Profilbild von Schneerose

Schneerose

Lesejury Star
offline

Schneerose ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Schneerose über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.04.2026

Anna zwischen Mirabellen Ernte und Josefs Tod

Mirabellentage
0

Meine Meinung zur Autorin und Buch
Da ich von Martina Bogdahn, schon ihren Debüt Roman „ Mühlen Sommer „ gelesen habe und begeistert war. Da wusste ich das ich diesen zweiten Roman von ihr unbedingt ...

Meine Meinung zur Autorin und Buch
Da ich von Martina Bogdahn, schon ihren Debüt Roman „ Mühlen Sommer „ gelesen habe und begeistert war. Da wusste ich das ich diesen zweiten Roman von ihr unbedingt lesen wollte. Er ist so warmherzig geschrieben, voller Charme und Humorvoll, das ich an einigen Stellen laut lachen musste. Es ist wie heimkommen beim Lesen. Man sah die Mirabellen, roch und schmeckte sie, ihre Protagonisten sind so liebevoll beschrieben, das man sie lieben musste. Das Dorf und die Menschen sind so Authentisch beschrieben und deren einzelnen Charaktere. Der nette Ortspfarrer Josef, ein Freund aus Kindertagen von Anna, da war ihr klar das sie ihm den Haushalt führen wollte. Eine Geschichte die man unbedingt lesen sollte, auch an grauen und trüben Tagen, sie baut einem auf.

Anna und Josef verbindet vieles aus nicht immer leichten Kindertagen, kein Wunder dass die beiden so wunderschön miteinander umgehen. Es war schön mit Anna, durch den Garten zu streifen, die Sonne auf der Haut zu spüren und sie auf ihrer täglichen Arbeit zu begleiten. Und ausgerechnet stirbt der über 50zig jährige Pfarrer, einfach so, nicht leicht für unsere Anna, aber sie hat ihm versprochen im Fall seines Todes ihn nicht im Grab an der Seite bei seiner Mutter bei zu setzen. Also lässt sie ihn heimlich verbrennen und bewahrt seine Asche in einer alten Kakaodose auf. Ausgerechnet sagt auch noch der Bischof die Beisetzung ab, wegen gesundheitlicher Probleme. Er schickt einen neuen Ersatz einen jungen Pfarrer direkt aus Rom. Der stellt die arme Anna vor große Probleme, erstens stammt er von einer Hallig aus Norddeutschland uns spricht unverständliches Platt. Aber Anna hat eine hervorragende Idee , er hält die Predigt auf Lateinisch. Was für ein Lateinisch ist und der Inhalt es war urkomisch und ich musste laut lachen, bei der Vorstellung. Es geht jedenfalls sehr aufregend weiter mit vielen schönen Momenten. Ein Buch das mich sehr aufmunterte als ich traurig war

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.04.2026

Authentisch und Einfühlsam

Schwesternland
0


Meine Meinung zur Autorin und Buch
Katharina Fuchs, hat mich mit ihrem neuen Roman wieder regelrecht mitgerissen.
Wie immer hat sie hervorragend recherchiert, diesmal geht es um die Hugenotten die im ...


Meine Meinung zur Autorin und Buch
Katharina Fuchs, hat mich mit ihrem neuen Roman wieder regelrecht mitgerissen.
Wie immer hat sie hervorragend recherchiert, diesmal geht es um die Hugenotten die im 17. Jahrhundert in Frankreich lebten und nach dem Edikt ihrem Glauben abschwören mussten, oder sie wurden hart bestraft. Darunter auch die reiche Seidenhändlerfamilie in Lyon Beauvais, es war schon grausam, und erinnert an was heute immer noch passiert auf der Welt. Eine faszinierende Familengeschichte, die mit dem hier und heute in Brandenburgischen verbunden ist. Sie erzählt sehr authentisch, und auch einfühlsam von damals und heute.

Wer hätte das Gedacht als Antonia ausgerechnet am 100. Geburtstag von ihrer Großmutter von der Familiengeschichte erfährt. Im Schwesternland, wie sie das alte Schulhaus im Havelland getauft haben. Es ist ein wunderschöner Sommertag , ein Ort zum träumen und wohlfühlen, aber auch in ihrer Familie gibt es eine Erinnerung die alle sehr belastet und nie aufgearbeitet worden ist. Großmutters Groß Cousine Henriette Max genannt hat ein Geschenk mit dem niemand gerechnet hatte. Sie hat den Stammbaum der Familie erforscht der uns ins 17. Jahrhundert nach Lyon zu Jeanne Beauvais entführt. Antonia die Geschichte studiert ist angetan von dieser Seidenhändlerfamilie , und beschließt auf anraten von Max nach Lyon zu reisen um sich auf die Spuren zu begeben. Es wird sehr spannend und interessant was damals passiert ist, der Verlust den die Menschen erlitten haben, diese schreckliche Flucht über Pässe und Kälte in die Schweiz nach Genf ihrem ersten Zielort. Diese schrecklichen Verluste die Jeanne und ihre Familie erleiden mussten, nahmen mich sehr mit. Ihr Ziel ist Brandenburg dort sind protestantische Christen willkommen, man macht ihnen große versprechen, die nicht so eingehalten werden. Besonders als Frau hatte man das Nachsehen. Das Leben wird nicht leicht für Jeanne und ihren jüngsten Bruder, sie werden in verschiedenene Familien eingeteilt, das Leben ist hart, und ungewohnt. Aber Jeanne kämpft für ihr Leben, auch wenn das Schicksal oft hart und ungerecht ist. Alles ist so spannend und faszinierend erzählt, das man das Gefühl hat, dabei zu sein.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.03.2026

Mutige Frauen

Der Gesang der See
0


Der Gesang der See
Inhaltsangabe : Quelle Fischer Verlag
Atmosphärisch und eindringlich wie der nordische Wind:
Der mitreißende Roman, der Trude Teige als Autorin bekannt machte.

Auf der kleinen Fischer-Insel ...


Der Gesang der See
Inhaltsangabe : Quelle Fischer Verlag
Atmosphärisch und eindringlich wie der nordische Wind:
Der mitreißende Roman, der Trude Teige als Autorin bekannt machte.

Auf der kleinen Fischer-Insel an der norwegischen Westküste ist das Leben hart, die Natur überwältigend. Die junge Kristiane verspricht ihrem Vater, den seit Generationen besetzten Lotsenposten in der Familie zu halten. Als Frau darf sie die Schiffe in den Schären nicht selbst geleiten. Doch als ihr Mann bei einem Sturm ums Leben kommt, steht die schwangere Kristiane allein da mit Mutter und Schwester; man will ihnen das Lotsenmandat entziehen. Auf der Suche nach jemandem, der ihnen eine Zukunft gewähren kann, gerät sie in tiefen Konflikt zwischen Pflicht und Leidenschaft.

Eine junge Schifferin zwischen Familie, Emanzipation und Leidenschaft: Sorgfältig recherchiert und inspiriert von ihrer eigenen Familienhistorie, zieht uns die außergewöhnliche Erzählerin Trude Teige in eine bewegende Geschichte um eine starke Frau in der rauen Männergesellschaft der nordischen Gestade.

Der erste Roman von Trude Teige – jetzt zum ersten Mal auf Deutsch veröffentlicht.

Von der Autorin der bewegenden Generationen-Romane und Nr.1-SPIEGEL-Bestseller »Als Großmutter im Regen tanzte«, »Und Großvater atmete mit den Wellen«, »Wir sehen uns wieder am Meer«.

Meine Meinung zur Autorin und Buch
Bisher habe ich alle Romane von Trude Teige gelesen, umso mehr hat es mich gefreut das man ihren Debüt Roman von 2002 nun ins Deutsche übersetzt hat. Es ist die Geschichte ihrer Familie und Ururgroßmutter Gertrud, die in ihrem Leben die Chefin auf der Insel war. Sie steht auch im Vordergrund der Geschichte, es ist für mich ein Denkmal an die Frauen damals, denen man wirklich zu wenig Beachtung schenkte. Ich habe sie bewundert für ihren Kampf den letzten Wunsch ihres Vaters zu erfüllen, was für die damalige Zeit nicht leicht war. Sie beschreibt hervorragend das Leben in diese Einöde, ihren Kampf gegen die Natur und ihrem überleben. Ihre Figuren sind so real und Authentisch beschrieben, auch die einzelnen Charaktere und deren Gefühle.
Im Nachwort informiert sie über ihre Familie, und im Anhang gibt es eine Leseprobe über ein Buch „ Hinaus in den Wind „ das für August geplant ist.

"Hinaus in den Wind" ist der Titel, unter dem die Geschichte von Kristiane (bekannt aus Der Gesang der See) und ihrem Sohn Anders weitergeführt wird.

Ich habe Kristina von Anfang an im mein Herz geschlossen, als sie nach dem Tod ihres geliebten Vaters den Lotsenposten den er inne hatte zuerhalten. Was natürlich nicht einfach ist, Frauen durften selbst keine Schiffe geleiten. Kristina ist wirklich außergewöhnlich, mit weiblicher List schafft sie es tatsächlich, sie handelt sich Zeit heraus und heiratet Lars, den sie von klein an kennt. Ihr selbstständiges Handeln, ist den Menschen auf der Insel oft ein Dorn im Auge, für diese ist das eigentlich Männersache. Aber sie behauptet sich in der oft rauen Männergesellschaft. Sie schafft so vieles was sich diese Männer nicht trauen, sie handelt höhere Fischpreise aus. Ihren Sohn Andres , von ihrem ersten Mann der auf See gestorben ist, liebt sie abgöttisch. Ich habe Kristina für ihren Mut und Weitsicht bewundert, sie ist immer im Konflikt, zwischen der Pflicht, ihrer Leidenschaft, und Selbstbestimmung. Oft handelt sie etwas unüberlegt, Punkto Leidenschaft, aber ich kann sie auch nicht verurteilen dafür, sie bereut es stehts . Trotzdem liebt sie ihren Lars von Herzen, und ich hoffe dass sich alles zum Guten wenden wird.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.03.2026

Sehr beeindruckend und berührend

Der Sommer, der uns blieb
0


Meine Meinung zur Autorin und Buch
Es ist mein erster Roman von Greta Herrlicher , und ich bin immer noch sehr berührt.
Ihr Schreibstil ist sehr bildhaft, leise und schon fast poetisch, sie legt so viel ...


Meine Meinung zur Autorin und Buch
Es ist mein erster Roman von Greta Herrlicher , und ich bin immer noch sehr berührt.
Ihr Schreibstil ist sehr bildhaft, leise und schon fast poetisch, sie legt so viel Seele und Kraft in die Geschichte. Ich habe versucht langsam und bewusst zu lesen, immer mit dem Gedanken sie möge nicht enden. Ihre Figuren und Charaktere sind sehr Authentisch und real beschrieben, als wären Pia , Britta und Martin unsere Freunde.
Alles ist so liebevoll und mit Empathie erzählt, auch die ganze Gestaltung des Buches, ist sehr liebevoll gemacht. Ich kann das Buch nur empfehlen. Schön sind auch die verschiedenen Zitate über den einzelnen Kapiteln. Zum Beispiel: „ Die Vergangenheit ist wie ein Fluss, der uns trägt, aber niemals zurückfließt „ Ein Highlight ist die Transparente Seite mit dem See und den drei Kindern. Eine Geschichte aus drei Perspektiven erzählt, von Britta, Pia und Martin. Ich konnte mich in jede von den dreien hineinversetzen und mit ihnen Fühlen .

Britta, Martin und Pia, waren drei unzertrennliche Freunde die immer zusammen hielten, eine eingeschworene Gemeinschaft. Doch was man nie für möglich hielt, wird eines Tages durch einen verhängnisvollen Sommer auseinander gerissen und zerstört.
Jeder von den dreien geht seine eigene Wege, und geht seinen beruflichen Verpflichtungen nach. Bis nach 20 Jahren die drei , ungewollt ihre Wege kreuzen lässt.
Britta muss sich um ihren Demenz Kranken Vater kümmern, so läuft sie ihrem ehemaligen Nachbarn und Jugendfreund Martin über den Weg. Das ist noch nicht alles durch Zufall findet Martin ein Prospekt über eine berühmte Fotografin die im Ort eine Vernissage hat, nur hat die Geheimnisvolle Frau mit Pia große Ähnlichkeit. Auch Pia ist im Ort und hält sich versteckt, was keiner weiß sie ist schwer erkrankt, ihre Tage sind gezählt, außerdem hat sie noch ein großes Geheimnis . Pia möchte mit ihrem Leben aufräumen und alles klären. Dann kommt auch noch Corona auf, man spürt die innere Zerrissenheit von den dreien, eigentlich möchten sie alle mit der Vergangenheit aufräumen. Können Sie wirklich an der Vergangenheit anknüpfen, oder wird diese Geheimnis von damals endgültig alles Zerreißen. Es wird nicht leicht für die drei, den sie müssen loslassen von damals, von Schmerz, Enttäuschung, und der Verzeihung.
Dieser Spruch hat es mir angetan und passt zur Realität.

„ Ein bewegender Roman darüber, was es heißt, wirklich zu leben, zu lieben und loszulassen „

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.03.2026

Beklemmend und gewaltig

Mit beiden Händen den Himmel stützen
0

Meine Meinung zur Autorin und Buch
Es ist von der Autorin Lilli Tollkien, ihr erster Roman, ein Debüt, über eine Kindheit und Jugend im Ausnahmezustand, das kann man nur bestätigen wenn man es liest.
Ihr ...

Meine Meinung zur Autorin und Buch
Es ist von der Autorin Lilli Tollkien, ihr erster Roman, ein Debüt, über eine Kindheit und Jugend im Ausnahmezustand, das kann man nur bestätigen wenn man es liest.
Ihr Schreibstill ist sehr gewaltig , schonungslos und ehrlich,manchmal auch brutal, das ich es manchmal nicht ertragen konnte, aber gerade deshalb sollte man es lesen, ab und zu habe ich innegehalten um alles zu verarbeiten zu können. Die Protagonistin Lale noch ein Kind tat mir nur noch leid. Ihre Protagonisten sind sehr Authentisch und real, auch ihre Charaktere sind sehr gut hervorgehoben. Ich mochte mich nicht in diese Menschliche Abgründe hineinversetzen.

Die kleine Lale, hat für mich eine sehr traurige Kindheit, der Vater ein Trinker und Knacki , die Mutter Drogenabhängig. Der Vater beantragt beim Jugendamt sein Kind groß zu ziehen, in einer Männer- Kommune. Hier ging es darunter und drüber, Lale darf alles,essen was sie will, so lange aufbleiben wie sie möchte, ihr sind keine Grenzen gesetzt. Lale wird für vernachlässigt, sie erlebt wilde Partys und Hemmungslosen Sex in der WG.
Das mich sehr erschüttert und traurig gemacht hat, dabei ist Lale ein so intelligentes Kind, die sogar ihr Abitur macht. Man hat sie in der WG missbraucht und belohnt, das dass Jugendamt das nicht mitbekommen hat, bleibt mir ein Rätsel . Es spielt in den Achtzigerjahren und da waren die Ämter oft unbarmherzig. Ich war zu dem Zeitpunkt 30 Jahre und hatte selbst zwei Kinder, und hätte so etwas nie zugelassen. Es war kein Wunder, das Lale anfängt zu stehlen und sich nimmt da sie denkt es steht ihr zu. Was Lale fehlte war Geborgenheit, Beständigkeit und Liebe , ein intaktes Elternhaus . Lassen wir uns von ihrem weiteren Lebensweg überraschen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere