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Veröffentlicht am 02.09.2017

Typische Highschool Klischees treffen auf sehr geheimnisvolle Charaktere und packendes Rätselraten

Myriad High - Was Hannah nicht weiß
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Klappentext
„Endlich Highschool, endlich Internat. Für Hannah, Chloe und Sophie beginnt ein neuer Lebensabschnitt. Aber nicht alles läuft so glatt wie erträumt. Bei der Zimmervergabe machen die Freundinnen ...

Klappentext
„Endlich Highschool, endlich Internat. Für Hannah, Chloe und Sophie beginnt ein neuer Lebensabschnitt. Aber nicht alles läuft so glatt wie erträumt. Bei der Zimmervergabe machen die Freundinnen sich gleich die einflussreiche Allyssa Snyder zur Feindin. Und irgendjemand scheint von den unter Verschluss gehaltenen Todesumständen von Hannahs Vater zu wissen ...“

Gestaltung
Auf dem Cover sieht man die drei Protagonistinnen des Buches, wodurch man sie sich beim Lesen viel besser vorstellen kann. Ich bin zwar nicht der größte Fan des Covers, da mir der Zeichenstil nicht ganz so gut gefällt (die Gesichter und vor allem Augen sehen so puppenhaft aus). Ich finde es gut, dass man im Hintergrund Gebäude, die den Campus von Myriad High darstellen könnten, sieht. Gleichzeitig hätte ich es cool gefunden, wenn der Hintergrund ein wenig mehr Tiefe erhalten hätte, indem z.B. ein Boden hinzugefügt worden wäre.

Meine Meinung
Eine Highschool voller Intrigen und Geheimnisse? Genau nach meinem Geschmack! In „Myriad High“ treffen supermoderne Technik und Schulatmosphäre aufeinander. Zum Einstieg wird die Geschichte der Myriad Firma und deren Intentionen in einem Wikipedia Artikel erklärt, was ein sehr interessanter Beginn ist. So lernt man die hochtechnisierte Myriad Corporation kennen, die die unterschiedlichsten Technologien entwickeln und deren sehr schlaue Mitarbeiter einige Vorzüge genießen, da sie auf dem Myriad Campus leben und ihre Kinder auf eine besondere Schule schicken können: die Myriad High. Die Beschreibungen des Campus‘ und Settings zu Beginn fand ich etwas überfordernd, weil so detailliert auf all die technischen Gegebenheiten und die Campusstruktur eingegangen wurde. Mit einer Karte wäre die Orientierung hier vermutlich leichter gefallen. Diese wird glücklicherweise ab dem zweiten Band im Buch enthalten sein und für den ersten Band findet man sie auch im Internet.

In Myriad eröffnet sich dem Leser eine wirklich typische Highschool mit all ihren Klischees: den beliebten Cheerleader-Girls, die ziemliche Zicken sind, die bitchige Gegenspielerin der Protagonistin, verschiedene Bälle und generell eine typische Schul-Rangordnung. Im Endeffekt werden alle Klischees, die man so kennt, bedient, was ich etwas schade fand, da ich mir weniger Stereotype gewünscht hätte. So wurden nämlich immer wieder Dinge aufgegriffen (der beliebte Football Star, Kleinkriege unter den Mädchen um den coolsten Jungen…), die man aus amerikanischen Highschool Filmen schon zur Genüge kennt. Ich hätte es ja auch toll gefunden, wenn diese Schule ohne die High School-Klischees ausgekommen wäre, aber ich verstehe auch, dass solche irgendwie zu einer (amerikanischen) Schule dazu gehören.

Die Protagonistinnen Hannah, Sophie und Chloe ließen sich hier auch recht gut einordnen, auch wenn ich mir bei Hannah nie so ganz sicher war, wie sie einzuschätzen ist. Sophie fand ich mit ihrer Hilfsbereitschaft sofort sympathisch und auch Chloe mit ihren Nerdallüren gefiel mir sehr. Bei den drei Mädchen erhoffe ich mir im Verlauf der Buchreihe noch einige charakterliche Entwicklung, denn sie haben dazu durchaus das Potenzial.

Was in „Myriad High“ jedoch dazu kommt sind wirklich spannende Geheimnisse, die die Figuren verbergen. So gibt es neben den klischeehaften Figuren nämlich auch solche, die ihre wahre Identität aus rätselhaften Gründen verbergen oder solche, die aus geheimen Gründen auf die Schule gewechselt haben, obwohl man nicht so leicht auf die Myriad High drauf kommt. Diese Geheimnisse haben mich sehr zum Miträtseln und Vermutungen anstellen angeregt. Vor allem Matt, Ryan, Evan und Allyssa interessierten mich sehr, da sie immer wieder Fragen anregten und meine Neugierde weckten. Auch das Ende des Buches lässt diesbezüglich einige Fragen offen, die mich gebannt auf die Fortsetzung warten lassen.

Dies wurde auch durch den gut gestalteten Aufbau der Geschichte gesteigert, denn die Kapitel endeten oft sehr spannend, sodass man das Buch nicht so einfach aus den Händen legen konnte. Zudem gab es immer wieder geheimnisvolle Andeutungen, die dann aber nicht sofort geklärt, sondern in der Schwebe gelassen wurden, sodass man weiter lesen musste, in der Hoffnung, bald Antworten zu finden. Das Buch liest sich superschnell weg, da die Sprache und Sätze einfach und verständlich sind. Dabei wird die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Die Kapitelüberschriften stellen die Namen der aktuell erzählenden Person dar. Mir fehlte hier manchmal etwas der tiefere Einblick in den jeweiligen Erzähler. Man erlebte zwar nur das, was der Charakter erlebte, aber seine genauen Gedanken oder Gefühle hätten für mich noch etwas intensiver dargestellt werden können. Manchmal (gerade zu Beginn) hatte ich sogar den Eindruck, dass es eigentlich auch egal gewesen ist, welche Figur gerade erzählt, da die Schilderungen so allgemein gehalten wurden. So wirkte es manchmal auf mich so, als wäre gar kein wirklicher Perspektivwechsel vorhanden.

In der zweiten Hälfte des Buches überschlugen sich dann die Ereignisse. Zu den typischen Highschool-Problemen wie Balleinladungen, Jungs und Schulprojekte mischten sich geheimnisvolle Geschehnisse in Form von wirklich gemeinen Intrigen. So wurden private Dinge von Lehrern und Schülern veröffentlicht unter der Androhung weiterer solcher Enthüllungen. Wer steckt hinter all den skrupel- und gewissenslosen Taten? Hier kommt wirklich jeder in Frage, wodurch für mich ein spannendes Spekulieren und Rätselraten entstand, was in Kombination mit den zuvor erwähnten Geheimnissen vieler der Figuren ungeheuer spannend war. Gerade dieser geheimnisvolle Aspekt ist richtig klasse an dem Buch, weil alles in der Schwebe steht und jeder verdächtig ist.

Fazit
Der Auftaktband der „Myriad High“-Reihe hat mir vor allem aufgrund seiner Intrigen und geheimnisversehenen Charaktere gut gefallen, da hier wildes Spekulieren und Mitraten angeregt wird. Durch immer wieder eingestreute Andeutungen und neue Fragen wird es beim Lesen nicht langweilig. Gleichzeitig begegnen dem Leser aber auch typische und allseits bekannte Highschool Klischees wie Zickenkriege, die stereotype Schul-Rangordnung und vieles mehr. Zudem hätten für mich die Innenansichten der Figuren noch etwas detaillierter beleuchtet werden können. Jedoch konnte mich gerade die zweite Hälfte des Buches mit dem mysteriösen Täter sehr überzeugen, da ich absolut in der Schwebe hing und alles und jeden verdächtigt habe.
Knappe 4 von 5 Sternen!

Reihen-Infos
1. Myriad High 01 – Was Hannah nicht weiß
2. Myriad High 02 – Was Sophie verschweigt
3. ???

Es gibt auch eine Karte des Campus, die im ersten Band noch nicht enthalten ist, sondern erst ab Band 2 im Buch zu finden sein wird. Diese Karte kann man sich auch online ansehen:
https://www.dtv.de/special-carly-wilson-myriad-high-die-schule/campus-und-internat/c-1542

Veröffentlicht am 02.09.2017

Wäre da nur nicht das kindliche Teenager-Drama…

Götterfunke 1. Liebe mich nicht
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Klappentext
„‘Sag das nie wieder, hörst du? Hast du verstanden, Jess?‘ Seine Stimme klang drohend und seine Augen glitzerten vor Zorn. ‚Liebe mich nicht.‘

Eigentlich wünscht Jess sich für diesen Sommer ...

Klappentext
„‘Sag das nie wieder, hörst du? Hast du verstanden, Jess?‘ Seine Stimme klang drohend und seine Augen glitzerten vor Zorn. ‚Liebe mich nicht.‘

Eigentlich wünscht Jess sich für diesen Sommer nur ein paar entspannte Wochen in den Rockys. Doch dann trifft sie Cayden, den Jungen mit den smaragdgrünen Augen, und er stiehlt ihr Herz. Aber Cayden verfolgt seine eigenen Ziele. Der Göttersohn hat eine Vereinbarung mit Zeus. Nur wenn er ein Mädchen findet, das ihm widersteht, gewährt Zeus ihm seinen sehnlichsten Wunsch: endlich sterblich zu sein. Wird Cayden im Spiel der Götter auf Sieg setzen, auch wenn es Jess das Herz kostet?“

Gestaltung
Ich finde die Farben des Covers wirklich wunderbar. Sie strahlen eine angenehme Wärme aus und durch das metallische Funkeln des Schutzumschlages erhalten sie noch das gewisse Etwas. So sieht das Cover sehr lichtdurchflutet aus und als würden Lichtflecken darauf schimmern. Verstärkt wird dieser Effekt noch durch die Muster und Punkte, die am Bildrand zu sehen sind. Das Gesicht des Mädchens gefällt mir jedoch nicht ganz so gut da die Augen sehr düster umrandet sind und etwas unnatürlich aussehen gegenüber der Blässe des Gesichtes.

Meine Meinung
Da ich die griechische Mythologie und Göttergeschichten allgemein liebe, wollte ich „Götterfunke“ unbedingt lesen, um herauszufinden, wie die Göttersagen in diese Geschichte eingebaut werden. Auch ist mir der Name der Autorin Marah Woolf ein Begriff, auch wenn ich bisher noch nichts von ihr gelesen hatte. Ein weiterer Grund also, zum Auftaktband ihrer neusten Trilogie zu greifen und mir selbst ein Bild über den Schreibstil der Autorin zu verschaffen.

Was mir an „Götterfunke“ wirklich sehr gefallen hat, war die Grundidee des Buches. Ein Göttersohn, der sich nichts sehnlicher wünscht als die Sterblichkeit und dazu ein Mädchen finden muss, das seinem Charme widerstehen muss. Marah Woolf hat dabei auch sehr schön die Hintergrundinformationen zur griechischen Mythologie eingewoben und dem Leser so ein verständliches Grundgerüst an die Hand gegeben.

Etwas schade fand ich die Stereotype, die mir bei den Figuren begegnet sind. Cayden, die männliche Hauptfigur, hat natürlich smaragdgrüne Augen, sieht unfassbar gut aus und kann natürlich eigentlich jede haben. Gleichzeitig entwickelt sich zwischen all den Figuren ein ziemliches Beziehungs-Hinundher bei dem irgendwie jeder mit jedem irgendwas am Laufen hat und es auch ziemlich jugendlich-kindlich-melodramatisch zugeht, wodurch die eigentlichen Charakterzüge der Figuren etwas untergehen. Mir blieben die Charaktere zu blass. Ich hatte oftmals den Eindruck, als würde ich sie nicht wirklich kennen lernen und ihre Motive sowie Intentionen nicht greifen können.

Die Handlung gefiel mir anfangs richtig gut und sie war sehr vielversprechend. Mit ihrem Fortschreiten lies die Spannung zwar etwas nach, aber die Geschichte konnte mich schlussendlich doch überzeugen und gut unterhalten. Mir gefielen besonders die Passagen von Hermes Berichten bzw. Aufzeichnungen, da sie den Plot auflockern und Abwechslung in die Geschichte bringen. Das Ende fand ich sehr verheißungsvoll und es macht Lust auf die Fortsetzung.

Fazit
Ich liebe Geschichten rund um die griechischen Götter und die Grundidee von „Götterfunke – Liebe mich nicht“ konnte mich auch wirklich von sich überzeugen: ein Göttersohn, der sterblich werden möchte und eine Wette mit dem Götteranführer Zeus bilden hier die Basis, wodurch die griechische Mythologie in die Handlung eingewoben wird. Etwas schade fand ich, dass die Handlung einen starken Fokus auf das etwas kindliche Teenager-Drama rund um Protagonistin Jess gelegt hat. Dies wurde mir an mancher Stelle zu viel und auch etwas zu kindlich. Das Ende des Buches ist aber sehr vielversprechend und Lust machend auf die Fortsetzung!
Ganz knappe 4 von 5 Sternen!

Reihen-Infos
1. Götterfunke – Liebe mich nicht
2. Götterfunke – Hasse mich nicht (erscheint am 25. September 2017)
3. Götterfunke – Verlasse mich nicht (erscheint am 20. März 2018)

Veröffentlicht am 02.09.2017

Nicola Yoon kann einfach grandiose schreiben!

The Sun is also a Star
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Klappentext
„Schicksalsfäden einer großen Liebe! Wie viele Dinge müssen geschehen, welche Zufälle passieren, damit sich die Wege zweier Menschen kreuzen? Als Daniel und Natasha in New York aufeinander ...

Klappentext
„Schicksalsfäden einer großen Liebe! Wie viele Dinge müssen geschehen, welche Zufälle passieren, damit sich die Wege zweier Menschen kreuzen? Als Daniel und Natasha in New York aufeinander treffen, verguckt er sich sofort in das jamaikanische Mädchen. Die zwei teilen einen Tag voller Gespräche über das Leben, ihren Platz darin und die Frage: Ist das zwischen uns Liebe? Doch ihr Schicksal scheint bereits festzustehen, denn Natasha soll noch am selben Abend abgeschoben werden.“

Gestaltung
Die Idee für das Covermotiv finde ich grandios! Den Titel mit bunten Fäden, die um Nägel gespannt sind, darzustellen ist außergewöhnlich und einmal etwas absolut neues. Zudem passen die Fäden auch inhaltlich gut zur Geschichte. Klasse finde ich dabei auch die bunten Farben, die schön miteinander harmonisieren und dem Cover so ein warmes Äußeres verleihen.

Meine Meinung
Nachdem ich „Du neben mir“, den Debütroman der Autorin Nicola Yoon, so gerne mochte, wollte ich natürlich auch unbedingt ihr neues Buch lesen. Die Thematik von „The sun is also a star“ finde ich sehr ansprechend, denn es geht um das Schicksal und Vorherbestimmung. Ein Thema, über das sich bestimmt jeder schon mal seine ganz eigenen Gedanken gemacht hat. Gleichzeitig greift das Buch aber auch alltäglichere bzw. greifbarere Aspekte wie Freundschaft, Loyalität, Rassismus und vieles mehr auf.

Mit der jamaikanischen Protagonistin Natasha, die aus Amerika abgeschoben werden soll, ist das Buch zudem gerade in Zeiten der Flüchtlingskrise hochaktuell und ermöglicht so einen Blick über den Tellerrand, in die Gefühlswelt der Betroffenen. Diese Aktualität hat mir persönlich sehr gut gefallen, weil ich so einen tiefen Einblick in das Gefühlsleben erhalten konnte und dieses gleichzeitig auch sehr nachvollziehbar dargestellt war.

Hierzu trägt vor allem auch der grandiose Schreibstil von Nicola Yoon bei. Schon in „Du neben mir“ konnte ich mich aufgrund dessen kaum von den Seiten lösen und auch in „The sun is also a star“ überzeugt die Autorin mich mit jedem einzelnen Wort. Selten findet man einen Schreibstil, der so leicht und locker zu lesen und dabei gleichzeitig so intensiv und poetisch ist. Sehr schön fand ich auch die Länge der Kapitel, denn diese sind immer recht kurz, sodass ich beim Lesen super schnell vorankam.

Außerdem wird das Buch aus den verschiedenen Perspektiven der unterschiedlichen Figuren erzählt. Diese Erzählweise kannte ich von der Autorin bereits aus „Du neben mir“. In ihrem neuen Buch hat Nicola Yoon aber zudem auch noch viele der Nebencharaktere zu Wort kommen lassen. Manchmal wurde mir dies etwas zu viel bzw. es wurde auch auf Dinge eingegangen, die für mich nicht zwingend für die Handlung notwendig gewesen wären, aber alles in allem passten die Perspektivwechsel gut zur Geschichte.

Mir persönlich war die Liebesgeschichte zwischen Natasha und Daniel etwas zu kitschig. Gerade zu Beginn hatte ich hier einige Schwierigkeiten ihr zu glauben. Mir fehlte einfach etwas die Authentizität und der Realismus, sodass ich mich doch das ein oder andere Mal dabei erwischt habe, wie ich meine Stirn gerunzelt und den beiden Figuren ihre Gefühle nicht ganz abgenommen habe. Mit der Zeit und dem Fortschreiten der Handlung wurde dies aber besser und ich konnte mich mehr auf die Beziehung zwischen Daniel und Natasha einlassen und den beiden glauben.

Fazit
Mit „The sun is also a star“ hat Nicola Yoon wieder ein unglaublich poetisches Buch geschrieben, das sich rasend schnell verschlingen lässt. Eine Geschichte über Liebe, Schicksal und Vorherbestimmung, die unter die Haut geht! Zwar hatte ich anfangs Schwierigkeiten damit, den beiden Protagonisten ihre Gefühle füreinander abzunehmen, aber der fesselnde Schreibstil der Autorin und die Sogwirkung der Geschichte haben dafür schnell entlohnt.
4 von 5 Sternen!

Reihen-Infos
Einzelband

Veröffentlicht am 02.09.2017

Wieder voller Humor und verrückter Ideen, aber nicht ganz so gut wie Band 1

Antonia rettet die Welt - Schildkrötenküsse - Band 2
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Klappentext
„Tanzkurse sind langweilig, findet Antonia. Ihre beste Freundin Paulina sieht das ganz anders. Unbedingt muss sie ihren Freund Bekir davon überzeugen, mit ihr am Sommertanzkurs teilzunehmen. ...

Klappentext
„Tanzkurse sind langweilig, findet Antonia. Ihre beste Freundin Paulina sieht das ganz anders. Unbedingt muss sie ihren Freund Bekir davon überzeugen, mit ihr am Sommertanzkurs teilzunehmen. Ohne einen männlichen Tanzpartner kann sie das nämlich voll vergessen! Das ändert sich, als ein Junge aus der Parallelklasse den Mädchen total süße Jungs als Partner vermittelt. Aber warum dürfen sie die Fotos ihrer Tanzpartner niemandem zeigen? Das ist doch eine Verschwörung! Zum Glück kennt Antonia sich schon aus mit krummen Dingern und nimmt die Ermittlungen auf.“

Gestaltung
Die Schildkröte auf dem Cover finde ich so süß und mir gefällt vor allem, dass sie ihren Mund spitzt, so als würde sie jemanden küssen wollen. Das passt perfekt zum Titel! Zudem ist der Zeichenstil der Schildkröte passend zum Papageien des ersten Bandes gehalten. Auch mag ich die Farbgebung des Hintergrundes, da das sanfte Türkis gut zu Schildkröten passt. Im ersten Band gab es auf Höhe der Seitenzahlen ein Papageien-Daumenkino. In diesem Band habe ich die am unteren Seitenrand entlanglaufende Schildkröte leider etwas vermisst.

Meine Meinung
Als großer Katrin Zipse Fan muss ich natürlich ihr neustes Werk lesen, vor allem wenn es die spritzige Geschichte von Antonia weitererzählt! Bereits der erste Band der „Antonia rettet die Welt“-Reihe konnte mich mit seinem Humor und grandiosem Handlungsstrang komplett von sich überzeugen. Nun konnte ich endlich wieder in Antonias verrückt-unterhaltsame Welt eintauchen! Auch dieses Mal habe ich bereits ab dem ersten Kapitel wieder breit Grinsen und über Antonias Anmerkungen lachen müssen. Tonis Ansichten sowie Kommentare sind einfach einmalig und sie geben der Geschichte so richtig Pfeffer, regen die Lachmuskeln an und sorgen dafür, dass sich das Buch rasend schnell verschlingen lässt.

Direkt zu Beginn fragte ich mich schon, wo Toni sich nun wieder reingeritten hat und was (in ihrem Plan jedem in ihrem Umfeld zu helfen) schon wieder alles schief gelaufen sein mag. In diesem Band dreht sich vieles um Liebesangelegenheiten: so beschließt Toni nicht nur das Liebesleben ihrer Eltern zu retten, sondern auch Paulina bei ihrem Plan, mit ihrem Freund an einem Tanzkurs teilzunehmen, zu helfen. Hierbei kommt es – ganz typisch für Antonia – natürlich wieder zu einigen verrückten Schlussfolgerungen und Ideen, wobei wieder einiges schief geht. So wird aus einem harmlosen Tanzkurs, bei dem die Mädchen verzweifelt auf der Suche nach männlichen Tanzpartnern sind, schnell ein eventueller Menschenhandel-Dopingskandal…und dann ist da auch noch der geheimnisvolle Lazlo, der mit einem Schuhkarton unter dem Arm herumläuft...

So sehr mich auch Antonias Art und der Humor des Buches mitgerissen und überzeugt haben, muss ich auch sagen, dass mir dieser Band nicht ganz so gut gefallen hat, wie sein Vorgänger. Antonias Art zu Denken und ihre Schlussfolgerungen haben mich zwar unterhalten, gleichzeitig war für mich aber von Anfang an recht deutlich und klar, worauf die Geschichte hinauslaufen würde und was wirklich hinter allem steckt. Über den Inhalt möchte ich gar nicht zu viel verraten, aber ich habe mich des Öfteren gefragt, warum Antonia nicht auf das Naheliegende gekommen ist. Sie hat dieses Mal wirklich zu verquer gedacht und auch wenn ihre Vermutungen plausibel dargestellt wurden, konnte ich ihnen einfach nicht so überzeugt glauben, wie ich es im ersten Band tat.

In diesem Zusammenhang bin ich auch etwas zwiegespalten was das Ende des Buches angeht. Ich fand es etwas schade, dass Antonia zum Schluss einen nicht ganz so aktiven Part innehatte. Vielmehr erfuhr man viele Geschehnisse aus Erzählungen ihrer besten Freundin Paulina und erlebt es nicht direkt mit. Mir fehlte hier ein wenig das Spannungshoch, in das die Geschichte gipfelt. Vielmehr war das Ende nicht so spektakulär wie erhofft. Gleichzeitig werden aber auch alle Fragen aufgeklärt und das obwohl ich auf den letzten 30 Seiten schon Angst hatte, ob das Buch mit einem fiesen Cliffhanger enden würde und noch Fragen für eine Fortsetzung bestehen bleiben würden. So ließ mich „Schildkrötenküsse“ dann zufrieden und sogar neugierig zurück, denn ich würde doch zu gerne wissen, wie sich das Leben von Antonia, die in diesem Band ebenfalls ihre erste Liebe gefunden hat, weiterentwickelt...

Ich fand die Handlung auch wieder sehr spannend, da hier so viel passiert. Antonia begibt sich auf Spurensuche und erlebt dabei allerlei abstruse Dinge, die mich super unterhalten haben. Beim Lesen verging die Zeit wirklich wie im Flug! Auch Mr. Bond und die beiden kleinen Brüder von Paulina dürfen dabei natürlich nicht fehlen und sorgen für großen Spaßfaktor. Was mir auch gut gefallen hat, war, dass Paulina in diesem Band eine größere Rolle bekommt. Sie war meiner Meinung nach an manch einer Stelle zwar auch ziemlich gemein und unfair zu Antonia, aber letztendlich hat sie doch bewiesen, dass ihr Herz am rechten Fleck ist.

Fazit
„Antonia rettet die Welt – Schildkrötenküsse“ ist nicht ganz so stark wie sein Vorgänger, aber an Humor, Unterhaltung und Spaßfaktor steht er Band eins in nichts nach. Auch hier begegnet der Leser wieder Antonias verrückten Schlussfolgerungen, die sie sehr plausibel darstellt, die mich dieses Mal aber nicht so ganz überzeugt haben. Gleichzeitig passiert so vieles, dass die Seiten wie im Flug am Leser vorbeirauschen. Etwas schade fand ich, dass es am Ende kein wirkliches Spannungshoch gab und dass Antonia dabei eine eher passivere Rolle hatte.
Knappe 4 von 5 Sternen!

Reihen-Infos
1. Antonia rettet die Welt 01 – Papageienparty
2. Antonia rettet die Welt 02 – Schildkrötenküsse

Veröffentlicht am 27.08.2017

Pänomenal-gigantisch-grandiose Geschichte mit Suchtfaktor!

Magnus Chase 1: Das Schwert des Sommers
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Klappentext
„Magnus schlägt sich nach dem Tod seiner Mutter allein auf der Straße durch, denn seinen Vater hat er nie gekannt. Bis er eines Tages etwas Unglaubliches erfährt: Er stammt von einem der nordischen ...

Klappentext
„Magnus schlägt sich nach dem Tod seiner Mutter allein auf der Straße durch, denn seinen Vater hat er nie gekannt. Bis er eines Tages etwas Unglaubliches erfährt: Er stammt von einem der nordischen Götter Asgards ab! Leider rüsten diese Götter gerade zum Krieg; auch Trolle, Riesen und andere Monster machen sich bereit. Ausgerechnet Magnus soll den Weltuntergang Ragnarök verhindern. Dafür muss er ein magisches Schwert finden, das seit 1000 Jahren verschollen ist. Noch hat er keine Ahnung, was für Abenteuer auf ihn warten!“

Gestaltung
Wie schon bei den Covern von Percy Jackson und den Kane-Chroniken ist auch das Cover von „Magnus Chase“ im comicartigen Stil gehalten. Der Protagonist Magnus ist zu sehen, wie er dem Gott Odin und einem seiner Raben gegenüber steht. Mir gefällt besonders der skeptische, grimmige Blick des Allvaters. Ich finde das Cover insgesamt super, denn es greift wichtige Elemente der Handlung auf: neben den Figuren auch das Sommerschwert. Mir gefällt der besondere Stil dieser Cover, denn sie haben Wiedererkennungswert und zeigen sofort, dass es sich um ein Buch von Rick Riordan handelt.

Meine Meinung
Wieder geht es in die Welt der Götter, dieses Mal dreht sich in Rick Riordans neuester Buchreihe alles um die nordische Mythologie. Dies ist eine Welt, die nicht oft behandelt wird, weswegen ich es richtig super finde, dass Herr Riordan sich nun an dieses seltene Thema heranwagt. Da ich nur wenig über diese Göttergeschichten weiß und neugierig auf sie war, war ich richtig gespannt auf „Magnus Chase“. Ich kannte den Autor auch schon von seinen „Kane-Chroniken“, die mir gut gefallen hatten und auch der Inhalt der Filme seiner „Percy Jackson“-Bücher mochte ich gern. „Magnus Chase“ allerdings hat mich so richtig umgehauen. Dieses Buch ist einfach grandios. Ich LIEBE es und bin restlos begeistert! Ich habe mich mit dieser Rezension auch etwas schwer getan, weil ich gar nicht richtig weiß, wie ich meine Begeisterung in Worte fassen und ihr Ausdruck verleihen soll. Man muss „Magnus Chase“ einfach lesen und sich davon verzaubern lassen.

Zunächst hatte ich kleine Anfangsschwierigkeiten, da mir in den ersten Kapiteln der Kopf vor lauter Fragen gebrummt hat, weil der Autor viele auf einmal aufwirft und es vieles zu verarbeiten gibt. So wirkte die Geschichte zunächst etwas zerstückelt und wuchtig vor lauter Informationen, aber mit einer actionreichen Kampfszene kommt der rote Faden in die Geschichte, durch den sich alles ordnet und ab da hatte der Autor mich komplett gepackt. Ich war Feuer und Flamme für diese Geschichte, die Figuren und die nordischen Götter. Dieses Buch hat mir wirklich mein Herz gestohlen.

Zum einen wäre da die wirklich mitreißende, packende und actionreiche Handlung. Protagonist Magnus Chase umgibt ein Geheimnis, das nur Stück für Stück enthüllt wird. Seine Fähigkeiten entwickeln sich und er stürzt mit seinen Freunden in ein Abenteuer, das vor Gefahren nur so glüht. Die Figuren schlittern von einer aufregenden Situation in die nächste. Kämpfe gegen Götter, Riesen, Zwerge, riesige Eichhörnchen und und und stehen an der Tagesordnung. Das Buch wird nie langweilig, denn es gibt nur kurze Verschnaufpausen, bevor wieder etwas Spannendes passiert. Neben solchen actionreichen Szenen gab es auch solche, die mir mein Herz erwärmt haben und in denen ich mich dabei erwischt habe, wie sich ein seliges, zufriedenes Lächeln in mein Gesicht schlich. Selbst jetzt, wenn ich an diese Szenen zurückdenke, muss ich lächeln. Je weiter ich las, desto trauriger wurde ich, dass ich mich dem Ende näherte, denn ich wollte einfach nicht, dass es vorbei ist. Ich hätte Magnus und die anderen ewig auf ihren Abenteuern begleiten können, weil es einfach so schön war ihnen zu folgen.

Die Figuren haben mich nämlich ganz besonders gefangen genommen, da sie mir direkt ins Herz gegangen sind. Zum einen ist da natürlich Protagonist Magnus, aus dessen Ich-Perspektive das Buch erzählt wird. Er ist ein Halbgott und mit einem grandiosen Humor gesegnet. Zudem sorgt er sich um seine Freunde und lässt diese nicht im Stich. Ihn begleitet die Walküre Sam, die sehr taff und kämpferisch ist. Besonders gerne mochte ich den Zwerg Blitz, der ganz zwergenuntypisch ziemlich modeverliebt ist. Mein Highlight war aber der gehörlose Alb Hearth, der mich sofort in seinen Bann gezogen und mir mein Herz gestohlen hat. Alle Figuren sind sehr individuell, facettenreich und haben ihre ganz eigenen Hintergrundgeschichten, die ihnen Leben verleihen und sie mir sympathisch gemacht haben. Vor allem die familiären Beziehungen zwischen diesen vier Charakteren sind mir unter die Haut gegangen und haben mich stark berührt. Zwischen diesen Figuren gibt es immer wieder Szenen, die mich zum Schmelzen gebracht haben, weil sie einfach so süß waren.

Der Auftaktband der „Magnus Chase“-Reihe war einfach bombastisch und überragend, denn ich habe neben dem Herzrasen, das ich bei der actionreichen Handlung empfunden habe, selten so viel gelacht bei einem Buch. Der Humor war einfach genial. Es gab tolle Situationskomik, Sarkasmus und die Sprüche von Magnus waren einfach super. Auch die nordischen Götter wie Thor oder Odin waren einzigartig und haben mich zum Lachen gebracht. Wenn ich nicht Tränen gelacht habe, hatte ich zumindest ein richtig breites Grinsen im Gesicht!

So viel Begeisterung für ein Buch habe ich schon lange nicht mehr verspürt, denn „Magnus Chase“ hat mich Seite für Seite immer mehr mitgerissen und bei mir für Herzklopfen gesorgt. Es hat mich im positiven Sinn fertig gemacht, denn ich weiß gar nicht, wie ich je wieder unbefangen ein anderes Buch lesen kann und wie ich die Zeit bis zum Erscheinen des zweiten Bandes überstehen und aushalten soll. Ich zähle schon ungeduldig die Tage, bis ich Magnus, Hearth, Blitz und Co wiedersehen und mit ihnen weitere Abenteuer erleben kann… „Mangus Chase“ bleibt im Gedächtnis und zählt ab jetzt zu meinen absoluten Lieblingsbüchern!

Fazit
Ich fand schon die „Kane-Chroniken“ des Autors gut, aber „Magnus Chase“ übertrifft sie echt um Längen! Ich hätte nicht damit gerechnet, dass mich dieses Buch so mitreißen würde, aber die Figuren haben mich einfach verzaubert, weil ich sie so sehr in mein Herz geschlossen habe. Ich wollte nicht, dass die Geschichte endet und aus der Hand legen wollte ich das Buch schon gar nicht. Die Handlung war unglaublich fesselnd, denn sie war aufregend und voller actionreicher Gefahren. Gleichzeitig gab es aber auch Momente für das Herz, die mich sehr berührt haben. Zudem habe ich selten so viel gelacht bei einem Buch wie bei „Magnus Chase“. Ich hatte Tränen in den Augen vor Lachen! „Magnus Chase – Das Schwert des Sommers“ hat mich so begeistert, dass ich es kaum in Worte fassen kann und so bleibt mir nur noch zu sagen: dies ist ein Buch, das jeder gelesen haben muss, denn es ist einfach bombastisch-phänomenal und überragend!
Hervorragende 5 von 5 Sternen!

Reihen-Infos
1. Magnus Chase – Das Schwert des Sommers
2. Magnus Chase – Der Hammer des Thor (erscheint am 26. Mai 2017 auf Deutsch)
3. Magnus Chase – The Ship of the Dead (erscheint am 3. Oktober 2017 auf Englisch)