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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.04.2025

Atemberaubender Auftakt der Dilogie

Elbnächte. Die Lichter über St. Pauli
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Henrike Engel entführt den Leser in diesem Buch in das Jahr 1913. Louise führt mit ihrem Mann Viktor ein Leben in Saus und Braus. Doch plötzlich ist er über Nacht verschwunden und mit ihm das gesamte ...

Henrike Engel entführt den Leser in diesem Buch in das Jahr 1913. Louise führt mit ihrem Mann Viktor ein Leben in Saus und Braus. Doch plötzlich ist er über Nacht verschwunden und mit ihm das gesamte Geld. Sie lernt Ella kennen, die zusammen mit ihrer Mopshündin Principessa gerade aus Lemberg in Hamburg angekommen ist. Sie wurde vor sieben Jahren von ihren Eltern verkauft und landete im Alter von 17 Jahren in einem Bordell. Jetzt war ihr die Flucht gelungen. Louise und Ella versuchen nun gemeinsam, einen Neuanfang zu starten.
Der ehemalige Polizist Paul ist seit einem Attentat auf ihn körperlich beeinträchtigt. Verbittert sinnt er auf Rache und ermittelt eigenmächtig gegen die, die ihn um sein ehemals glückliches Leben und seine Zukunft gebracht haben.
Ein Zufall bringt die Protagonisten zusammen und macht sie zu Komplizen. Und plötzlich haben es auch die zwei Frauen mit der Hamburger Unterwelt zu tun.
Erzählt wird diese Geschichte abwechselnd aus der Sichtweise der drei so unterschiedlichen Hauptpersonen, die mir mit Fortschreiten der Handlung immer sympathischer wurden. Als sie zwangsläufig zu Gesetzesbrechern wurden, fieberte ich mit ihnen mit und hoffte, dass alles noch zu einem guten Ende führen würde.
Die Autorin hat die einzelnen Charaktere vielschichtig angelegt und ausgearbeitet. Dadurch gelang es mir, in deren Gefühls- und Gedankenwelt eintauchen zu können. Die Handlung ist spannend, ja mitunter sogar nervenaufreibend. Ich war so gefesselt von dem Roman, dass ich ihn mit nur einer Unterbrechung lesen musste.
Diese mitreißende Geschichte, durch die ein bildhafter und angenehmer Schreibstil führt, lässt am Ende noch einige Fragen offen. Ich hoffe, dass diese in der Fortsetzung "Elbnächte. Schatten über St. Pauli" beantwortet werden. Doch leider heißt es noch, darauf bis Ende Oktober 2025 zu warten.
5 Sterne und eine klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 04.04.2025

Cher, ein bemerkenswerter Weltstar

CHER. Die Autobiografie, Teil eins
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In diesem ersten Teil ihrer Autobiografie erzählt Cher von ihrer Kindheit bis hin zu ihrer Karriere als Schauspielerin und Sängerin. Sie berichtet von ihrer Mutter Georgia, die mehrmals heiratete. Cher ...

In diesem ersten Teil ihrer Autobiografie erzählt Cher von ihrer Kindheit bis hin zu ihrer Karriere als Schauspielerin und Sängerin. Sie berichtet von ihrer Mutter Georgia, die mehrmals heiratete. Cher gibt dem interessierten Leser Einblick in ihre Kindheit, Jugend und ihre Ehe mit Sonny Bono, mit dem sie das Duo Sonny & Cher bildete. Mit dem Song "I Got You Babe" landete das Paar auf Platz 1 der Hit-Listen. Mit ihrer humorvollen und ehrlichen Erzählweise fesselte mich Cher immer wieder aufs Neue. Einblicke auf Geschehen hinter den Kulissen geben zu verstehen, dass es für sie nicht einfach war, sich in einer männerdominierten Welt zu behaupten.
Diese Autobiografie zeigt eine Frau, die durch harte Arbeit und eisernen Willen zu einem Weltstar wurde.
Jetzt freue ich mich schon auf die Fortsetzung.
5 Sterne und eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 03.04.2025

Eine beeindruckende Lebensgeschichte

Schwebende Lasten
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Erzählt wird die Geschichte der Hanna Krause, einer Frau, die im Jahr 1913 geboren wurde und in ärmlichen Verhältnissen aufwuchs. Zwar ist die Geschichte fiktiv, jedoch steht ihr Schicksal für viele Frauen, ...

Erzählt wird die Geschichte der Hanna Krause, einer Frau, die im Jahr 1913 geboren wurde und in ärmlichen Verhältnissen aufwuchs. Zwar ist die Geschichte fiktiv, jedoch steht ihr Schicksal für viele Frauen, die zwei Weltkriege überlebten. Hanna war Blumenbinderin mit einem eigenen Blumenladen, später Putzfrau und schließlich Kranführerin bei einem Magdeburger Schwermaschinenbaubetrieb. Mit ihrem Ehemann Karl bekam sie sechs Kinder, von denen vier überlebten.
Geprägt ist ihr Leben von Entbehrungen und Leid. Etliche Schicksalsschläge können sie nicht aus der Bahn werfen, immer wieder rappelt sie sich auf. Von ihrem Mann erhält sie keine Unterstützung. Er wendet sich immer mehr dem Alkohol zu.
Annett Gröschner erzählt die Geschichte einer einfachen, jedoch mutigen und kämpferischen Frau, die sich niemals unterkriegen ließ und aufgab. Trotz allen bleibt sie eine bescheidene und aufrechte Frau, die ihre glücklichste Zeit mit ihrem Blumengeschäft hatte.
Es ist eine bewegende Lebensgeschichte, die fast durch das gesamte 20. Jahrhundert führt. Nachvollziehbar, glaubhaft und eindrucksvoll erzählt.
Dieses Buch ist ein Stück Zeitgeschichte, fesselnd und sehr berührend. 4 Sterne und eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 01.04.2025

Kampf für Freiheit und Selbstbestimmung

Im Wind der Freiheit
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Tanja Kinkel entführt den Leser in das Jahr 1848. Es ist das Jahr der Revolution und politischen Unruhen. Zwei Frauen unterschiedlichster Herkunft kämpfen, jede auf ihre Art, gegen die Unterdrückung der ...

Tanja Kinkel entführt den Leser in das Jahr 1848. Es ist das Jahr der Revolution und politischen Unruhen. Zwei Frauen unterschiedlichster Herkunft kämpfen, jede auf ihre Art, gegen die Unterdrückung der Frauen.
Es sind die mittellose Susanne Grabasch, die ihre Arbeit in einer Tuchfabrik verloren hat, sowie die aus gutbürgerlichen Verhältnissen stammende Schriftstellerin Louise Otto. Susanne lässt sich auf ein gefährliches Angebot ein.
Die Ereignisse in den Jahren 1848/49 wurden von der Autorin solid recherchiert. Während Louise Otto eine sozialkritische Schriftstellerin und Mitbegründerin der deutschen Frauenbewegung war, ist die Figur von Susanne fiktiv. Trotzdem gibt sie Einblicke in die Situation der Frauen, die ausgebeutet und rechtlos ums Überleben kämpfen mussten.
Wird in dem ersten Viertel des Buches von dem Leben der beiden Frauen berichtet, schwenkt die Handlung dann auf die politischen Ereignisse. Für mich wurde es dann doch zu viel an sachlicher historischer Geschichte, die an einigen Stellen ziemliche Längen aufwies. Dieses ging zulasten der Spannung und der Lesefluss wurde immer wieder ausgebremst.
Dieses Buch war für mich teilweise ein anstrengender Geschichtsunterricht. Trotzdem ist es ein gut fundierter Roman, durch den die Autorin mit einem flüssigen Schreibstil führt. 3 Sterne und für historisch interessierte Leser eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 01.04.2025

Ein unter die Haut gehendes Schicksal

Um jeden Preis
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Basierend auf wahren Begebenheiten erzählt Hera Lind in ihrem neuen Buch die Geschichte einer jungen Frau, die im Alter von 16 Jahren zusammen mit ihrer Mutter und ihren Geschwistern nach Sibirien verschleppt ...

Basierend auf wahren Begebenheiten erzählt Hera Lind in ihrem neuen Buch die Geschichte einer jungen Frau, die im Alter von 16 Jahren zusammen mit ihrer Mutter und ihren Geschwistern nach Sibirien verschleppt wird.
Unter barbarischen Bedingungen und bei minus 50 Grad werden sie zur Zwangsarbeit herangezogen. Sie halten zusammen nach dem Motto: "Alle für einen, einer für alle." "Und egal was auch geschieht, wir bleiben um jeden Preis zusammen, keiner bleibt zurück." Ihre Hoffnung, irgendwann nach Westdeutschland, der Heimat ihrer Vorfahren, gelangen zu können, lässt sie die unvorstellbaren bitterkalten Winter, die menschenunwürdigen und -feindlichen Zustände und die vielen Schicksalsschläge überstehen.
Die Autorin berichtet von einem Schicksal, das mich fassungslos machte und mir mehr als einmal die Tränen in die Augen trieb. Wie viel unvorstellbares Leid und Elend kann ein Mensch überstehen, ohne daran zu zerbrechen?
Wie gewohnt zeichnet die Autorin die einzelnen Charaktere wieder detailliert und präzise. Die Handlung ist dramatisch, herzzerreißend und erschütternd. Mit einem lebendigen und bildgewaltigen Schreibstil führt Frau Lind durch diese Lektüre.
Auch wenn diese ungewöhnliche Geschichte schwer verdaulich ist, kann ich sie bedingungslos empfehlen. 5 Sterne.

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