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Veröffentlicht am 27.12.2020

Interessantes Thema fantasievoll verpackt

Hexenherz. Goldener Tod
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Achtung, Band 3 – es könnten inhaltliche Spoiler zu den Vorgängern vorhanden sein.

Helena lebt in einer Welt, in der es nur den Frauen gelingt, Magie zu wirken. Männer sind hier das “schwache” Geschlecht, ...

Achtung, Band 3 – es könnten inhaltliche Spoiler zu den Vorgängern vorhanden sein.

Helena lebt in einer Welt, in der es nur den Frauen gelingt, Magie zu wirken. Männer sind hier das “schwache” Geschlecht, da sie diese Macht nicht besitzen. Doch nun scheint es Rebellenführer Adrian mit seiner Truppe gelungen zu sein, dass es nun auch Männer mit Magie geben könnte. Ausgerechnet Helenas Sohn Kolja ist es als ersten gelungen und auch wenn Helena zu den Rebellen gehört, hegt sie doch in ihrem inneren Zweifel, denn für sie sollte das alleinige Vorrecht auf Macht den Frauen obliegen. Ein Kampf um Gleichberechtigung beginnt, doch wer wird wirklich siegen?
Meine Meinung
Alleine das Wort Hexe im Titel macht mich als Fantasyfan neugierig und auch der Klappentext klang ansprechend. Da mir gesagt wurde, dass ich die Bücher auch unabhängig voneinander lesen kann, habe ich dann, wie es so typisch für mich ist, mit diesem dritten Band begonnen. Richtige Verständnisprobleme, was den Inhalt betrifft, hatte ich nicht, doch insgesamt hatte ich doch das Gefühl, das mir vor allem um die Charaktere besser fassen zu können, Hintergrundwissen fehlt.
Monika Loerchner hat einen ausführlichen Schreibstil, der eher ruhig und unaufgeregt bleibt, dabei erhält der Leser aber die Gelegenheit, wirklich bis in Details die Gedanken der Charaktere, allen voran der Protagonistin Helena, nachzuvollziehen.
Das Worlbuilding ist hier definitiv etwas besonderes, denn alleine die Tatsache, dass es hier die Frauen sind, die regieren, brachten eine ganz besondere Perspektive für mich. Selbst in ihrer Sprache greift die Autorin auf, welche Macht hier den Frauen zugute kommt, so wird hier z. B. aus “großer Gott” “große Göttin” und noch vieles mehr. Das brachte mich zunächst zwar zum Schmuzeln, zeigt aber auch, wie sehr wir uns hier doch daran gewöhnt haben, dass selbst in der Sprache das Männliche dominiert.
Es geht hier um den Kampf der Gleichberechtigung, nur halt dieses mal anders herum und auch das brachte mich immer wieder aufs neue zum Schmunzeln, damit verpackt Autorin Monika Loerchner mit Humor ein Thema, das mich doch auch wieder hat innehalten lassen. Gleichberechtigung, das Recht, das jeder so leben darf und sollte, wie er es für sich selbst für richtig hält, genau diese Kernaussage hat die Autorin hier ganz clever verpackt, denn was hier gilt, sollte für uns heute selbstverständlich sein, ist es aber noch lange nicht.
Gerade Protagonistin Helena zeigt hier ganz deutlich ihre eigene innere Zerrissenheit. Auf der einen Seite ist sie der Meinung, dass nur Frauen die Macht haben sollten und Männer halt an den Herd gehören, doch durch ihren Sohn Kolja werden ihr ständig andere Perspektiven aufgeführt, die sie selbst immer wieder ins Wanken bringen.
Helena ist eine sehr schwierige Protagonistin, die nicht nur vor Sarkasmus trieft, sowohl wörtlich als auch gedanklich, sondern auch selbst immer wieder anhalten und nachdenken muss. Ich schwanke immer noch, ob ich sie nun mag oder eher nicht, auf jeden Fall ist sie aussergewöhnlich und sorgt auch jetzt, beim Schreiben der Rezension, dass ich wieder über sie und ihr Verhalten nachdenke.
Neben ihr spielen diverse weitere Charaktere wichtige Rollen, wie z. B. ihr Sohn Kolja, aber auch Rebellenführer Adrian. Alle zusammen geben dem Leser ein intensives Bild von einer Weltordnung, die so anders als unsere zu sein scheint und der der unsrigen doch so sehr ähnelt.
Mein Fazit
Ein wirklich interessantes, mal einfach wieder ungewöhnliches Buch, dass zwar mit Magie und Fantasy daherkommt, aber im Grunde eher das Thema Gleichberechtigung einmal anders verpackt. Mit Humor und auch einer Portion Sarkasmus zeigt die Autorin, welch schweren Weg man gehen muss, um etwas wie Gleichberechtigung zu finden.

Veröffentlicht am 22.12.2020

Ganz große Liebe

Aroda
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Als Hopes Mutter Elaine plötzlich und unerwartet verstirbt, bricht für Hope eine Welt zusammen. Erst Wochen später schafft sie es gemeinsam mit ihrem Bruder Peter und ein paar Freunden, das Zimmer der ...

Als Hopes Mutter Elaine plötzlich und unerwartet verstirbt, bricht für Hope eine Welt zusammen. Erst Wochen später schafft sie es gemeinsam mit ihrem Bruder Peter und ein paar Freunden, das Zimmer der Mutter auszuräumen und ihre Unterlagen zu sortieren. Dabei finden sie in der Kommode der Mutter viele, selbst gemalte Bilder und Tagebücher, ausserdem hatte Elaine geäußert, dass das schwere Bronzeamulett nun Hope gehören und sie es tragen soll. Als dann noch zwei Fremde auftauchen, die ein Porträt ihrer Mutter bei sich tragen, ist für Hope die Verwirrung komplett, denn diese Fremden erzählen ihr, dass ihre Mutter nicht die sei, für die sie sich ausgab. Ihr Name war Ela-Ina und sie stammt aus einer anderen, einer Parallelwelt namens Aroda und das Amulett dient dazu, ein Portal zu öffnen. Was Hope zunächst kaum glauben kann, wird zur Realität, als sie sich plötzlich mitten in Aroda befindet.
Meine Meinung
Ich mag Geschichten rund um Ideen zu Parallelwelten und irgendwie machte mich der Klappentext zu Aroda unheimlich neugierig. Dabei hatte ich nicht geringste Ahnung, welchen Schatz ich mit diesem Buch in den Händen halte, denn Aroda hat mich in seinen Bann gezogen.
Kerstin Panthel schreibt unheimlich klar und bildlich, schafft es schnell Umgebungen und Charaktere lebendig werden zu lassen und man fühlt sich einfach wohl mit ihren Figuren. Doch richtig beeindrucken konnte die Autorin mich mit ihrem Ideenreichtum und ihren vielen Überlegungen rund um Parallelwelten, Zeitverschiebungen und den Zusammenhängen. Vieles ist sehr ausführlich beschrieben und dargestellt, aber dabei nicht langweilig. Stattdessen hatte ich hier das Gefühl, das kein Wort zu viel war und konnte mir jedes Detail ihrer Welt vorstellen und habe mich regelrecht beim Lesen nach Aroda träumen können. Aroda ist unheimlich gelungen, wie erwähnt, handelt es sich um eine Parallelwelt und auf den ersten Blick scheint sie rückständiger als unsere Erde. Doch weit gefehlt, denn die Bewohner Arodas wissen es nur unheimlich gut, mit ihren Ressourcen umzugehen und haben damit den Erdbewohner sogar um einiges voraus. Auch sonst scheint Aroda die bessere Hälfte unserer Welt zu sein. Doch da habe ich weit gefehlt.
Zu Beginn lässt sich Autorin Kerstin Panthel Zeit, ihre Protagonistin und ihr Leben vorzustellen. Doch spätestens mit der Begegnung der Abgesandten aus Aroda beginnt die Geschichte immer mehr Fahrt aufzunehmen. Die Autorin schafft es, auf diesen 700 Seiten die Spannung aufrecht und mich am Lesen zu halten und da ich weiß, dass es insgesamt fünf Bände werden, bin ich schon mächtig gespannt, was da noch alles kommen wird.
Protagonistin Hope ist die Ich-Erzählerin und mir von Beginn an ans Herz gewachsen. Dabei scheint sie zunächst eher ein zurückhaltender Mensch zu sein und erst im Laufe der Geschichte beginnt sie an ihren Aufgaben zu wachsen und nachzudenken. Auch wenn sie eher ruhig erscheint, hat sie eine große Portion Humor und ihre Dialoge, ob innere oder direkte, brachten mich häufiger zum Schmunzeln.
Neben ihr steht Nim der Abgesandte Arodas noch mit im Vordergrund, wobei ich mich gemeinsam mit Hope vom ersten Moment an in diesen starken und einfühlsamen Mann mit verliebt habe.
Doch nicht nur diese beiden Figuren sind durch und durch durchdacht und authentisch gezeichnet, auch alle Nebencharaktere bekommen ein Gesicht und wirken dementsprechend mit auf den Leser und natürlich auch auf die Handlung der Geschichte mit ein. Kerstin Panthel hat es auf jeden Fall geschafft, die von ihr gewünschten Gefühle für ihre Figuren auf mich zu transportieren. Ob nun Protagonist, Antagonist oder Nebenfigur, jeder einzelne wurde mit sehr viel Liebe beschrieben und zum Leben erweckt.
Mein Fazit
Ich bin völlig verliebt in Aroda, aber auch in Hope und Nim und allen anderen Figuren in diesem Buche. Kerstin Panthel hat es geschafft, mich in ihre Welt zu versetzen und fast schon am eigenen Leib mitzuerleben, was die Charaktere erleben. Mit unheimlich viel Liebe zu Details, ohne aus- oder abzuschweifen, wird die gesamte Welt Arodas, in die ich sofort reisen würde, lebendig und glaubwürdig. Selbst unerklärliche Dinge, wie Zeitreisen oder Parallelwelten werden durchdacht und versucht, logisch zu erklären. Ich bin restlos verliebt in Kerstin Panthels Geschichte und freue mich, bald schon weiterlesen zu dürfen, denn Band 2 ist bereits auf dem Weg zu mir. Von mir nicht nur eine klare Leseempfehlung, sondern ein Bitte lest dieses Buch!

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  • Cover
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Veröffentlicht am 13.12.2020

Gefühlvoll

Zwei Nächte und drei Leben lang
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Cem und Jess, das war Liebe auf den ersten Blick und diese Liebe sollte diese eine große, wahre Liebe sein. Doch dann passiert ein schrecklicher Unfall und die Liebe der beiden zerbrach. Ein Jahr später ...

Cem und Jess, das war Liebe auf den ersten Blick und diese Liebe sollte diese eine große, wahre Liebe sein. Doch dann passiert ein schrecklicher Unfall und die Liebe der beiden zerbrach. Ein Jahr später schlägt das Schicksal noch einmal zu. Cem liegt zunächst im Koma und als er wieder zu sich kommt, fehlen seine Erinnerung der letzten eineinhalb Jahre. Cem versteht nicht, was passiert ist und warum Jess sich so verändert hat. Warum nur ist die Liebe zerbrochen? Jess hingegen hat noch alle ihre Erinnerungen und für sie ist klar, dass sie, um zu überleben, nicht nur die Vergangenheit, sondern auch Cem hinter sich lassen muss.
Meine Meinung
Mich verlockte das hübsche Cover dazu, nach längerer Zeit noch einmal zu einem Liebesroman zu greifen, denn auch der Klappentext versprach nicht den typischen Inhalt.
Der Einstieg in die Geschichte fällt sehr leicht, denn Elja Janus schreibt mit viel Gefühl und schafft es, dass der Leser sich gleich auf den ersten Seiten mit den beiden Protagonisten Cem und Jess wohl fühlt.
Nach dem Prolog folgt dann gleich ein Zeitsprung in die Zukunft und zunächst weiß man gar nicht, was passiert ist. Nach einem Überfall liegt Cem im Krankenhaus und gemeinsam mit ihm erfahren wir, was in der Vergangenheit geschehen ist, denn auch Cem fehlen jegliche Erinnerungen an die letzten eineinhalb Jahre. Als Leser spürt man durchaus, was Jess bewegt und vor allem ich konnte es absolut nachvollziehen, wie es in ihr aussah. Das Gefühl, sich selbst verloren zu haben, fand ich wunderbar dargestellt. Insgesamt hat die Autorin ein unheimlich gutes Gefühl dafür, Emotionen zu transportieren, ohne das man das Gefühl bekommt, dass die Geschichte “schmalzig” wirkt.
Wir erleben die Geschichte aus den Perspektiven der Protagonisten Jess und Cem. Beide lernt man intensiv kennen, wobei man vor allem bei Jess spürt, dass sie selbst sich nicht mehr erkennt. Aber auch Cems Sicht wird hier hervorragend gezeigt und mit ihm gemeinsam lernt man die Vergangenheit kennen.
Jess und Cem sind zwei wundervolle Protagonisten und überzeugen mit ihrer authentischen Darstellung. Sie waren alles füreinander, bis dass das Schicksal ihnen schwer mitgespielt hat. Da ich selbst einmal ähnliches erlebt habe wie Jess, konnte ich sie so gut verstehen. Dieses Gefühl, einfach alles vergessen zu wollen und sich selbst nicht mehr zu verstehen, war wirklich emotional und an manch einer Stelle fiel es mir schwer, weiterzulesen. Gemeinsam mit Cem macht sie aber eine unglaublich gelungene Entwicklung durch, bei der beide lernen müssen, dass es sich lohnt, zu kämpfen.
Ein wirklich bemerkenswerter Nebencharakter war Emre, der beste Freund der beiden und ein Freund, den wohl jeder in solch einer Situation brauchen könnte.
Mein Fazit
Mit Zwei Nächte und drei Leben lang nimmt uns Autorin Elja Janus mit auf eine emotionale Achterbahnfahrt. Sie schreibt mit unheimlich viel Gefühl, ohne dabei überzogen zu wirken und brachte mich dazu, mit ihren Charaktere mitzufühlen. Mal mit einem Lächeln, mal mit Tränen in den Augen beobachtet man die beiden auf ihrer Reise, nicht nur zu sich selbst zu finden, sondern auch zu lernen, dass man so schnell nicht aufgeben sollte. Tolle, gefühlvolle Geschichte, die ich gerne empfehle.

Veröffentlicht am 09.12.2020

Schnee ist Magie

Emelys Blut
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Schon als kleines Kind fühlte sich Emely von Schnee magisch angezogen und war genau dann glücklich, wenn es draußen kalt und weiß wurde. Kälte kann ihr nichts anhaben, denn ihr wird erst warm, wenn es ...

Schon als kleines Kind fühlte sich Emely von Schnee magisch angezogen und war genau dann glücklich, wenn es draußen kalt und weiß wurde. Kälte kann ihr nichts anhaben, denn ihr wird erst warm, wenn es schneit. Durch Zufall erfährt sie eines Tages, was es mit ihrer ungewöhnlichen Gabe auf sich hat: sie ist eine Wächterin des Zaubers des Schnees. Doch noch während sie lernt, mit ihrer besonderen Gabe umzugehen, beginnt sie, immer mehr von dunklen Mächten zu träumen. Was hat es mit den Träumen auf sich?
Meine Meinung
Das Cover ist wunderschön gestaltet, schön düster und doch auf seine Weise magisch, so dass es auf jeden Fall meine Aufmerkamkeit weckte. Auch der Klappentext verspricht eine besondere Geschichte, die mit ihrer Magie rund um den Schnee natürlich auch passend zur Winterzeit ist. Auch die Gestaltung im Inneren des Buches machen es zu etwas besonderem.
Man spürt schnell, dass die Autorin von der Welt des Schnees verzaubert ist und ihre Ideen rund um dieses Thema haben mir wirklich gut gefallen. Allerdings benötigte ich ein wenig Zeit, um wirklich in die Geschichte zu finden, denn gerade zu Beginn hatte ich den Eindruck, dass die Autorin selbst noch sehr unsicher erscheint, in dem, was sie erzählen will. So gab es gerade am Anfang kleinere Längen und das berühmte Show, don’t tell war hier für mich noch nicht so gegeben. Doch mit Voranschreiten der Handlung spürte man regelrecht, dass die Autorin immer sicherer wurde und nach einer Weile wurde auch die Geschichte immer vorstellbarer. Vor allem die düsteren Träume und die Verbindung zum Schnee machen neugierig und man möchte wissen, was es hier mit Emelys Gabe auf sich hat.
Wie gesagt, gab es hier und da noch kleinere Unsicherheiten, so wurden mir z. B. Ereignisse des Alltags zu häufig wiederholt und zu detailliert beschrieben. Dafür war die Welt des Schnees umso bezaubernder und hier hätte ich am liebsten noch viel mehr erfahren und noch mehr Zeit verbracht.
Erzählt wird die Geschichte aus unterschiedlichen Perspektiven, wobei hier Emely, aber auch Raphael zu Beginn im Vordergrund stehen. Später kommen dann auch weitere Personen zu Wort und unterscheiden kann man die Perspektiven durch die Überschriften, wobei man auch an der Handlung erkennt, wer gerade agiert.
Emely ist mir sympathisch und man spürt bei ihr mit jeder Faser, wie sehr sie den Zauber des Schnees liebt. Sie wirkt wie eine Träumerin, die gar nicht so richtig in unseren Alltag passt, was natürlich auch seine Gründe hat. Raphael wirkt, vor allem auch durch seine Gedankenwelt, eher düster, was hier in seiner Vergangenheit begründet wird. Die Anziehungskraft zwischen den beiden war nicht richtig nachvollziehbar und ging mir ein wenig zu schnell. An dieser Stelle hätte ich mir tieferer Einblicke in die Gefühlswelt gewünscht. Nebencharaktere bleiben hier recht überschaubar, wobei es natürlich noch den ein oder anderen wichtigen Charakter für die Handlung gibt, wie z. B. den Nachbarn Johann. Auch hier gibt es Geheimnisse, die neugierig machen, aber an dieser Stelle möchte ich nicht zu viel verraten.
Mein Fazit
Die Grundidee hat mir sehr gut gefallen und die Liebe zum Schnee und auch der Zauber des Schnees wurden liebevoll dargestellt. Für mich fehlte allerdings das große Kopfkino und die Handlungen der Protagonistin waren nicht immer nachvollziehbar. Gerade was die Welt des Schnees angeht, hätte ich mir vieles ausführlicher gewünscht, um auch die Magie selbst nachspüren zu können.

Veröffentlicht am 06.12.2020

Drachen, Magie und viel Fantasy

Vanara: Aufstieg der Bahedor
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Die siebzehnjährige Vanara wächst bei ihrer Tante auf und dient in deren Gasthof als Magd. Doch sie träumt schon seit ihrer Kindheit davon, einst einer der großen Gladioren zu werden. Ritter, die die Menschen ...

Die siebzehnjährige Vanara wächst bei ihrer Tante auf und dient in deren Gasthof als Magd. Doch sie träumt schon seit ihrer Kindheit davon, einst einer der großen Gladioren zu werden. Ritter, die die Menschen vor den Gefahren, die von den unterschiedlichen Drachen ausgehen, beschützen. Immer wieder eckt sie an und als sie ausgerechnet mit einem Knappen, der an einem Wettkampf teilnehmen soll, der ihn an eine der Gladiorenschulen bringen soll, aneinander gerät und diesen verletzt, tritt sie für ihn an. Zwar benötigt sie dafür magische Hilfe der Zwerge, doch wieder Erwarten gelingt es ihr, zu überzeugen.
Meine Meinung
Ich bin in letzter Zeit immer wieder auf der Suche nach besonderen Geschichte und als ich hier die Worte Drache und Mittelalterfantasy las, wurde ich umgehend neugierig.
Das Cover erinnerte mich zwar im ersten Moment an ein Kinderbuch, doch nach dem Lesen kann ich sagen, dass es sich hier um spannende All-Age-Fantasy handelt, die aber auch jüngeren Leser absolut gefallen kann.
Mark Wamsler schreibt leicht und flüssig, dabei so bildlich, dass Vanaras Welt lebendig wird. Ich fühlte ich hier direkt in ihre Welt versetzt und habe ein spannendes Kopfkino genossen. Sprachlich fängt er die Zeit des Mittelalters gut ein, aber ohne dabei gestelzt zu wirken. Die Dialoge, vor allem auch zwischen Vanara und Samael, brachten mich häufig zum Schmunzeln, aber auch weitere spritzige Dialoge lockern die Geschichte noch auf.
Trotzdem gibt es hier viel Spannung und Action und schon der Prolog lässt erahnen, dass hier noch ganz viel Abenteuer auf den Leser wartet. Zwar lässt der Autor dem Leser hier Zeit, die Charaktere, vor allem Vanara, und die Welt, in der sie lebt, kennenzulernen. Doch dabei fühlt man sich absolut wohl, ohne das es langweilig wird. Es warten hier auf jeden Fall Magie, Drachen, Kämpfe und Action auf den Leser, die abwechslungsreiche Lesestunden bringen.
Das Worldbuilding ist mittelalterlich gehalten und hier merkt man, dass der Autor da so einiges an Hintergrundwissen bietet. Er beschreibt ohne ausschweifend zu wirken und lässt dadurch ein gelungenes Kopfkino entstehen.
Erzählt wird das ganze aus der Sicht der Protagonistin Vanara durch einen Erzähler in dritter Person. Trotz allem lernt man die Protagonistin schnell kennen und mir war sie vom ersten Moment an unheimlich sympathisch.
Vanara, genannt Vana, ist in ihrer Zeit nicht das typische Mädchen, denn sie möchte ein Gladior, ein Ritter werden. Gemeinsam mit den Zwergen, die bei ihrer Tante angestellt sind, hat sie sich im Schwertkampf geübt und natürlich gibt es auch über ihre familiäre Vergangenheit das ein oder andere Geheimnis.
Sie lernt Samael kennen, der düster und geheimnisvoll wirkt, dabei aber eine durchaus “große Klappe” besitzt. Auch Samael verbirgt so einige Geheimnisse und er zieht Vana magisch an.
Neben diesen beiden treffen wir hier auch noch auf viele weitere Nebencharaktere, die die Geschichte noch lebendiger machen und für jede Menge Abwechslung sorgen.
Mein Fazit
Mir hat der erste Band der Reihe um Vanara unheimlich gut gefallen und ich habe abwechslungsreiche, spannende, aber auch humorvolle Lesestunden verbracht. Mit einer gut durchdachten Fantasywelt mit Magie und Drachen konnte mich der Autor überzeugen. Vana ist eine sympathische Protagonistin, die man gerne auf ihrer Reise begleitet und Samael zog auch mich in seinen Bann. Ich freue mich jetzt schon auf die Fortsetzung, denn der Epilog brachte auch gleich einen kleinen, aber feinen Cliffhanger mit. Tolle All-Age-Fantasy, die viel Spaß macht.