Die Aussenseiter-Clique rund um Irida macht ihrem Namen alle Ehre: Mutig verfolgen die Furchtlosen auch im zweiten Band des fantastischen Abenteuers ihr Ziel, die Anderswelt vor dem Angriff der bösen Trolle ...
Die Aussenseiter-Clique rund um Irida macht ihrem Namen alle Ehre: Mutig verfolgen die Furchtlosen auch im zweiten Band des fantastischen Abenteuers ihr Ziel, die Anderswelt vor dem Angriff der bösen Trolle zu schützen. Dabei entdecken sie neue historische Geheimnisse, müssen gegen magische Feinde bestehen, sich mit Gegnern verbünden und allen Mut zusammennehmen, um die Menschen zu retten, an deren Stelle die Troll-Wechselbälger einst getreten sind.
Diesmal entdecken sie zunächst weitere Geheimnisse vor Ort, die es in sich haben, bevor es in die Ferne geht. Gleichzeitig werden die getarnten Trolle, denen ihre Schulkameradin Linnea sich angeschlossen hat, immer skrupelloser.
Der zweite Band zieht im Vergleich zum ersten nochmal gewaltig an Spannung an. Die historischen Sagen und Details, welche diesmal relevant werden, haben es ziemlich in sich. Neben dem Zusammenhalt der Clique kann auch Linnea als Charakter sehr überzeugen. Zwar stellt sie die Ziele der bösen Trolle infrage, doch kann Irida ihr wirklich vertrauen, wenn es darauf ankommt?
Für eine gewaltige Überraschung sorgt im Laufe des Romans ein gewisses Kaninchen, dessen Hintergründe ebenso geklärt werden wie die Szenen mit den Feen. Da die Handlung inhaltlich an den ersten Band anschließt, sollte dieser zum besseren Verständnis bekannt sein.
Spannende Abenteuer, historische Geheimnisse, skrupellose Gegner, Zusammenhalt unter Freunden und eine magische Rettungsaktion in Norwegen konnten mich diesmal restlos überzeugen.
Auf das Buch hatte ich mich so gefreut. Ich mag die Möglichkeit, historische Persönlichkeiten über eine fiktive Biographie kennenzulernen. Frühere Berichte über Kleopatra sind überwiegend von privilegierten ...
Auf das Buch hatte ich mich so gefreut. Ich mag die Möglichkeit, historische Persönlichkeiten über eine fiktive Biographie kennenzulernen. Frühere Berichte über Kleopatra sind überwiegend von privilegierten Männern der feindlichen Seite verfasst, entsprechend hoch waren meine Erwartungen, die Frau mal aus nicht-mysogyner Perspektive dargestellt zu bekommen.
Männern fällt es nunmal schwer, in mir die begnadete Heerführerin zu sehen; es war einfacher über meine Schönheit zu schreiben, als über meinen Intellekt. (Zitat S. 384)
Es wäre so schön gewesen, hätte die Autorin sich die Mühe gegeben, nicht genau den Fehler zu begehen, den sie in ihrem Roman anprangert. Sie lässt Kleopatra retrospektiv ihr Leben erzählen von dem Beginn ihrer Krönung zur Pharaonin, was stilistisch zunächst unterhaltsam zu lesen ist. Was ich jedoch im gesamten Buch vermisse ist das Bild der beeindruckenden Regentin, der Führerin eines Landes, ihre wirtschaftspolitischen Leistungen. Der Aufbau ihres Regentenstabes. Stattdessen das Bild einer Frau, die auf Intrigen hereinfällt, sich nach ihrem Geliebten sehnt und ihren Kindern beim Spielen zuschaut. Zwar sind ihre (fiktiven?) geheimen Ausflüge unters Volk, um Kranke zu heilen, ganz interessant zu lesen. Doch ihre wirklichen Leistungen als Regentin kommen hier kaum zum tragen, obwohl diese doch einen erheblichen Part der Person ausmachen. Ich bekam das Bild einer Regentin, die Unmengen an Zeit für Ausflüge und Träumereien zu haben scheint. Ihre Bildung wird höchstens mal nebenbei erwähnt. Dafür stürzte sich die Autorin mit Begeisterung wiederholt in ausgiebige Beschreibungen von Kleopatras Outfits, Frisuren und Schmuck, wie es in Romantasy oftmals schwerpunktmäßig thematisiert wird. Dadurch hat das Buch vermehrt einen Romantasy-Charakter erhalten, die einst mächstigste Frau der Welt wird regelrecht verkitscht. Zudem kommt im Buch ein wirklich unnötiger Übersetzungsfehler vor, der vermeidbar gewesen wäre. Der lateinische Ausspruch ALEA IACTA EST (Der Würfel ist gefallen) wird auf S. 193 falsch mit der Übersetzung zu ALEAE IACTAE SUNT (Die Würfel sind gefallen) übersetzt. Jeder Asterix-Fan hätte das besser hinbekommen!
Wer eine fiktive Biographie lesen will, welcher der einst mächstigsten Regentin auch in Bezug auf ihre wirtschaftspolitischen und rechtssprechenden Leistungen gerecht wird, wird enttäuscht sein. Wen eine romantisch-verklärte Darstellung mit Romantasy-Einschlag nicht stört wird sich gut unterhalten fühlen.
Gruselig wird es im auch zweiten Band der Gänsehaut-Trilogie. Im Mittelpunkt steht Alva, deren Vater vor fast eintausend Tagen bei einem Unfall verstorben ist. Alva zählt die Tage, da die Person, die ihren ...
Gruselig wird es im auch zweiten Band der Gänsehaut-Trilogie. Im Mittelpunkt steht Alva, deren Vater vor fast eintausend Tagen bei einem Unfall verstorben ist. Alva zählt die Tage, da die Person, die ihren Vater überfahren hat, bis heute nicht gefunden wurde und sie das Rätsel bis Tag 1000 geklärt haben will. Ihre eigenen Recherchen hält sie zunächst vor ihren Freunden Heidi und Harry sowie ihrer Familie geheim. Mit Beginn der Herbstferien startet für Alva und ihre Freunde ein Abenteuer, das immer gruseliger wird: ein mysteriöser Fund unter dem neuen Bootshaus ihrer Mutter, eine rätselhafte Katze, unheimliche nächtliche Geräusche und ein Mädchen in einem altertümlichen Mantel halten die Kinder auf Trab. Bis sie eine mögliche Verbindung zu Alvas Vater ziehen können, ist es fast zu spät.
Der zweite Band spielt nach Band 1 und knüpft locker daran an, nur diesmal ist das zweite Kind aus der Dreierclique die Hauptperson. Die Handlung wird schnell spannend, die gruseligen Elemente und Geheimnisse bauen geschickt aufeinander auf. Die Covergestaltung ist sehr schön passend zur Handlung gestaltet mit dem fremden Mädchen und der Katze. Alvas Emotionen werden einfühlsam dargestellt und sie ist auf ihre Art ziemlich zielstrebig, wenn es darum geht, Geheimnisse zu lösen. Die Gruppendynamik zwischen den Kindern kann ebenfalls überzeugen. Die Spannung bleibt durchgehend hoch und die Auflösung hat es diesmal wieder in sich.
Für junge Fans von Abenteuern mit leichtem Gruselfaktor und mysteriösen Geheimnissen sehr empfehlenswert.
Langeweile? Für Tilly Blich ein Fremdwort. Nach den Ereignissen im ersten Band steht ihrer Reinigungsfirma eine Steuerprüfung bevor. Basset Muffin müsste aus Erziehungs-Gründen dringend in die Hundeschule. ...
Langeweile? Für Tilly Blich ein Fremdwort. Nach den Ereignissen im ersten Band steht ihrer Reinigungsfirma eine Steuerprüfung bevor. Basset Muffin müsste aus Erziehungs-Gründen dringend in die Hundeschule. Tilly aus Liebes-Gründen dringend zu Hundezüchter Sascha. Und der tote Schuldirektor in der Sporthalle vor Tillys Wischmop, nunja, muss wohl nirgendwo mehr hin. Zwischen Chaos, Ermittlungen und Helikopter-Eltern weiß Tilly zum Glück ihre Freunde Gerdy, Antonia und Leon an ihrer Seite. Wer den Fall diesmal wieder lösen wird ist doch wohl klar, da kann Kommissar Stubs grummeln soviel er will. Und dann wäre da noch das Rätsel um den verschwundenen Vorbesitzer der Reinigungsfirma, welches weiterhin ungelöst ist.
Der zweite Band kann seinen Vorgänger tatsächlich noch toppen. Die Personen bleiben diesmal etwas übersichtlicher, zudem sind die Hauptcharaktere bereits bekannt, so dass die Handlung schnell voranschreitet. Muffin sorgt wieder für einige Schmunzler, Schüler Leon ist diesmal mit Verstärkung am Start und bei Hundezüchter Sasche gilt es, zunächst ein penetrantes Hindernis auf zwei Beinen aus dem Weg zu räumen. Nicht zu vergessen der Kriminalfall an der Schule, in dessen Ermittlungen sich eine übereifrige Mutter tatkräftig mit einbringen will. Tilly wird da gar nicht erst gefragt. Humor, Spannung und diverse Twists machen auch den zweiten Band wieder zu einem gelungenen Lese-Abenteuer mit dog content (und diversen Pfotenabdrücken im Buch).
Manchmal reicht es nicht, sich ein paar Ideen aus erfolgreichen Storys herauszupicken und diese einfach neu zu kombinieren. Hier soll sich eine vermeintlich erfolgreiche junge Kopfgeldjägerin in einem ...
Manchmal reicht es nicht, sich ein paar Ideen aus erfolgreichen Storys herauszupicken und diese einfach neu zu kombinieren. Hier soll sich eine vermeintlich erfolgreiche junge Kopfgeldjägerin in einem dystopischen 3-Klassen-System selbstlos in tödliche Jagdspielchen der Reichen stürzen, um ihren Bruder zu retten. Natürlich nebst amourösen Abenteuern mit einem sexy Aufseher, der ihr gegenüber seine sensible Seite zeigt.
Das Buch startet mit nervigen Bandwurmsätzen, Infodump und zuviel unnötigem Blabla. Doch nicht nur der Schreibstil ließ mich enttäuscht zurück, auch die unkreative Aneinanderreihung von Klischees, Stereotypen, Floskeln und Logikfehlern minderten den Lesespaß erheblich. So landet eine Kopfgeldjägerin in einem Gefängnis, inmitten diverser Inhaftierter, welche wegen genau ihr dort einsitzen. Hier sollte man einiges an Rachepotential erwarten, doch bis auf eine Person reicht allen anderen Feinden das Werfen böser Blicke und vielleicht mal ein das Stellen eines Beinhakens aus. Langweilig. Dann das Gefängnis selbst: Hier wird das Recht der Privilegierten für Spaß am Quälen und Töten missbraucht, für die Jagd auf die Gefangenen bezahlt. Was für uns Minigolf und Gotcha, ist dort ein Geburtstagsevent mit tödlicher Munition für den Teenie-Nachwuchs. Rechnerisch könnten täglich so bis zu 30 Todesopfer zusammenkommen. Kopfrechnen mag in dieser Dystopie womöglich nicht mehr so ganz gängig sein, doch tatsächlich kämen so selbst bei einem Drittel Überlebender noch immer 20 Opfer pro Tag zusammen, was einen entsprechend notwendigen Nachschub benötigt von rund Sieben- bis Zehntausend Inhaftierten pro Jahr. Mal abgesehen von dem ganzen logistischen Aufwand will das wirklich niemandem auffallen, dass da für Reichenspielchen Unzählige eingekerkert werden, nur weil dem Nachbarn deren Nase nicht gefällt?
Ebenso erstaunlich ist, dass die Ich-Erzählerin wirklich sehr oft sehen kann, dass sie rot oder blass im Gesicht wird. Wie soll das gehen? Wenn die Autorin verdeutlichen will, dass eine Erzählerin aufgeregt oder ängstlich ist, sollte sie sich etwas anderes einfallen lassen statt die Person sich ihr eigenes Gesicht sehen zu lassen. Und über übermenschliche Heilkräfte scheint sie ebenfalls zu verfügen, wenn sie mit einer frisch genähten Wunden an der Hand umgehend duschen gehen kann nebst weiterer Aktivitäten, welche ich aus Spoilergründen hier nicht nenne.
Der Romance-Anteil wirkt wie deplatziert, den Kosename des Love Interests für unsere Kopfgeldjägerin empfand ich als regelrecht abtörnend. Die paar erotischen Momente im Buch liefen dann auch jedesmal nach stets demselben Schema ab: Eine Situation, in die gleich jemand hereinplatzen könnte. Er knurrt. Sie wimmert. Unkreativer geht es kaum noch.
Der Love Interest ist natürlich ein auffallend sexy Typ aus der Oberschicht, der hinter seiner Aufseher-Fassade ein sensibles Alter Ego verbirgt. Aus irgendwelchen Gründen kann unsere Kopfgeldjägerin seine auffallend goldenen (!) Augen sogar im Dunkeln farblich erkennen. Wenn ich an gelbe Augen denke, dann denke ich an Gelbsucht oder Werwölfe. Gut, letzteres könnte sein häufiges Knurren zumindest erklären.
Alle weiteren Charaktere bleiben langweilig zweidimensional, nicht, dass die beiden Hauptcharaktere wirklich ausgearbeiteter wären. Selbst die dystopische Gesellschaftsform bleibt größtenteils unreflektiert. Skrupel, auf Menschen zu schießen, wurden nicht eingearbeitet. Hier wurden Berge an Potential verschenkt. In meinen Augen wird hier nichts Neues präsentiert, stattdessen nur Altbekanntes unprofessionell und lieblos kombiniert.