zu kaufen, um es mit vereinten Kräften wieder flottzumachen. Doch Laura zögert: Seit sie den charmanten Gavin über eine Online-Dating-Plattform kennengelernt hat, beschleicht sie das Gefühl, dass das Schicksal noch weit mehr für sie bereithält. Wie gut, dass sie Freundinnen an ihrer Seite hat, die ihr beistehen, komme, was wolle …



Meine Bewertung:

Zum Cover: Das Cover ist wirklich ansprechend! Viel zu sehen ist zwar nicht, aber die einzelnen Elemente - sei es die Kirschen, oder die Teller und Blumen, laden einen gerne ein!

Zum Inhalt: In diesem Roman geht es um vier Freundinnen, die seit über 40 Jahren beste Freundinnen sind und vieles miteinander erlebt und gemeinsam durchgestanden haben. Claudia ist mit ihrem Ehemann vor einiger Zeit aufs Land gezogen, weil ihre Eltern Hilfe und besonders ihr Vater Pflege benötigen. Ella wiederrum ist Witwe und lebt in einem kleinen Häuschen alleine, was ihren Töchtern gar nicht gefällt und sich auch ständig in ihr Leben einmischen. Laura widerrum wurde von ihrem Mann wegen einer jüngeren Frau verlassen und muss nun das Haus verkaufen, in dem sie mit ihrer Familie all die Jahre gelebt hat. Und Sal ist nach einer schlimmen Erkrankung wieder in ihrem Job als Redakteurin zurückgekehrt und hat in ihrer neuen Chefin auch eine Freundin gefunden. Als Claudia erfährt, dass in ihrer Nähe auf dem Land ein altes Herrenhaus verkauft werden soll, kommt ihr die Idee auf, das Anwesen zu kaufen und daraus eine Art Senioren-WG zu machen. Dort sollen ältere aber auch jüngere Menschen gemeinsam zusammenleben und sich gegenseitig unterstützen - doch nicht alle ihrer Freundinnen finden diese Idee gut. In diesem Roman werden vielerlei Themen aufgegriffen, wie das Leben im Alter, die Liebe, das Online-Dating, Vertrauen und Zusammenhalt, sowie die Freundschaft.

Zum Schreibstil: Der Schreibstil der Autorin Maeve Haran ist authentisch, leicht, humorvoll und flüssig. Alles wirkte sehr glaubhaft auf mich, da der Roman eben Geschichten beinhaltet, wie sie das Leben nunmal schreiben kann. Anfangs hatte ich meine Schwierigkeiten den einzelnen Protagonistinnen zu folgen, da sie nicht kapitelweise ihren Auftritt haben, sondern fast ohne Abgrenzung ineinander übergehen. In einem Wechsel erzählt die Autorin demnach jeweils von den regelmäßigen Treffen und Telefonanten der vier Freundinnen - Claudia, Ella, Laura und Sal. Ein guter Leseverlauf wurde durch eine lebhafte Erzählweise und vor allem durch einen flüssigen und leichten Schreibstil, kurzen Sätzen, Absätzen sowie lustigen Dialogen ermöglicht. Die einzelnen Figuren haben mich überzeugt, denn sie alle haben ihre Ecken und Kanten und wirken dadurch sehr glaubhaft. Zudem sind sie liebevolle Charaktere, die einem ans Herz wachsen und in diesem Roman ausführlich beschrieben werden. Darüber hinaus gibt es weitere Nebenfiguren, die die Handlung anreichern. Was mir besondern gut gefallen hat ist, dass das Thema Freundschaft sich wie ein roter Faden durch den Roman zieht und zeigt, wie wichtig gute Freunde im Leben sind. Die langjährige Freundschaft vereint die vier Frauen immer und immer wieder! Gemeinsam erleben die Freundinnen aufregende Zeiten, aber auch Schicksalsschläge - was der Autorin wirklich gut gelungen ist. Für mich persönlich gab es einen kleinen Spannungsbogen darin zu sehen, ob die vier Frauen es auch wirklich schaffen, ihre Idee von einer Senioren-WG zu verwirklichen. Dennoch hätte es an manchen Stellen noch tiefgründiger sein können, eben da es so viele Charaktere sind, kamen manche etwas zu kurz. An dieser Stelle ist es wichtig zu erwähnen, dass dieser Roman eine Fortsetzung ("Die beste Zeit unseres Lebens") ist. Da ich das Buch nicht gelesen habe, emfand ich dennoch, dass mir an Informationen nichts gefehlt hatte. Als Leserin oder Leser kann man also dieses Buch auch ohne den Vorband gelesen zu haben, lesen. Insgesamt ist der Roman in 25. Kapitel unterteilt.



Mein Fazit:

Dieser Roman ist eine nette und leichte Lektüre für Zwischendurch über vier Freundinnen, die eine über 40-jährige Freundschaft und die Idee einer Errichtung einer Senioren-WG miteinander verbindet.

Dementsprechend gebe ich diesem Roman vier von fünf Sterne.



Danke an das Bloggerportal und dem Blanvalet - Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.09.2020

Über das Leben zweier Zwillinge im geteilten Berlin zur Zeit des Kalten Krieges..

Kinder ihrer Zeit
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Klappentext:

Die Zwillinge Emma und Alice werden 1945 auf der Flucht aus Ostpreußen getrennt. Beide glauben, die andere hätte nicht überlebt. Emma wächst in Westberlin auf, Alice in einem Heim in der ...

Klappentext:

Die Zwillinge Emma und Alice werden 1945 auf der Flucht aus Ostpreußen getrennt. Beide glauben, die andere hätte nicht überlebt. Emma wächst in Westberlin auf, Alice in einem Heim in der DDR. Erst zwölf Jahre später finden sie sich überraschend wieder. Durch Alice lernt Emma den Ost-Berliner Physiker Julius Laakmann kennen. Als Julius Zeuge einer Entführung wird, gerät er zwischen die Fronten der Geheimdienste. Dann verschwindet Alice spurlos. Zu spät erkennt Emma, welcher drohenden Gefahr sie und ihre Schwester gegenüberstehen. Währenddessen erreicht der Kalte Krieg einen neuen Höhepunkt – Berlin soll für immer geteilt werden ...



Meine Bewertung:

Zum Cover: Das Cover ist passend zur Handlung gestaltet worden und gefällt mir wirklich sehr. Es zeigt eine Szenerie, die auf die behandelnde Epoche des Romanes angepasst wurde. So sieht man im Hintergrund Häuser, Bäume und mehrere Soldaten - allesamt in grau. Die einzigen Elemente, die in kraftvollen Farben dargestellt worden sind, sind die beiden Personen in der rechten Ecke. Eine Frau in einem rosa-roten Kleid, die dem Betrachter den Rücken zu gedreht hat und scheinbar auf den Mann mit dem Koffer zugeht. Das Cover ist sogar an ein weiteres Buch ("Die geliehene Schuld") der Autorin angepasst worden, was mir super gefällt!

Zum Inhalt: Auch dieses Buch von der Autorin thematisiert den Zweiten Weltkrieg. Bei der Flucht aus Ostpreußen im Januar 1945 werden die Zwillinge Emma und Alice voneinander getrennt. Emma wächst bei ihrer Mutter in Westberlin auf, aber Alice wird von einem russischen Soldaten vor dem Tod bewahrt und in ein ostdeutsches Kinderheim gebracht. Zwölf Jahre später spielt das Schicksal seine Karten aus und die beiden Zwillinge treffen aufeinander - noch sind Besuche zwischen den beiden Zonen problemlos möglich, aber die Fronten verhärten sich und auch der Mauerbau steht kurz bevor.

Zum Schreibstil: Der Schreibstil der Autorin Claire Winter ist sehr flüssig, leicht und sehr fesselnd. Die häufigen Perspektivenwechsel und die meist recht knappen Kapitel bringen unheimlich viel Spannung. Der Spannungsbogen steigt so rasant an, dass ich das Buch nur sehr ungern aus der Hand gelegt habe. Die Spannung bleibt bis zum Schluss erhalten. Winter schafft es, dass man sich als Leser beziehungsweise Leserin regelrecht in die Geschichte fallen lässt. Ein guter Leseverlauf wurde durch eine lebhafte Erzählweise und vor allem durch einen flüssigen und leichten Schreibstil, kurzen Sätzen, Absätzen sowie lustigen Dialogen ermöglicht. Die Geschichte wird dabei abwechselnd aus der Sicht von Alice und Emma erzählt - man fühlt sogar richtig mit ihnen, leidet, lacht, weint und hofft. Abgerundet wird die fesselnde Handlung durch eine gelungene historische Einkleidung. Claire Winter hat nicht nur sehr gut und intensiv recherchiert, sondern die Autorin schafft es die historische Geschichte mit dem fiktiven Geschehen mit beiläufiger Leichtigkeit zu verknüpfen. Dabei lernen die Leserinnen und Leser zahlreiche spannende Hintergründe zum Leben in der DDR kennen. Die Historie wird aber nicht verfälscht, sondern viel emotionaler und fühlbarer gemacht. Hilfreich dabei ist auch der Anhang, bei dem die Autorin Claire Winter Quellen zitiert und selber zwischen Wahrheit und Fiktion erklärt. Zudem befinden sich im Innenband jeweils eine Karte zu Deutschland in der erzählten Epoche. Insgesamt ist der Roman in Prolog, 122. Kapitel und einem Epilog unterteilt.



Mein Fazit:

Auch dieses Mal konnte mich Claire Winters neuer Titel von der ersten Seite an beigeistern! Immer wieder hält man als Leserin oder Leser den Atem an, blättert neugierig und aufgeregt die Seiten um, denn der Spannungsbogen ist stramm und die Ereignisse sorgen dafür, dass die Aufmerksamkeit immer im Fokus der Geschehnisse liegt.

Dementsprechend gebe ich diesem Buch 5 von 5 Sternen und spreche eine absolute Leseempfehlung für diese gelungen Mischung aus Spionagethriller, Familiensaga und Liebesgeschichte vor dem Hintergrund des Kalten Krieges aus!



Danke an das Bloggerportal und dem Diana - Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.09.2020

Über die Geschichte einer Frau, die sich neu erfunden musste, um ein besseres Leben führen zu können..

Das Zimmer aus Samt
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Klappentext:

Paris, 1938. Ein luxuriöses Appartement voller Gemälde, kostbarer Gegenstände und Geheimnisse. Das ist genau der richtige Stoff für Solange, die Romane schreiben will. Dort erfährt sie die ...

Klappentext:

Paris, 1938. Ein luxuriöses Appartement voller Gemälde, kostbarer Gegenstände und Geheimnisse. Das ist genau der richtige Stoff für Solange, die Romane schreiben will. Dort erfährt sie die Geschichte ihrer Großmutter Marthe de Florian, die bisher eine Fremde für sie war. Marthe wuchs in Armut auf und traf als mittellose Näherin auf ihren reichen Gönner Charles. Er sperrte sie in einen samtenen Käfig, den sie selber mit Kostbarkeiten füllte. Nach Charles Tod wurde sie zur Muse des Malers Boldini. Doch während Marthe von einer goldenen Zeit berichtet, wird die Situation für Solange und ihren jüdischen Verlobten im deutsch besetzten Paris immer bedrohlicher. Können sie ihre Geschichte zurücklassen, um in der Fremde eine neue zu schreiben?



Meine Bewertung:

Zum Cover: Das Cover ist schlicht und außergewöhnlich zugleich. Zusehen ist zentral ein goldener Rahmen und dadurch ein Blick auf Paris mit dem Eifelturm. Außerdem ist dieser Rahmen, was wie ein Fenster wirkt, von mintgrüner Farbe mit Blumenmustern umrandet. Das Cover gefällt mir wirklich gut und bringt einem als Betrachter das Zimmer direkt vor Augen, denn die vielen kleinen Zeichnungen erwecken die Leidenschaft der Protagonistin zur Kunst. Zudem macht das Cover neugierig auf mehr!

Zum Inhalt: Dieser Roman erzählt die Geschichte einer Frau, die sich selbst neu erfunden hat, um ein besseres Leben zu führen. Diese Frau namens Marthe de Florian wurde als Tochter einer Wäscherin in den dunklen Gassen von Paris geboren, wuchs in Armut auf und hat sich aus eigener Kraft ein besseres Leben erschaffen. Ihr Name ist erfunden und die Vergangenheit vollständig ausradiert. Eines Tages traf sie auf einen reichen Gönner, Charles, der sie in einen goldenen Käfig sperrte. Marthe lebte als Geliebte ein Leben im Verborgenen. Ihre Enkelin Solange lernt sie im Paris des Jahrs 1938 kennen. Für die angehende Schriftstellerin ist die äußerst luxuriöse Appartement ihrer Großmutter wie ein Ass im Ärmel. Während sie außerhalb der Wohnung die Bedrohung durch den Krieg und der deutschen Besatzung umgeht, hört Solange den Geheimnissen und Geschichten ihrer Großmutter Marthe zu.

Zum Schreibstil: Der Schreibstil der Autorin Alyson Richman ist sehr leicht, flüssig, bildhaft sowie auch spannend. Die Handlung wird auf zwei Zeitsträngen erzählt: zum Einen wird die Geschichte von Marthe im Paris des Jahres 1888 erzählt, und zum Anderen das Jahr 1938, indem Solange erstmalig ihre Großmutter Marthe kennenlernt. Beide Geschichten stehen in einem starken Konstrast zueinander und doch verbindet sie einige Parallelen zueinander. Die Handlung wird aus der Sichtweise von Solange aus der Ich-Perspektive erzählt und von Marthe de Florian aus der Sie-Perspektive. Richman schafft es ihren Figuren Leben einzuhauchen und eine sinnliche Atmosphäre zu schaffen, in die man als Leserin sofort hineingezogen wird. Zudem wird durch die Erzählperspektive die Geschichte viel detailtreuer und greifbarer dargestellt. Solange und Marthe kamen mir sehr greifbar vor und ich habe beide wirklich ins Herz geschlossen. Aber auch die vielen Nebencharaktere haben die Geschichte amusanter und realistischer gestaltet. Ich konnte viele Gefühle und Empfindungen nachempfinden können. Richman schafft es, dass man sich als Leser beziehungsweise Leserin regelrecht in die Geschichte fallen lässt. Ein guter Leseverlauf wurde durch eine lebhafte Erzählweise und vor allem durch einen flüssigen und leichten Schreibstil, kurzen Sätzen, Absätzen sowie lustigen Dialogen ermöglicht. Die Spannung kommt auch in diesem Roman nicht zu kurz. Im Verlauf der Handlung kommen einige Geheimnisse ans Tageslicht. Auch wenn der Roman zum großen Teil fiktiv ist, hat sich die Autorin wie man aus dem Nachwort zu diesem Buch entnehmen kann, von einem Zeitungsartikel inspirieren lassen. In Paris wurde im Jahr 2010 erstmals eine Wohnung geöffnet, die über 70 Jahre verschlossen war. Es stellte sich dabei heraus, dass diese Wohnung einer Marthe de Florian gehörte. Insgesamt ist der Roman in Prolog und 53. Kapitel unterteilt, dabei hat jedes Kapitel die Überschrift einer der Protagonistinnen.



Mein Fazit:

Alyson Richman ist mit "Das Zimmer aus Samt" eine faszinierende und mitreißende Geschichte über ein Großmutter-Enkelin-Duo gelungen. Dieser Roman wirkte in mir noch lange nach, da gerade der Kontrast einer bewegenden Geschichte in Kriegswirren des Zweiten Weltkrieges mit unendlichem Leid und der die Zeiten überdauernden malerischen Huldigung an das Schöne hinterließ in mir einen tiefen Eindruck. Zudem macht die Tatsache, dass Einiges auf einer wahren Geschichte basiert, das Buch für mich viel interessanter.

Dementsprechend gebe ich diesem tollen Roman 5 von 5 Sternen und spreche eine große Leseempfehlung aus!




Danke an das Bloggerportal und dem Diana - Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere