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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.10.2025

Märchenhaft magisch

Einhornblut und Feuerherz
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Schon seit sie ein kleines Kind war, ist es Amelia verboten, den Strand zu besuchen, denn ihr Vater, der König, hält diesen für gefährlich. Doch eines Tages hatte jemand vergessen, das Tor zum Strand zu ...

Schon seit sie ein kleines Kind war, ist es Amelia verboten, den Strand zu besuchen, denn ihr Vater, der König, hält diesen für gefährlich. Doch eines Tages hatte jemand vergessen, das Tor zum Strand zu schließen und Amelia kann nicht widerstehen. Sie geht an den Strand und findet dort ein geheimnisvolles Buch, ein Tagebuch und zwar das ihrer angeblich verstorbenen Mutter. Aber die Wahrheit, die Amelia nun herausfindet, ist eine ganz andere. Sie begibt sich auf die Suche nach ihrer Mutter und betritt eine magische Welt, voller Fabelwesen, aber auch Monster und um nicht jeder Gefahr allein zu trotze, muss sie dem geheimnisvollen Valerian vertrauen. Doch wer ist er wirklich?
Drachenmond Verlag und schöne Bücher kann man ruhig in einem Atemzug nennen, denn so ist auch Einhornblut und Feuerherz eine absolute Schönheit.
Aber auch der Inhalt kann hier völlig mithalten. Schon der Prolog gab mir Das letzte Einhorn Vibes, das ich schon als kleines Kind über alles geliebt habe. Dabei schreibt Fanny Bechert einfach märchenhaft, man wird regelrecht von ihren Worten verzaubert.
Das Worlbuilding ist ebenfalls besonders und versprüht eine Menge Magie und Charme, ob das Schloss des Vaters, der magische Zirkus oder die Welt in der sich die Charaktere auf der Suche nach Amelias Mutter begeben, alles ist vorstellbar, ohne im Detail zu verschwinden. Es gibt hier tolle und vor allem neue magische Wesen, die in ihrer Art wirklich spannend sind.
Die Handlung ist spannend und fesselnd, es gibt einige Plottwists, Action, etwas fürs Herz und ganz viel Magie und Abenteuer.
Erzählt wird die Geschichte durch einen auktorialen Erzähler, aber aus den Perspektiven von Amelia und Valerian, so dass wir viel über die Gefühle und Gedanken der Protagonisten erfahren.
Amelia ist einfach zauberhaft, auf der einen Seite unschuldig und naiv, auf der anderen Seite merkt man, dass sie es gewohnt ist, Befehle zu erteilen. Nichtsdestotrotz hat sie ein übergroßes Herz, mit dem sie allem und jeden gerecht werden will.
Valerian ist der düstere Mann, von dem wir früh wissen, wer er ist, doch tief im inneren ist er doch ganz anders, als man zunächst vermutet.
Mein Fazit: Mit Einhornblut und Feuerherz erzählt Fanny Bechert eine von Seite 1 an bezaubernde Geschichte, die in eine Welt versetzt, bei der man regelrecht die Geschichte des letzten Einhorns vor sich sieht. Der Erzählstil ist magisch und märchenhaft und die Charaktere absolut vielseitig und mindestens so magisch wie der Stil. Wer düstere Märchen mag, sollte hier reinlesen.

Veröffentlicht am 30.09.2025

Düstere Märchennovellen

Mountains Made of Glass / Apples Dipped in Gold
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Einst wurden die sieben Söhne des Elfenkönigs von eben diesem verflucht. Sieben Spiegelscherben, jede mit einem individuellen Fluch versehen, sollen dafür sorgen, dass nur einer der Söhne König werden ...

Einst wurden die sieben Söhne des Elfenkönigs von eben diesem verflucht. Sieben Spiegelscherben, jede mit einem individuellen Fluch versehen, sollen dafür sorgen, dass nur einer der Söhne König werden kann. In der ersten beiden Novellas geht es um Prinz Casamir und der Gesela. Diese tötete einen Frosch, der wohl in Wahrheit ein Prinz war, aus diesem Grund wird sie von dreien der Brüder zu Casamir geschickt. Nur wenn sie seinen wahren Namen herausfindet, darf sie wieder fort.
In der zweiten Geschichte geht es um Samara, die von ihren drei Brüdern alles andere als gut behandelt wird. Als sie ein neues Leben beginnen will, begegnet sie Prinz Lore. Was Samara nicht weiß, dieser beobachtet sie schon seit Jahren und glaubt, Samara wäre sein Fluch.
Dieses wunderschöne Buch besteht, wie man zuvor schon erkennen kann, aus zwei Novellen aus der Feder von Scarlett St. Clair, die sich an den Märchen der Gebrüder Grimm orientiert hat für ihre Märchenadaption.
Der Einstieg in beide Geschichten fällt leicht, Autorin Scarlett St. Clair schreibt wirklich unglaublich bildhaft und flüssig, so dass man schnell mitten in der Geschichte ist.
Das Worldbuilding ist bei beiden Geschichten nicht unbedingt detailreich ausgeführt, doch einfach auf eine andere Art märchenhaft. Ich konnte mir beide Geschichten vorstellen.
Geschichte 1 war zu Beginn toll und spannend, doch ab einen gewissen Punkt wurde es für mein Empfinden zu oft zu spicy. Da wäre mir mehr Handlung deutlich lieber gewesen. Doch die zweite Geschichte fand ich wiederum sehr gut und spannend. Spicy Szenen waren nicht so häufig und die Handlung einfach klarer und spannender definiert.
Beide Geschichten sind eine Mischung aus bekannten, aber auch unbekannten Märchen, hinter jeder Story erzählt Scarlett St. Clair mehr darüber, was mir sehr gut gefallen hat.
Da es hier um Novellen geht, sind die Charaktere nicht ganz so intensiv ausgearbeitet wie in einem Roman. Doch sowohl die Protagonisten aus dem ersten Teil als auch die aus dem zweiten wurden durchaus lebendig und vorstellbar. In beiden Novellen gibt es einen dual Point of view, so dass wir jeweils Einblicke in die Gedanken der Hauptcharaktere erhalten.
Mein Fazit; Insgesamt haben mir die Geschichten durchaus gefallen. Ich mag Märchenadaptionen sehr gerne und finde es spannend, herauszufinden, welches Märchen sich wohinter verbirgt. Diese beiden Novellen, die im gleichen Universum spielen, könnten allerdings unterschiedlicher nicht sein. Während Band 1 oftmals in zu viel Spice und zu wenig Handlung versinkt, bekommen wir in Band 2 eine spannende Geschichte, die düsterer und damit auch spannender wirkt. Fans von Märchenadaptionen und insbesondere von der Autorin sollten hier einfach mal reinlesen.

Veröffentlicht am 29.09.2025

Wie gut ist dieses Buch, bitte?!

Heir of Storms
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Schon bei ihrer Geburt hatte Blaze einen spektakulären Auftritt, denn als Sturmbringerin brachte sie einen Sturm über das Land, der dieses beinahe vernichtete. Doch nicht nur das ist ungewöhnlich an Blaze, ...

Schon bei ihrer Geburt hatte Blaze einen spektakulären Auftritt, denn als Sturmbringerin brachte sie einen Sturm über das Land, der dieses beinahe vernichtete. Doch nicht nur das ist ungewöhnlich an Blaze, denn eigentlich ist ihre Familie eine der mächtigsten Feuerbringer des Landes und ihr Zwillingsbruder Flint ist ein großes Talent, während ihr eigenes nahezu versiegt ist. Als Blaze und Flint unerwartet zu Erben werden, die am Hof des Kaisers in gefährlichen Spielen gegen die Erben anderer Höfe antreten müssen, wird Blaze bewusst, dass sie alles in ihrer Macht Liegende tun muss, um ihre Gabe wieder zu erwecken. Dabei erhält sie unerwartet Unterstützung vom Sohn des Kaisers, Hal. Doch auch dessen Halbbruder Fox, den man den Erdspalter nennt, nimmt an den Spielen teil.
Das mich wunderschöne Cover immer neugierig machen, ist kein Geheimnis und natürlich hat auch Heir of Storms eine traumhafte Gestaltung.
Aber auch die Geschichte steht der Aufmachung in nichts nach, denn schon von Seite 1 an schafft Autorin Lauryn Hamilton Murray mich in ihren Bann zu ziehen. Sie hat einen so leichten und bildgewaltigen Schreibstil, ohne aus- oder abzuschweifen, dass man einfach mitten in die Story gesetzt wird.
Das Worldbuilding ist vielleicht nicht so intensiv wie z. B. bei High Fantasy, aber absolut vorstellbar und man erfährt auch einiges über Hintergründe und mehr.
Natürlich behält die Autorin auch noch so einige Geheimnisse zurück, da wir mit Heir of Storms ja auch erst den Einstieg in eine neue Reihe erhalten. Es bleibt definitiv spannend und auch wenn ich bei dem ein oder anderen vorausgeahnt habe, was kommt, gab es noch einige Momente mehr, die mich völlig überraschen konnten.
Dann gibt es da noch die Spiele um die Krone, die einen kleinen Bereich nur umfassen, aber trotzdem spannend sind.
Wer hier auf die große Lovestory hofft, könnte enttäuscht werden. Zwar deutet sich hier durchaus etwas an, bleibt aber wirklich nur ein Nebenpart. Was mich ganz besonders freut, ist, dass es mal keinen Spice gab.
Dafür sind die Charaktere hier ganz besonders fein ausgearbeitet, die Nebencharaktere sorgen für Spannung, Überraschungen und sind authentisch dargestellt. Gerade Flint, Blazes Bruder, fand ich großartig, aber eigentlich konnte ich mir jeden einzelnen lebhaft vorstellen.
Protagonistin und Ich-Erzählerin Blaze fand ich großartig. Sie ist zu Beginn unsicher, Selbstvertrauen ist nicht vorhanden und auch sonst wirkt sie wie eine graue Maus. Doch sie wächst nach und nach an ihren Herausforderungen und das in einem Tempo, der absolut nachvollziehbar ist. Gerade auch Fox, den sie den Erdspalter nennen, tritt sie immer selbstsicherer gegenüber auf und so manch Dialog ließ schmunzeln.
Mein Fazit: Für mich gibt es hier eigentlich so gut wie nichts auszusetzen. Die Geschichte habe ich an zwei Abende regelrecht inhaliert und ich musste mich einfach zwingen, das Buch zur Seite zu legen, um schlafen zu gehen. Spannung, Worldbuilding, Charaktere und die gesamte Handlung sind fesselnd und mitreißend. Absolute Leseempfehlung!

Veröffentlicht am 27.09.2025

Tolle neue Idee

Honor & Claws 1: Untamed Hearts
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Seit Jahren versucht die junge Reina an der Akademie Ehre ihre Ausbildung als Jägerin zu beenden, doch leider ist sie sehr zart und schmächtig und im Kämpfen eine absolute Niete und die Bestien in ihrem ...

Seit Jahren versucht die junge Reina an der Akademie Ehre ihre Ausbildung als Jägerin zu beenden, doch leider ist sie sehr zart und schmächtig und im Kämpfen eine absolute Niete und die Bestien in ihrem Land gefährlich. Genau aus diesem Grund ist sie nun auch schon viermal durch die Prüfung gefallen und all ihre Kommilitonen meiden sie. Als sie trotzdem mit den anderen zur Jagd aufbricht, gerät sie in Gefahr, eine der Bestien greift sie an, doch sie wird von einem jungen Mann namens Gavin gerettet. Dabei muss Reina herausfinden, dass all ihr Wissen rund um die Bestien auf Halbwahrheiten basiert. Denn Gavin gehört zu einem Sternenvolk und die Bestien entstehen durch sie und auch Gavin spürt, dass hinter Reina viel mehr steckt.
Zu diesem Cover brauche ich wohl nicht allzu viel zu sagen, denn es ist wieder einmal ein Traum. Von Asuka Lionera habe ich bereits auch einige Bücher gelesen und bisher mochte ich ihre Geschichten sehr. Auch Honor und Claws ist eine spannende Geschichte rund um ein Sternenvolk, dass nach einem Angriff durch die Menschen nun versteckt lebt.
Der Einstieg fällt leicht, der Schreibstil ist bildgewaltig, fesselnd und mitreißend und lässt das Buch zu einem Pageturner werden.
Die Welt ist eine Mischung aus mittelalterlicher Fantasywelt und eine Dystopie. Die Menschen werden hier belogen und vieles ist weitaus mehr zerstört, als viele es wissen. An dieser Stelle hat ich ein paar kleinere Zweifel, ob sowas logisch ist, aber das sei hier einfach mal gegeben.
Die Magie ist richtig gelungen, beruht hier auch auf das Volk der Sterne, den Celestern, was mir unheimlich gut gefallen hat. Dieses Magiesystem macht die Geschichte spannend und abwechslungsreich. Dafür konnte ich den ein oder anderen Plottwist dann durchaus erraten, was ich aber nicht weiter schlimm fand.
Die Spannung ist konstant oben, steigert sich hin und wieder und es gibt auch ruhige Momente, auch hier fand ich die Mischung absolut gelungen. Es gibt, wie so oft, Geheimnisse, Lügen, Intrigen, Kämpfe und Gefahren. Wem man trauen kann, kristallisiert sich dann aber doch langsam aber sicher heraus.
Erzählt wird die Geschichte in der Ich-Perspektive abwechselnd von Reina und Gavin, so dass man beide Charaktere intensiver kennenlernt. Reina mochte ich vom ersten Moment an, ihren Wunsch Jägerin zu werden fand ich mit ihrer Hintergrundgeschichte überzeugend, auch wenn es zu ihrer körperlichen Statue nicht passt. Sie ist mutig und loyal und hat das Herz am rechten Fleck. Genauso ist aber auch Gavin, der allein in Reina etwas ganz anderes sieht, als seine Gefährten.
Die Lovestory zwischen den Beiden ist wirklich absolut slow burn, für mich aber dadurch umso überzeugender.
Die Nebencharaktere waren greifbar und Clover, Gavins Füchsin, mein kleines Highlight, aber zu ihr möchte ich noch gar nicht viel erzählen.
Mein Fazit: Spannend, tolle Charaktere, starkes Worlbuilding und eine gelungene, neue Grundidee haben mich von dieser Geschichte absolut überzeugt. Das Ende hatte dann noch einen fiesen Cliffhanger parat, so dass ich wirklich gespannt auf die Fortsetzung bin. Leseempfehlung!

Veröffentlicht am 27.09.2025

Nicht ganz überzeugend

Heart of Night and Fire
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Zeit ihres Lebens war Zarya eine Gefangene im Hause des Mannes Row. Warum und weshalb, das weiß sie nicht, nur dass ihre Magie gefährlich sein soll. Doch als Row eines Abends nicht nach Hause zurückkommt, ...

Zeit ihres Lebens war Zarya eine Gefangene im Hause des Mannes Row. Warum und weshalb, das weiß sie nicht, nur dass ihre Magie gefährlich sein soll. Doch als Row eines Abends nicht nach Hause zurückkommt, ergreift Zarya die Flucht. Zuflucht findet sie in der Stadt aus Marmor, aber diese lebt unter der ständigen Bedrohung durch Dämonen, die Nacht für Nacht angreifen. Gemeinsam mit dem gutaussehenden Kommandant Vikram kämpft sie nun jede Nacht. Doch als klar wird, über welche Magie sie verfügt, ändert sich alles.
Optisch ist dieses Buch wieder ein absoluter Hingucker und auch der Klappentext klang spannend.
Auch der Einstieg fiel hier leicht, denn Autorin Nisha J. Tuli beschreibt bildlich und leicht, zwar liegt mir der personelle Erzähler nicht ganz so, aber hier las es sich flüssig.
Die Welt fand ich mega interessant, eine Anlehnung an indische Mythologie habe ich bis Dato noch nicht gelesen. Dadurch waren mir aber viele der Wesen und Namen keinerlei Begriff und damit nur wenig vorstellbar. Dass sich am Ende des Buches ein Glossar befindet, habe ich tatsächlich erst recht spät bemerkt. Ab da wurde es auf jeden Fall besser, denn dieses Glossar ist wirklich hilfreich.
Was die Spannung betrifft, hatte ich so meine Probleme, ich empfand hier so einige Längen und richtig Spannung kam bei mir nicht auf. Geheimnisse ahnte ich schon früh, auch was die Herkunft Zaryas betrifft oder den Mann ihrer Träume, der geheimnisvoll wirken sollte, all das dachte ich schon zuvor.
Auch hatte ich hier irgendwie das Gefühl, dass die Handlung ein wenig sprunghaft war, so dass ich immer wieder im Lesefluss gestört wurde. So ein richtiger Sog wollte einfach nicht entstehen.
Protagonistin Zarya ist, verständlicherweise, sehr unbedarft, was das weltliche Geschehen betrifft. Trotzdem ist sie stark und selbstbewusst und entwickelt sich nach und nach, auch wenn ich mir gerade hier mehr Emotionen erwünscht hätte. Ich wurde einfach nicht so richtig mit ihr warm, allerdings auch nicht mit ihrem männlichen Gegenpart, den ich als unspektakulär empfunden habe.
Dementsprechend war auch die Liebesgeschichte zwischen den beiden zu aufgesetzt,
Mein Fazit: Dieser erste Band der neuen Reihe hatte für mich einige Höhen und Tiefen. Es gab zwar spannende Momente, aber vor allem der Mittelteil zog sich gewaltig. Mit den Charakteren wurde ich nicht richtig warm, zumindest nicht mit den beiden Hauptcharakteren. Da ich die andere Reihe der Autorin nicht gelesen habe, kann ich da jetzt auch keine Vergleiche ziehen. Ich persönlich weiß noch nicht genau, ob ich hier am Ball bleiben möchte.