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Veröffentlicht am 01.10.2017

Ein kurzweiliges Leseabenteuer inklusive Wissenstransfer

Henry Smart
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„Henry Smart – Im Auftrag des Götterchefs“ von Frauke Scheunemann entführt uns mal nicht zu den griechischen bzw. römischen Göttern, sondern in nördlichere Gefilde, zu Wotan persönlich.

Henry Smart verbringt ...

„Henry Smart – Im Auftrag des Götterchefs“ von Frauke Scheunemann entführt uns mal nicht zu den griechischen bzw. römischen Göttern, sondern in nördlichere Gefilde, zu Wotan persönlich.

Henry Smart verbringt seine Ferien in Bayreuth, da sein Vater bei den Bayreuther Festspielen über den Sommer einen Job als Maskenbilder angenommen hat. Wie langweilig und nervig denkt sich Henry. All seine Freunde aus San Francisco verbringen coole Ferien und er übernachtet in einer Pension, die von drei alten Frauen geführt wird und langweilt sich zu Tode. Als er Hunger bekommt bestellt er eine Pizza und damit geht das große Abenteuer los. Er wird Agent für Wotan, dem nordischen Gottvater und muss so einige Schwierigkeiten überwinden. Sei es innerhalb seines Teams (wer genau dabei ist, wird hier nicht verraten) oder im Kampf gegen die Bösen. Er reist durch die Zeit und trifft auf weitere Größen der unterschiedlichsten Sagen. Im ersten Band verschlägt es ihn nach England. Sowohl ein Besuch im Tower als auch in der Nähe des Sherwood Forest stehen an.

Das Buch ist einfach genial zu lesen. Für die verschiedensten Altersstufen sind witzige Szenen, Wortspielereien und Situationskomik en Masse eingeflochten. Auch geschichtliches Wissen wird gut verpackt an den/die Leser/in gebracht. Und genau das macht den Charme dieses Buches aus. Dazu lernen wir die verschiedensten Helden kennen und erleben sie von ihrer menschlichen Seite. Ein Frauenheld, der sich mit seiner Tante streitet, die jünger rüber kommt als er selbst. Und mitten drin steckt Henry, der sich häufiger fragt, wie er da nur hineingeraten ist.

Es wird definitiv eine Fortsetzung geben, auf die wir schon ganz gespannt sind. Wie viele Bände die Reihe insgesamt umfasst, ist hier allerdings nicht bekannt. Für dieses kurzweilige Leseabenteuer vergeben wir gerne 5 von 5 Sterne.

Veröffentlicht am 19.09.2017

Phantasievoller und mitreißender Start für diese neue Trilogie

Die Bibliothek der flüsternden Schatten - Bücherstadt
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Akram El-Bahay ist mit „Bücherstadt – die Bibliothek der flüsternden Schatten“ ein fulminanter Start in diese Trilogie gelungen!

Der Autor entführt einen schon von der ersten Seite an in die Stadt Mythia ...

Akram El-Bahay ist mit „Bücherstadt – die Bibliothek der flüsternden Schatten“ ein fulminanter Start in diese Trilogie gelungen!

Der Autor entführt einen schon von der ersten Seite an in die Stadt Mythia – der Autor hat Barcelona als Vorbild für die Schaffung dieser wundersamen Stadt genommen – und in die Stadt unter der Stadt: Paramythia. Man kann sich richtig vorstellen neben dem Hauptprotagonisten Samir das Abenteuer in der Bücherstadt zu beginnen. Sam war bisher als Dieb aktiv und wechselt aus Gründen, die der Leser nur nach und nach erfährt zur Wache des weißen Königs. Allerdings wird er nicht als Mitglied der Leibgarde eingesetzt (was er sich erhofft hatte) sondern muss eines der vielen Tore der Bücherstadt bewachen. Aber auch dort wird es nicht langweilig. So trifft er dort auf Fabelwesen und muss sich erst nach und nach orientieren, wer auf welcher Seite steht und wem man trauen kann. Es dauert nicht lange und er muss wieder in seinem alten Job, als Dieb aktiv werden.

Akram El-Bahay konnte mich mit seinem Schreibstil, der sehr mitreißend ist und mich das Buch nicht aus der Hand legen ließ, total überzeugen. Nach und nach werden weitere Informationen in den Plot eingewoben, sodass man durchgängig am überlegen ist, welche Wendungen der Plot noch nehmen kann. Die Charaktere haben Tiefe und die Szenen sind bildlich und überzeugend beschrieben. Lesegenuss pur! Da von vornherein klar war, dass es sich um den ersten Teil einer Trilogie handelt, war vorhersehbar, dass das Ende nicht alle offenen Stränge abschließt. Ich freue mich auf den zweiten Teil, der nächstes Jahr auf den Markt kommen wird und kann jedem das Buch jedem Fantasy Fan ans Herz legen. Für diesen Lesegenuss vergebe ich verdiente 5 von 5 Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Atmosphäre
  • Charaktere
  • Originalität
  • Handlung
Veröffentlicht am 14.09.2017

Eine Alternative zu Gossip Girl und Co in Buchform

Myriad High - Was Hannah nicht weiß
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„Myriad High – was Hannah nicht weiß“ ist der erste Band einer Trilogie von Charly Wilson, die im dtv Verlag erschienen ist.

Im ersten Band lernen wir unter anderem Hannah, die Tochter des vor kurzem ...

„Myriad High – was Hannah nicht weiß“ ist der erste Band einer Trilogie von Charly Wilson, die im dtv Verlag erschienen ist.

Im ersten Band lernen wir unter anderem Hannah, die Tochter des vor kurzem verstorbenen Gründer eines ganz besonderen Internats, dem Myriad High, kennen. Die Geschichte könnte in der heutigen Zeit spielen, mit Ausnahme, dass wesentlich mehr technische Neuheiten auf dem Campus zu finden sind. Auf das Myriad High dürfen nur die Kinder der Angestellten der High-Tech Myriad Corporation gehen, die technische Erfindungen zum Wohl der Menschheit entwickelt. Diese ganzen Erfindungen stehen den Schülerinnen und Schülern der Myriad High frei zugänglich zur Verfügung, ja sie dürfen sogar die ersten Prototypen ausprobieren. Das, neben außergewöhnlichen Unterrichtsfächern, macht auch das Besondere dieser Elite Schule aus. Ansonsten handelt es sich um eine Schule mit „ganz normalen“ Schülern, die sich mögen, nicht ausstehen können, Intrigen spinnen, Dinge voreinander verheimlichen, sich verlieben, anlügen, Schwächen und Stärken haben, ja sich sogar hefig mobben. Und dieses Ausleben der menschlichen Natur macht es spannend, sodass man den nächsten Seiten entgegenfiebert.

Der Schreibstil, flüssig, kurzweilig und eingängig, gefällt mir außerordentlich gut. Der Plot wird aus Sicht jeweils eines Schülers/einer Schülerin weitergesponnen. So erfahren wir einige Dinge über die einzelnen Protagonisten, die um die drei befreundeten Schülerinnen Hannah, Sophie und Cloe vertreten sind. Um das Ganze noch undurchsichtiger zu machen gibt es in diesem Jahr einige neue Schüler, die etwas zu verheimlichen haben. Doch wen das betrifft und warum, wird nicht verraten…

Für mich ist Myriad High eine Art „Gossip Girl“ mit anderem Setting in Buchform. Genau das Richtige für einen entspannten aber auch spannungsvollen Nachmittag bzw. Abend. Für dieses Leseabenteuer, das ich sehr empfehlen kann, gibt es 5 von 5 Sterne und ich freue mich auf die baldige Fortsetzung „Was Sophie verschweigt“ die im Oktober 2017 auf den Markt kommen wird.

Veröffentlicht am 14.09.2017

Eine meisterhafte Geschichte über die Entscheidung das Richtige zu tun - oder auch nciht...

Wächter der Meere, Hüter des Lichts
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Mit „Wächter der Meere, Hüther des Lichts“, erschienen im Ueberreuter Verlag ist Oliver Schlick ein weiteres grandioses Buch gelungen.
Die Story entführt uns in unsere heutige Zeit, nach Norddeutschland ...



Mit „Wächter der Meere, Hüther des Lichts“, erschienen im Ueberreuter Verlag ist Oliver Schlick ein weiteres grandioses Buch gelungen.
Die Story entführt uns in unsere heutige Zeit, nach Norddeutschland und an die Küsten der Nord- und Ostsee. Speziell Leuchttürme und deren Wächter spielen eine wichtige Rolle für Rebecca Quist, der Hauptprotagonistin.
Rebecca wächst in Hamburg bei Adoptiveltern auf. Eines Tages hört sie Stimmen und denkt, dass sie verrückt wird. Doch was dann passiert kann sie kaum glauben. Sie wird in den Kampf von Gut gegen Böse verwickelt, ja ist sogar das Zünglein an der Waage. Wird sie es schaffen, mit einer Gruppe von ungewöhnlichen Unterstützern die Welt zu retten, die gar nicht weiß, dass sie gerettet werden muss?
Nicht nur diese Mischung aus der Darstellung unseres Alltags mit allen Punkten die dazu gehören (arbeiten, zur Schule gehen, Alltag halt) und der Einbindung von phantastischen Elementen, einem Wesen, dass unsere Welt und vor allem die Menschheit vor der Gleichschaltung und der Oberflächlichkeit, die sich schnell entwickeln kann, wenn man im Alltagstrott gefangen ist, zu retten versucht, macht das Besondere aus. Auch der flüssige, humorvolle und tiefsinnige Schreibstil mit der Darstellung von witzigen, einzigartigen und liebenswerten Charakteren sind ein weiteres Augenmerk wert.
Diese Mischung aus guter Unterhaltung und Denkanstößen gebenden Story haben das Buch für mich zu einem einzigartigen Leseerlebnis gemacht, für das ich sehr gerne 5 von 5 Sterne vergebe.

Veröffentlicht am 24.08.2017

Idee genial, die Umsetzung könnte besser sein

Prinzessin der Wüste
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"Prinzessin der Wüste: verkauft" ist der erste Teil einer als Trilogie geplanten Geschichte von Bettina Auer, die im Papierverzierer Verlag erschienen ist.

In diesem ersten Teil lernen wir Sarlia, ein ...

"Prinzessin der Wüste: verkauft" ist der erste Teil einer als Trilogie geplanten Geschichte von Bettina Auer, die im Papierverzierer Verlag erschienen ist.

In diesem ersten Teil lernen wir Sarlia, ein junges Mädchen kennen, dass in einem Ort am Meer aufgewachsen ist. Dort wurde sie wie eine Aussätzige behandelt, da ihre Mutter, als sie fünf Jahre alt war, Selbstmord begangen hat und ihr Vater, der die Familie noch davor verlassen hat, der ein Pirat gewesen sein soll.

Als Sarlia achtzehn Jahre alt ist, kommt ihr Vater, überfällt den Ort und entführt seine Tochter, um sie an einen fremden Ort, nach Perséi zu bringen, um dort den prinzen Shiraf zu ehelichen. Bis sie dort hinkommt widerfahren ihr so einige Dinge und auch in Perséi angekommen, muss sie sich stark anpassen, viel lernen und mit ihrem aufbrausenden Temperament zurecht kommen.

An sich ist der Plot spannend und man hätte so viel daraus machen können.
Die Geschichte ist einerseits sehr flüssig geschrieben, aber die Charaktere hätten noch weiter dargestellt und unterfüttert werden können. Auch bleiben die Verhaltensweisen zu stark an der Oberfläche. Sobald ich dachte, dass sich Sarlia entwickelt hätte, wurde sie wieder als kreischendes, eingeschnapptes Kind dargestellt. Szenen werden nur angerissen dargestellt. So z.B. der Palast, der einfach nur aus Gold und Marmor besteht. Man hätte so viel mehr aus dem Setting und dem, an und für sich guten Plot machen können. Häufig kreischen sich die Protagonisten an. Mir fehlten dort die Variationen und die, der Situation angepassten Beschreibungen. Auch das Thema Magie, von dem ich mir so viel versprach, wurde nur schwach in die Geschichte eingebettet. Schnell wurden weitere Charaktere vorgestellt, alte tauchen wieder aus der Versenkung auf und der erste Teil endet mit einem heftigen Cliffhanger.

Die Geschichte hört einfach auf und man muss Teil Zwei lesen, um zu wissen, wie es weiter geht. Das wäre in Ordnung, wenn man das anfänglich gewusst hätte. Dieses wurde aber nirgends dargestellt. Ich bin eher bereit etwas mehr Geld für ein eBook auszugeben, dass dann vollständig ist, als nur die ersten 13 Kapitel zu lesen.

Das Buch wurde als Jugendbuch ausgelobt, was ja sehr unterschiedlich interpretiert werden kann. Gemäß Autorin soll das Buch ab 15/16 gelesen werden, was auch sinnvoll ist, da jüngere Leser/innen eventuell die Liebesszenen als 'too much' empfinden könnten.

Insgesamt bin ich von der Geschichte aus den oben aufgeführten Punkten eher enttäuscht und vergebe daher 3 von 5 Sternen, da das Buch unter anderen Voraussetzungen (Focus auf Romancery, nicht auf Jugendbuch und als Fortsetzungsstory, a la Teil 1: Kapitel 1-13, Teil 2: Kapitel 14-xx und Teil 3: Kapitel xx-yy) ehrlicher wäre.