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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.02.2019

Gute Idee, langweilig umgesetzt

Moondust
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Die Energiekrise auf der Erde ist vorbei: Dank Lumite, eines energiereichen Minerals, welches auf dem Mond abgebaut wird. Dort arbeitet die 17-jährige Aggie als Analystin für Lunar Inc. Als sie aufgrund ...

Die Energiekrise auf der Erde ist vorbei: Dank Lumite, eines energiereichen Minerals, welches auf dem Mond abgebaut wird. Dort arbeitet die 17-jährige Aggie als Analystin für Lunar Inc. Als sie aufgrund ihrer Vergangenheit als eine Art Engel das Firmenimage etwas aufpolieren soll lernt sie den Rebellen Danny kennen und entdeckt ein düsteres und gefährliches Geheimnis auf dem Mond.
Die Idee dieser Jugend-SciFi klingt nicht schlecht, zumal auch das Cover sehr futuristisch gestaltet ist. Leider musste ich beim Lesen feststellen, dass die Story nur sehr schleppend vorankommt, fast schon auf der Stelle tritt, bevor etwas Interessantes passiert. Mir wurde für meinen Geschmack zu oft darauf herum geritten, dass Aggie ein Tollpatsch ist und irgendwas in ihrer Vergangenheit erlebte, was aber niemand wissen soll. Irgendwann war das Ganze ausgereizt, die Story ging jedoch trotzdem kaum voran. Die Entdeckung auf dem Mond mithilfe des Rebellen Danny war zwar thematisch interessant, jedoch schlecht umgesetzt. Die Protagonisten blieben flach und entsprachen teilweise langweiligen Klischees. Die spannenden Momente würden zusammen genommen vielleicht die Länge einer Kurzgeschichte ergeben. Kurz: Leider hat es die Autorin nicht geschafft, aus ihrer guten Idee auch eine spannende Geschichte zu basteln!

Veröffentlicht am 12.01.2019

Verschenkte Zeit!

Smoke
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Moralische Verwerflichkeit manifestiert sich als Rauch, welcher dem Körper entströmt. Egal, ob man Böses tut oder nur denkt, der Rauch entlarvt jeden. Ein ideales Druckmittel für Kirche und Oberschicht, ...

Moralische Verwerflichkeit manifestiert sich als Rauch, welcher dem Körper entströmt. Egal, ob man Böses tut oder nur denkt, der Rauch entlarvt jeden. Ein ideales Druckmittel für Kirche und Oberschicht, ist doch weiße Kleidung gleichbedeutend mit einer reinen Seele. Ende des 19. Jahrhunderts entdecken die beiden englischen Internatsschüler Charlie und Thomas, dass die reichen und Mächtigen einen Weg gefunden haben, den Rauch zu unterdrücken. Deren Reinheit scheint nur eine Lüge...
So grau und trist, wie das im Roman geschilderte Leben, ist leider auch der Roman selbst. Wiederholt wird der Rauch als manifestierte Sünde beschimpft, Leute für Rußflecken auf der Kleidung bestraft und die ganze Zeit der moralische Zeigefinger gewedelt. Dann erste Hinweise, dass der Rauch unterdrückt werden kann und die Leute früher keinen Rauch ausstießen, dass reiche Leute irgendwelche geheimen Pläne verwicklichen wollen und andere versuchen, dies zu vereiteln... Das ganze Buch war ein einziges, graues Hin und Her - und am Schluss blieb die Welt, wie sie war. Ebenso blieb ungeklärt, was dazu führte, warum alle diesen Rauch verströmen, welcher sogar aus Mund und Nase quillt. Verschenkte Zeit, schade.

Veröffentlicht am 31.07.2018

Oberflächlich und enttäuschend

Dream Maker - Sehnsucht (The Dream Maker 1)
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„International Guy“ ist eine internationale Agentur für alle Frauen, die sich Hilfe in Aussehen, Partnersuche, Finanzen und Karriere erhoffen – und sich diese auch finanziell leisten können. Unterstützt ...

„International Guy“ ist eine internationale Agentur für alle Frauen, die sich Hilfe in Aussehen, Partnersuche, Finanzen und Karriere erhoffen – und sich diese auch finanziell leisten können. Unterstützt werden sie dann von „Dream Maker“ Parker Ellis, „Love Maker“ Bogart »Bo« Montgomery und „Money Maker“ Royce Sterling. Der erste Band begleitet sie bei drei ihrer Aufträge: Hilfe erbitten sich die reiche Pariser Firmenerbin Sophie Rolland, die New Yorker Schauspielerin Skyler Paige und Prinzessin Christina Kaarsberg in Kopenhagen.
„Dream Maker“ ist natürlich ein Frauenroman, hauptsächlich aus der Sicht eines Mannes, in diesem Fall Parker Ellis. Zwar habe ich bisher noch keinen Roman der Autorin gelesen, mir aber amüsante und erotische Unterhaltung erhofft, als ich das Hörbuch geschenkt bekam. Und natürlich war ich neugierig auf die Gedanken der Männer. Allerdings hat mich das Buch doch sehr enttäuscht: Parker Ellis ist ein recht überheblicher und oberflächlicher Charakter mit übersteigertem Ego. Er behauptet zwar, Gefühle seien nichts für ihn, kann sein Testosteron jedoch nicht zügeln, sobald sich ihm eine Frau nähert. Sein „Ich liebe alle Frauen“ scheint er gern in die Tat umzusetzen und mit den Frauen Beckenbodentraining zu üben. Und auch die Klientinnen werden ziemlich oberflächlich und klischeehaft beschrieben. Die drei Guys sind zwar regelrecht überzeugt von sich und ihren Qualitäten, ich jedoch wunderte mich mehrfach, worauf sie ihren Erfolg begründen, wenn es für eine optische „Runderneuerung“ manchmal auch eine gute Stylistin für weitaus weniger Provision getan hätte.
Entsprechend der drei Klientinnen ist das Buch in drei Teile aufgeteilt, welche überwiegend aus Parkers Ich-Perspektive beschrieben sind. Leider haben mir die Überheblichkeit der „International Guys“, auf die die Frauenwelt ihrer Meinung nach nur gewartet hat, sowie die Oberflächlichkeit des Romans doch ziemlich den Spaß genommen. Vieles wirkte plump und überzogen, manchmal war ich von Parker regelrecht genervt. Am schlimmsten ist jedoch, dass solch ein frauenverachtender Roman aus der Feder einer Frau stammt.
Das Hörbuch wird gesprochen von Alicia Hofer und Sven Macht, deren Stimmen für meinen Geschmack gut zum Buch passen.

Veröffentlicht am 12.07.2018

Langweilige Ego-Aufwertung

Romeo oder Julia
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Die Beschreibung des Romans klang für mich ganz reizvoll: Auf den ersten Blick unerklärliche Geschehnisse, final beendet mit dem Tod einer Frau. Da hab ich mir natürlich erhofft, dass der Protagonist auf ...

Die Beschreibung des Romans klang für mich ganz reizvoll: Auf den ersten Blick unerklärliche Geschehnisse, final beendet mit dem Tod einer Frau. Da hab ich mir natürlich erhofft, dass der Protagonist auf spannende Weise versucht, hinter des Rätsels Lösung zu kommen und für alles logische Erklärungen zu finden.
Leider verläuft sich der Autor auf der Suche nach der mysteriösen Stalkerin in seinem Roman schwerpunktmäßig in Beschreibungen seiner letzten Reisen, wer da mit wem über was sprach oder mit wem schlief, welcher Alkohol konsumiert wurde und lauter andere, wirklich uninteressante Fakten, welche selbst für ein Tagebuch eindeutig zuviel des Guten gewesen wären. Durchzogen wird diese Auflistung uninteressanter Erlebnisse von Erinnerungen des Protagonisten, welche mich nun auch nicht grad vom Hocker rissen. Vielmehr hatte ich beim Lesen den Verdacht, da wolle jemand sein Ego aufpolieren durch die Hinweise, wieviel er doch wisse, welche Alkoholmengen er konsumiere und wie attraktiv er auf das andere Geschlecht wirke.
In völligem Kontrast zu dieser doch recht langatmigen und für meinen Geschmack langweiligen Geschichte steht der ausdrucksstarke Schreibstil des Autors mit tiefgründigen Formulierungen, in denen mehr Information zu entdecken ist als es auf den ersten Blick scheint.
Dieses Buch gehört für mich leider eindeutig in die Kategorie der Bücher, bei denen ich mich ärgere, soviel Geld und Zeit dafür investiert zu haben.

Veröffentlicht am 11.07.2018

Unrealistisch, plump und vorhersehbar

Racheopfer
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Da die Serie um den Psychopathen Francis Ackerman jr. so erfolgreich ist, dachte ich, dieser als Prequel angesetzte Band eignet sich bestimmt gut als Einstieg zum Reinschnuppern. Vielleicht werd ich ja ...

Da die Serie um den Psychopathen Francis Ackerman jr. so erfolgreich ist, dachte ich, dieser als Prequel angesetzte Band eignet sich bestimmt gut als Einstieg zum Reinschnuppern. Vielleicht werd ich ja auch angefixt? Zumal die Beschreibung des Buches suggeriert, man würde beim Lesen erfahren, wie der Killer zu dem Mensch wurde, welcher er nun ist. Wen interessiert sowas nicht?
Selten wurde ich von einem Buch so enttäuscht wie von „Racheopfer“. Dabei fing alles so spannend an mit einem Interview, bei dem Francis Ackerman jr. der Reporterin seine intelligente, jedoch auch manchmal tödliche Macht über andere Menschen eindrucksvoll demonstrierte. Eine Szene, bei der es mir kalt den Rücken runterlief. Leider verrannte sich der für meinen Geschmack sehr oberflächlich gehaltene Roman anschließend jedoch in einem Sammelsurium aus unlogischem Verhalten anderer Protagonisten und Gegebenheiten oder Aussagen, bei welchen ich als Leser schlichtweg das Gefühl hatte, der Autor wolle seine Leser für dumm verkaufen. Der gesamte Roman, und somit Ackermans Erfolg, funktioniert in diesem Roman nur, weil so dermaßen viel Unlogisches und Unrealistisches geballt aufeinander folgen, dass ich mich frage, ob der Autor tatsächlich glaubt, dass ich ihm das abnehme. Und das darf bei einem guten Thriller einfach nicht sein. Auf Details möchte ich hier nicht eingehen, um bei dieser recht kurzen Geschichte nicht unnötig zu spoilern. Die ganze Story wirkte auf mich jedenfalls unrealistisch, oberflächlich, plump konstruiert und vor allem auch so sehr vorhersehbar, dass ich nach Lesen des Buches keinerlei Ambitionen verspüre, die anderen Bücher der Serie zu lesen.

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