Profilbild von SleepingButterfly

SleepingButterfly

Lesejury Star
offline

SleepingButterfly ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit SleepingButterfly über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.04.2026

Eine imposante Geschichte rund um Freundschaft und Familie

Villa Rivolta
0

Eine imposante Geschichte rund um Freundschaft und Familie


Ich durfte im Rahmen der Leipziger Buchmesse bei einer Lesung zu dem Buch teilnehmen und wollte es dann natürlich gern lesen.


Denn nicht nur ...

Eine imposante Geschichte rund um Freundschaft und Familie


Ich durfte im Rahmen der Leipziger Buchmesse bei einer Lesung zu dem Buch teilnehmen und wollte es dann natürlich gern lesen.


Denn nicht nur der Autor war sehr sympathisch, er hat viele spannende Anekdoten zu dem Buch erzählt, nein auch der Inhalt hörte sich toll an.


In den 1960er-Jahren in Mailand wachsen Piero, Sohn eines reichen Unternehmers, und Valeria, Tochter eines Dienstmädchens, eng befreundet auf und sind durch ein Familiengeheimnis verbunden. Während Piero in die Fußstapfen seines Vaters tritt, verliebt sich Valeria in den Arbeiter Flavio, was die Freundschaft und die sozialen Gegensätze zwischen ihren Welten auf die Probe stellt.


Wir verfolgen die Geschichte in mehreren Zeitebenen und bekommen so viele Jahre der Geschichte in der Vergangenheit mit, sind aber auch in der dort herrschenden Gegenwart im Jahr 1979.


Dadurch, dass ich Hintergrundinformationen hatte, hat sich das Buch direkt noch einmal intensiver gelesen. Es ist eine Geschichte, die durch Jahre eine Freundschaft begleitet. Durchzogen von Klassenunterschieden und verschiedenen Gefühlen. Die Protagonisten sind wirklich gut beschrieben. Was auch bei manchen sicher nicht schwer war, denn Piero Rivolta gibt es wirklich und ist ein guter Freund des Autors.


Es ist ein dickes Buch mit vielen Menschen, Orten und Erlebnissen. Doch es lohnt sich dabei zu bleiben, all das zu lesen und in diese tolle Geschichte rund um Familie, Freundschaft und das Erwachsenwerden einzutauchen.


ISBN: 978-3758700316
Autor: Daniel Speck
Verlag: Fischer
ET: 25.02.26
Umfang: 608 Seiten

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.04.2026

Was ist passiert?

Das kalte Moor
0

Was ist passiert?

Ich habe länger nach einem Krimi gesucht, der mich mal wieder richtig in den Bann zieht und mich mitfiebern lässt. Ein Krimi, der nicht zu verschnörkelt ist und mich in eine Dunkelheit ...

Was ist passiert?

Ich habe länger nach einem Krimi gesucht, der mich mal wieder richtig in den Bann zieht und mich mitfiebern lässt. Ein Krimi, der nicht zu verschnörkelt ist und mich in eine Dunkelheit entführt. Und den habe ich hier gefunden.

Es ist das Jahr 1990. In einem schwedischen Moor wird ein Baby gefunden, das fast gestorben ist. Während die Mutter Helena spurlos verschwindet. Jahrzehnte später erhält ihr Mann, Polizeichef Wiking Stormberg, einen Brief in ihrer Handschrift. Er beginnt zu zweifeln, ob Helena noch lebt oder ob jemand ihn und seine Familie gezielt bedroht.
Der Krimi hat mich mit seiner intensiven und atmosphärischen Beschreibung direkt in den Bann gezogen und ich habe es innerhalb von zwei Tagen durchgelesen. Ich hatte das Gefühl, mittendrin im Moor zu sein. Etwas zu kühl, etwas zu dunkel und etwas zu ungemütlich. Aber vollkommen passend für die Geschichte.

Es ist aber auch ein Buch, bei dem man dranbleiben muss und die Seiten nicht überfliegen sollte. Eine Geschichte, auf die man sich voll und ganz einlassen kann, um alles zu erfahren und mitzunehmen.

Insgesamt ein spannender Krimi, der nicht nur durch seine Handlung, sondern auch durch einen kurzweiligen, spannenden und intensiven Schreibstil und gut durchdachte Protagonisten eine gute Lesezeit verspricht.
Das Buch ist der zweite Teil der Polarkreistrilogie. Ich habe ihn zuerst gelesen und werde mir sicher noch den ersten Teil holen. Wer gern aufeinander aufbauende Geschichten mag, sollte auch bei Band eins beginnen. Der Fall selbst ist eigenständig, aber die Protagonisten selbst kamen schon vorher vor.

ISBN: 978-3855352135
Autorin: Liza Marklund
Verlag: Atrium
ET: 11.02.26
Umfang: 400 Seiten

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.04.2026

Die Zukunft geht uns alle an.

The Factory – Es gibt kein Entkommen
0

Die Zukunft geht uns alle an.

Daher nimmt der 13-jährige Asher an einem angeblichen Forschungsprojekt rund um saubere Energie in der geheimnisvollen „Factory“ teil. Es verspricht Bildung und Wohlstand. ...

Die Zukunft geht uns alle an.

Daher nimmt der 13-jährige Asher an einem angeblichen Forschungsprojekt rund um saubere Energie in der geheimnisvollen „Factory“ teil. Es verspricht Bildung und Wohlstand. Stattdessen entdeckt er eine streng überwachte Anlage mit gefährlichen Experimenten an Jugendlichen. Gemeinsam mit neuen Freunden versucht er, die wahren, schockierenden Ziele der Einrichtung aufzudecken und stößt dabei auch auf die mögliche Verstrickung seines eigenen Vaters.

Das Buch richtet sich zum größten Teil an Jugendliche, doch auch ich habe es gern gelesen und werde es sicher auch meinem Kind geben, wenn es das Alter zum Verstehen des Inhaltes erreicht hat. Wobei ich vermutlich eher 14, als 12 als Alter sehe.

Die Protagonisten fand ich gut beschrieben und ausgearbeitet. Denn gerade Asher wird hier sehr zugänglich und nahbar beschrieben. Für ein Jugendbuch wichtig, um sich selbst mit dem Gelesenen identifizieren zu können.

Die Story selbst war gut geschrieben und nachvollziehbar. Sie spielt nicht im Jetzt, sondern in einer Zukunft. Jedoch hatte ich zu Beginn etwas Probleme mit den Zeitebenen. Aber nachdem ich mich daran gewöhnt habe, war auch das in Ordnung. Könnte mir aber vorstellen, dass es bei jüngeren Lesern etwas zu Fragen kommen könnte.

Da es sich um eine Dilogie handelt, haben wir hier kein abgeschlossenes Ende und müssen uns für alle Auflösungen wohl auf den zweiten Band gedulden.

ISBN: 978-3737375474
Autorin: Catherine Egan
Verlag: Fischer
ET: 26.01.26
Umfang: 352 Seiten

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.04.2026

Familie...

Verlorene Schäfchen
0

Familie...

... irgendwie kann da jeder eine Geschichte erzählen. Ob sie gut oder eher nicht so gut ist, obliegt oft nicht uns, sondern eben der Umstände.

So auch hier. Denn die Familie Flynn wirkt nach ...

Familie...

... irgendwie kann da jeder eine Geschichte erzählen. Ob sie gut oder eher nicht so gut ist, obliegt oft nicht uns, sondern eben der Umstände.

So auch hier. Denn die Familie Flynn wirkt nach außen wie eine typische Vorstadtfamilie, steckt aber in einer tiefen Krise. Mutter Catherine öffnet die Ehe, woraufhin Vater Bud isoliert in der Garage lebt und Halt in einer fragwürdigen Selbsthilfegruppe sucht. Auch die drei Töchter kämpfen jeweils auf ihre Weise. Harper glaubt an eine große Verschwörung, Louise gerät in eine problematische Online-Beziehung, und Abigail trifft sich mit einem mysteriösen Mann. Am Ende laufen alle Entwicklungen bei einem undurchsichtigen Milliardär zusammen.

Ich wusste zu Beginn nicht so richtig auf was ich mich einlasse und das war auch gut so. Denn es wurde wild, komisch, chaotisch und irgendwie skurril. Aber auf eine gute Weise.

Die Protagonisten fand ich gut und auf ihre hier zugeteilten Rollen auch passend beschrieben. Man muss daran denken, dass es kein Roman rund um eine "normale" Familie ist. Alles ist etwas überspitzt und soll dennoch zeigen, wie es zugehen kann. Was für Probleme herrschen können und wie wir damit umgehen.

Ich habe mich jedenfalls gut unterhalten gefühlt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.04.2026

Hilfe, wo bin ich?

Frankie – Unter Menschen
0

Hilfe, wo bin ich?

Ich habe schon den ersten Teil rund um Frankie sehr gern gelesen und wollte nun natürlich auch den neuen Band lesen.

Natürlich geht es wieder um Frankie. Der Kater wird durch einen ...

Hilfe, wo bin ich?

Ich habe schon den ersten Teil rund um Frankie sehr gern gelesen und wollte nun natürlich auch den neuen Band lesen.

Natürlich geht es wieder um Frankie. Der Kater wird durch einen unglücklichen Zufall von seinem Zuhause getrennt und macht sich auf eine abenteuerliche Reise zurück. Dabei trifft er auf das mysteriöse Mädchen Shattab, mit dem er gemeinsam durch eine fremde und oft gefährliche Welt zieht. Auf ihrer Reise begegnen sie ungewöhnlichen Figuren und geraten in riskante Situationen. Und das alles während ein Sheriff Shattab verfolgt.

Hört sich wild an? Ist es auch. Aber auf eine gute Art und Weise. Wir erleben die Geschichte wie auch schon beim Vorgänger aus der Sicht des Katers. Eine Idee, die ich sehr mag, denn es sticht einfach mal heraus. Und wie oft habe ich mich selbst schon gefragt, was meinen Katzen eigentlich durch den Kopf geht.

Der Schreibstil selbst ist witzig, kurzweilig und nimmt einen direkt mit in den wuseligen Katerkopf. Manches sollte man nicht zu ernst nehmen und sicher kann man sich oft denken “Bitte was?” Aber wie gesagt, wir erleben die Geschichte einer Katze. Schon das allein ist ja nicht sehr realistisch. Dennoch ist es nicht nur humorvoll, es schlägt auch andere, tiefere Töne an. Es beschreibt Situationen, die einen zum Nachdenken anregen und diese Mischung fand ich wirklich gut und gelungen.

Wenn man sich also darauf einlässt, hat man ein wirklich schönes Buch, das einen eine Zeit aus dem Alltag holt und schmunzeln lässt.

ISBN: 978-3328603818
Autor: Jochen Gutsch
Verlag: Penguin
ET: 11.03.26
Umfang: 240 Seiten

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere