Die Zungenbrechergeschichten von Bodo Wartke wurden mit Bildern von Alexandra Junge wunderschönen in Szene gesetzt. Neben dem bekannten Lied „Barbaras Rhabarberbar“ finden sich hier viele neue Geschichten, ...
Die Zungenbrechergeschichten von Bodo Wartke wurden mit Bildern von Alexandra Junge wunderschönen in Szene gesetzt. Neben dem bekannten Lied „Barbaras Rhabarberbar“ finden sich hier viele neue Geschichten, die in ähnlicher Form aus Zungenbrechern entstanden sind und völlig neue Kreationen.
Das Vorlesen macht wirklich Spaß, da wo man an seine Grenzen kommt, kann man sich das Ganze aber auch anhören, bevor die Zunge völlig verknotet. Über einen QR-Code kommt man zu einer Seite, auf der alle Zungenbrecher von Bodo Wartke vertont wurden. Das ist eine schöne Zugabe. Wir haben das Buch schon mehrfach angesehen und gelesen.
Die Bilder passen super zum Text, sie weisen denselben Humor auf wie die Texte. Dabei sind sie nicht zu dominant und überlagern die Texte nicht.
Unsere Kinder können die Geschichte vom Tomatenmark Mark und vom Pappelwappenklapperritter fast schon auswendig. Toll, wie Begeisterung für Sprache, Aussprache und Wortwitz geweckt werden kann.
Der zweite Teil für Björn Kupernikus und Annabel Schäfer kommt wieder sehr humorvoll und cosy daher. Kupernikus ist im Himmelreich geblieben und zählt jetzt als Dauercamper. Der Herbst hält Einzug und ...
Der zweite Teil für Björn Kupernikus und Annabel Schäfer kommt wieder sehr humorvoll und cosy daher. Kupernikus ist im Himmelreich geblieben und zählt jetzt als Dauercamper. Der Herbst hält Einzug und ist auch gelegentlich ein Thema, sei es beim Laubharken oder Halloween feiern. Auch die kleine Pinguin ist wieder mit von der Partie.
Der Bäcker ist verschwunden. Kupernikus findet seinen Verkaufswagen abgelegen am Strand. Die Schuhe des Bäckers zeigen Richtung Wasser. Während die Polizei von Suizid ausgeht, denkt Kupernikus eher über andere Erklärungen nach.
Kurz darauf findet sich eine Leiche im Kühlraum der Bäckerei. Der Metzger wird auch verdächtigt und dann gibt es da noch eine Gruppe von Eisenbahnerwitwen, bei denen es nicht mit rechten Dingen zugeht.
Der Kommissar und die Pathologin aus Teil 1 ermitteln auch wieder, gelegentlich kommen sie sich alle in die Quere.
Charles Rettinghaus, der die Geschichte eingelesen hat, ist ebenfalls Bewohner des Himmelreichs und hat wieder eine etwas größere Nebenrolle.
Insgesamt ein guter Cosy Crime, der unterhaltsam und humorvoll erzählt wird. Die einzelnen Figuren bekommen in diesem zweiten Teil etwas mehr Tiefe, das hat mir gefallen. Ein schönes Hörbuch zum Nebenbei hören. Lediglich die Stimme, die Rettinghaus der Annabel gibt, finde ich etwas nervig.
"Am Ende spielten Erfolg oder Misserfolg keine Rolle, weil der Tod der große Gleichmacher war. Er nahm die einen mit sich und erinnerte die anderen daran, dass es zu spät war, um Worte für Ungesagtes zu ...
"Am Ende spielten Erfolg oder Misserfolg keine Rolle, weil der Tod der große Gleichmacher war. Er nahm die einen mit sich und erinnerte die anderen daran, dass es zu spät war, um Worte für Ungesagtes zu finden."
Mads Madsen wirkt auf den ersten Blick etwas altmodisch. Der junge Mann liebt Anzüge und schicke Schuhe, ein eher ruhiger empathischer Typ, sein Beruf Trauerredner passt zu ihm.
Er erhält eines Tages eine geheimnisvolle Botschaft von seinem Kindheitsfreund Patrick, an den er ewig nicht mehr gedacht hat und an den er sich auch nicht mehr richtig erinnern kann. Er soll die Trauerrede über ihn halten. Woher wusste dieser, dass er bald sterben würde?
Mads stellt Nachforschungen an, nebenbei kümmert er sich um seinen alten Vater und seine Hündin Bobby. Mads weitere Familie wird auch vorgestellt.
Der Cosy Crime entwickelt sich nur sehr allmählich, im ersten Drittel des Buches geschieht gefühlt nichts. Erst gegen Ende kommt Tempo auf. Die Geschichte hat mir Spaß gemacht, obwohl sie teils konstruiert wirkt. Die abschließende Trauerrede auf Patrick hat Mads gut erzählt, mir gefiel das sehr.
Der Erzählstil ist angenehm und den hintergründigen Humor und den gelegentlichen philosophischen Einschlag mochte ich.
Sora ist die rechtmäßige Erbin eines mächtigen koreanischen Familienclans, der über magische Kräfte verfügt und nach eigenen strikten Regeln funktioniert. Das Buch verwebt gekonnt das koreanische Setting ...
Sora ist die rechtmäßige Erbin eines mächtigen koreanischen Familienclans, der über magische Kräfte verfügt und nach eigenen strikten Regeln funktioniert. Das Buch verwebt gekonnt das koreanische Setting mit Fantasy, Legenden und etwas Romantik.
Das Cover und der Farbschnitt sind wunderschön und passen sehr gut zur Geschichte. Das Buch beginnt mit einer Playlist, ein Song wurde speziell für dieses Buch geschrieben. Das ist eine schöne Idee.
Die Content Note zu Beginn des Buches ist umfassend und sollte beachtet werden, der Inhalt ist teils wirklich brutal.
Sora verfügt über keinerlei Mana (= Magie), somit ist sie für ihren Clan eine Schande. Der Vater liebt sie und ihre Mutter sehr, kann sie aber nicht dauerhaft beschützen. Die beiden werden verstoßen und führen ein schweres Leben, teils am Rand der Armut. Endlich kehrt Ruhe ein, sie betreiben mit mittelprächtigem Erfolg ein Cafe in Jeju. Als Sora erwachsen ist, erkrankt die Mutter schwer. Der Vater beordert Sora zurück in den Familienpalast, nur ungern lässt sie die Mutter zurück. Sie soll als Nachfolgerin aufgebaut werden. Ihre begabte Halbschwester ist darüber erbost und greift sie an. Dadurch landet Sora in einer Zwischenwelt, lernt den Gott Ran kennen, der sie fortan begleitet, da sie sein Mana übernommen hat.
Die beiden Schwestern konkurrieren in zehn Höllenprüfungen um die Machtposition im Clan. Diese perfiden Prüfungen sind tatsächlich höllisch, brutal und unglaublich fordernd. Dies gilt auch für den Leser, denn die Geschehnisse überschlagen sich und man kommt kaum zu Atem. Hier wird koreanische Mythologie eingeflochten, was mir gut gefallen hat. Durch den beschreibenden aber auch schnellen Erzählstil springt das Kopfkino an und erschafft unglaublich Bilder.
Das Buch überrascht immer wieder mit ungeahnten Wendungen, so auch am Schluss, der schon neugierig auf den zweiten Abschlussband macht. Dennoch könnte man das Buch auch als stand-alone lesen.
Die Entwicklungen Soras und die ihrer Schwester haben mir gut gefallen. Das Setting und der lebhafte Erzählstil sind toll. Die zarte Romanze zwischen Ran und Sora hat mich gelegentlich genervt, weil sie oft in unpassenden Momenten auftrat. Die Situationskomik, durch den Gott, der ein paar Hundert Jahre nicht mitbekommen hat, war gut und auch sein bedingungsloser Charakter gefiel mir. Die Fantasywelt hat einige Fragen offen gelassen, über die ich aufgrund des hohen Spannungsbogens hinwegsehen konnte. Jedes Kapitel beginnt mit einer Regel aus dem Buch der Diebe, die sich im Nachgang immer sehr passend für das Kapitel erwies.
Trotz der kleine Kritikpunkte ein sehr spannendes unterhaltsames Buch, ich bin jetzt schon sehr gespannt auf die Fortsetzung. 4.5 Sterne
C. Weaks hat hier eine neue Fantasywelt erschaffen, in der die stumme Hexe Raina Bloodgood eine entscheidende Rolle spielt. Ihre Macht wurde von ihrer begabten Mutter lange vor allen verborgen, um Raina ...
C. Weaks hat hier eine neue Fantasywelt erschaffen, in der die stumme Hexe Raina Bloodgood eine entscheidende Rolle spielt. Ihre Macht wurde von ihrer begabten Mutter lange vor allen verborgen, um Raina zu schützen. So weiß Raina nicht, wozu sie fähig ist, welche Arten von Magie sie ausüben könnte, hätte man sie ausgebildet. Ihre fehlende Sprache stellt eine weitere Hürde dar, die sie jedoch meistern kann.
Lange hat Raina auf den Tag gewartet, an dem der Witch collector in ihr Dorf kommen wird. Sie trachtet ihm und seinem Herren nach dem Leben. Ein gefährlicher und rebellischer Plan, mit dem sie ihre Schwester retten möchte, die vor acht Jahren aus dem Dorf entführt wurde.
Als das Dorf bzw. das ganze Land von Feinden brutal überfallen wird, wenden sich die Dinge. Raina und der Witch collector müssen zusammenarbeiten, um zum Palast zu gelangen und das Land zu retten. Raina macht eine große Entwicklung durch, ebenso wandeln sich die Einschätzung und die Beziehung zu ihrem Begleiter.
Im Mittelteil gibt es einige Längen, da hatte die Geschichte deutlich Luft nach oben.
Nicht immer ist mir die Welt mit ihren Regel verständlich, evtl. ist dies dem Medium Hörbuch geschuldet oder es kommen in den Fortsetzungen weitere Erläuterungen. Das Buch endet mit einem eher sanftem Cliffhanger, der aber Aussicht auf Stoff für weitere Folgen gibt.
Die Kapitel sind abwechseln aus der Sicht von Raina (gelesen von Lisa Cardinale) und dem Witch collector (gelesen von Philipp Oehme) geschrieben, was für angenehme Abwechslung und tiefere Einsichten in die Figuren sorgt.
Trotz der Kritikpunkte eine guter Reihenauftakt, der mich neugierig auf die Fortsetzung macht.