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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.03.2020

Tolle Idee mit Potenzial aber zu oberflächlich umgesetzt

Wenn der Morgen die Dunkelheit vertreibt
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„Wenn du dein ganzes Leben lang gelernt hast, einen fremden Menschen zu hassen, ist es ein tiefgründige Erfahrung, die wahrlich demütig macht, wenn dir klar wird, dass du deine Energie darauf verschwendet ...

„Wenn du dein ganzes Leben lang gelernt hast, einen fremden Menschen zu hassen, ist es ein tiefgründige Erfahrung, die wahrlich demütig macht, wenn dir klar wird, dass du deine Energie darauf verschwendet hast, etwas zu hassen, das es gar nicht gibt.“

Ich finde Brittainy C. Cherry großartig. Sie hat einen tollen Schreibstil und die von ihr beschrieben Emotionen sind immer ehrlich und rein.
Allerdings muss ich gestehen, dass ich mich mit der Bewertung für das Buch schwer tue. Es ist nicht, dass es mir nicht gefallen hat, aber irgendwie fehlt etwas.

Obwohl der Anfang sehr vielversprechend war und ich mit Grace gelitten habe, konnten mich beide Protagonisten nicht ganz überzeugen.
Bei Grace war es ungewohnt, eine Gläubige Protagonistin zu haben, die zwischenzeitlich so gegen ihren Glauben ist. Ja, ich verstehe warum sie den Glauben verloren hatte, trotzdem passten ihr Verhalten und die Handlungen nicht immer zusammen. Streitigkeiten bzw. Diskussionen wurden angedeutet, aber nie richtig zu Ende gebracht sondern eher totgeschwiegen und vergessen. Das spiegelt sich besonders am Ende wieder, da kriegen wir nämlich nochmal alles vor die Füße geworfen und jedes Problem wird kurz abgehandelt. Viele Nebencharaktere, wie Graces Mutter oder Jacksons Vater, verstehe ich dadurch leider auch nicht.

Genauso ist es mir bei Jackson ergangen, er soll der verschlossene, böse Kerl sein der ein riesen Paket mit sich rumträgt, und doch öffnet er sich ganz schnell und all die Jahre des Hass sind kaum noch ein Thema. Besonders weil das oben genannte Zitat von ihm stammt.
Ich hätte mir gewünscht mehr aus seiner Sicht zu erfahren, um ihn besser zu verstehen, er hatte eine Menge Potenzial für die perfekten „ooooh“ Momente.

Im Großen und Ganzen fehlten mir das Gefühl und die Verbindung zwischen den beiden. Ich weiß nicht, ob es an den Zeitangaben in dem Buch liegt aber irgendwie ist das alles nicht ganz greifbar oder nachvollziehbar.

Auch wenn der Start und Schreibstil gut waren, bekommt das Buch nur 3 Sterne von mir.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.03.2020

Spannende Geschichte

A Good Girl’s Guide to Murder
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Ich lese das Genre zwar recht selten, aber Jugendthriller/Jugendkrimis sind wirklich eine tolle Abwechslung.

Zu Beginn des ersten Kapitels dachte ich, das Buch wird sehr ernst und ruhig, jedoch wurde ...

Ich lese das Genre zwar recht selten, aber Jugendthriller/Jugendkrimis sind wirklich eine tolle Abwechslung.

Zu Beginn des ersten Kapitels dachte ich, das Buch wird sehr ernst und ruhig, jedoch wurde ich schnell eines Besseren belehrt.
Pippa gefiel mir als Protagonistin. Sie ist klug, witzig, herzlich und absolut liebenswürdig. Ihr Charakter verleiht der Geschichte das gewisse etwas, weswegen die Atmosphäre beim Lesen locker und leicht ist.
Das Buch hat einen guten Spannungsbogen, der einen durch die ganze Geschichte begleitet. Mir gefiel die Idee, dass Pippa den Fall als ihr Schulprojekt (EQP) wählt. Viele Seiten sind so aufgebaut, wie sie es in ihr Notizbuch geschrieben hat, wodurch man einen besseren Einblick in ihre Gedanken erhält.

Im Großen und Ganzen ist der Handlungsstrang gut aufgebaut, ohne viel Action oder unnötigen Erklärungen. Allerdings ist dann ziemlich viel in das Ende gepackt worden, sodass es mir persönlich zu überladen war. Einige Entwicklungen hätten gerne schon früher in der Geschichte aufgedeckt werden können. Hierdurch sind einige Aspekte nicht mehr aufgegriffen worden und in Vergessenheit geraten.

Alles in allem cooles Buch mit einer tollen Protagonistin.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.02.2020

Herzzerreißend schön

A Wish for Us
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„Jetzt und hier, in diesem Club, wahrscheinlich sturzbetrunken, waren sie Sklaven meiner Musik. Genau hier und jetzt war meine Musik ihr Leben.“

Tilie Cole hat mit A Wish for Us etwas ganz besonderes ...

„Jetzt und hier, in diesem Club, wahrscheinlich sturzbetrunken, waren sie Sklaven meiner Musik. Genau hier und jetzt war meine Musik ihr Leben.“

Tilie Cole hat mit A Wish for Us etwas ganz besonderes geschaffen. Sie hat einen grandiosen, wortgewaltigen Schreibstil, mit dem sie einen in die Tiefen des Herzschmerzes zieht. Ehrlich gesagt fehlen mir immer noch die Worte um dieses Buch zu beschreiben, denn es war einfach nur unglaublich schön.

Ich liebe Rockstar Romance Storys und hatte hier eine ähnliche Geschichte erwartet, aber weit gefehlt. Mit Cromwell und Bonnie haben wir zwei ganz besondere Protagonisten, die einem mit jeder weiteren Seite mehr ans Herz wachsen. Beide haben ihr eigenes, schwerwiegendes Päckchen zu tragen und möchten eigentlich nur alleine sein. Allerdings teilen sie die Leidenschaft zur Musik und so entsteht, wenn auch zuerst nicht ganz freiwillig, eine tiefe Verbundenheit zwischen ihnen. Durch die innige Liebe zur Musik, hat die Autorin ein paar magische und einmalige Momente gezaubert.
Noch nie, hat mir ein Buch so das Herz zerrissen, dass ich Seitenweise Tränen in den Augen hatte. Hinzu kommt dieses tolle Cover, welches den Inhalt der Geschichte zu 100% wiederspiegelt.

Auch wenn die Geschichte, besonders am Ende etwas zu überladen war und vor Klischees gestrotzt hat, muss ich dem Buch 5* Sterne geben weil es mich emotional gepackt hat. Für mich jetzt schon ein absolutes Jahreshighlight!

  • Gefühl
  • Cover
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.02.2020

Oberflächlich und langweilig

Feel My Soul
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Der Klappentext und das Cover haben mich total angesprochen, weswegen ich es bei Netgalley als Rezensionsexemplar angefragt habe, in diesem Zuge vielen Dank für das Exemplar.

Feel my Soul war mein erstes ...

Der Klappentext und das Cover haben mich total angesprochen, weswegen ich es bei Netgalley als Rezensionsexemplar angefragt habe, in diesem Zuge vielen Dank für das Exemplar.

Feel my Soul war mein erstes Buch von den beiden Autorinnen und leider hat es mir überhaupt nicht gefallen. Die Geschichte war zwar ganz süß, aber es gab zu viele Punkte die mich gestört haben. Schon nach den ersten Kapiteln fiel mir das Lesen schwer. Wir erleben das Buch aus der Sichtweise von Mary und beginnen in der Vergangenheit, zum Zeitpunkt des Kennenlernens. Am Anfang passiert alles auf einmal, sodass die Situationen nur oberflächlich angeschnitten wurden um schnell die Geschehnisse zu erklären. Dadurch fiel es schwer mich in einen der beiden hinein zu versetzen. Es hätte mir besser gefallen, wenn es im Laufe der Geschichte immer wieder ein Kapitel als Rückblende eingebaut worden wäre.
Ich liebe Geschichten in denen es um Musik geht aber hier konnte ich keine Liebe oder Verbundenheit spüren. Gerne hätte ich Liedtexte oder beschriebene Emotionen beim Singen gehabt.

Ich weiß nicht ob es an zwei verschiedenen Autorinnen lag aber ich für mich war die schriftliche Umsetzung nicht gut. Es entstand kein richtiger Lesefluss, viele Handlungen in dem Buch sind Widersprüchlich und wirkten gestellt. Ich hatte ich nie das Gefühl, dass dort ein Gespräch zwischen zwei Menschen stattfindet, dazu war es vorausschaubar und oberflächlich.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.01.2020

Eine Geschichte die es Wert ist gelesen zu werden

One True Queen, Band 1: Von Sternen gekrönt
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„So viele Bücher, und du nimmst ausgerechnet dieses.“

Jedem der das Buch gelesen hat oder noch lesen wird, den wird dieser Satz ein schmunzeln entlocken, man kann ihn einfach nicht ignorieren. One True ...

„So viele Bücher, und du nimmst ausgerechnet dieses.“

Jedem der das Buch gelesen hat oder noch lesen wird, den wird dieser Satz ein schmunzeln entlocken, man kann ihn einfach nicht ignorieren. One True Queen ist absolut grandios. Dabei ist es egal ob es um die Charaktere, das Worldbuilding oder die Geschichte dahinter geht.
Bist du erst einmal in Lyaskye angekommen, gibt es kein Entkommen mehr. Und wenn du denkst du würdest diese geheimnisvolle Welt verstehen, belehrt sie dich eines Besseren. Nichts ist wie es scheint und ich als Leser habe mich manchmal genauso verwirrt und ratlos gefühlt, wie Mailin.

Die Geschichte hat List und Tücke und dabei schafft die Autorin es mehr als einmal den Leser zu überraschen. Es passiert viel unerwartetes und der Spannungsbogen hält sich selbst in ruhigeren Passagen, man wartet immer darauf was als nächstes geschehen wird.

Es gibt viele starke Protagonistinnen aber Mailin ist für mich ein ganz besonderes Highlight. Sie ist taff, liebenswürdig und absolut selbstlos. Dazu kommt ihr ganz besonderer Charakter, der voller Humor und Ehrlichkeit steckt. Außerdem mag ich, dass sie ihr Herz auf der Zunge trägt und immer sagt was sie denkt, auch wenn es manchmal nur Schimpfworte und Flüche gegen die anderen sind.
Mailins Mut und die Liebe zu ihrer Schwester ist wirklich bewundernswert. Trotz dessen, dass sie noch so jung ist zeigt sie eine reife und ein Verständnis, wie kaum ein anderer.

Diese Geschichte ist es wirklich wert gelesen zu werden. Ich freue mich schon in den nächsten Tagen den zweiten Band beginnen zu können.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere