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Veröffentlicht am 12.09.2017

Ein Muss für jeden Fantasy-Fan

Die Bibliothek der flüsternden Schatten - Bücherstadt
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Dieses wunderbare Buch entführt uns die geheimnisvolle Welt von Paramythia.

Sam ist ein Dieb, doch er möchte keiner mehr sein. Am Anfang der Geschichte erledigt er seinen letzten Raubzug und kehrt seinem ...

Dieses wunderbare Buch entführt uns die geheimnisvolle Welt von Paramythia.



Sam ist ein Dieb, doch er möchte keiner mehr sein. Am Anfang der Geschichte erledigt er seinen letzten Raubzug und kehrt seinem alten Leben dann den Rücken. Er möchte gerne in der Garde des Weißen Königs dienen, der über die Stadt Mythia herrscht. Durch eine List gelingt es ihm unter einem falschen Namen als Soldat angenommen zu werden. Er wird jedoch nicht wie erhofft der Truppe zugewiesen, die den Weißen König beschützt, sondern nach Paramythia geschickt. Paramythia ist die Stadt der Bücher, die unterhalb der Erdoberfläche unter dem Palast liegt und so groß sein soll wie Mythia selbst, vielleicht sogar noch größer. Dort soll Sam das Marduk-Tor bewachen, welches in das Herz Paramythias führt.
Sam denkt, dass er dort vor Langeweile sterben wird, denn was soll schon groß passieren, zwischen den abertausenden von Büchern? Aber das Gegenteil tritt ein und schon sehr bald läuft er magischen Wesen über den Weg, die nicht alle freundlich gesinnt sind, und entdeckt große Geheimnisse, die er zu lösen versucht. Dort lernt er viele neue Personen kennen, die ihm dabei helfen und zur Seite stehen und so nimmt die Geschichte voller Abenteuer, Gefahren, Kämpfe, Fluchten und Magie ihren Lauf.

Sam, mit vollem Namen Samir, war mir von Anfang an sehr sympathisch. Durch ein Ereignis in der Vergangenheit möchte er nicht mehr zu der Diebesbande gehören, die bis dato seine Familie war. Er hat sich ein anderes Leben für sich vorgestellt und lässt sein altes hinter sich. Das hat mir sehr imponiert, denn man selbst möchte manchmal auch gerne einfach alles hinter sich lassen und ganz von vorne anfangen. Es erfordert sehr viel Mut dies zu tun und es hat mir gefallen, dass Sam diesen Schritt gemacht hat. Dabei ist er sich selbst manchmal aber doch nicht so sicher ob er sein altes Leben als Dieb komplett ablegen kann. Insgesamt kam er mir sehr zielstrebig vor, neugierig, unerschrocken und seinen wenigen neu gewonnenen Freunden gegenüber loyal. Ich habe ihn im Laufe der Geschichte sehr ins Herz geschlossen.

„Kaum drei Tag in Scharlachrot, und du weißt nicht mehr, was du bist, Sam, schalt er sich. Ein Wächter oder ein Dieb? Vielleicht keines von beidem“ S. 147

Durch einen Zufall begegnet er der Dienerin Kani, die er erst für einen Feind hält. Doch schnell wird klar, dass beide dem Rätsel der Bücherstadt auf den Grund gehen wollen, stellen sich den Gefahren ab da gemeinsam und erleben ein großes Abenteuer. Sie entdecken viele Geheimnisse und können auch einige davon lüften, doch auch viele Fragen bleiben offen, die hoffentlich in den beiden Folgebänden beantwortet werden.

„Ein Dieb, eine belesene Dienerin und ein Büchernarr, die es zusammen mit einer Gruppe tödlicher Fabelwesen aufnehmen wollten.“ S. 313

Kani hat leider, obwohl sie auch Protagonistin ist, eine etwas eher zurückhaltende Rolle erhalten und stand nicht so im Vordergrund wie Sam. Auch andere Charaktere nehmen leider eine etwas kleinere Rolle ein und rücken in den Hintergrund, obwohl sie wichtig für den Verlauf der Geschichte sind. Das fand ich sehr schade und hoffe, dass sich das im zweiten Band ändern wird. Auch Kani und manch andere Charaktere sind leider nicht so tiefgängig und auch nicht so facettenreich, doch trotzdem authentisch, dargestellt.

Das Buch liest sich flüssig und leicht weg, auch wenn meiner Meinung nach immer mal wieder ein paar Wiederholungen in der Wortwahl vorkamen.
Man wird durch den bildhaften und illustrativen Schreibstil von Akram El-Bahay in die Welt von Paramythia gezogen. Zwischendurch meinte ich wirklich in mitten der riesigen Bücherhallen und -gänge in der unterirdischen Bibliothek zu stehen, den Geruch von altem Papier in der Nase zu haben und das Flüstern der Buchseiten zu hören. Die orientalischen Einflüsse, die Akram El-Bahay verwendet hat, lassen die Geschichte um Mythia und die Bücherstadt noch mystischer und märchenhafter wirken. Ich wurde verzaubert und mitten in die magische Welt der Bücherstadt gerissen.

„Sam hatte das Gefühl, er würde sich im Inneren eines gewaltigen Tieres mit einem Herz aus Papier befinden. Ein Herz, dessen Schlag aus dem Rascheln von Buchseiten bestand.“ S.29

Das Cover hat mir von Anfang an sehr gefallen. Es wirkt überaus geheimnisvoll und auch ein wenig düster. Es verspricht zudem eine spannende Abenteuergeschichte mit reichlich Mysterien und Gefahren. Und genau das erhält man beim Lesen. Auch finde ich es sehr schön, dass am Ende des Buches eine Verbindung zum Cover hergestellt wird und erklärt wird warum das Buch, das dort abgebildet ist, so aussieht wie es aussieht.

Vielen Dank an diesem Punkt an den Bastei-Lübbe Verlag und das Team der Lesejury, dass ich die Möglichkeit bekommen habe dieses Buch im Rahmen der Leserunde lesen zu dürfen! Es hat sehr viel Spaß gemacht sich mit den anderen Lesern auszutauschen und zu spekulieren!

Fazit:

Der Auftaktband der neuen Trilogie von Akram El-Bahay ist ein Muss für jeden Fantasy-Fan.
Man wird ab Seite eins in eine mystische Welt voller Abenteuer und Gefahren (und natürlich Bücher ) gezogen, die einen sehr lange nicht mehr loslässt. Auch wenn mir ein zwei Dinge nicht so gefallen haben, empfehle ich dieses Buch sehr gerne weiter und warte gespannt darauf, dass die beiden Folgebände erscheinen werden. Von mir erhält „Bücherstadt – Die Bibliothek der flüsternden Schatten 4 Sterne.

Veröffentlicht am 02.11.2017

Poetischer Wortzauber ohne roten Faden

Bird and Sword
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Vorab möchte ich mich herzlich beim LYX-Verlag und dem Team der Lesejury bedanken, dass ich an der Leserunde zu „Bird and Sword“ teilnehmen durfte. Ich habe es sehr genossen mich mit den anderen Lesern ...

Vorab möchte ich mich herzlich beim LYX-Verlag und dem Team der Lesejury bedanken, dass ich an der Leserunde zu „Bird and Sword“ teilnehmen durfte. Ich habe es sehr genossen mich mit den anderen Lesern auszutauschen.

Von der Autorin Amy Harmon hatte ich schon viel gehört, aber noch nie etwas gelesen. Umso gespannter war ich nun als ich den Auftaktband der neuen Reihe von ihr in den Händen hielt und konnte es nicht erwarten mit dem Lesen anzufangen.

„Ihm hatte man jedes Wort gegeben, das er brauchte, mir aber hatte man jedes Wort genommen. Ich wollte sie wiederhaben. Alle.“ S. 76

In diesem romantischen Fantasy Buch muss die Protagonistin Lark als kleines Mädchen mit ansehen, wie ihre Mutter vom König des Landes Jeru hingerichtet wird. Während ihres letzten Atemzugs verflucht sie den König und seinen Sohn und nimmt Lark ihre Stimme und somit auch die Macht der Worte, die in Lark wohnt.
Jahre später ist der Sohn des damaligen Königs an der Macht und kommt an den Hof von Lord Corvyn, Larks Vater, um ihn daran zu erinnern, dass er die Pflicht hat das Land und seinen König im Kampf gegen die Volgar, diese grausamen Kreaturen, zu unterstützen. Damit Lord Corvyn seine Pflicht auch wirklich erfüllt, nimmt König Tiras Lark als Pfand und Geisel mit auf sein Schloss, wo sie in einen Turm gesperrt wird. Lark ist seit dem Tod ihrer Mutter stumm und hat nie wieder ein Wort über die Lippen gebracht. Da sie jedoch auch nicht lesen und schreiben kann, kann sie sich nicht verständigen. Tiras ist gar nicht so kaltherzig wie er sich nach außen gibt und öffnet sich Lark Stück für Stück. Er bringt ihr das Lesen und Schreiben bei und bald wird klar, dass Lark mehr für Tiras ist, als eine bloße Gefangene.

Da Lark stumm ist, nimmt sie ihre Umgebung und die Menschen auf eine ganz andere intensive und interessante Weise wahr. Sie hat eine empathische Verbindung zur Natur und den Tieren und ist eine sehr gutmütige Person, obwohl man ihr nicht immer wohlgesonnen ist.
Weil sie nicht auf die Weise kommunizieren kann wie andere Menschen hält man sie für einfältig und dumm, doch das genaue Gegenteil ist der Fall - Lark ist wissbegierig und willensstark.
Dadurch, dass die Geschichte in der Ich-Perspektive aus Sicht der stummen Lark geschildert ist, hatte ich viele innere Monologe erwartet, aber diese sind weitestgehend nicht vorhanden.
Auch, wenn Lark eine sehr angenehme Persönlichkeit ist, konnte ich mich die meiste Zeit leider nicht mit ihr identifizieren oder mit ihr mitfühlen und manche ihrer Handlungen auch nicht nachvollziehen. Obwohl sie eine starke Persönlichkeit hat, wirkt sie teilweise sehr passiv und macht einfach das, was ihr befohlen wird.

„Ich streifte mit den Fingerspitzen über die Raue Rinde eines Baumes und spürte, wie er mich grüßte, obwohl es mehr eine Empfindung als ein Wort war.“ S. 22

Ich habe lange gebraucht im mit König Tiras einigermaßen warm zu werden. Er ist zu Anfang sehr egozentrisch und kühl. Lark soll ihm du Diensten sein und zu gefallen haben, da er der König ist und das hat ihn mir sehr unsympathisch gemacht. Seine Handlungen zeigen immer wieder, dass er zwischen seiner anscheinenden Zuneigung zu Lark und seinen Pflichten als König hin und her schwankt. Man hat lange das Gefühl, dass er Lark nur für seine Zwecke und zu seinem Vorteil benutzt und sie ausnutzt.
Die Liebesgeschichte zwischen Lark und Tiras wird immer mal wieder angedeutet, doch ein richtiges Knistern konnte ich nicht spüren.

„Ich redete mir ein, dass Tiras mir nichts bedeutete, sein Leid mich nichts anging. Seltsamerweise war er jedoch inzwischen eine Art Retter für mich geworden, denn er eröffnete mir neue Welten, obwohl er mich einsperrte.“ S.133

Insgesamt spielt die Magie der Worte und was für eine Macht Worte haben können in diesem Buch auf verschiedenste Weisen eine Rolle. Amy Harmon spielt hier auf eine faszinierende Weise mit Worten und deren Bedeutung, was mir gut gefallen hat.
Der Schreibstil von Amy Harmon ist sehr bildhaft und poetisch - vieles wird in einfachen kleinen Sätzen erklärt. Und doch fehlten mir oft detaillierte Beschreibungen der Landschaften, Orte oder auch der Figuren und der dazugehörige nötige Tiefgang. Viele emotionale und meiner Meinung auch wichtige Szenen werden mit ein paar Sätzen abgetan, die eigentlich mehrerer Seiten bedurft hätten. Auch werden einige Male große Zeitspannen in einen Satz gepackt obwohl es sehr interessant und wahrscheinlich auch wichtig gewesen wäre, was in genau diesen Zeitspannen passiert. Konflikte spitzen sich kaum zu, weshalb sich über die gesamte Handlung kein richtiger Spannungsbogen aufbauen kann.

Es gibt viele Dinge, die mir einfach gefehlt haben: Hintergrundinformationen zum Land und der Geschichte von Jeru und der anderen Ländereien, Tiefgang in der Beziehung zwischen Tiras und Lark, die Authentizität der Protagonisten und Nebencharaktere und an vielen Stellen die Emotionalität, die bei vielen Szenen dazugehören sollte. Manche Dinge waren einfach zu vorhersehbar, was der Geschichte einen Abbruch tut.

Leider muss ich sagen, dass ich insgesamt enttäuscht von „Bird and Sword“ bin. Der Anfang des Buches war wirklich sehr gut und hat mich mitgerissen, doch ab ungefähr einem Drittel des Buches konnte ich keinen richtigen roten Faden mehr erkennen und es hat mich nicht weiter gepackt.
Die Idee von einer stummen Protagonistin mit magischen Fähigkeiten und der Macht der Worte, die sich ihren Weg erkämpfen muss, ist eine ganz wunderbare Idee, die viel Potenzial hat, meiner Meinung nach aber nicht richtig umgesetzt wurde.

Fazit:

Der Auftaktband „Bird and Sword“ von Amy Harmon hat mich zu Anfang sehr fasziniert, doch ab einem bestimmten Punkt konnte mich die Handlung nicht mehr fesseln. Mir fehlte teilweise der rote Faden und die Charaktere hatten meiner Meinung nach nicht genug Tiefgang. Die Idee einer stummen Protagonistin, die Macht über Worte und Magie hat finde ich absolut faszinierend, konnte meiner Meinung nach nicht richtig umgesetzt werden und hätte mehr ausgebaut werden müssen.
Ich habe den teilweise einfachen, aber sehr poetischen Schreibstils von Amy Harmon genossen, aber auch viele Kritikpunkte. Deshalb gebe ich an dieser Stelle nur 2 ½ Sterne.

Veröffentlicht am 05.02.2018

göttlicher sexy Reihenauftakt

Erwachen des Lichts
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Da ich ein absoluter Jennifer L. Armentrout-Fan bin, bin ich an diesem Buch natürlich nicht vorbei gekommen. Und selbst wenn ich es nicht wäre, wäre Erwachen des Lichts trotzdem in meinem Bücherregal gelandet, ...

Da ich ein absoluter Jennifer L. Armentrout-Fan bin, bin ich an diesem Buch natürlich nicht vorbei gekommen. Und selbst wenn ich es nicht wäre, wäre Erwachen des Lichts trotzdem in meinem Bücherregal gelandet, da das Cover einfach wunderschön ist.

Dieses Mal werden wir von der Autorin in die Welt der Götter geführt. Josie ist das liebe Mädchen von nebenan und führt ein ganz normales Leben, bis Seth bei ihr auftaucht. Seth ist ein Apollyon und hat den Auftrag erhalten Josie abzuholen und an einen anderen Ort in Sicherheit zu bringen. Denn Josie ist eine Halbgöttin und dazu bestimmt gegen die Titanen zu kämpfen, die aus ihrem Gefängnis ausgebrochen sind und somit die Welt zu beschützen. Kurz zweifelt Josie an ihrem Verstand, ist jedoch dann durch die Umstände gezwungen, Seth in eine ihr unbekannte Welt voller Götter und Gefahren zu folgen.

„Er beugte sich erneut vor und kam mir so nahe, dass ich seinen Atem auf meiner Wange spürte; und Junge, Junge, das stellte diverse Dinge mit mir an.“ Josie S. 67

Der Schreibstil ist mal wieder locker leicht, so wie ich ihn auch aus der Obsidian-Reihe kenne. Doch an einigen Stellen war er mir vielleicht ein wenig zu flapsig, wenn man das so ausdrücken kann. Dennoch kommen der schön schwarze Humor und vor allem Sarkasmus wieder durch, den ich so gerne habe. Zu Beginn hatte ich ein wenig Probleme mitzukommen was es nun mit den ganzen verschiedenen Arten von Göttern und Halbblütern auf sich hat, doch das ging nach ein, zwei Kapiteln ganz gut.
Die Kapitel werden abwechselnd aus der Sicht von Josie oder Seth in der Ich-Perspektive erzählt, sodass man wirklich gut einen Einblick in die Gefühls- und Gedankenwelt der beiden Protagonisten erhält.

„Seth war schön, wenn er nicht lächelte oder den Mund verzog, aber wenn er lächelte? Es war … wow. Atemberaubend.“ Josie S.152

Wie nicht anders zu erwarten, kommt in einem Buch von Jennifer immer ein heißer Typ vor, dieses Mal durch Seth verkörpert. Seth ist gut gebaut, sieht natürlich übernatürlich gut aus, hat etwas Verwegenes an sich und besticht durch seine anziehende Aura und eine unglaublich goldenen Augen, in denen man versinken möchte. Wer Daemon Black aus der Obsidian-Reihe mochte wird Seth auch mögen, denn er ist genauso überheblich, manchmal ein bisschen zu sehr, und trifft die richtigen Entscheidungen, wenn es hart auf hart kommt. Trotzdem hat er auch eine verletzliche Seite, die Josie nach und nach kennen lernen wird.

„Sie brauchte mich nicht in ihrem Leben, und wenn sie alles über mich wüsste, würde sie mich auch nicht darin haben wollen.“ Seth S. 235

Josie ist das genaue Gegenteil von Seth. Sie ist unschuldig, viel zu lieb, verletzlich und überaus sympathisch. Was ich wirklich sehr gut fand, war, dass Josie nicht von Anfang an super in der Welt der Götter zurecht kann, was auch vollkommen unlogisch gewesen wäre. Dabei hat mich nur ein wenig gestört, dass Josie meiner Meinung nach viel zu schnell akzeptiert hat, dass sie nie mehr in ihr altes Leben zurückkehren kann. In den vielen Wochen, die während der Handlung verstreichen, denkt Sie vielleicht noch drei, vier Mal an ihre Familie, aber das ist dann auch alles. Aber das ist nur einer der wenigen Punkte, die ich negativ anmerken muss.
Sie ist ganz unbeholfen und muss erst lernen was es mit dem Olymp und der Welt der Halbgötter, Götter, Halbblüter und diverser anderer Wesen auf sich hat. Genauso wie sie lernen muss zu kämpfen – erst einmal um sich zu schützen – und auch um im Endeffekt gegen die Titanen bestehen zu können. Sie ist eine mental sehr starke Protagonistin, die typisch für Jennifer ist, und die man gleich in sein Herz schließt.

„Meine Lippen schwebten so dicht über ihrer Wange, dass ich fast ihre Haut schmecken konnte. >>Ob du heute schlecht warst oder nicht, kein Stern am Himmel leuchtet heller als du.<<“ Seth S.304

Fazit:

Jennifer L. Armentrout hat mit Erwachen des Lichts einen wunderbaren Auftakt einer neuen Romantasy-Reihe geschaffen, die noch ein wenig Luft nach oben lässt. Die Welt der Götter und vor allem die beiden Protagonisten Seth und Josie verzaubern einen und führen einen in ein Abenteuer voller Gefahren und Wagnisse, gewürzt mit genau der richtigen Prise Sarkasmus. Dafür gibt es vier Sterne und ich freue mich schon darauf den zweiten Band zu lesen.

Veröffentlicht am 31.01.2018

zu vulgär – überhaupt nicht meins

Free at last - Sammelband
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Free at last ist mir letztes Jahr auf einer Buchmesse in die Hände gefallen und lag seitdem auf meinem SuB. Den Klappentext fand ich recht vielversprechend. Ein Junge, der sich in die Freundin seines Vaters ...

Free at last ist mir letztes Jahr auf einer Buchmesse in die Hände gefallen und lag seitdem auf meinem SuB. Den Klappentext fand ich recht vielversprechend. Ein Junge, der sich in die Freundin seines Vaters verliebt - das hat etwas Verbotenes an sich und recht viel Potenzial! Das wurde in meinen Augen aber überhaupt nicht ausgeschöpft.

Auf den ersten Seiten erzählt Mac (Makenzie) in der Ich-Perspektive recht knapp und kurz wie sie Carter, den Vater von Hunter und Carey, kennen lernt. Danach erfolgt ein Zeitsprung von ca. einem Jahr. Mac ist inzwischen bei Carter eingezogen und auf einmal stehen seine beiden Söhne vor der Tür und wollen wieder bei ihrem Vater einziehen. Das verspricht Probleme, besonders weil Hunter und Carey Mac beschimpfen und bedrohen sobald sie mit ihr allein sind und sie für eine „Goldgräberin“ halten, die nur an das Geld ihres Vaters möchte. Erst im Laufe der Geschichte lernen die beiden Brüder Mac näher kennen und ganz besonders Hunter fühlt sich zu ihr hingezogen und verliebt sich in sie. Doch Mac kann seine Gefühle nicht erwidern.

„In seinen Augen sehe ich so viel mehr als nur einen Überschuss an Hormonen. Ich will ihn nicht verletzten, aber tue es trotzdem immer und immer wieder.“

Wie gesagt fand ich den Klappentext wirklich sehr interessant, doch der Schreibstil hat mir leider überhaupt nicht gefallen. Ich konnte mir die Schauplätze gar nicht bildlich vorstellen, alles ist sehr oberflächlich oder gar nicht beschrieben. Auch sind oft große Zeitsprünge vorhanden. Da fliegen auf einmal drei oder vier Wochen einfach so dahin, ohne, dass etwas passiert.
Zu den Protagonisten Mac und Hunter konnte ich leider auch keine Beziehung aufbauen. Zwar wird die Liebesgeschichte kapitelweise immer abwechselnd aus der Sicht von Mac oder Hunter erzählt, was eigentlich die Verbundenheit zum Charakter stärken soll, da man tiefer in die Gefühlswelt der jeweiligen Person eintauchen kann, doch das wurde hier nicht erreicht.
Mac lernt man als eine schwache Person kennen, die sich schnell einschüchtern lässt. Sie kann nicht für sich selbst einstehen, aber für andere. Später erfährt man, dass ihr in ihrer Vergangenheit etwas Schlimmes passiert ist und sie erst lernen musste stark zu sein.
Hunters Passagen haben mich regelrecht genervt. Er tritt als ein komplett unsympathischer, frauenverachtender 17-jähriger Vollprolet auf, der denkt, dass er, aufgrund seines guten Aussehens, der Hengst ist und sich somit alles und jede Frau nehmen kann. Mac findet er von Anfang an sehr anziehend und beschreibt eigentlich die meiste Zeit nur, was er heiß an ihrem Körper findet und was er gerne mit ihr anstellen würde.

„Dank des Doppelstandards, der in unserer Gesellschaft gilt, bin ich der tolle Hecht und sie die billige Schlampe. Warum Weiber sich dennoch auf Sex einlassen? Keine Ahnung.“

Alles in allem war mir die Erzählweise zu oberflächlich und sexistisch und die Handlung wurde immer unglaubwürdiger. Ich finde das wirklich sehr schade, denn die Idee hat wirklich Potenzial- leider wurde daraus nichts gemacht.

„Ist mir eigentlich egal wo ich sie ficke. Ich hoffe nur, sie schafft es, die Schlampe von meinem Dad aus meinem Gehirn zu vertreiben …“

Fazit:

Ich habe mich wirklich sehr auf dieses Buch gefreut, doch wurde leider enttäuscht. Die Charaktere haben mir nicht zugesagt und die Handlung lief in eine unglaubwürdige Richtung. Insgesamt war mir das Gesamtpaket vulgär und mir fehlte der Tiefgang, sowohl bei der Handlung als auch bei den Charakteren. Deshalb kann ich auch nur einen Stern vergeben.

Veröffentlicht am 16.01.2018

eine detektivische Glanzleistung

Die maskierte Stadt
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Nach dem faszinierenden ersten Band aus der Feder von Genevieve Cogman konnte ich es kaum erwarten auch den zweiten Band in die Hände zu nehmen und mit dem Lesen anzufangen. Auch in diesem Buch wurde ich ...

Nach dem faszinierenden ersten Band aus der Feder von Genevieve Cogman konnte ich es kaum erwarten auch den zweiten Band in die Hände zu nehmen und mit dem Lesen anzufangen. Auch in diesem Buch wurde ich wieder in eine verzauberte Welt entführt – dieses Mal in ein traumhaftes Venedig, das gar nicht so traumhaft ist, wie es scheint.


„Es war nicht die Dunkelheit, die ihr Sorgen bereitete - es war das, was darin verborgen sein möchte.“ S. 233

Schon ab der ersten Seite wird man in die Geschichte hinein gezogen und ist wieder mitten drin. Irene wurde in einem mittelmäßig chaosverseuchtem London, in dem sie ihren letzten Fall hatte, zur ortansässigen Bibliothekarin ernannt. Sie und ihr Lehrling Kai erstehen dort auf einer Auktion ein seltenes Werk von Bram Stoker, welches sie beschaffen sollten. Auf ihrem Weg nach Hause werden die beiden angegriffen, da auch andere hinter diesem Buch her sind. Irene macht sich schnell auf in die Bibliothek um das Buch sicher zu stellen und Kai soll Nachforschungen darüber anstellen, wer die Angreifer waren. Leider läuft er in einen Hinterhalt und wird aufgrund seiner Herkunft entführt.
Irene bekommt davon schnell Wind und macht sich unverzüglich auf um Kai zu retten. Dabei muss sie unentdeckt in ein überaus gefährliches Venedig reisen und sich mächtigen Gegnern stellen.

„Da war Donner in seiner Stimme – und Hurrikans und Flutwellen und die ganze grausame Wildheit der entfesselten Natur.“ S. 128

Der Einstieg in das Buch ist mir wieder leicht gefallen. Wirklich gut fand ich, dass dieses Mal Irenes Ziel ein ganz andere ist, als im ersten Band. Dieses Mal hat sie keine Helfer an ihrer Seite, die ihr helfen Gefahren zu meistern und zu überstehen. Irene ist ganz auf sich alleine gestellt und muss diverse Gefahren meistern um Kai aus den Händen seiner Entführer zu holen. Sie trifft dort auf alte Bekannte und viele neue Gesichter, von denen ihr manche wohl gesonnen sind, andere ihren Tod wollen. Dabei stolpert Irene wieder von einer prekären Situation in die nächste.
Wirklich schön fand ich, dass die diversen spannenden Szenen und Verfolgungsjagden nicht so abstrus waren, wie im ersten Band. Man ist hier angenehm von einer dramatischen Szene in die nächste geschlittert und somit auch von Kapitel zu Kapitel. Der illustrative Schreibstil von Genevieve Cogman unterstreicht das Ganze noch und macht Die maskierte Stadt zu einem sehr unterhaltsamen und lesenswertem Buch. Das Venedig, in das Irene reist, wird durch diesen Schreibstil regelrecht lebendig und lässt diese Stadt und ihre Bewohner zum Leben erwachen.
Unmögliche Situation, Verkettungen und irreale Welten werden so detailliert, bildhaft, klar, sauber und sachlich und dennoch spannend beschrieben, dass sie stets glaubwürdig und im Bereich des Möglichen erscheinen.

„Irene hasste es freilich, dem Glück zu vertrauen. Es war kein Ersatz für eine gute Planung und sorgfältige Vorbereitung.“ S. 182

Und Irene zeigt wieder, was in ihr steckt. Sie ist eine mutige und willensstarke Protagonistin, die sich überhaupt nicht unterkriegen lässt und die alles tut um die Menschen zu schützen und zu retten, die ihr am Herzen liegen, wobei sie sich jederzeit an Sitte, Anstand und Regeln hält. Ihr Charakter, wie auch die Nebencharaktere, sind überaus authentisch gestaltet und fügen sich gut in die Handlung ein. Ich mag Irene sehr gerne und es hat mir sehr viel Spaß gemacht sie auf ihrer Reise und ihren detektivischen Ermittlungen zu begleiten. Wirklich genossen habe ich dabei ihre klare Denkweise und ihre Überlegungen, an denen sie den Leser manchmal sehr detailreich teil haben lässt.
Kai habe ich zugegebenermaßen ein wenig vermisst, da ich seinen Charakter sehr gerne mag. Da er entführt wurde, kommt er logischerweise leider nicht so häufig vor, wie ich mir das gewünscht hätte.

„Es hatte schon früher Leute gegeben, die ihren Willen zu brechen versuchten, aber keiner von ihnen war damit tatsächlich erfolgreich gewesen, und sie wollte erst gar nicht über mögliche Konsequenzen nachdenken.“ S. 317

Das Cover passt ganz wunderbar zum Titel, wie auch zum Inhalt des Buches. Denn in das Venedig, in das Irene reisen muss um Kai zu retten, trägt jedermann immerzu eine Maske. Im Grunde ist die gesamte Stadt ein Wust aus Geheimnissen und niemand zeigt sein wahres Gesicht. Passend dazu wird auch eine venezianische Maske auf dem Cover abgebildet. Ich mag den Blauton wirklich sehr gerne und finde es schön, dass das Cover im gleichen Stil gehalten ist, wie der erste Band.
Sehr gut gefallen hat mir auch der kurze Auszug aus dem Handbuch für den Bibliotheksstudenten am Anfang des Buches. Dort werden noch einmal ein paar wichtige Regeln und Informationen über die Bibliothek und auch über die Elfen, Drachen, das Chaos und die Ordnung gegeben. So kann man Die maskierte Stadt auch lesen ohne den ersten Band zu kennen. Oder man kann sein Wissen so wieder auffrischen, wenn es schon so lange her ist, dass man Die unsichtbare Bibliothek gelesen hat.
Als kleines Extra erhält man am Ende noch einmal ein paar Insider-Informationen über die unsichtbare Bibliothek und ihre Agenten, sowie ein Interview mit der Autorin.

Die maskierte Stadt hat ein annähernd offenes Ende mit einem leichten Cliffhänger, der in einem das Gefühl hervorruft gleich den nächsten Band der Reihe in die Hände nehmen zu müssen. Daher freue ich mich schon auf Teil 3.

Fazit:

Die Autorin schafft es mal wieder mit ihrem gradlinigen und sehr bildhaften Schreibstil die Protagonistin Irene zusammen mit dem Leser in eine fantasie- und geheimnisvolle Welt zu schicken. Die angenehme Mischung aus Fantasy- und Detektivroman lässt die Seiten von Die maskierte Stadt nur so dahin fliegen. Eine absolute Leseempfehlung! Deswegen vergebe ich an dieser Stelle auch sehr gerne 5 Sterne!