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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.06.2020

Ab wann ist jemand schuldig und ab wann unschuldig?

Verbrechen
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Verbrechen war mein erstes Buch von Ferdinand von Schirach und ich war wirklich gespannt, da ich bisher von seinen Büchern nur gutes gehört habe. Zudem lese ich nicht sehr oft Kurzgeschichtenbände, was ...

Verbrechen war mein erstes Buch von Ferdinand von Schirach und ich war wirklich gespannt, da ich bisher von seinen Büchern nur gutes gehört habe. Zudem lese ich nicht sehr oft Kurzgeschichtenbände, was das ganze noch spannender machte.

Der Autor erzählt die 11 Geschichten in einem sehr nüchternen und sachlichen Schreibstil, dass fand ich bei diesem Buch aber gut. Und trotz des sachlichen Schreibstils baut er Spannung auf, sodass man unbedingt wissen möchte, wie die jeweilige Geschichte ausgeht. Meiner Meinung nach schafft er es, den Leser mitzureißen und das mit nur wenigen Worten bzw. Sätzen.

Die Handlungen der einzelnen Geschichten sind verschieden und außergewöhnlich und müssen daher nicht in einer bestimmten Reihenfolge gelesen werden. Und was ich auf der einen Seite erschreckend, aber auch faszinierend fand, ist, dass die Geschichten auf wahren Begebenheiten beruhen. Ferdinand von Schirach ist nämlich Strafverteidiger und erzählt von ehemaligen Fällen. Zudem taucht er in jeder Geschichte auf – was mir total gut gefallen hat. Was ich auch sehr interessant fand, war, dass man viele Hintergrundinformationen wie z.B. zur Strafverfolgung erhält. Zu den einzelnen Geschichten möchte ich nicht zu viel verraten, außer das sie eindringlich, fesselnd und manchmal auch brutal sind – jede einzelne hat mir gut gefallen.

Fazit:
11 klare, eindringliche und spannende Kurzgeschichten, die auf wahren Begebenheiten beruhen. Mich hat das Buch ab der ersten Seite gefesselt. Erschreckend, außergewöhnlich, brutal und dennoch wahr.
Ein sehr lesenswertes Buch!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.06.2020

Besonders und tiefgängig

Uns gehört die Nacht
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Zwei völlig verschiedene Gesellschaftsschichten, eine düstere und intensive Liebesgeschichte und ein wundervoll poetischer Schreibstil.

Von Anfang an habe ich mich in den Schreibstil von Jardine Libaire ...

Zwei völlig verschiedene Gesellschaftsschichten, eine düstere und intensive Liebesgeschichte und ein wundervoll poetischer Schreibstil.

Von Anfang an habe ich mich in den Schreibstil von Jardine Libaire verliebt. Sie schreibt so wundervoll poetisch und einzigartig und zieht dich damit regelrecht in einen Bann.

Die Protagonisten sind sehr speziell.
Elise war mir Anfangs eher unsympathisch. Ich fand es komisch wie besessen sie von Jamie war und das sie alles dafür getan hätte, um etwas Aufmerksamkeit von ihm zu bekommen. Doch je mehr man sie kennenlernt und versteht, weshalb sie so ist, wurde sie mir deutlich sympathischer.
Auch Jamey fand ich Anfangs unsympathisch. Das lag vor allem an den Gedanken über Elise. Aber auch das ändert sich und er entwickelt sich weiter und versucht die Gefühle für sie zuzulassen.

Ich fand es total interessant die holprige bzw. problematische Liebesgeschichte der beiden mitzuverfolgen – die sie trotz der ganzen Hürden nicht aufgeben.

Die Handlung beginnt rasant, sodass ich keine Probleme mit dem Einstieg der Geschichte hatte.

Es hat mich total gefesselt, die toxische Liebesgeschichte der Protagonisten mitzuverfolgen und ich wollte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen, da ich unbedingt wissen wollte, wie die Geschichte endet.

Was mir besonders gut gefallen hat, ist, dass die Autorin von Beginn an sehr authentisch schreibt und nichts verschönert. Das lässt die gesamte Geschichte sehr ehrlich und realistisch wirken.

Leider fand ich die Handlung ab der Mitte des Buches langatmig. Man hatte das Gefühl, dass sich die Geschichte wiederholt und man nicht voran kommt. Spannung wurde nur noch selten aufgebaut. Die Liebesgeschichte kam mir zu kurz und das Körperliche wurde mir zu viel.

Auf den letzten Seiten wurde es dann aber wieder deutlich spannender. Das Ende ist unerwartet und hat mich wirklich überrascht. Meiner Meinung nach, hätte man darauf noch ein bisschen mehr eingehen können.

Fazit:

Eine besondere und tiefgründige Geschichte mit einem wundervoll poetischen Schreibstil. Trotz der Längen, konnte mich das Buch mitreißen. Es ist anders als erwartet und genau das hat mir sehr gut gefallen – man muss sich auf diese wilde Liebesgeschichte einlassen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.05.2020

Eine rätselhafte Reise...

Mary Ventura und das neunte Königreich
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Da ich Plath’s Buch ,,Die Glasglocke“ sehr mochte, war ich äußerst gespannt wie mir diese Kurzgeschichte von ihr gefallen wird. Zumal ich mir durch den Klappentext auch nicht genau vorstellen konnte, was ...

Da ich Plath’s Buch ,,Die Glasglocke“ sehr mochte, war ich äußerst gespannt wie mir diese Kurzgeschichte von ihr gefallen wird. Zumal ich mir durch den Klappentext auch nicht genau vorstellen konnte, was mich erwarten wird.

Zuallererst möchte ich diese wundervolle und hochwertige Ausgabe loben! Das Cover ist wirklich toll und wird bestimmt nicht mein letztes Buch aus der Insel-Bücherei bleiben.

Die Handlung ist von Beginn an spannend, aber auch verwirrend. Man fragt sich, warum Mary diese rätselhafte Reise antreten muss, obwohl sie doch eigentlich gar nicht möchte und was hat es mit dem neunten Königreich auf sich, von dem sie noch nie gehört hat…?

Doch sobald man weiterliest, findet man auf diese Fragen schnell Antworten und begreift, was sich für eine wichtige und tiefsinnige Message hinter dieser Kurzgeschichte verbirgt!

In der Geschichte geht es um Selbstfindung, Selbstermächtigung und darum, selbstständig zu werden und die Dinge mal selbst in die Hand zu nehmen – was ein sehr wichtiges und motivierendes Thema meiner Meinung nach ist.
Diese Kurzgeschichte macht nochmal deutlich, wie wahr doch das Sprichwort ,,In der Kürze liegt die Würze“ ist.

Fazit:

Eine tiefsinnige, spannende und inspirierende Kurzgeschichte über eine junge Frau, die auf einer rätselhaften Reise Erfahrungen sammelt, reift und lernt, dass es manchmal besser ist die Dinge selbst in die Hand zu nehmen.

Für Sylvia Plath Fans ist diese Geschichte ein Muss!

Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.05.2020

Tiefbewegend und sehr lesenswert!

Muldental
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‚Muldental‚ war mein erstes Buch von Daniela Krien und ich war sehr gespannt wie es mir gefallen wird, da ich bisher nur positives über ihre weiteren Bücher gelesen habe.

Zudem habe ich noch nie einen ...

‚Muldental‚ war mein erstes Buch von Daniela Krien und ich war sehr gespannt wie es mir gefallen wird, da ich bisher nur positives über ihre weiteren Bücher gelesen habe.

Zudem habe ich noch nie einen Kurzgeschichten-Band gelesen und war total neugierig darauf.

Ich mochte den Erzählstil der Autorin total gerne. Sie erzählt ruhig und klar und auch ein wenig trist. Dennoch baut sich durch die Intensität der Geschichten unterschwellig Spannung auf und man möchte unbedingt wissen, wie die einzelnen Geschichten enden werden.

In ‚Muldental‚ erzählt Daniela Krien von Menschen, die durch bzw. nach dem Fall der Mauer große Veränderungen in ihrem Leben erfahren mussten, die Orientierungslos und verzweifelt sind, die dennoch weitermachen und nicht den Kopf hängen lassen.

Alle 11 Geschichten sind Grundverschieden, das einzige was sie gemeinsam haben ist, dass sie nach der Wende spielen und von den Folgen des Mauerfalls schwerst betroffen sind.

Die Geschichten haben mich allesamt sehr bewegt (natürlich gab es ein paar, die mir besser gefallen haben als andere – dennoch finde ich alle Geschichten sehr gelungen).
Obwohl die Geschichten kurz sind, sagen sie dennoch sehr viel aus, berühren und regen zum Nachdenken an. Hier trifft das Sprichwort: „Weniger ist mehr“ auf jeden Fall zu.

Fazit:

Düstere, intensive, packende und vor allem tragische Geschichten umfasst der Kurzgeschichtenband ‚Muldental‘ von Daniela Krien.

Er handelt von Schicksalen und veränderten Leben, die durch den Fall der Mauer entstanden sind.

Ein tief bewegendes Buch, das ich jedem empfehlen kann. Sehr lesenswert!

  • Cover
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Veröffentlicht am 26.03.2020

Ein lustiges und interessantes Buch!

Notes from the upside down
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Als riesen Stranger-Things-Fan habe ich mich total auf dieses Buch gefreut, da ich es super spannend und interessant finde mehr über die Hintergründe der Serie zu erfahren. Und da mich „Suspicious Minds“ ...

Als riesen Stranger-Things-Fan habe ich mich total auf dieses Buch gefreut, da ich es super spannend und interessant finde mehr über die Hintergründe der Serie zu erfahren. Und da mich „Suspicious Minds“ von Gwenda Bond leider etwas enttäuscht hatte, war ich umso gespannter ob mir dieses Buch besser gefallen wird.
Das Buch ist wirklich schön aufgebaut. Es gibt acht Kapitel und am Ende jedes Kapitels gab es Quizze oder Rezepte.
Ich fand es lustig und sehr informativ, allerdings ist es glaube ich eher etwas für hardcore-Fans. Meiner Meinung nach wurden viele unrelevante Themen angesprochen und manchmal hatte ich das Gefühl, dass das Buch mehr von den 80ern handelt als von der eigentlichen Thematik.
Dennoch war es sehr interessant, nochmal auf die einzelnen Folgen einzugehen und dabei auf neue Aspekte und Hinweise aufmerksam gemacht zu werden. Ich hätte es nur besser gefunden, wäre der Autor noch auf intensivere Themen und Fragen eingegangen, als viele verschiedene Songs, Filme etc. aufzuzählen (die ich schon längst wieder vergessen habe).

Ein lustiges und interessantes Buch über die Serie Stranger Things. Ich kann es jedem empfehlen, der gerne ein bisschen mehr über die Vorgeschichte und die einzelnen Folgen der Serie erfahren möchte. Meiner Meinung nach wurde es etwas zu monoton erzählt und ich finde man hätte noch weitaus interessantere Fragen beantworten können.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere