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Veröffentlicht am 15.04.2026

Besondere Freundschaft

Ein Hund namens Katze
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Die Rezension zu diesem Buch fällt schwer. Die Geschichte und auch die Illustration sind wunderschön. Als Erwachsene habe ich meine Freude an dem Buch, doch mit den Kindern habe ich es noch nicht gelesen. ...

Die Rezension zu diesem Buch fällt schwer. Die Geschichte und auch die Illustration sind wunderschön. Als Erwachsene habe ich meine Freude an dem Buch, doch mit den Kindern habe ich es noch nicht gelesen. Meine Lesekinder habe ich zu kurz für so eine inhaltsschwere Geschichte. Der Verlag empfiehlt das Buch ab 6 Jahren, ich bin mir nicht sicher, ob das nicht zu jung ist.

Der Hund namens Katze hat eine tragische Geschichte. Er ist einsam und wünscht sich Freunde, doch er erfährt nur Ablehnung. Er flüchtet sich in die Stadt. Hier ist es auch schwierig, aber er trifft irgendwann auf den Obdachlosen namens Marder. Der alte Mann und Katze werden Freunde. Fortan gehen sie gemeinsam durch ein Leben, das Obdachlose führen. Sie sammeln Flaschen und singen und tanzen für Geld. Die Kinder der Stadt schauen gerne zu und freuen sich über den Hund.

Die Illustrationen passen sehr gut zu der Geschichte, die zwar in weiten Teilen realistisch, aber doch sehr belastend ist. Ob Kinder tatsächlich alleine zu einem Obdachlosen gehen, um mit ihm über seinen Hund sprechen ...
Die Werte Freundschaft, Mut und Identität werden gut verarbeitet.
Ein berührende Geschichte, die ich Kindern nicht alleine an die Hand geben würde und eher älteren Kindern empfehlen würde. Das Buch ist der Auftakt zu einer Reihe, kann jedoch problemlos für sich alleine stehen.

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Veröffentlicht am 15.04.2026

Evolution für Kinder erklärt

Was wir über Leben auf der Erde wissen
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Hier wird die Evolutionsgeschichte für Kinder ab 5 Jahren mit wunderschönen Bildern erzählt. Über den Urknall, zur Entstehung des Universums und des Lebens auf der Erde.

Das Buch erklärt die Zusammenhänge ...

Hier wird die Evolutionsgeschichte für Kinder ab 5 Jahren mit wunderschönen Bildern erzählt. Über den Urknall, zur Entstehung des Universums und des Lebens auf der Erde.

Das Buch erklärt die Zusammenhänge des schweren Themas in weiten Teilen kindgerecht. Die Fakten werden auf "einfache Aussagen" runtergebrochen und bildunterstützt gut erklärt. Die Illustrationen sind gezeichnet und in Naturtönen gehalten. Es macht Spaß die Bilder zu betrachten, es gibt viel zu entdecken und man kann gut dazu erklären oder diskutieren. Die Bilder tragen wesentlich zum Verständnis des Textes bei. Es wird auch betont, das wir nicht alles zu dem Thema wissen, sondern wir einiges nur annehmen können. Auch kritische Einblicke auf die Entwicklung der Natur und des Planeten, die von Menschen verursacht sind, gibt es.

Insgesamt wurde das Thema gut für Kinder sehr gut umgesetzt, jedoch bedarf es gelegentlich zusätzlicher Erklärungen durch Erwachsene, weil manche Begriffe ohne kindgerechte Definition verwendet werden. Das Buch ist anfangs (Urknall) sehr schwer und einige Vergleiche sind zu abstrakt, so ist die Erläuterungen wie "so viel Energie wie 15 Milliarden Atombomben" für Kinder schlicht unverständlich. Ab der Zeit, an der Leben entsteht, ist das Buch jedoch super verständlich und hat uns wirklich begeistert. Text und Bilder greifen geschickt ineinander. Die unterschiedlichen Lebensformen, ihre Entstehung, Vermehrung und Weiterentwicklung ist so spannend, das man das Buch kaum aus der Hand legen mag.

Von uns gibt es eine Leseempfehlung, ein sehr schönes Buch mit spannenden Fakten für spannende gemeinsame Leseerlebnisse.

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Veröffentlicht am 08.04.2026

Ganzheitlicher Ansatz, toll erklärt

Die spinnen, die Neuronen
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Der Autor ist Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie sowie Facharzt für Neurologie. Hier schreibt er verständlich und unterhaltsam über die ganzheitliche Psychotherapie und bringt viele Faktoren in ...

Der Autor ist Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie sowie Facharzt für Neurologie. Hier schreibt er verständlich und unterhaltsam über die ganzheitliche Psychotherapie und bringt viele Faktoren in Einklang, die gerne vernachlässigt werden. Er plaudert ein wenig aus dem Nähkästchen (denn auch als Fachmann kann einen der Burnout ereilen) bringt gute Studien ein und reichert alles mit Fachkenntnissen an. Der humorvolle Stil deutet sich schon in dem markigen Titel an, der mich sofort angesprochen hat.

Nach dem eigenen Burnout konnte sich der Autor mit dem ganzheitlichen Ansatz helfen, der hier gut beschrieben wird. Schon im Innenteil des Einbands gibt es eine tolle Übersicht "Das innere Parlament", die gekonnt die Themen in Einklang bringt.

Das Buch ist in vier Bereiche unterteilt: Einleitung, Der Körper, Das Verhalten, Die Persönlichkeit. Diese Bereiche sind in diverse Kapitel und Unterkapitel untergliedert, die gelegentlich mit der Rubrik "Kurz und Knapp" jeweils nochmals zusammengefasst werden. Mir gefällt so eine gute Unterteilung immer sehr, da es bei einem späteren Nachlesen das Auffinden eines Themas erleichtert.

Die Tipps sind alltagstauglich und können gut umgesetzt werden, außerdem wird den Vorurteilen gegenüber Verhaltens- und Psychotherapien entgegengewirkt. Der Schritt zum "Kopfdoktor" ist zumindest bei uns auf dem Land immer noch schambehaftet, das ist schlimm, wenn es so Menschen von der wirksamen Hilfe abhält.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich empfehle es gerne weiter.

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Veröffentlicht am 28.03.2026

gute Tipps für Migränepatienten

Dein Ernährungsratgeber bei Migräne
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Die Autorin geht hier auf Wege ein, die hilfreich gegen Migräneattacken sein können. Durch eine gezielte Ernährungsumstellung kann man Einfluss auf Migräne nehmen und diese so verhindern oder ihr die Intensität ...

Die Autorin geht hier auf Wege ein, die hilfreich gegen Migräneattacken sein können. Durch eine gezielte Ernährungsumstellung kann man Einfluss auf Migräne nehmen und diese so verhindern oder ihr die Intensität nehmen. Sie ergänzt die vielen Tipps und Informationen durch 50 alltagstauglich Rezepte.

Auf den ersten 95 Seiten setzt sich die Autorin mit dem Thema auseinander. Es gibt allgemeine Informationen zu Migräne, ihre Verbreitung, wie Ärzte und Neurologen diagnostizieren und welche Ursachen bisher erforscht sind. Danach wird sehr gut erklärt, wie Blutzucker stabilisierende Ernährung funktioniert und sich auswirkt, es gibt einen Selbsttest, Tipps für den Alltag u.v.m.

Die Texte sind gut strukturiert und einfach zu lesen und verstehen. Viele Tipps kann man gut umsetzen, einige sind aber nicht neu. Der Teil zur Ernährung ist wirklich informativ und ich werde definitiv versuchen damit Erleichterungen zu erreichen. Auch der Großteil der 50 Rezepte ist gut umsetzbar. Dennoch ist dies nur eine Möglichkeit, die ärztliche Unterstützung und Begleitung nicht ersetzt und kein Wundermittel ist, wie es teilweise klingt.

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Veröffentlicht am 22.03.2026

Gunni Hilding ermittelt in Trelleborg

Tatort Trelleborg - Gunni Hilding ermittelt
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Der Autor startet mit diesem Buch in eine neue Krimireihe, in deren Mittelpunkt die Ermittlerin Gunni Hilding steht. Die Streifenpolizistin wird für einen Fall in das Dezernat für Gewaltverbrechen ausgeliehen ...

Der Autor startet mit diesem Buch in eine neue Krimireihe, in deren Mittelpunkt die Ermittlerin Gunni Hilding steht. Die Streifenpolizistin wird für einen Fall in das Dezernat für Gewaltverbrechen ausgeliehen und das Ende lässt hoffen, dass sie dort dauerhaft arbeiten wird.

Im Sommer 1989 wird der achtjährige Robin erschlagen im Moor des nahen Waldes aufgefunden. An Verdächtigen mangelt es nicht, obwohl der Ort nur aus einer Handvoll Häusern besteht. Es gibt dort reichlich schräge Figuren. Die Polizei kommt im ersten Teil des Buches nicht so gut weg, sie ermittelt nicht strukturiert. Es kommt zu einigen Kurzschlussreaktionen und als die Polizei unter Erfolgsdruck gerät, zieht sie einen Psychologieprofessor hinzu, der es richten soll. Der Fall wird so auf eine für damalige Zeiten sicherlich spektakuläre Art gelöst. Die unterschiedlichen Beteiligten bleiben mit dem Erlebten verletzt zurück.

Nach fünf Jahren scheint sich der Fall zu wiederholen, ohne dass das jemand wahrhaben will. Gunni, die wieder die Leiche eines Kindes findet, fühlt sich an den Fall vor fünf Jahren erinnert und zieht ganz eigene Schlüsse. Die Streifenpolizisten versucht alles, damit der alte Fall mit dem aktuellen Fall in Verbindung gerät, stößt jedoch auf Widerstand. Sie findet aber auch Unterstützung bei unvermuteten Kollegen und so machen sie sich auf eigene Faust an die Arbeit.

Neben dem Kriminalfall, nimmt das Privatleben von Gunni viel Raum ein. Sie hat als junge Frau eine streng regelbasierte Glaubengemeinschaft verlassen und leidet an der Abkehr der Familie. Sie versucht den Kontakt zu beleben, stößt jedoch auf Unwillen.

Das Buch ist in viele sehr kurze Kapitel unterteilt und in einer eingängigen einfachen Sprache erzählt. Gelegentlich gab es für mich ein paar Längen, aber gegen Ende konnte mich das Geschehen wieder mitreißen. Die Arbeit der Polizei kommt hier nicht richtig gut weg, aber das ist vielleicht auch manchmal so. Gunni ist eine Interessante Hauptfigur, die aufgrund ihrer Kindheitserlebnisse eine außergewöhnliche Zerrissenheit zeigt, von der sie sich jedoch nicht unterkriegen lässt. Der Kriminalfall ist in sich abgeschlossen, das Privatleben endet mit einem Cliffhanger.

Gelungener Reihenauftakt mit kleinen Schwächen.

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