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Sarah_Knorr

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.05.2018

Eine nette Sommerlektüre.

Hummersommer
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Klappentext:

Salzige Meeresbrise, Sonnenaufgänge und Hummerkörbe – Little Harbor ist ein idyllischer Urlaubsort. Für Eliza Barnes jedoch steht es für eine Kindheit in einer einfachen Fischerfamilie, der ...

Klappentext:

Salzige Meeresbrise, Sonnenaufgänge und Hummerkörbe – Little Harbor ist ein idyllischer Urlaubsort. Für Eliza Barnes jedoch steht es für eine Kindheit in einer einfachen Fischerfamilie, der sie längst entflohen ist. Nun erkrankt ihr Vater schwer, und Eliza kehrt für einen Sommer nach Little Harbor zurück. Und während sie den Menschen ihrer Vergangenheit wiederbegegnet, tauchen tief verborgene Geheimnisse und Sehnsüchte auf … Gehört sie, die als Kind Hummer knacken konnte wie keine andere, doch an den Atlantik statt in die Großstadt?


Meine Bewertung:

Zum Cover: Das Cover gefällt mir wirklich sehr! Es zieht einen direkt in den Bann, lädt einen zum Lesen ein und macht definitiv Lust auf mehr und Lust auf eine Reise ans Meer geschweige denn nach Little Harbor. Zu sehen ist ein kleiner Teil des Städtchen, mit ein paar Häusern, einem Leuchtturm, dem Meer sowie einem Sonnenuntergang. Little Harbor wird schon im Cover idyllisch dargestellt!

Zum Inhalt: Der Roman der Autorin Meg Mitchell Moore ist eine tiefgreifende Familiengeschichte mit Herz und voller Entscheidungen, über die Familie im Allgemeinen, Entscheidungen, Verlust und Hoffnung. Die Protagonistin Eliza Barnes kehrt aus ihrem Großstadtleben in ihren Heimatort Little Harbor zurück, als ihr Vater nach einem Unfall ihre Hilfe benötigt. Obwohl Eliza eine glückliche Kindheit in dem idyllischen Fischerort verbracht hatte, kehrte sie ihrem Heimatort den Rücken zu, sobald sich ihr mit einem Studium eine Chance dazu bot. Zur Unterstützung ihres Vaters Charlie verweilt Eliza länger als ursprünglich geplant. Nach und nach öffnet sich Elizas Herz und sie erinnert sich an das Gefühl der Geborgenheit ihrer Kindheit und an das junge Mädchen, das sie einmal war. Mit ihren Wurzeln konfrontiert, muß Eliza sich entscheiden, ob sie in ihrem neuen Leben wirklich glücklich ist. Die Autorin hat in ihrem Roman ein interessantes Thema aufgegriffen. Sie stellt Elizas zwei unterschiedliche Welten, Hummermädchen und High Society, mit ihren Vor- und Nachteilen deutlich gegenüber.

Zum Schreibstil: Der Roman ist in drei Teilen mit 53 Kapitel und einem Epilog unterteilt. Dabei erkennt man direkt, an welchem Ort wir uns in der Handlung befinden sowie mit welchem Charakter. Die Geschichte selbst entführt uns als Leser in das Leben und die Gedankengänge von Eliza, jedoch werden weitere Nebenfigure detailliert und ausführlich vorgestell. Man nimmt an ihrem Leben teil - dazu gehören vor allem Mary, Deirdre, Charlie und Rob. Die Personen und ihre Handlungen sind zwar sehr liebevoll dargestellt, doch leider geht es dadurch um zu viele Begebenheiten. Leider bleibt vieles recht oberflächig, da man als Leser doch gerne Elizas Handlungen besser verstehen würde. Außerdem fehlt mir ein Spannungsbogen, der vor allem aufgrund zäher Dialoge, in die Länge gezogener Handlungen und zu vieler einzelner Charaktere zustande kommt. Gleichzeitig schafft es die Autorin jedoch mit ihrer bildhaften Sprache die Schönheit dieses idyllischen Urlaubsortes mit Worten zu umschreiben.


Mein Fazit:

Der Roman "Hummersommer" von Meg Mitchell Moore ist eine nette Sommerlektüre. Meiner Meinung nacht fehlte jedoch ein Spannungsbogen. Es stehen viele Begebenheiten gleichwertig nebeneinander und trotz Roman mit viel Gefühl geht dieser leider nicht tief genug. Ich habe mich beim Lesen dennoch unterhalten gefühlt.
Dementsprechend gebe ich diesem Roman nur 3,5 von 5 Sterne!

Danke an den Bloggerportal des HarperCollins - Verlages für die Bereitstellung des Rezensionexemplares!

Veröffentlicht am 05.05.2018

Einfach nur MUTIG !!!

MUTIG
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Klappentext:

MUTIG sein heißt, ein Leben ohne Skript zu führen: angstfrei, siegesgewiss, wütend, smart, scharfsinnig, hemmungslos, kontrovers und real as f*ck.
MUTIG ist das unverstellte, ehrliche und ...

Klappentext:

MUTIG sein heißt, ein Leben ohne Skript zu führen: angstfrei, siegesgewiss, wütend, smart, scharfsinnig, hemmungslos, kontrovers und real as f*ck.
MUTIG ist das unverstellte, ehrliche und schlagfertige Enthüllungsbuch einer Ikone der Millennium-Generation, einer angstfreien Aktivistin, die für den gesellschaftlichen Wandel einsteht und kein Blatt vor den Mund nimmt, um die Missstände der Unterhaltungsindustrie aufzudecken und gängige Klischees von Ruhm und Erfolg bloßzustellen. Rose McGowan bringt Licht in die dunkelsten Ecken der Traumfabrik Hollywood, die systematisch auf Sexismus aufgebaut wurde. Jetzt will sie Menschen auf der ganzen Welt dazu ermutigen, endlich aufzuwachen und MUTIG zu sein.

»Hallo, ihr Mitmenschen, wie schön, dass wir uns treffen. Mein Name ist Rose McGowan, und ich bin MUTIG. Und ihr sollt es auch sein. Ihr werdet lesen, wie mein Leben mich von einer Sekte in die nächste, in die größte Sekte von allen getrieben hat: Hollywood. In MUTIG erzähle ich, wie ich mich aus diesen Sekten befreien und mein Leben zurückerobern konnte. Und ihr könnt das auch.« Rose McGowan


Meine Bewertung:

"MUTIG" ist die Autobiografie von Rose McGowan, einer Schauspielerin. Die Autorin wurde vor allem durch die beliebte TV-Serie "Charmed - Zauberhafte Hexen" bekannt.

In ihrer Biografie beschreibt sie ihr Leben von der Kindheit in der Sekte der Kinder Gottes und den steilen Weg in die größte Sekte überhaupt - Hollywood. Aufgewachsen ist Rose McGowan in der Sekte der "Kinder Gottes", von der sie durch die Flucht ihres Vaters in die USA entkommen ist. Doch auch ihr neues Leben in den USA verläuft nicht gut. Dort lebt sie zunächst bei ihrem Vater, dann bei ihrer Mutter, die andauernd neue Männerbekanntschaften hat. Rose wird in eine Entzugsklinik eingewiesen, entkommt aber auch dieser. Nun auf der Straße lebend, verfällt sie der Drogensucht bis sie entdeckt wurde. Von dem Glamour-Hollywood ist weit und breit nichts zu lesen. McGowan spricht Themen an wie Missgunst, Übergriffe, Beziehungen und Körpergefühl. Aber kein einziges Thema bleibt verborgen, sondern es wird schonungslos in ihre Biografie miteingebunden.

So schreibt sie überall die Sachen, die vor wenigen Monaten in der #metoo - Bewegung um die Welt ging und auch Rose hat eben jenen Mann auf eine wiederliche Art und Weise kennenlernen müssen. Sie spricht den Leser an, gibt diesem Tipps und Ratschläge.


Mein Fazit:

Diese Autobiografie ist keine leichte Kost, im Gegenteil. Das Leben in Hollyood ist kein Glamour pur. Die Autorin Rose McGowan zeigt, wie hart das Showbiz ist und was es einen kostet in dieser Welt zu überleben.

Es ist eine Geschichte, die unter die Haut geht.
Es ist eine Geschichte, die wütend macht.
Es ist eine Geschichte, die ehrlich ist.
Es ist eine Geschichte, die aufrichtig klingt.
Es ist eine Geschichte, die mehr als nur ein Enthüllungsbuch ist.
Es ist eine Geschichte, die Mut machen soll!

Dieses Buch wird mich so leicht nicht loslassen und doch noch lange begleiten. Rose McGowan trifft genau den Kern und die richtige Zeit! Dementsprechend gebe ich dieser Autobiografie 5 von 5 Sternen und spreche eine deutliche Leseempfehlung aus.

Danke an den Bloggerportal des HarperCollins - Verlages für die Bereitstellung des Rezensionexemplares!

Veröffentlicht am 30.04.2018

Über ein Gemälde, das ein Familiengeheimnis lüftet und Leben verändert wird ..

Das geheime Lächeln
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Klappentext:

Als die Journalistin Emilia Lukin bei einer Auktion das Gemälde einer jungen Frau entdeckt, meint sie in ihr eigenes Spiegelbild zu blicken. Kann es sich um ihre Großmutter Sophie handeln? ...

Klappentext:

Als die Journalistin Emilia Lukin bei einer Auktion das Gemälde einer jungen Frau entdeckt, meint sie in ihr eigenes Spiegelbild zu blicken. Kann es sich um ihre Großmutter Sophie handeln? Um deren extravagantes Künstlerleben im Paris der 1930er-Jahre ranken sich wilde Gerüchte, Emilias Mutter Pauline aber hüllt sich in Schweigen. Emilia lässt das traurige Lächeln auf dem Porträt nicht mehr los, und so folgt sie dessen Spuren in die Provence und nach Paris. Dabei gerät sie tief in die Geschichte einer leidenschaftlichen Frau, deren Leben auf geheimnisvolle Weise mit ihrem verknüpft ist.


Meine Bewertung:

Zum Cover: Das Cover ist sehr schön und passt zur Handlung des Romanes. Zu sehen ist eine Frau mit kurzen, braunen Haaren und einem türkisblauen Mantel. Im Hintergrund erkennt man einen Garten und ein Gebäude, welche jeweils in Sepia abgebildet worden sind. Das Cover wirkt wie eine Fotografie aus den 1930er Jahren und das Motiv ist ein passender Bezug zu Paris dieser Zeit.

Zum Inhalt: Bei einer Auktion endeckt die Protagonistin Emilia Lukin ein Gemälde mit einer jungen Frau. Diese Frau sieht genau so aus wie sie. Emilia ersteigert dieses Portrait. Die Geschichte hinter diesem Gemälde und hinter dieser jungen Frau, die eventuell ihre Großmutter Sophie sein könnte, lässt Emilia nicht mehr los. Sie packt ihre Sachen und macht sich auf den Weg in die Provence, wo ihre Mutter ein kleines Haus geerbt hat, das sie aber nicht zu interessieren scheint. In dem Örtchen Lubéron trifft sie auf Jean-Pierre, der ihr schon auf der Auktion aufgefallen wird. Wir Leser werden in das Paris der Dreißiger Jahre entführt, wo Sophie Langenberg lange Zeit gelebt hatte. Außerdem nimmt uns die Autorin Bettina Storks mit in Lubéron von damals und in der Gegenwart, indem wir Leser zusammen mit der Protagonistin Emilia das Geheimnis der Familie Langenberg lüften. Dieser Roman ist voller Geheimnise, voller Tragik aber er sticht durch Emilia hervor, die nach einer Lebenskrise entschlossen auf der Suche nach ihrer eigenen Identität ist.

Zum Schreibstil: Von der ersten Seite an findet man sich als Leser in die Geschichte eingebunden. Der Erzählstil der Autorin hat mir besonders gefallen. Der Roman spielt auf zwei Zeitebenen: Der Leser wird einerseits in das Paris der 1930er Jahre entführt, andererseits ins Jahr 2016. Die Handlung wird hauptsächlich aus der Sicht von Emilia erzählt, die Vergangenheit von Sophie. Zu den beiden Protagonistinnen gesellt sich außerdem noch Jean-Pierre. So behält der Leser den Faden, erhält Einblicke in die Anfänge und nimmt am Leben der Protagonistinnen teil. Die Verbindung zwischen den Zeiten und den Protagonisten ist das kleine Gemälde. Die Charaktere wirken sehr authentisch und gut durchdacht. Die Schauplätze waren sehr eindrucksvoll geschildert, so dass man sich dieses sehr bildhaft vorstellen konnte und einer definitiv Lust auf einen Trip in unser Nachbarland bekommt.


Mein Fazit:

"Das geheime Lächeln" ist eine wunderbare, aber auch sehr bewegende und ergreifende Geschichte einer Familie. Ich habe jede Seiter dieser Handlung genossen und gerade aus verschlungen - ein absoluter Pageturner.
Dementsprechend gebe ich diesem Roman 5 von 5 Sternen und spreche eine deutliche Leseempfehlung aus !!

Danke an das Bloggerportal und dem Diana - Verlag für die Bereitstellung des Rezensionexemplares!

Veröffentlicht am 22.04.2018

Die Suche nach der Wahrheit und der Gerechtigkeit

Die geliehene Schuld
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Klappentext:

Berlin, Sommer 1949: Die Redakteurin Vera Lessing hat während des Zweiten Weltkrieges ihre Eltern und ihren Mann verloren. Sie will vor allem eines – die traumatischen Erlebnisse für immer ...

Klappentext:

Berlin, Sommer 1949: Die Redakteurin Vera Lessing hat während des Zweiten Weltkrieges ihre Eltern und ihren Mann verloren. Sie will vor allem eines – die traumatischen Erlebnisse für immer hinter sich lassen. Doch als ihr Jugendfreund und Kollege Jonathan auf mysteriöse Weise ums Leben kommt, wird sie unweigerlich in seine Arbeit hineingezogen. Jonathan hat Recherchen über ehemalige Kriegsverbrecher betrieben. Gleichzeitig stand er im persönlichen Kontakt mit einer jungen Frau namens Marie Weißenburg, eine Sekretärin im Stab Konrad Adenauers. Vera geht den Spuren nach, die sie bis in die mächtigen Kreise der Geheimdienste führen. Inklusive aufklappbarem Lesezeichen mit Personenverzeichnis.


Meine Bewertung:

Zum Cover: Das Cover ist passend zur Handlung gestaltet worden und gefällt mir wirklich sehr. Es zeigt eine Szenerie, die auf die behandelnde Epoche des Romanes angepasst wurde. So sieht man im Hintergrund Häuser, Bäume und eine Straßenbahn - allesamt in grau. Man erkennt auch deutlich, wie Menschen die Straßen überqueren. Auch sind diese in grauer Farbe abgebildet worden. Die einzigen Elemente, die in kraftvollen Farben dargestellt worden sind, sind der blaue Himmel, die gelbe Straße, aber auch zwei Menschen, die dem Betrachter den Rücken zu gedreht haben.

Zum Inhalt: Im Jahre 1949 ist der Zweite Weltkrieg seit vier Jahren vorbei, Deutschland von den vier Alliierten besetzt und steht vor der Gründung der Bundesrepublik Deutschland sowie der Gründung der Deutschen Demokratischen Republik. Der Roman "Die geliehene Schuld" ist eine berührende Geschichte über deutsche Kriegsverbrechen, Entnazifizierung und die Herausfoderung des politischen Wiederaufbaus. Die Autorin Claire Winter entführt uns Leser nach Berlin, nach Köln, Düsseldorf und weitere entfernte Orte. Doch die Geschichte spielt nur üben einen kurzen Zeitraum: von August 1948 bis Mai 1949. Im Mittelpunkt stehen vier Hauptfiguren. Vera, eine Journalistin in Berlin, die eigentlich nur im Kulturressort arbeitet und plötzlich ihren besten Freund Jonathan durch einen "Unfall" verliert. Jonathan hat vor diesem "Unfall" an einer brisanten Geschichte gearbeitet und hat Vera in einem mysteriösen Brief davon erzählt. Vera glaubt nicht an einen einfachen Unfall und recherchiert so auf ihre eigene Faust. Im Rheinland lebt Marie, ihr Vater ist im Krieg gefallen, doch nähreres gibt ihre Familie nicht preis. Marie beginnt selber zu recherchieren und stößt bald auf Unglaubliches. Bei dieser Suche lernt sie die junge Jüdin Lina kennen und schon bald verbindet die beiden eine ungewöhnliche Freundschaft.

Zum Schreibstil: Der Schreibstil der Autorin ist sehr flüssig, leicht und klar, ohne große Abschweifungen. Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht der Protagonisten, aber auch anderer Charaktere, auf zwei Zeitebenen erzählt. Die Zeitstänge liegen nur wenige Monate auseinander und nähern sich im Verlauf weiter an, so dass ein Gesamtbild immer deutlicher wird. Die Handlungsstränge scheinen zunächst nebeneinander herzulaufen, doch verknüpfen sie sich erst im weiteren Verlauf zu einem Strang. Der Spannungsbogen steigt so rasant an, dass ich das Buch nur sehr ungern aus der Hand gelegt habe. Die Spannung bleibt bis zum Schluss erhalten. Claire Winter hat sehr gut recherchiert und verknüpft geschickt historische Geschichte mit fiktiven Geschehen, und zwar so, dass die Historie nicht verfälscht, sondern viel emotionaler und fühlbarer ist. Hilfreich dabei ist auch der Anhang, bei dem die Autorin Claire Winter Quellen zitiert und selber Wahrheit und Fiktion erklärt. Zudem hat der Verlag dem Buch ein aufklappbares Lesezeichen mit Personenverzeichnis beigelegt.


Mein Fazit:

Claire Winters historischer Roman ist außergewöhnlich spannend und mitreißend, das sich mit den Schattenseiten der Anfangszeit der jungen Bundesrepublik beschäftigt. Es zieht einen in den Bann und lädt einen zum Nachdenken ein.
Insgesamt gebe ich diesem Roman 5 von 5 Sterne und spreche eine große Leseempfehlung aus!

Danke an das Bloggerportal und dem Diana - Verlag für die Bereitstellung des Rezensionexemplares!

Veröffentlicht am 22.04.2018

Eine Reise in ein Norwegen der vergangenen Zeit

Das Lied des Nordwinds
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Klappentext:

Zwei Frauen, ein Geheimnis und eine unverhoffte Reise

Norwegen, 1905. Das Jahr, in dem das Land um seine Unabhängigkeit ringt, markiert auch für zwei sehr unterschiedliche Frauen einen ...

Klappentext:

Zwei Frauen, ein Geheimnis und eine unverhoffte Reise

Norwegen, 1905. Das Jahr, in dem das Land um seine Unabhängigkeit ringt, markiert auch für zwei sehr unterschiedliche Frauen einen Wendepunkt:

In Stavanger tritt Liv, ein Mädchen aus ärmsten Verhältnissen, eine Stelle als Dienstmagd an und muss schon bald die schwerste Entscheidung ihres Lebens treffen: Darf sie sich gegen ihren Dienstherren stellen, um einem kleinen Jungen zu helfen, den ein trauriges Schicksal erwartet? Auch für die junge Gräfin Karoline im fernen Schlesien steht ihre Existenz auf dem Spiel. Der Familienbesitz würde an einen entfernten Verwandten gehen, wenn ihr schwerkranker Mann ohne Erben stirbt. Als sie erfährt, dass er kurz vor der Hochzeit in Norwegen ein Kind gezeugt hat, schmiedet sie einen abenteuerlichen Plan.


Meine Bewertung:

Zum Cover: Das Cover gefällt mir besonders gut und zieht einen direkt in den Bann. Es ist zwar nur eine Landschaftsdarstellung, doch genau so denke ich mir sehen Teile Norwegens aus, weshalb das Cover an die Geschichte angepasst ist.

Zum Inhalt: Inhaltlich geht es in diesem Roman um zwei verschiedene Frauen: Karoline und Liv. Karoline heiratet den Adligen Moritz in Schlesien, doch nach der Hochzeit glänzt dieser mit Abwesenheit und Desinteresse. Nachdem Moritz schwer erkrankt, befürchtet Karoline, dass sie nach dessen Tod mittellos dastehen würde. Daraufhin begibt sie sich auf eine Suche nach den Sohn von Moritz. In Norwegen muss Liv eine Stelle als Dienstmagd annehmen, um ihre Familie zu unterstützen. Thematisiert werden auch die Frauenbewegung und die politische Lage und die Unabhängigkeitsbestrebungen Norwegens.

Zum Schreibstil: Dieser Roman hat zwar insgesamt 620 Seiten, doch diese verfliegen einfach nur so dahin und man kann gar nicht mehr aufhören zu lesen.
Die Autorin Christine Kabus hat einen flüssigen, leichten und klaren Schreibstil.
Die Geschichte wird in der Perspektive von Karoline und Liv erzählt. Beide Handlungsstränge sind interessant, verlaufen doch sehr unterschiedlich. Die Erzählung springt zwischen dem Leben von Karoline und Liv hin und her. Eindrucksvoll beschreibt die Autorin das Leben der beiden, ihre Schwierigkeiten und Kämpfe.
Doch auch die Nebenfiguren sind sehr gut und detailliert dargestellt.
Auch ist die Landschaft umwerfend beschrieben worden und macht definitiv Lust auf mehr. Ebenso wurde ein guter Überblick über die politische Lage beider Länder der damaligen Zeit gegeben.
Was mir aßerdem genau so gefallen hat, war die Darstellung der einzelnen Kapitel. Durch sehr genaue Überschriften mit Ort, Monat, Jahreszahl sowie den Namen des Charakters gab es einen guten Überblick, der einem einen guten Leseverlauf ermöglichte.


Mein Fazit:

Dieser Roman ist mein erstes Buch der Autorin Christine Kabus und auch mein erster Norwegenroman. Es ist ein schöner Roman über zwei sehr starke Frauenfiguren, die sich in schweren Zeiten durchsetzen und vielen Frauen der damaligen Zeit ein großes Stück voraus sind.

Ich hatte definitiv schöne und angenehme Lesestunden! Dementsprechend spreche ich eine klare Leseempfehlung aus und gebe diesem Norwegenroman 5 von 5 Sterne!!
Danke an lesejury.de für die Bereitstellung des Rezensionexemplares!

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