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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.08.2018

Begeisterung pur - wir haben eine neue Wissensreihe für Kinder entdeckt

Entdecke die Wölfe
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Im Rahmen einer Leserunde durfte ich ein Rezensionsexemplar des Buches „Entdecke die Wölfe (Entdecke - Die Reihe mit der Eule, Band 32) aus dem Natur und Tier Verlag und geschrieben von Moritz Klose und ...

Im Rahmen einer Leserunde durfte ich ein Rezensionsexemplar des Buches „Entdecke die Wölfe (Entdecke - Die Reihe mit der Eule, Band 32) aus dem Natur und Tier Verlag und geschrieben von Moritz Klose und Roland Gramling kennenlernen.

Das Buch hat mich völlig überzeugt. Angefangen von der Tatsache, dass die beiden Autoren sich sehr gut mit der Materie auskennen. So arbeiten sie bereits lange als Fachleute für den WWF. Weiterhin kratzt das Buch nicht nur an der Oberfläche, sondern präsentiert detaillierte Informationen und ist dabei stets kindgerecht. So richtet es sich an eine Leserschaft von 6 bis 12 Jahren und liefert auch Erwachsenen noch unbekanntes Wissen. Dann wird man durch das Buch von der Eule Xabi begleitet, die in Informationskästen weitere Informationen zur Verfügung stellt und am Ende des Buches gibt es noch ein Quiz, mit dem man sein erworbenes Fachwissen überprüfen kann.

Insgesamt geht das Buch, neben Informationen, über Herkunft und Familie auch auf aktuelle Themen in Bezug auf das heimisch werden dieser scheuen Jagdtiere in Deutschland und die daraus entstehenden Probleme ein.

Uns hat das Buch nicht nur durch seine wunderschönen Bilder überzeugt. Wir haben viele Details über Wölfe erfahren, so auch konkretes Wissen, wie man sich bei einem eher unwahrscheinlichen Aufeinandertreffen verhalten soll.

Insgesamt hat uns dieses Buch überrascht. Bisher kannten wir „nur“ die beiden weiteren altbekannten Reihen anderer Verlage und ich sehe diese Reihe als eine gute Alternative an, da sie – in diesem Fall – mit mehr Informationen aufwartet. Ich gehe davon aus, dass auch die weiteren Bücher dieser Reihe mit diesem Plus aufwarten. So werden wir auch zukünftig ein Auge auf die weiteren Themen dieser Reihe haben und vergeben 5 von 5 Sterne.

Veröffentlicht am 14.08.2018

Fantasy für junge Leser und dabei noch so viel mehr… Klare Leseempfehlung!

Khyona (1). Im Bann des Silberfalken
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„Khyona (1). Im Bann des Silberfalken“ ist der neue Band von Katja Brandis, die mir bereits als Autorin der Reihe „Woodwalkers“ aufgefallen ist. Daher habe ich sehnsüchtig auf dieses Buch gewartet. Allein ...

„Khyona (1). Im Bann des Silberfalken“ ist der neue Band von Katja Brandis, die mir bereits als Autorin der Reihe „Woodwalkers“ aufgefallen ist. Daher habe ich sehnsüchtig auf dieses Buch gewartet. Allein das Cover ist ein echter Hingucker und verleitet noch mehr zum Zugreifen. Der Klappentext tut dann sein Übriges. Die Mischung aus Fantasy und Jugendbuch zieht meine Tochter und mich einfach in den Bann.

Das Setting des Plots - die Geschichte spielt in Island, wo Kari mit ihrer Patchwork-Familie Urlaub macht - macht wirklich Lust auf mehr, denn wer möchte nicht mal dieses wundervolle und irgendwie mystische Land, in dem die Nachfahren der Wikinger leben, bereisen und kennenlernen oder auf den Islandponys durch die Gegend reiten.

Kari sieht das allerdings etwas anders, denn sie macht nicht nur Ferien mit ihrer Mutter und Schwester, sondern der ätzende neue Freund ihrer Mutter und sein Sohn, John sind ebenfalls mit dabei. Und so wird die „Feindschaft“ zwischen ihr und John gut am Laufen gehalten. Allerdings passiert etwas unerwartetes und Kari findet sich recht schnell in dem Land Isslar wieder, eine Art Parallelwelt, in dem es Elfen, Trolle, Gnome und viele andere mystische Lebewesen gibt. Die Strukturen ähneln denen des Mittelalters, und Kari muss die ihr zugewiesene Rolle recht schnell annehmen, um zu überleben.

Weiter möchte ich nicht auf den Plot eingehen, um die Spannung nicht zu zerstören – und spannend wird es auf alle Fälle. In dem Buch werden so viele verschiedene Themen so wunderbar miteinander verwoben. Es richtet sich super an die Zielgruppe von 12 Jahren, unterhält aber auch ältere Leserinnen und Leser ganz wunderbar. Gerade der Spannungsbogen wird früh aufgebaut, gehalten und erhöht sich bis zum Ende, welches zum Abschluss kommt, aber dabei auch Platz für eine Fortsetzung hält, die es hoffentlich geben wird. Nicht nur wirklich „miese“ Intrigen, sondern auch die Entstehung von Freundschaften, erste Verliebtheit (aber nicht zu kitschig) und das Reflektieren verschiedener Gesellschaftsformen werden aufgegriffen und sehr gut in den Plot integriert.

Ich bin ein wahrer Fan von Khyona und vergebe daher verdiente 5 von 5 Sterne für dieses wundervolle Leseabenteuer. Und meine Sehnsucht mal wieder nach Island zu reisen ist geweckt…

Veröffentlicht am 14.08.2018

Kein normaler Roadtrip sondern Lesespaß par Excellence mit vielen Anspielungen auf aktuelle Situationen

Tankstellenchips
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„Tankstellenchips: Ein Heldenepos“ von Antonia Michaelis ist das erste Buch, welches ich von dieser bekannten Kinder- und Jugendbuchautorin gelesen habe. Und dieses Buch polarisiert! Es richtet sich an ...

„Tankstellenchips: Ein Heldenepos“ von Antonia Michaelis ist das erste Buch, welches ich von dieser bekannten Kinder- und Jugendbuchautorin gelesen habe. Und dieses Buch polarisiert! Es richtet sich an die Leserschaft ab 14 Jahren, fordert dabei ein großes Spektrum an Allgemeinwissen, um all die versteckten Anspielungen zu verstehen (oder man überliest es einfach). Aber nun zum Inhalt:

Das Buch erzählt von der abenteuerlichen Reise des jungen Flüchtlings Sayad, der zusammen mit dem ca. acht Jahre alten Davy von der mecklenburgischen Ostseeküste bis nach München kommt, immer auf der Suche nach Unterstützung bzw. auf der Flucht vor diversen Gruppen. Diese Reise ist einerseits so witzig beschrieben, denn die beiden haben einfach immer Pech und doch gleichzeitig auch Glück im Unglück. Die Autorin beschreibt diese verschiedenen Stationen der Reise so humorvoll und hält der Leserschaft dabei einen Spiegel vor. Allerdings wurde es mir mit der Zeit etwas zu anstrengend, denn diese teilweise schon grotesken Situationen häufen sich und ich kam als Leserin gar nicht mehr zur Ruhe. Aber ich glaube auch, dass das von der Autorin genau so gewollt ist, denn es handelt sich nun nicht um einen Tatsachenbericht, sondern in meinen Augen um eine Persiflage.

Um zu verstehen, was dort alles so aufgegriffen und verwendet wird ist, meiner Meinung nach ein hohes Maß an Allgemeinbildung nötig, die die originäre Zielgruppe noch nicht unbedingt besitzt. Auch wird stark auf die gesellschaftliche Sicht in Bezug auf Flüchtlinge eingegangen. Da hoffe ich sehr, dass die Leserschaft nicht die Lust an diesem Buch verliert, sondern Unterstützung durch zur Verfügung stehende Gesprächspartner hat.

Für dieses einzigartige Leseabenteuer vergebe ich 4 von 5 Sterne aufgrund der von mir oben dargestellten Kritikpunkte. Ich persönlich habe mich von diesem Buch sehr gut unterhalten gefühlt, bin aber auch nicht im Alter der originären Zielgruppe.

Veröffentlicht am 07.08.2018

Gelungener Roman mit bekannten Charakteren. Genau die richtige Mischung aus „Thrill“ und Plot.

Das Morpheus-Gen
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„Das Morpheus-Gen: wenn du schläfst, bist du tot“ ist der neue Thriller von Tibor Rode, einem Autor, dessen Bücher ich seit seiner ersten Veröffentlichung („Das Rad der Ewigkeit“) immer wieder gerne lese. ...

„Das Morpheus-Gen: wenn du schläfst, bist du tot“ ist der neue Thriller von Tibor Rode, einem Autor, dessen Bücher ich seit seiner ersten Veröffentlichung („Das Rad der Ewigkeit“) immer wieder gerne lese. Ich mag die Mischung aus Thriller mit wissenschaftlichen Aspekten (unabhängig davon, ob das alles so real ist – denn das macht gerade das Besondere für mich aus). Aber nun erst mal zum Plot.

In diesem Buch lernen wir den New Yorker Anwalt David Berger kennen, der von dem Auszug seiner Freundin überrascht wird. Auf den ersten Blick ein völlig unbescholtener Bürger, der von jetzt auf gleich mit sehr unüblichen Situationen konfrontiert wird. Nicht nur, dass er nicht mehr schlafen kann, nein, er wird von den verschiedensten Gruppierungen bewacht, verfolgt, manipuliert. Nach und nach schafft er es, sich aus diesem Gestrüpp von Desinformation und Vermutungen zu befreien. Ob es auch ausreicht sich zu retten, das bleibt abzuwarten…

Ich erwarte von einem Thriller dieser Art, dass er nicht zu heftig die Tode beschreibt (mir ist schon bewusst, dass es Tote geben wird, aber diese ganzen Beschreibungen, wie die Opfer leiden und wie lange ihnen das Blut aus den Adern läuft ist mir häufig zu viel), mir einige Stränge innerhalb des Plots anbietet und mit überraschenden Wendungen aufwartet. Insbesondere bei Tibor Rode mag ich, wie anfangs schon erwähnt, die Einbindung von Historischem und/oder wissenschaftlichen Aspekten, die mir auch hier wieder sehr zugesagt haben.

Der Schreibstil war, wie gewohnt, flüssig, kurzweilig und sehr spannend. So wollte ich das Buch gar nicht aus der Hand legen, sondern unbedingt wissen, wie es weiter geht. Zudem fand ich es sehr gelungen, auf eine Figur aus dem vorherigen Roman („Das Mona-Lisa-Virus“) zu treffen. Zudem man sehe, Virus, Gen – mal sehen was als nächstes kommen wird…
Ich wurde wieder sehr gut unterhalten und freue mich, dass Tibor Rode auch weiterhin neben seiner Arbeit als Rechtsanwalt schreiben wird. Für dieses Lesevergnügen vergebe ich 4 von 5 Sterne. 

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Geschichte
  • Spannungsbogen
  • Thema
  • Umsetzung
Veröffentlicht am 23.07.2018

Gelungene Adaption des bekannten Themas von Jules Verne, aber mit noch mehr Inhalt in Bezug auf Freundschaft

In 8 Tagen um die Welt
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Rüdiger Bertram greift in „In 8 Tagen um die Welt“ ein bekanntes Thema auf und versetzt den bekannten Plot Jules Vernes in die Neuzeit in ein Buch für junge Leserinnen und Leser ab 10 Jahre.

Tobi und ...

Rüdiger Bertram greift in „In 8 Tagen um die Welt“ ein bekanntes Thema auf und versetzt den bekannten Plot Jules Vernes in die Neuzeit in ein Buch für junge Leserinnen und Leser ab 10 Jahre.

Tobi und Alexandra, 13 Jahre, sind beide im gleichen Fußballverein, beide als Torwart eingesetzt und da Alexandra die bessere der beiden Spieler ist (so wie sie, in Tobis Augen, in allem besser ist, schlauer, hübscher, coolere Eltern, die als Pilot und Flugbegleiterin arbeiten) wird sie auch in den Spielen eingesetzt und Tobi ist halt nur der Ersatzspieler. Genau diese ganzen Punkte machen, dass er Alexandra nicht ausstehen kann.
Alex fordert ihn in Form einer Wette auf und wettet mit ihm, dass sie es schafft, in 8 Tagen um die Welt zu reisen. Das kann nun ja jeder behaupten und daher soll Tobi sie begleiten. Zum Glück stehen die Sommerferien bevor und Tobis Eltern müssen sich um den erkrankten Großvater kümmern, der in einer anderen Stadt lebt. Allerdings denkt und hofft Tobi, dass das nur ein Spruch von Alex war, aber die nutzt die Bonusmeilen und die Kreditkarte ihrer Eltern um die Reise von Frankfurt über Honkong, San Francisco, New York und dann wieder Europa zu planen. Eines Tages steht sie vor Tobis Tür, überrumpelt ihn und schon geht es zum Flughafen. Die beiden erleben wirklich spannende, witzige, unvorhergesehene Momente während der Reise und lernen sich auch wirklich besser kennen. Ja, es entsteht eine Freundschaft und beide merken, dass es so viel mehr gibt was die beiden ausmacht und dass der erste Blick nicht alles erkennen lässt.

Die beiden Charaktere entwickeln sich während dieser Reise und diese Entwicklung miterleben zu dürfen – neben den ganzen Abenteuern, die sie auf dieser Tour um die Welt erleben – macht das Besondere an diesem Buch aus. Uns sind die beiden wirklich ans Herz gewachsen und uns hat das Buch sehr gut gefallen. Für dieses Leseerlebnis vergeben wir 5 Sterne!