Der Titel ist die beste Beschreibung
Und alles zerbricht (Paper Hearts 1)„Und alles zerbricht“ ist, soweit ich weiß, das Debüt von Maxine Reuker und eine Young-Adult-Geschichte mit 16-jährigen Protagonist:innen. Am Anfang dachte ich ehrlich kurz, ob ich mit meinen 25 vielleicht ...
„Und alles zerbricht“ ist, soweit ich weiß, das Debüt von Maxine Reuker und eine Young-Adult-Geschichte mit 16-jährigen Protagonist:innen. Am Anfang dachte ich ehrlich kurz, ob ich mit meinen 25 vielleicht ein bisschen zu alt dafür bin. Gerade diese ersten Kapitel mit dem Geburtstag wirkten sehr jugendlich auf mich.
Aber je weiter ich gelesen habe, desto mehr hat mich die Geschichte bekommen. Das Buch ist für mich klar zweigeteilt, im ersten Teil geht es um Milas Vorgeschichte, den Umzug nach Zürich und all die Dinge, die gleichzeitig auf sie einprasseln. Man merkt richtig, wie sie Stück für Stück in ihre Essstörung hineinrutscht. Im zweiten Teil spielt alles in der Klinik am Clarisse, was ja auch schon im Klappentext deutlich wird. Das Setting am See ist eigentlich total schön, was im Kontrast zu Milas innerem Chaos nochmal stärker wirkt.
Ich finde, das Buch gibt einen ehrlichen Einblick darin, wie eine Essstörung entstehen kann, gerade für Menschen, die selbst nicht betroffen sind. Gleichzeitig kann es jungen Leserinnen helfen, eigene ungesunde Gedankengänge vielleicht eher zu erkennen.
Die Liebesgeschichte zwischen Mila und Nikolaus ging mir persönlich etwas zu schnell. Dieses direkte, fast obsessive Interesse hatte für mich eher einen leichten Dark-Romance-Vibe, das hätte ich mir in einem YA-Buch etwas langsamer gewünscht. Der Plot Twist rund um seine Familie und besonders seine Schwester hat mir dafür richtig gut gefallen.
Am Anfang dachte ich noch, das wird ein netter Read für zwischendurch und die Folgebände brauche ich nicht unbedingt. Jetzt bin ich mir ziemlich sicher, dass ich weiterlesen werde. Insgesamt ein gelungenes Debüt, das ich vor allem jungen Mädels zwischen 14 und 18 empfehlen würde, aber auch Ältere können hier definitiv mehr mitnehmen, als man zuerst denkt.