Märchenhaft magisch
Einhornblut und FeuerherzSchon seit sie ein kleines Kind war, ist es Amelia verboten, den Strand zu besuchen, denn ihr Vater, der König, hält diesen für gefährlich. Doch eines Tages hatte jemand vergessen, das Tor zum Strand zu ...
Schon seit sie ein kleines Kind war, ist es Amelia verboten, den Strand zu besuchen, denn ihr Vater, der König, hält diesen für gefährlich. Doch eines Tages hatte jemand vergessen, das Tor zum Strand zu schließen und Amelia kann nicht widerstehen. Sie geht an den Strand und findet dort ein geheimnisvolles Buch, ein Tagebuch und zwar das ihrer angeblich verstorbenen Mutter. Aber die Wahrheit, die Amelia nun herausfindet, ist eine ganz andere. Sie begibt sich auf die Suche nach ihrer Mutter und betritt eine magische Welt, voller Fabelwesen, aber auch Monster und um nicht jeder Gefahr allein zu trotze, muss sie dem geheimnisvollen Valerian vertrauen. Doch wer ist er wirklich?
Drachenmond Verlag und schöne Bücher kann man ruhig in einem Atemzug nennen, denn so ist auch Einhornblut und Feuerherz eine absolute Schönheit.
Aber auch der Inhalt kann hier völlig mithalten. Schon der Prolog gab mir Das letzte Einhorn Vibes, das ich schon als kleines Kind über alles geliebt habe. Dabei schreibt Fanny Bechert einfach märchenhaft, man wird regelrecht von ihren Worten verzaubert.
Das Worlbuilding ist ebenfalls besonders und versprüht eine Menge Magie und Charme, ob das Schloss des Vaters, der magische Zirkus oder die Welt in der sich die Charaktere auf der Suche nach Amelias Mutter begeben, alles ist vorstellbar, ohne im Detail zu verschwinden. Es gibt hier tolle und vor allem neue magische Wesen, die in ihrer Art wirklich spannend sind.
Die Handlung ist spannend und fesselnd, es gibt einige Plottwists, Action, etwas fürs Herz und ganz viel Magie und Abenteuer.
Erzählt wird die Geschichte durch einen auktorialen Erzähler, aber aus den Perspektiven von Amelia und Valerian, so dass wir viel über die Gefühle und Gedanken der Protagonisten erfahren.
Amelia ist einfach zauberhaft, auf der einen Seite unschuldig und naiv, auf der anderen Seite merkt man, dass sie es gewohnt ist, Befehle zu erteilen. Nichtsdestotrotz hat sie ein übergroßes Herz, mit dem sie allem und jeden gerecht werden will.
Valerian ist der düstere Mann, von dem wir früh wissen, wer er ist, doch tief im inneren ist er doch ganz anders, als man zunächst vermutet.
Mein Fazit: Mit Einhornblut und Feuerherz erzählt Fanny Bechert eine von Seite 1 an bezaubernde Geschichte, die in eine Welt versetzt, bei der man regelrecht die Geschichte des letzten Einhorns vor sich sieht. Der Erzählstil ist magisch und märchenhaft und die Charaktere absolut vielseitig und mindestens so magisch wie der Stil. Wer düstere Märchen mag, sollte hier reinlesen.