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Veröffentlicht am 03.08.2021

Transformation von Prinzessin zu Wonder Woman

Wonder Woman: Stürmische Zeiten
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„Wonder Woman – Stürmische Zeiten“ von Laurie Halse Anderson, gezeichnet von Leila Del Duca und coloriert von Kelly Fitzpatrick ist bei panini ink erschienen und spielt im DC Universum.

Die Geschichte ...

„Wonder Woman – Stürmische Zeiten“ von Laurie Halse Anderson, gezeichnet von Leila Del Duca und coloriert von Kelly Fitzpatrick ist bei panini ink erschienen und spielt im DC Universum.

Die Geschichte ist zweigeteilt und handelt von der Amazonen-Prinzessin Diana, die in einer Art Parallelwelt, die vor den Geschehnissen auf der Erde geschützt in ihrer eigenen „Bubble“ wohlbehütet aufwächst. Sie wird umsorgt und vor allem auch vor allem geschützt. Dabei wird sie allerdings als Nesthäkchen behandelt und fühlt sich außen vor gelassen und nicht ernst genommen.

Im zweiten Part erleben wir eine andere Seite von Diana, eine neugierige, starke und vor allem hilfsbereite Seite an ihr, die sich für ihre Mitmenschen einsetzt und dabei Initiative ergreift.

Das vorliegende Buch präsentiert eine Erklärung, wer Wonder Woman ist und wo sie herkommt, die mir gut gefallen hat, da ich mich bisher noch nicht so intensiv mit ihrer Geschichte beschäftigt habe. Dazu kommen wunderschöne Illustrationen und eine eingängige direkte Sprache, die von Sanni Kentopf aus dem englischen übersetzt wurde. Insbesondere die Tatsache, dass das Thema Einbürgerung in die Vereinigten Staaten durch eine Erklärung am Ende nochmals in den Fokus genommen wird und somit verdeutlich wird, dass dieses Thema sich durch die ganze Geschichte wie ein roter Faden zieht.

Mich hat diese Graphic Novel gut unterhalten und habe mich gefreut einen tieferen Einblick in die Entstehungsgeschichte von Wonder Woman zu erhalten, für die ich 4 von 5 Sterne vergebe.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.08.2021

komplexe und anspruchsvolle Geschichte

Vardari - Eisenwolf (Bd. 1)
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„Vardari – Eisenwolf“ ist der erste Teil einer neuen Trilogie von Siri Pettersen die von Dagmar Lendt und Dagmar Mißfeldt aus dem norwegischen übersetzt wurde.

Man muss die erste Trilogie der Autorin ...

„Vardari – Eisenwolf“ ist der erste Teil einer neuen Trilogie von Siri Pettersen die von Dagmar Lendt und Dagmar Mißfeldt aus dem norwegischen übersetzt wurde.

Man muss die erste Trilogie der Autorin nicht gelesen haben, um diesen ersten Teil zu verstehen, aber es würde wahrscheinlich nicht schaden, da es schon einige Erwähnungen und Möglichkeiten des Erkennens geben soll. Der Einstieg in die Geschichte ist mir etwas schwerer gefallen, da ich mich erst mal in diesem Universum zurechtfinden musste. So wird einem nichts auf einem Tablett serviert, sondern wie entfaltet sich wie eine verschachtelte Blüte.

Die Autorin erzählt von Juva, einer Blutleserin, die nicht ihrer Bestimmung folgen möchte, da sie das Konzept dahinter nicht befürwortet und sich dem Duktus der Gilde nicht unterordnen will. Zudem sind noch andere Themen relevant, die sich aber erst nach und nach entwickeln und somit die Spannung aufbauen und aufrechterhalten. Dazu kommt der Schreibstil der Autorin, die mit aussagekräftigen Beschreibungen ein komplexes, etwas düsteres Bild von dieser Welt darstellt, welche das Interesse noch weiter steigert. Neben Juva werden noch weitere Figuren vorgestellt und deren Schicksale mit denen Juvas verwoben.

Mir persönlich hätte es sicher mehr gebracht, wenn ich die vorausgegangene Trilogie von Siri Pettersen gekannt hätte, aber auch so, war das Buch ein wahres Leseerlebnis. Ungewohnt war dabei für mich, dass ich hier doch wesentlich länger dran gelesen habe, da ich einige Abschnitte zum einem sacken lassen wollte, aber dann auch ein weiteres Mal gelesen habe. Denn es ist keine leichte Lektüre, die man so nebenbei „mitlaufen“ lassen kann. Wer sich auf dieses Abenteuer einlässt wird mit einer komplexen, durchdachten und dabei fulminanten Geschichte belohnt.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.06.2021

Fantasy gemischt mit Irischer Mythologie und topaktuellen Themen

All Our Hidden Gifts - Die Macht der Karten (All Our Hidden Gifts 1)
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„All our hidden gifts – Die Macht der Karten“ ist der erste Teil einer Reihe von Caroline O’Donoghue die von Christel Kröning ins Deutsche übersetzt wurde.

Maeve findet bei einer Strafaufgabe (den Keller ...

„All our hidden gifts – Die Macht der Karten“ ist der erste Teil einer Reihe von Caroline O’Donoghue die von Christel Kröning ins Deutsche übersetzt wurde.

Maeve findet bei einer Strafaufgabe (den Keller aufzuräumen) ein Tarot-Kartenspiel, mit dem sie sich vertraut macht und ihren Klassenkameraden die Karten legt. Im Laufe der Geschichte erfährt man immer mehr über Maeve, ihre Herkunft, ihre Motivation und ihre Geschichte.

Man merkt also, hier geht es um Urban Fantasy, irische Folklore gemischt mit historischen Fakten (die Hungersnot im 19. Jahrhundert, die tausende Iren nach Amerika vertrieb). Dazu kommt aber noch viel mehr! Die Autorin greift aktuelle Themen auf und verknüpft diese nahtlos mit der Geschichte. Andere Leser:innen finden diese Vermischung zu aufgesetzt und gekünstelt, mir hat es gerade gut gefallen, denn die Entwicklung einer Identität, das Versuchen von Manipulation, Strömungen, die von extremen Gruppierungen aufgegriffen werden und die dann versuchen, diese zu steuern, Mobbing und das „Anschluss halten wollen“ in einer Gruppe sind Themen, die einfach aktuell sind! Auch, dass Maeve nicht die strahlende Retterin ist, macht sie noch mehr zu einer Person, mit der man sich identifizieren kann, denn haben wir nicht alle Stärken und Schwächen?

Insbesondere dem Ende merkt man an, dass die Geschichte fortgesetzt werden wir, da es doch eher offen gestaltet ist. Aber auch dass muss kein negativer Punkt sein. Ich fand insbesondere gut, dass der Fantasy Anteil in Zusammenhang mit dem Folklorehaften Anteil zu überraschenden Entwicklungen führt. Allerdings muss ich dabei zugeben, dass ich nicht sehr sicher in der irischen Mythologie bin und somit auch häufig gut überrascht werden konnte. Zudem gibt es viele Themen, die unbedingt weiter vorangetrieben werden müssen, da ich wissen möchte, wie es weiter gehen wird. Der Schreibstil tat sein Übriges in der Geschichte bleiben zu wollen, da er sehr flüssig und kurzweilig ist. Die Gefühle der einzelnen Charaktere konnte ich ebenfalls gut nachvollziehen, auch wenn sie nicht immer das Gleiche wollten. Aber genau so ist ja das Leben.

Mein Fazit: das Buch schafft es, aktuelle Themen aufzugreifen und diese unaufgeregt und aufgesetzt in den Plot zu integrieren und dabei einen großen Teil an Fantasy zu bieten. Auch werden viele verschiedene Themen in den Verlauf eingewoben. Dadurch gewinnt der Plot an Tiefe. Daher vergebe ich 4 von 5 Sterne und freue mich auf die Fortsetzung.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.06.2021

dystopisch und dabei mit aktuellen und fantastischen Inhalten bestückt

Dark Blue Rising (Bd. 1)
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„Dark Blue Rising“ ist der neue Auftakt einer Trilogie von Teri Terry, die für ihre einprägsamen Jugend- bzw. All Age Romane bekannt ist. Wolfram Ströle hat die Geschichte aus dem Englischen übersetzt. ...

„Dark Blue Rising“ ist der neue Auftakt einer Trilogie von Teri Terry, die für ihre einprägsamen Jugend- bzw. All Age Romane bekannt ist. Wolfram Ströle hat die Geschichte aus dem Englischen übersetzt.

Gerade die Einführung in eine neue Geschichte, bei der man anfangs nicht weiß, worauf sie hinausläuft, zeigt auch hier wieder die genialen Plotfähigkeiten der Autorin auf. So werden die verschiedensten Thematiken gekonnt in den Verlauf der Geschichte integriert und ein Spannungsbogen sondergleichen aufgebaut. Allerdings würde eine zu detaillierte Ausführung der Inhalte die Spannung zunichtemachen, daher gehe ich nicht zu tief darauf ein.

Die Geschichte beginnt damit, dass die 16jährige Tabby auf der Flucht ist. Vieles ist nicht so, wie sie meint und auch wenn man als Leser:in im Laufe der Zeit denkt, dass man Teile verstanden bzw. durchschaut hat so gibt es immer wieder Wendungen und Entwicklungen, mit denen man nicht rechnet. Die Geschichte schafft es, einen in den Bann zu ziehen und die Fortsetzung, die im Frühjahr 2022 auf Deutsch erscheinen wird, geradezu herbeizusehnen.

Durch die von der Autorin gewählten ich-Perspektive der Hauptfigur erhält man als Leser:in einen tieferen Einblick in Tabbys Verwundbarkeit und ihren Erfahrungshorizont. So ist man noch näher an der Geschichte dran und kann nachvollziehen, warum sie gewisse Entscheidungen trifft und wie sie reagiert. Dazu kommt ein Schreibstil der einen tief in das Abenteuer eintauchen lässt.
Diese Geschichte, die mit dystopischen Elementen aufwartet und dabei auch weitere sehr aktuelle Themen anspricht kann ich jedem ans Herz legen und vergebe 4 von 5 Sterne.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
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Veröffentlicht am 24.05.2021

vor allem die Entwicklung des Protagonisten hat mich überzeugt

Zeig mir das Meer
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„Zeig mir das Meer: eine Coming-Out Geschichte“ ist eine Graphic Novel geschrieben von Alex Sanchez, illustriert von Julie Maroh und übersetzt von Sanni Kentopf ist bei Panini erschienen.

Jake lebt in ...

„Zeig mir das Meer: eine Coming-Out Geschichte“ ist eine Graphic Novel geschrieben von Alex Sanchez, illustriert von Julie Maroh und übersetzt von Sanni Kentopf ist bei Panini erschienen.

Jake lebt in einer Stadt in der Wüste, hat eine beste Freundin, mit der er sich richtig gut versteht und fühlt sich von Wasser magisch angezogen.

Anfangs hatte ich mich gefragt, warum so ganz nebenbei im Verlauf der Geschichte immer wieder Superhelden vorkommen (z.B. im Fernsehen, etc). Ich fand die Erwähnung zwar ganz spannend, aber zum Plot der Geschichte haben sie nicht wirklich beigetragen. Dafür fand ich Jakes Entwicklung sehr gut dargestellt. Seine Erfahrungen, Entscheidungen, die innere Unsicherheit fand ich sehr gelungen dargestellt. Dass sich die Geschichte dann so entwickelt und Superhelden ein Thema werden fand ich ok, hätte aber gar nicht sein müssen, denn das Thema des coming out ist schon intensiv genug.

Der Stil der Zeichnungen hat mir sehr gefallen. Insgesamt ist es eine kurzweilige Geschichte, die Spannung auf einen zweiten Teil macht, denn ich möchte unbedingt wissen, wie es weiter geht.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere