Profilbild von ScriptumFelicis

ScriptumFelicis

Lesejury Star
offline

ScriptumFelicis ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit ScriptumFelicis über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 31.12.2024

Damit schliesse ich die Akte Dan Brown ein für alle Mal.

Origin
0

Und täglich grüsst das Murmeltier. Ja, als Leser von Dan Brown ist man es sich gewohnt, dass seine Geschichten um Robert Langdon immer nach dem gleichen Schema ablaufen. Langdon gerät ungewollt in ein ...

Und täglich grüsst das Murmeltier. Ja, als Leser von Dan Brown ist man es sich gewohnt, dass seine Geschichten um Robert Langdon immer nach dem gleichen Schema ablaufen. Langdon gerät ungewollt in ein Abenteuer, muss mit einer attraktiven Frau fliegen und das halbe Land ist im dicht auf den Fersen, aber immer wieder gelingt ihm die Flucht ach und er löst zwischendurch wieder ein paar Rätsel.

Doch in diesem Band ist mir sehr negativ aufgefallen, dass die Örtlichkeiten bis zum Erbrechen beschrieben wurden, was die Handlung enorm in die Länge zieht und die Spannung in den Keller sinken lässt. Genau dasselbe wie mit Gaudis Kunst. Es war einfach zu viel des Guten. Teilweise hatte ich eher das Gefühl, eine Art Reiseführer in Kunstgeschichte in der Hand zu halten. Hie und da wird mal wieder jemand umgebracht, damit das Ganze doch schön mysteriös bleibt und man nicht vergisst, dass es sich hierbei um einen Thriller handelt.

Genauso langatmig ist der Nebenplot, in dem es um das spanische Königshaus ging. Da wurde versucht, irgendwelche falschen Fährten zu streuen, was anfangs auch geklappt hat aber danach, recht schnell langweilig wurde.

Der Schluss… Die Lösung des Rätsels… Ich krieg gleich Schnappatmung. In den Vorgängern wusste man ziemlich schnell, worum es eigentlich geht aber hier wurde man bis zum Schluss im Dunkeln gelassen. Dieses ach so grosse Geheimnis war das einzige, was mich hat durchhalten lassen. Ich wollte unbedingt wissen, worum es in diesem grossen erschütternden und weltverändernden Geheimnis ging und wurde dabei bitter enttäuscht. Die grosse Auflösung ist gespickt mit elendslangen Erklärungen über die Chemie, Physik, Biologie und Informatik. Als Normalsterbliche, die mit solchen Dingen kaum Berührungen hat, war es enorm anstrengend zu lesen. Man wurde schlicht und ergreifend davon erschlagen.

Kommen wir nun zu den Charakteren, an denen ich leider auch nicht viel Gutes auszusetzen habe. Robert Langdon war in diesem Buch komplett austauschbar. Im Gegenzug zu den anderen Büchern, in denen man sein Wissen benötigt hat, war es hier kaum wichtig. Und was ist mit der Dame an seiner Seite? Na ja, sie war durchaus ein sympathischer Charakter aber eben auch austauschbar. Und sie gehörte ins selbe Schema wie alle anderen Frauen vor ihr.

Fazit:

Ich glaube, mit diesem Band ist meine Dan Brown-Ära zu Ende und ich wende mich lieber anderen Autoren zu.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 31.12.2024

Band 2 wird entscheiden, ob ich die Reihe weiterverfolge oder nicht.

The Serpent and the Wings of Night (Crowns of Nyaxia 1)
0

Ich bin recht Zwiegespalten, was die Geschichte angeht. Ich hatte unglaublich mühe, in die Geschichte reinzukommen, weshalb ich schlussendlich aufs Hörbuch gewechselt habe – von da an ging es recht flott. ...

Ich bin recht Zwiegespalten, was die Geschichte angeht. Ich hatte unglaublich mühe, in die Geschichte reinzukommen, weshalb ich schlussendlich aufs Hörbuch gewechselt habe – von da an ging es recht flott. Aber ich beginne einfach mal von vorne.

Die ganze Storyline fand ich sehr interessant aber die Sache mit dem Kejari hat mich dann doch sehr schnell an die Tribute von Panem erinnert. Ich habe grundsätzlich keine Probleme damit, wenn Autoren sich Ideen von anderen Autoren holen, sofern daraus etwas ganz anders gemacht und mit eigenen Ideen angereichert wird. Das ist hier auch teilweise der Fall, denn wir treffen auf eine ganz eigene Art an Teilnehmern – allesamt Vampire mit verschiedenen Fähigkeiten. Soweit so gut aber dennoch sind einige Teile doch sehr stark an die Hungerspiele angelehnt. Bei Oraya hatte ich aber das Gefühl, dass man versucht hat sie zu sehr an Katniss zu orientieren und anhand ihres Charakters aufzubauen, aber das ist meiner Meinung nach etwas fehlgeschlagen. Dazu komme ich aber später. Was mir in hinsichtlich des Kejaris gefehlt hat, war die Sogwirkung und die Spannung. Die Spannung der Spiele, oder Prüfungen wie man das hier nennt, wurde hier immer wieder unterbrochen. Die Teilnehmer kehrten nach den Prüfungen in den Palast zurück, lebten dort miteinander, und kehrten danach wieder in die Spiele zurück. Gerade diese Unterbrechungen waren für mich enorm langatmig und teilweise auch langweilig. Zudem möchte ich folgendes betonen: Das Kejari hat keine Regeln, man konnte sich also auch ausserhalb der Spiele gegenseitig umbringen aber kaum einer hat das gewagt. Wenn man bedenkt, dass Oraya sich inmitten von blutrünstigen Vampiren befindet, ist es doch sehr unlogisch.

Das Ende an sich fand ich wiederum zu gehetzt. Es passiert unglaublich viel auf einmal und wird inert wenigen Seiten abgehandelt. Ich darf aber zugeben, dass ich das Ende, in diesem Ausmaß, nicht erwartet hätte. Schade, dass der interessanteste Charakter in den nächsten Bänden nicht mehr dabei sein wird.

Weiter hat mir auch die Tiefe bei den Charakteren aber auch innerhalb des Worldbuildings gefehlt. Wir bekommen hier mit Oraya eine Protagonistin, die zwar menschlich aber dafür beinahe übermächtig ist. Ihr gelingt es mehrmals und mit Leichtigkeit starke Vampire auszuschalten, die zum Teil noch übermächtige Fähigkeiten in sich tragen. Zudem liess mich das Gefühl nicht los, als wollte man hier eine zweite Katniss erschaffen aber mit einer ordentlichen Portion Naivität. Zudem wird sie immer wieder sehr stark verletzt, befindet sich am Rande des Todes und wird durch eine Wundermedizin wieder gerettet. Ach komm schon! Wo bleibt hier die Spannung? Man musste kein einziges Mal um sie bangen, da sie so oder so überlebt.

Von Raihn wissen wir so gut wie kaum etwas aber gerade genug, damit der Charakter interessant bleibt. Ich schätze, da werden wir in Band 2 noch mehr erfahren.

Die Lovestory zwischen Raihn und Oraya konnte ich nicht so ganz nachvollziehen. Für mich fühlte es sich wieder mal nach einer ganz klassischen toxischen Romanze an. Mächtiger manipulativer Vampir trifft auf ein törichtes Mädchen, weshalb sie plötzlich ihr ganzes bisheriges Leben und ihren eigenen Ziehvater hinterfragt.

Betreffend Worldbuilding, warf das Magiesystem bei mir einige Fragen auf. Warum auch immer haben einige Vampire weitere Fähigkeiten und andere nicht. Wieder andere verlieren plötzlich ihre Begabungen usw. Das Ganze ist mir noch etwas zu undurchsichtig. Auch die verschiedenen Vampirhäuser, Kriege und Nebencharaktere wurden nur oberflächlich behandelt und nicht weiter ausgeführt. Kurz und knapp: Viele Aspekte blieben schwammig und wurden nicht konkretisiert und das ist schade. Mehr Details oder Hintergrundinformationen hätten der Geschichte gutgetan.

Der Schreibstil finde ich hingegen wirklich sehr gut. Er war atmosphärisch, düster und teilweise auch wirklich bildgewaltig – Letzteres insbesondere während der Prüfungen. Auch die Kämpfe fand ich richtig toll beschrieben.

Fazit:
Ich habe zwar viel Kritik an dem Buch geübt aber das liegt wohl auch daran, dass meine Erwartungshaltung enorm hoch war.

Das Buch befindet sich meiner Meinung nach in einem soliden Durchschnitt. Es war nicht schlecht aber auch kein Highlight. Die Geschichte war durchaus spannend aber aufgrund der immer wieder aufkommenden Längen, ging mir beinahe die Puste aus. Auch das Worldbuilding und die Charaktere waren meiner Meinung nach nicht so ganz ausgereift. Ich gehe stark davon aus, dass wir im nächsten Band mehr Informationen bekommen und einige Fragen geklärt werden.

Schlussendlich wird jedoch Band 2 entscheiden, ob ich die Reihe weiterverfolgen möchte oder nicht.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 31.12.2024

Die schönste Liebesgeschichte aller Zeiten? Wohl eher nicht…

Love, Simon (Filmausgabe) (Nur drei Worte – Love, Simon)
0

Die Handlung tröpfelt größtenteils langatmig und langweilig vor sich hin. Es ist eine Teenieromanze zweier Jungs, die sich hinter einem Pseudonym verstecken und sich E-Mails schreiben. Das hätte wirklich ...

Die Handlung tröpfelt größtenteils langatmig und langweilig vor sich hin. Es ist eine Teenieromanze zweier Jungs, die sich hinter einem Pseudonym verstecken und sich E-Mails schreiben. Das hätte wirklich Spannungspotenzial gehabt aber leider wurde dieses nicht bzw. kaum genutzt. Während der gesamten Zeit kam kaum Spannung auf. Trotzdem gab es natürlich auch die eine oder andere Szene, welche ganz amüsant war und auch das Ende der Geschichte fand ich wirklich schön und hat mir sehr gut gefallen.

Die Charaktere wirken auf mich jedoch nicht authentisch. Vielleicht liegt es daran, dass sich die Autorin zu wenig in einen Jungen einfühlen konnte, welcher noch dazu auf Jungs steht? Oder vielleicht bin ich auch zu alt für ein Jugendbuch dieser Art. Mir fehlt in diesem Buch eindeutig die Komplexität der jugendlichen Gefühle. Die Nebencharaktere sind zudem größtenteils anstrengend und überzeichnet. Grundsätzlich haben sie nur wenige Charakterzüge. Da ist die perfekte und beliebte Abby und die zickige und eifersüchtige Leah. Seinen besten Freund kann ich nicht mal mehr beschreiben. Der war so blass, dass ich sogar seinen Namen vergessen habe. Nichtsdestotrotz finde ich es toll, dass seine Freunde bedingungslos zu Simon halten und sich für ihn einsetzen. Das ist wahre Freundschaft und eine solche wünsche ich jedem.

Positiv zu erwähnen ist, dass in diesem Buch Toleranz vermittelt wird und Homosexualität normalisiert wird. Und das ist es auch, denn es ist etwas völlig Normales.

Abschließend möchte ich erwähnen, dass das Buch flüssig geschrieben ist und sich sehr schnell lesen lässt.

Fazit:
Mir tut es etwas leid, dass ich die Geschichte nicht ins Herz schließen konnte. Aber dafür war sie mir viel zu oberflächlich.

Nichtsdestotrotz gibt es auch lustige und auch schöne Szenen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.12.2024

Rache, Liebe und Geheimnisse in einer düsteren Traumwelt – was ist Realität?

Vengeance (Academy of Dream Analysis 1)
0

Zusammenfassung:
Nemesis von Winther ist eine Traumwandlerin, doch davon sollte niemand etwas erfahren – schon gar nicht ihre Mutter.

Sie wird an die Academy of Dream Analysis geschickt, um dort zur Luziden ...

Zusammenfassung:
Nemesis von Winther ist eine Traumwandlerin, doch davon sollte niemand etwas erfahren – schon gar nicht ihre Mutter.

Sie wird an die Academy of Dream Analysis geschickt, um dort zur Luziden ausgebildet zu werden – einer Person, die die Realität durch ihre Träume beeinflussen kann. Doch sie selber verfolgt dabei noch andere Interessen. Sie macht die Schuldirektorin für den Tod ihres Bruders verantwortlich und will sich an ihr rächen. Doch als sie Mercy, den Neffen der Direktorin, an der Schule kennenlernt und ihr Herz an ihn verliert, macht es die Sache komplizierter. Nemesis wird nicht nur mit inneren Konflikten konfrontiert, sondern muss versuchen, der Wahrheit auf die Spur zu kommen.

Meinung:
Mit der Academy of Dream Analysis entführt Ruby Braun den Leser in die düstere magische Welt der Dark Academia, dorthin wo Träume und Realität miteinander verschmelzen. Die Idee von Manipulation durch Träume ist nichts Neues aber die Umsetzung in dem Buch finde ich originell und interessant, denn hier können die Charaktere ihre Träume nutzen, um die Realität zu beeinflussen. Was aber das genaue Ziel einer solchen Ausbildung ist, bleibt für mich noch immer im Dunklen.

Die Geschichte an sich ist eine interessante Mischung aus Magie, Geheimnissen und einer emotionalen Achterbahnfahrt der Gefühle. Nemesis ist zwischen ihrer Liebe zu Mercy und ihrem Rachewunsch hin und hergerissen. Insbesondere die emotionale Achterbahnfahrt fand ich gut dargestellt. Dieser innere Konflikt ist für den Leser greif- und erlebbar. Nichtsdestotrotz fand ich manches auch zu viel des Guten – diese dauernde sexuelle Anspannung war einfach nichts für mich. Hier muss man aber auch erwähnen, dass dieses Dilemma zwischen Liebe und Rache sehr vorhersehbar und keine Überraschung war. Kurzum: Es ist ein klassischer Plot-Twist, auf den oft zurückgegriffen wird.

Die Atmosphäre des Buches ist größtenteils düster und die Geschichte noch eher verworren. Noch ist für mich nicht durchschaubar, wer hier Gut und Böse ist. Noch habe ich nur Vermutungen, bin aber noch nicht überzeugt. Das macht die Geschichte geheimnisvoll und interessant. Trotzdem wies die Geschichte etliche Längen auf, weshalb das Buch eine einzige Berg- und Talfahrt war. Mir fehlte der stetige Aufbau an Spannung.

Nemesis ist ein Charakter, mit dem ich nicht warm wurde – leider. Ihre Handlungen waren oft nicht nachvollziehbar. Irgendwie fehlen mir auch die richtigen Worte, um es ausführlicher beschreiben zu können. Im Allgemeinen finde ich, dass die Charaktere sehr blass geblieben sind. Fast alle «wichtigen oder Nemesis nahestehenden» Charaktere haben ein großes Päckchen mit sich herumzutragen – damit meine ich Traumata oder Krankheiten. Aber es fehlte eindeutig an charakterlicher Tiefe, weshalb sie sehr eindimensional erscheinen.

Fazit:
Mich konnte die Geschichte noch nicht überzeugen. Ich finde die Grundidee spannend und aktuell blicke ich noch nicht so ganz durch, wer Gut und wer böse sein soll. Ich habe eine Vermutung, mal schauen, ob ich damit richtig liege.

Die teilweise langatmige Handlung und die fehlende Tiefe der Charaktere, hat mir das Lesen etwas erschwert und dennoch möchte ich wissen, wie es weitergeht.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.12.2024

Magie, Frauenpower, Geheimnisse und Intrigen – was will man mehr?

Nightbirds, Band 1 - Der Kuss der Nachtigall
0

Zusammenfassung:
In der Stadt Simta ist Magie streng verboten und dennoch existieren die Nightbirds, junge Frauen, die in der Lage sind ihre Kräfte durch einen Kuss weiterzugeben.

Matilde, Sayer und Æsa ...

Zusammenfassung:
In der Stadt Simta ist Magie streng verboten und dennoch existieren die Nightbirds, junge Frauen, die in der Lage sind ihre Kräfte durch einen Kuss weiterzugeben.

Matilde, Sayer und Æsa treten tagsüber als Töchter wohlhabender Familien auf, während sie ihre Fähigkeiten in der Nacht an zahlende Kunden weitergeben. Ihr Leben entpuppt sich als ein goldener Käfig, aus dem niemand entkommen kann. Doch eines Nachts spitzt sich die Lage zu und die vermeintlich heile Welt gerät aus den Fugen. Nur knapp entkommen sie einem Attentat und flüchten in Simtas Unterwelt – eine Welt in der sich weitere magisch begabte Menschen versteckt halten. Rasch erkennen sie, dass ihre Feinde mächtiger und die Intrigen verworrener sind, als sie glaubten.

Sie müssen lernen, ihre Fähigkeiten zu beherrschen und ihre Freundschaft und das gegenseitige Vertrauen zu stärken, um diesem Feind entgegenzutreten.

Meinung:
Katie J. Armstrong hat hier eine faszinierende Welt erschaffen, welche an die Zeiten der Hexenverfolgung erinnert – nur eben mit wahrer Magie. Ich finde, das Wordbuilding ist hier wirklich gut gelungen und die Stadt Simta wurde mit seinen verschiedenen Stadtvierteln und den kulturellen Eigenheiten detailreich gestaltet. Die glamourösen, aber gleichzeitig auch düsteren Elemente schaffen eine besondere Atmosphäre, die mich stark an mein Lieblingsgame „The Witcher“ erinnert. Vielleicht war dieses Buch deshalb auch so fesselnd für mich. Manchmal muss ich aber zugeben, dass mich die vielen Namen, Orte und Hintergrundinformationen etwas überfordert haben. Man muss sich beim Lesen wirklich konzentrieren.

Die Idee, dass die Fähigkeiten der Nightbirds mithilfe eines Kusses weitergegeben werden können – wenn auch nur für kurze Zeit – fand ich sehr originell. Auch die weiteren Themen wie Machtverhältnisse und Intrigen halten den Leser bei Atem. Besonders spannend fand ich die Umsetzung der Rolle der unterdrückten Frau bzw. die Unterdrückung der Magie. Wie bereits erwähnt, erinnert es stark an die Zeiten der Hexenverfolgung, wo Frauen reihenweise auf dem Scheiterhaufen verbrannt wurden.

Die Handlung an sich war anfangs ziemlich ruhig, nimmt jedoch infolge des Attentats eine spannende Wendung und nimmt dann rasant Fahrt auf. Klar gab es zwischendrin auch mal ruhigere und langatmigere Passagen aber größtenteils konnte mich die spannende Handlung packen. Es gab viele mitreißenden Momente.

Die drei Protagonistinnen Matilde, Sayer und Æsa empfinde ich als vielschichtig und einzigartig. Jede von ihnen ist geprägt durch ihre eigenen Erlebnisse und ihr eigenes Schicksal und haben daher ihre individuelle Persönlichkeit. Dennoch scheinen sie sich wie ein Puzzle zu ergänzen. Ich finde es toll, dass, neben der Magie, auch die Freundschaft dieser drei im Zentrum steht. Ich habe gerne miterlebt, wie sich ihre Freundschaft entwickelt und wie sie lernen, einander zu vertrauen und füreinander zu kämpfen. Manche Nebenfiguren sind teilweise etwas blass und wirken eher wie Mittel zum Zweck aber das schadet der Geschichte überhaupt nicht. Sie sind schließlich „nur“ Nebenfiguren.

Zwischen den Kapiteln punktet das Buch mit Liedern, Briefen und Tagebucheinträgen, was die Welt lebendiger und greifbarer macht. Ich habe das Buch als Hörbuch begonnen, habe dann jedoch schnell auf das Buch gewechselt. Denn, als Hörbuch, fand ich diese Einschübe enorm verwirrend. Aber als physisches Buch sind diese Zusatzinformationen wirklich toll.

Fazit:
Mich konnte die Geschichte aufgrund seines Magiekonzepts, seiner starken und individuellen Figuren und dem interessanten Worldbuilding überzeugen. Letzteres war manchmal aufgrund der vielen Namen, Orte und Handlungsstränge etwas verwirrend, weshalb man beim Lesen wirklich konzentriert bleiben musste.

Alles in allem war es für mich ein spannender Auftakt der Fantasy-Reihe und ich bin wahnsinnig gespannt, wie es weitergeht.

Fans von Fantasy und Geschichten mit starken und manchmal auch zweifelnden Frauenfiguren werden das Buch bestimmt lieben.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere