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Sonja2609

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.12.2019

Wunderschönes Kochbuch mit teilweise recht komplexen Rezepten

Weihnachten in Amsterdam
3

Das Weihnachtsfest rückt unaufhaltsam näher und immer wieder stellt man sich die Frage, was es Weihnachten eigentlich zu Essen geben könnte, damit man schöne und festliche Weihnachten hat, die ganze Rasselbande ...

Das Weihnachtsfest rückt unaufhaltsam näher und immer wieder stellt man sich die Frage, was es Weihnachten eigentlich zu Essen geben könnte, damit man schöne und festliche Weihnachten hat, die ganze Rasselbande satt bekommt und gleichzeitig nicht den ganzen Tag in der Küche verbringen muss.
Genau an dieser Stelle soll das Buch "Weihnachten in Amsterdam - Das Kochbuch für ein entspanntes Weihnachtsfest" von Yvette van Boven helfen.
Besonders angesprochen hat mich vor allem das Cover. Ich finde es sehr schön gestaltet, allerdings wirkt es eher herbstlich als weihnachtlich. Auf den ersten Blick würde man das Buch vielleicht gar nicht für ein Kochbuch halten. Die Schrift und die winzigen Schneeflocken sind etwas erhaben gestaltet, so dass sich das Buch auch schön in den Händen anfühlt.
Das Buch selbst ist sehr übersichtlich gestaltet, es gliedert sich zunächst in praktische Tipps fürs Kochen und natürlich auch die Organisation des Weihnachtstages selbst. Dann unterteilt sich das Buch in die Kapitel "Am Morgen", "Getränke", "Appetithäppchen", "Suppen", "Kleine Gerichte", "Hauptgerichte", "Beilagen" und "Desserts". Am Ende des Buches gibt es noch praktische Tipps, wie man einige Dinge selbst herstellen kann, die man sonst wohl kaufen würde. Dazu gibt es Menüvorschläge, wie man die unterschiedlichen Gerichte sinnvoll miteinander kombinieren kann.
Ich blättere gerne in dem Buch und lasse mich von den Rezepten inspirieren. Sie klingen durchaus abwechslungsreich und anders als das, was ich sonst so koche. Die Fotos der einzelnen Gerichte finde ich teilweise etwas einfach fotografiert.
Manchmal ist auch nur eine Zeichnung neben dem Rezept zu finden, was ich eher irritierend finde.
Grundsätzlich finde ich es sehr gut, dass das Buch alle Bereiche eines Menüs abdeckt, man aber die Möglichkeit hat, sich die einzelnen Elemente herauszupicken und nur ein bisschen davon zu kochen.
Schwierig finde ich, dass man einige Zutaten zu den Rezepten nur in sehr gut sortierten Supermärkten erhält. Manchmal habe ich nicht einmal eine Ahnung, wo ich danach suchen soll. Klar, Tannennadeln finde ich zur Not im Wald, aber einen Fasan beispielsweise müsste ich sicherlich bestellen. Spontanes Loskochen ist also nicht unbedingt möglich. Oftmals ist es jedoch möglich, eine Alternative zu wählen, wenn man das Originalprodukt nicht finden kann.
Manchmal gibt es auch verschiedene Möglichkeiten der Herstellung. Ich habe nur die "klassische" Variante im Backofen oder auf dem Herd wählen können, da ich über kein offenes Feuer oder einen Grill verfüge. Wer die Möglichkeit hat, auf diese Kochstellen zuzugreifen, kann sicherlich noch mehr aus den Rezepten herausholen.
Von den winterlichen Fotos hätte ich mir beim Titel des Buches mehr erwartet, denn ich stellte mir schöne, winterliche Aufnahmen aus Amsterdam vor. Gezeigt werden aber teilweise auch Küchenszenen aus Yvettes Haus, winterliche Fotos aus den Niederlanden oder Bilder der Köchin selbst. Es sind teilweise wunderschöne Fotos, nur nicht das, was ich erwartet habe.

Grundsätzlich kann man sagen, dass das Buch wunderschön zusammengestellt ist und die meisten Rezepte klingen köstlich, auch wenn mich teilweise die vielen Zutaten abschrecken. Durch die etwas holländisch angehauchte Küche ist es nicht immer leicht gewesen, die Zutaten in Supermärkten zu finden. Da es sich um manchmal um recht eigenwillige Zusammenstellungen handelt, finde ich zumindest, rate ich dazu, in der Buchhandlung einmal durch das Buch zu blättern, ob es für euch in Frage kommt. Ich habe viele leckere Gerichte probiert, würde mir das Buch in seiner Zusammenstellung aber wahrscheinlich nicht kaufen, da ich die Rezepte doch nicht nachkochen würde.

  • Cover
  • Gestaltung
  • Rezepte
Veröffentlicht am 08.11.2019

Man riecht den Duft der weiten Welt - und ist voller Vorfreude auf die Folgebände

Der Duft der weiten Welt
0

Hamburg, 1912: Die Geschichte handelt von der jungen Mina Deharde, die als wohlbehütete Tochter eines Hamburger Kaffeehändlers aufwächst. Schon früh merkt sie, dass sie nicht wie die anderen Töchter aus ...

Hamburg, 1912: Die Geschichte handelt von der jungen Mina Deharde, die als wohlbehütete Tochter eines Hamburger Kaffeehändlers aufwächst. Schon früh merkt sie, dass sie nicht wie die anderen Töchter aus gutem Hause ist und ihr Ziel es nicht ist, sich wohlhabend zu vermählen und Hausfrau und Mutter zu sein. Ihr liegt der Kaffeehandel im Blut und dies möchte sie gerne auch der Welt beweisen.


Dank ihres verständnisvollen Vaters darf sie immer wieder im Kaffeekontor hineinschnuppern und übernimmt dort mehr und mehr Aufgaben. Zum Auszubildenden im Kontor, Edo Blumenthal, entwickelt sie eine tiefe Freundschaft und sogar mehr. Eigentlich wissen sowohl Mina, als auch ihr Vater, dass sie als Tochter das Kontor niemals übernehmen wird. Frauen durften früher zum Beispiel gar nicht an der Börse handeln. Und so träumt Mina davon, mit ihrem Jugendfreund nach Amerika auszuwandern.

Doch ihre Zeit im Kontor währt nicht lange, denn wie viele höhere Töchter soll auch Mina ein Pensionat besuchen. Schneller als gedacht verlässt sie dieses wieder, denn ihr Vater ist schwer erkrankt. Wieder darf sie ins Kaffeekontor mit einsteigen und übernimmt mehr und mehr die Geschäfte des Vaters.


Natürlich spielt in dem Buch nicht nur der Kaffeehandel, sondern auch die Liebe eine große Rolle. Mina ist hin- und hergerissen zwischen ihrem Jugendfreund Edo und dem Geschäftspartner ihres Vaters, dem gutaussehenden Frederik. Wie dieser Zwiespalt ausgeht, verrate ich natürlich nicht.


Das Buch ist sehr mitreißend geschrieben, man kann wunderbar eintauchen ins Hamburg des beginnenden 20. Jahrhunderts. So manches Mal hört man die Pferdefuhrwerke und Automobile über das Kopfsteinpflaster rumpeln zu hören und atmet den Kaffeeduft ein, der über der Speicherstadt liegt. Man fiebert mit Mina mit, die in ihrem so jungen Alter „ihren Mann steht“.

Sie ist eine junge Frau, die ihren Traum lebt und das in einer Zeit, wo Frauen erst wenige Rechte hatten. Die Bewunderung für Mina wächst im Laufe der Geschichte. Diese starke Frau beeindruckt sehr und sie wächst einem als Protagonistin des Romans sehr schnell ans Herz. Ich bin schon sehr gespannt, wie es in den kommenden Bänden mit ihr weitergeht.


Ich habe das Buch verschlungen, wo ich stand und ging - in der Bahn, am Strand, im Strandkorb... Es hat mich wirklich gleich gefesselt. Doch auch die Nebencharaktere im Buch sind sehr liebevoll gezeichnet und sie wachsen dem Leser schnell ans Herz.
Diese authentischen Figuren machen das Buch so lebendig und man möchte immer weiter lesen. Das Buch kann ich sehr empfehlen, vor allem Frauen, die gerne historische Romane und Familiensagen lesen. Es ist ein Roman über eine starke Frau und somit kann ich „Der Duft der weiten Welt“ auch für andere starke Frauen nur empfehlen.

Für mich ist das Buch bislang eines meiner Lesehighlights in diesem Jahr und ich freue mich sehr auf die Folgebände der so genannten Speicherstadt-Saga.

Veröffentlicht am 18.10.2019

Tolles Kochbuch für Serienjunkies

Filmreif kochen
1

Das Kochbuch "Filmreif Kochen" von Eva Dotterweich ist im Bastei Verlag erschienen.
Das Kochbuch orientiert sich an bekannten Filmen und Serien und hat die einzelnen Kapitel in Anlehnung daran benannt. ...

Das Kochbuch "Filmreif Kochen" von Eva Dotterweich ist im Bastei Verlag erschienen.
Das Kochbuch orientiert sich an bekannten Filmen und Serien und hat die einzelnen Kapitel in Anlehnung daran benannt. So kocht der Leser zum Beispiel nach Jurassic Pork, House of Tartes oder Games of Scones.
Alleine die Kapitel sollten jeden Serienjunkie zum Schmunzeln bringen.
Die Autorin Eva Dotterweich verbindet hier tolle, leckere Rezepte mit liebevoll dekorierten Fotos. Jede Serie wird kurz vorgestellt und dann findet der Leser dort thematisch passende, abwechslungsreiche Rezepte.
Es finden sich sowohl Snacks und Getränke für den gemütlichen Filmabend, als auch aufwendige Gerichte in dem Buch. Auch Back- und Tortenfans kommen auf ihre Kosten, wenngleich Kuchen und Torten recht wenig auftauchen.
Das Buch ist für mich eine gelungene Mischung aus Rezepten für den Alltag, die einfach nachzukochen sind. Die Anweisungen sind leicht zu verstehen und gut zu befolgen, so dass Anfänger und Fortgeschrittene gleichermaßen kochen können. Mich hat verblüfft, wie schnell man mit den Rezepten kleine Snacks und leckere Gerichte zaubern kann.
Mich hat das Buch gleich angesprochen, sowohl vom Titel her, als auch von den Überschriften der Kapitel. Für mich ist das Buch ein wunderbares Geschenk für Serienjunkies oder um die Rezepte vor einem gemeinsamen Filmabend mit Freunden nachzukochen.

  • Cover
  • Rezeptideen
Veröffentlicht am 26.08.2019

Schöne Mischung aus Historie und Gegenwart

Das Geheimnis der Fjordinsel
1

Das Buch "Das Geheimnis der Fjordinsel" von Christine Kabus ist erschienen im Bastei Lübbe Verlag. Für mich ist es das erste Buch, welches ich von der Autorin lese, sie hat jedoch schon einige geschrieben, ...

Das Buch "Das Geheimnis der Fjordinsel" von Christine Kabus ist erschienen im Bastei Lübbe Verlag. Für mich ist es das erste Buch, welches ich von der Autorin lese, sie hat jedoch schon einige geschrieben, die vorwiegend in Norwegen spielen.
Das Cover des Buches ist sehr ansprechend und mich hat es gleich sehr neugierig gemacht. Neugierig auf eine schöne, spannende und vielleicht auch romantische Geschichte in der es, dem Titel nach, geheimnisvoll zugeht.
Die junge Rike wächst wohlbehütet bei ihrem Großvater Fiete in Ostfriesland auf. Für eine Frau wählt sie einen eher ungewöhnlichen Beruf, denn Rike möchte Schiffsführerin werden. Unterstützt wird sie dabei nicht nur von ihrem Großvater, sondern auch von ihren Freunden.
Doch das Schicksal meint es nicht gut mit Rike und ihr Großvater verstirbt. Dieser Schlag löst jedoch die Ereignisse aus, in die Rike nun hineingezogen wird. Sie erfährt, dass ihre Großmutter Johanne gar nicht, wie bislang angenommen, verstarb, sondern möglicherweise noch in Norwegen lebt. Niemand hat Kontakt zu ihr, vor allem nicht Rikes Mutter Beate. Diese brach jegliche Verbindung zu ihr ab und möchte nichts mehr mit ihr zu tun haben. Kann es sein, dass ihre Großmutter noch am Leben ist?
Rike findet alte Briefe, ist neugierig und reist auf den Spuren Johannes nach Norwegen. Das Buch berichtet nun abwechselnd von den beiden jungen Frauen. Rike in der Gegenwart der 1980er Jahre, Johanne in der Vergangenheit der 30er Jahre.
Die Geschichte berichtet jeweils aus der Perspektive der Frau, es sind keine Rückblicke die aus Briefen oder ähnlichem hervorgehen. Dadurch bricht die Geschichte auch immer wieder, denn der Sprung zwischen Rikes und Johannes Erzählung findet meist an einer sehr spannenden Stelle des Romans statt.
Beide jungen Frauen haben gemeinsam, dass sie einen schweren Schicksalsschlag erleiden und dann ihr Leben selbst in die Hand nehmen. Mich hat vor allem Johannes Leben gefesselt, da sie in ihrer Jugend sehr viel erlebt. Ihre Geschichte ist spannend erzählt, auch wenn ich finde, dass Kommissar Zufall ihr immer ein wenig zu viel hilft. Denn Johanne lebt im Norwegen der 20er Jahre, einer Zeit, in der Alkoholverkauf in Norwegen verboten war. Doch Johanne legt sich mit einer Bande Alkoholschmuggler an und gerät in große Gefahr.
Rikes Leben ist für mich etwas realistischer geschildert, ich kann mich mit ihr ein wenig besser identifizieren. Insgesamt macht es aber Spaß, ihre beiden Leben zu erleben und sich auszumalen, wo dann die Verknüpfung passiert. Denn schließlich sind sie ja Großmutter und Enkelin.
Natürlich spielt die Liebe in diesem Roman auch eine große Rolle, sowohl bei Rike als auch bei Johanne. Ob allerdings beide Charaktere ihre große Liebe finden, verrate ich an dieser Stelle natürlich nicht.
Mir hat das Buch "Das Geheimnis der Fjordinsel" insgesamt sehr gut gefallen. Der Schreibstil ist flüssig und es lässt sich leicht lesen. Die Handlung hat mich schnell gefesselt und gekonnt nach Norwegen entführt. Etwas störend fand ich zunächst die Brüche in der Geschichte, die zwischen Gegenwart und Vergangenheit hin- und herspringen. Die verschiedenen Perspektiven machen die Story jedoch gleichzeitig spannend und regen zum Weiterlesen an. Schließlich möchte man unbedingt wissen, wie es an der spannenden Stelle weitergeht.
Das Buch ist ein wenig kitschig geschrieben, also eher ein klassicher Frauenroman. Gerade zum Ende hin ist mir das Buch beinah ein wenig zu kitschig, es überschlagen sich die Ereignisse, die alle ein wenig zu flüssig für die Hauptpersonen funktionieren.
Das Ende des Buches hat mich dann jedoch wieder sehr mitgenommen. Natürlich kann ich nicht verraten wie es endet, jedoch kann ich zumindest sagen, dass ich es so nicht erwartet habe.
Wer also eine Lektüre für den Urlaub, die Bahn zur Arbeit oder für eure Hängematte braucht, so seid ihr mit Christiane Kabus Roman auf jeden Fall auf der sicheren Seite. Ich kann mir gut vorstellen, noch weitere Bücher von ihr zu lesen, denn sie hat schon einige geschrieben.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Atmosphäre
  • Figuren
  • Geschichte
Veröffentlicht am 05.02.2019

Sehr knapper Einblick

Träume & Hoffnung
1

Ich habe mich für die Leserunde beworben, da ich einige Geschichten mit griechischen Göttern in der Neuzeit bereits gelesen habe und mich der Klappentext von "Gold & Schatten" sehr angesprochen hat. Vom ...

Ich habe mich für die Leserunde beworben, da ich einige Geschichten mit griechischen Göttern in der Neuzeit bereits gelesen habe und mich der Klappentext von "Gold & Schatten" sehr angesprochen hat. Vom Prequel erhoffte ich mir eine Vorgeschichte, die es mir dann leichter macht, die Dilogie zu lesen und in die Geschichte hineinzukommen.
Das Prequel "Träume & Hoffnung" ist eine wirklich kurze Kurzgeschichte, die ich in wenigen Minuten gelesen hatte. Man lernt darin den Hauptcharakter Maél kennen, der wohl in Gold & Schatten eine sehr wichtige Rolle spielt. In der Kurzgeschichte erhält man bereits erste Hinweise auf seinen Charakter, seine Lebensweise in Paris und warum es ihn dorthin verschlagen hat. Auch lernt man einen ersten Widersacher kennen, durch den man einen ersten Einblick in die Konflikte des kommenden Buches bekommen könnte.
Die Geschichte beginnt für mich sehr plötzlich, ich hatte eher mit einer Einleitung gerechnet, aber da sie sehr kurz ist, gilt es, keine Zeit zu verlieren. Sie endet dann auch schon so plötzlich, wie sie begonnen hat und hat mich ein wenig ratlos zurückgelassen. Ich hätte mir noch ein wenig mehr Geschichte gewünscht, denn so erscheint mir das Prequel doch eher wie das erste Kapitel eines Buches, nicht wie eine separate Kurzgeschichte.
Die Autorin hat jedoch einen sehr schönen Schreibstil, von dem ich gerne noch mehr lesen möchte. Daher freue ich mich auf die anderen Bücher und bin gespannt, ob ich sie so gerne lese, wie die anderen Götter-Geschichten, die ich bereits gelesen habe.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Figuren
  • Geschichte
  • Atmosphäre