Platzhalter für Profilbild

Sonja2609

aktives Lesejury-Mitglied
offline

Sonja2609 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Sonja2609 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.08.2020

Gut zu lesen, aber kommt nicht an die Vorgänger heran

Schicksalssterne
0

Das Buch "Schicksalssterne" von Sarah Lark ist im Bastei Lübbe Verlag erschienen und spielt, wie bereits viele von Sarah Larks Romanen, in Neuseeland.

Hannover, 1910:
Der junge Offizier Julius von Gernstdorf ...

Das Buch "Schicksalssterne" von Sarah Lark ist im Bastei Lübbe Verlag erschienen und spielt, wie bereits viele von Sarah Larks Romanen, in Neuseeland.

Hannover, 1910:
Der junge Offizier Julius von Gernstdorf verliebt sich in die bildschübsche, jüdische Bankierstocher Mia Gutermann. Julius stellt schnell fest, dass eine Offizierslaufbahn nichts für ihn und er keine Karriere beim Militär machen möchte. Da beide Liebenden pferdeverrückt sind, träumen sie davon, ein eigenes Gestüt zu eröffnen.
Dank des Vermögens von Mias Vater ist eine Auswanderung nach Neuseeland möglich und Mia und Julius eröffnen Epona Station, ihr eigenes Gestüt weit entfernt von der Heimat.
Die Geschäfte laufen gut, doch dann bricht in Europa der Krieg aus. Die beiden deutschen Einwanderer werden der Spionage verdächtigt und getrennt voneinander interniert.
Das Gestüt ist nur durch den mutigen Einsatz der jungen Wilhelmina zu retten. Die junge Frau ist ebenso pferdeverrückt wie Julius und Mia und darf als eine Art Pferdebursche und Freundin von Mia auf dem Gestüt einziehen. Schon bald macht sie sich unentbehrlich, denn ohne ihren Einsatz wäre Epona Station in die Hände des Staates gefallen.
Doch der Preis für ihre Rettung ist hoch und als der Krieg aus ist, ist nichts mehr so, wie es zwischen Julius und Mia vorher war.

Der Roman "Schicksalssterne" ist eine Geschichte von Liebe und Verrat, von Hoffnung und Kampf. Er spielt vor dem Hintergrund des Ersten Weltkriegs, handelt jedoch verhältnismäßig wenig davon. Das Buch spielt in Neuseeland, wo es selbst nicht zu Kriegshandlungen gekommen ist. Und doch litten die Bewohner Neuseelands, speziell die Frauen, natürlich unter dem Krieg. An dieser Stelle hätte ich mir mehr Hintergrundwissen zum Weltkrieg gewünscht, jedoch handelt das Buch in erster Linie vom Leben der Protagonisten und dem, was sie ihm Kriegsalltag in Neuseeland erleben.
Doch auch in diesem Buch habe ich wieder einmal sehr mit den Charakteren mitgefiebert und sie kennen- und lieben gelernt. Dieses Mal gibt es auch einen Charakter, den ich gar nicht mochte, das ist eigentlich sehr selten in Sarah Larks Büchern, aber hier bringt diese Person Spannung in die Geschichte, was sie abwechselungsreicher macht. Ich muss allerdings auch sagen, dass ich bei einigen Charakteren widersprüchliche Gefühle hatte. Für ich heißt das aber auch, dass es Sarah Lark gelingt, die Personen lebendig werden zu lassen.

Dieser Roman von Sarah Lark ist sehr pferdelastig, man bemerkt in den Beschreibungen das breite Wissen, welches die Autorin in diesem Bereich gesammelt hat. Ist man als Leser jedoch weniger an Pferden interessiert, können die Beschreibungen doch etwas langatmig werden. Als Leser fand ich es manchmal etwas schwierig, einigen Begriffen zu folgen, da sie mir gänzlich unbekannt waren.

Auch wenn mir in diesem Buch ein paar zu viele Zufälle in der Geschichte auftauchen, ist sie wieder wunderbar erzählt, kurzweilig geschrieben und gut zu verfolgen. Man schließt die Protagonisten ins Herz und möchte wissen, wie es mit ihnen weitergeht. Ich habe das Buch gerne gelesen und es ebenso verschlungen wie die Vorgänger. Gerade wer Pferde mag, ist mit dem Buch gut aufgehoben, man kann es aber auch gut lesen, wenn man damit nichts am Hut hat. Auch wenn es dann vielleicht etwas schwieriger nachzuvollziehen ist.
Für Sarah Lark Fans ist der Kauf dieses Buches auf jeden Fall ein Muss! Ich finde jedoch auch, dass ihre vorherigen Neuseeland-Romane um Längen besser waren. Da hat mich die Geschichte von Anfang an mehr gepackt.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 30.03.2020

Auftakt einer berührenden Familiengeschichte im Ruhrpott

Ein Traum vom Glück
0

Das Buch „Ein Traum vom Glück“ ist der Auftakt der so genannten Ruhrpott-Saga der Autorin Eva Völler. Es ist erschienen im Bastei Lübbe Verlag.

Zunächst fällt der Blick auf das schön und ansprechend ...

Das Buch „Ein Traum vom Glück“ ist der Auftakt der so genannten Ruhrpott-Saga der Autorin Eva Völler. Es ist erschienen im Bastei Lübbe Verlag.

Zunächst fällt der Blick auf das schön und ansprechend designte Cover. Es passt wirklich gut in die Zeit der Handlung. Und, wie man später bemerkt, zu dem Stadtteil in dem es spielt, denn dort trafen Zeche und Natur stark aufeinander. Ich finde, dass das Cover ein wenig die Sehnsucht spiegelt, von der harten Nachkriegszeit und der harten Arbeit wegzukommen und in die Zukunft zu blicken. Für mich ist dies ein sehr gut gestaltetes Cover und wie man beim Lesen feststellen wird, auch thematisch sehr gut passend.

Die junge Katharina ist mit ihren Töchtern Inge und Bärbel aus der Kriegshölle Berlin zu ihrer Schwiegermutter nach Essen geflohen. Oma Mine führt hier ein strenges Regiment, doch trotz zahlreicher Entbehrungen geht es der Familie im Großen und Ganzen gut.
Während Katharina von einem besseren Leben träumt, welches sie sich hart erarbeiten möchte, steht plötzlich Neffe Johannes als Spätheimkehrer vor der Tür. Ihr eigener Mann Karl ist nicht aus dem Krieg heimgekehrt.
Zu Johannes fühlt sie sich sehr schnell hingezogen und auch der junge Mann entwickelt Gefühle - seine Erfahrungen mit Frauen sind durch den Krieg nur sehr gering vorhanden.
Dass die Romanze im Haus von Oma Mine nicht gerne gesehen wird ist klar, schließlich hofft diese immer noch auf die Rückkehr ihres Sohnes Karl aus dem Krieg.
Dass diese Heimkehr sechs Jahre nach Kriegsende eher unwahrscheinlich ist, spricht niemand aus, gibt doch Johannes Rückkehr ebenfalls Hoffnung.

Die Geschichte handelt von Hoffnung - Hoffnung auf ein Leben ohne Entbehrungen, Hoffnung auf eine neue Liebe, Hoffnung auf den verlorenen Sohn. Doch wie immer im Leben erfüllen sich nicht alle Träume.

Zunächst lernt man in der Geschichte die Protagonisten kennen, so lange plätschert die Handlung ein wenig. Wobei, wenn man es genau nimmt, berichtet das Buch eben einfach über den Alltag einer Familie im Ruhrpott. Bei wem passiert denn jeden Tag etwas Spannendes? Diese alltäglichen Begebenheiten sind unglaublich echt in die Geschichte einbezogen, so dass man das Gefühl hat, bei Mines und Katharinas Familie am Küchentisch dazu zu gehören.
Mit Fortschreiten der Geschichte überschlagen sich die Ereignisse und es passiert unheimlich viel auf verschiedenen Ebenen. Und dennoch hat man nicht das Gefühl, dass die Geschichte konstruiert ist. Alles kann sich genauso zugetragen haben im Ruhrpott der 50er Jahre.

Das Buch erhält für mich eine unglaubliche Lebendigkeit, denn während die Erzählung selbst auf Hochdeutsch verfasst ist, sind die Dialoge doch oftmals im Ruhrpott-Dialekt verfasst, was sie nicht nur unterhaltsam zu lesen, sondern auch sehr authentisch klingen lässt.

Ich finde es spannend, dass sich das Buch mit Themen beschäftigt, die sonst nicht klassischer Teil der Nachkriegsliteratur sind. Über Spätheimkehrer hatte ich bislang nur wenig Wissen und darüber nachgedacht, was all diese Menschen für ein Päckchen mit sich herumgetragen haben, hatte ich auch nicht.
Unterschwellig merkt man im Buch auch, dass es dieser Familie geht wie so vielen - über den Krieg und das Erlebte wird nicht gesprochen. Wir leben damit und gehen unseren Weg weiter. Vorbei ist vorbei, der Blick ist nach vorne gerichtet.
Das mag ich gerne an den Protagonisten der Geschichte, das macht sie so lebendig und authentisch und lässt uns über sie nachdenken.

Ich habe das Buch verschlungen, mich nicht einmal an die Leseabschnitte gehalten, denn so große Pausen hätte ich nicht ausgehalten. Mir hat die Lektüre unglaublich gut gefallen und freue mich darauf, dass es Folgebände geben soll.
Während einige Teile der Handlung manchmal ein wenig vorhersehbar waren, hat mich das Ende wirklich überrascht. Es gibt immer wieder interessante Twists in der Geschichte und der Autorin Eva Völler gelingt es wunderbar, Spannung aufzubauen. Natürlich keine Spannung im Sinne eines Krimis oder Thrillers, aber man fiebert mit den Familienmitgliedern mit und kann ihre Ängste, Sorgen und Freude nachvollziehen. Für mich ist Spannung auch, vollständig in die Geschichte hineingezogen zu werden.

Es ist ein sehr berührend geschriebenes Buch, welches ich wärmstens empfehlen kann. Dank eines Glossars am Ende kann jeder das Bergbau- und Ruhrgebietsvokabular nachvollziehen, aber mich hat das Buch ganz besonders deshalb bewegt, weil es in meiner Region, sogar meiner Stadt spielt. Es ist aber nicht nur für Leser aus dem Ruhrgebiet eine schöne Geschichte.

  • Cover
  • Geschichte
  • Erzählstil
  • Figuren
  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 05.03.2020

Spannende Buchreihe für Kinder

Die geheime Drachenschule - Die Rückkehr des siebten Clans
0

Die geheime Drachenschule „Sieben Feuer“ ist ein Ort, an dem junge Schüler zu Drachenreitern ausgebildet werden. Jeweils 7 Schuljahre verbringen sie auf Sieben Feuer und lernen, eine Verbindung zu ihrem ...

Die geheime Drachenschule „Sieben Feuer“ ist ein Ort, an dem junge Schüler zu Drachenreitern ausgebildet werden. Jeweils 7 Schuljahre verbringen sie auf Sieben Feuer und lernen, eine Verbindung zu ihrem Drachen zu knüpfen und die geheime Welt der Drachen zu schützen.

„Die Rückkehr des 7. Clans“ ist bereits der dritte Band der Drachenschulen-Reihe. Da ich die ersten beiden Bände nicht kenne, stürzte ich ein wenig in die Geschichte hinein und musste die Schüler der Drachenschule erst einmal kennenlernen.

Die Schüler der Drachenschule rekrutieren sich überwiegend aus den Nachfahren von sechs Familienclans. Früher gab es auch einen 7. Clan, der jedoch das Bündnis der Drachenreiter verriet und für immer verstoßen wurde.
Man glaubte, dass die Drachen und ihre Reiter verstorben sein und es keine Nachfahren mehr gäbe. Doch dann wird ein junger Drache geboren…
Mich hat vor allem das schöne Cover des Buches angesprochen, denn der Kontrast zwischen den leuchtenden Farben und dem dunklen Himmel wirkt gleichzeitig freundlich und geheimnisvoll. Ein solches Buch würde mir im Buchregal auffallen.
Ich lese unheimlich gerne Kinderbücher, nicht nur mit meiner Tochter oder meinen Neffen, sondern auch einfach gerne so. Sie sind schnell gelesen und entführen oftmals in eine Welt, die uns Erwachsenen fremd geworden ist. So habe ich mich auf die Lektüre sehr gefreut.
Doch nun zum Inhalt des Buches. Die Drachenreiter stehen am Ende ihres ersten Schuljahrs auf Sieben Feuer. Noch immer gibt es den jungen Drachen auf der Schule, der seinen Reiter nicht benannt hat. Die Zeit wird knapp, denn je länger der Drache ohne Reiter bleibt, desto wilder wird er.

Henry, der junge Drachenreiter und einer der Hauptpersonen des Buches hat eine besondere Gabe. Er kann nicht nur mit seinem eigenen Drachen ein so genanntes Band knüpfen, sondern auch mit fremden Drachen und Tieren, was man eine so genannte Goldzunge nennt. Und einer alten Prophezeiung nach, bewirkt die Geburt eines neuen Drachen sowie eine Goldzunge, dass der 7. Clan zurückkehrt. Kann das wirklich wahr sein?
Auf der Suche nach einem Reiter für den jungen Drachen Anonymous begegnen Henry und seine Freunde zahlreichen ehemaligen Schülern von Sieben Feuer, die alle geschworen haben, die Drachen zu beschützen. Doch einer der Alumni spielt anscheinend ein falsches Spiel und versucht, die Gegenspielerin der Kinder, Lady Blackstone, zu unterstützen. Wem können sie noch vertrauen? Die Clique gerät in eine große Gefahr und ich musste unbedingt schnell weiterlesen um zu wissen, ob ihr Abenteuer gut ausgeht.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Ich finde die Sprache ist einfach zu verstehen und man kann dem Text gut folgen. Die Dialoge sind jung und frech und sprechen sicherlich Kinder und Jugendliche an. Ich empfehle das Buch ab etwa 10 Jahren, davor ist es vielleicht etwas schwer zu verstehen. Das Buch ist richtig spannend geschrieben, ich habe richtig mit den Kindern mitgefiebert und möchte nun gerne wissen, wie es mit Henry und den Drachenreitern weitergeht. Einige liebevolle Zeichnungen untermalen das Buch und bringen dem Leser die Geschichte näher.
Das Buch entführt den Leser schnell in die geheime Welt der Drachen und ganz ehrlich, wer wünscht sich nicht, auf eine Schule wie Sieben Feuer zu gehen?

  • Cover
  • Geschichte
  • Charaktere
  • Fantasie
  • Erzählstil
Veröffentlicht am 25.02.2020

Kitchenkarma statt Küchendrama - die Koch-Erleuchtung naht

Kitchenkarma statt Küchendrama
1

Das Kochbuch ist im Bastei Lübbe Verlag erschienen und wir von Eva Dotterweich herausgegeben. Von ihr durfte ich bereits das Buch „Filmreif Kochen“ testlesen und war begeistert. Nun erhoffte ich mir ein ...

Das Kochbuch ist im Bastei Lübbe Verlag erschienen und wir von Eva Dotterweich herausgegeben. Von ihr durfte ich bereits das Buch „Filmreif Kochen“ testlesen und war begeistert. Nun erhoffte ich mir ein ähnlich gutes, kreatives Kochbuch für alle Lebenslagen.

Von außen ist die Aufmachung des Buches eher schlicht, was jedoch eine erfrischende Abwechslung im Kochbuch-Regal darstellt. Der grellpinkte Karma-Schriftzug sollte auffällig genug sein. Innen glänzt das Buch dann jedoch mit großflächigen bunten Aufnahmen, die alle Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Jedes Rezept wird von einem passenden Bild begleitet, welches einem das Wasser im Mund zusammenlaufen lässt. Fröhliche Farben dominieren die Fotos und laden zum Nachkochen ein.

Etwas gewöhnungsbedürftig finde ich die Aufteilung des Buches. Es beginnt mit Kuchen, die man unbedingt sofort nachbacken möchte. Dann folgt ein Teil mit Suppen, Hauptspeisen, schnellen Gerichten, Couscous… Es ist ein wenig thematisch sortiert, jedoch nicht so richtig. Seine Lieblingsrezepte muss man sich also ein wenig markieren, um sie schnell wiederzufinden.

Zwischendurch ändert sich auch der Stil des Buches, denn auf einmal finden sich neben den Gerichten Bilder, die man ausmalen könnte. Wer durch das Kochen seine innere Ruhe noch nicht gefunden hat, kann sich also beim Malen austoben.

Mein Lieblingsteil des Buches ist der, wo 5 Hauptzutaten zu leckeren Gerichten verschmelzen. Obwohl so wenige Zutaten verwendet werden, schmecken die Rezepte erstklassig und ich würde sie jederzeit wieder kochen.

Zu guter Letzt werden im Buch dann wieder Kuchen vorgestellt. Auch diese sind eher ungewöhnlich und keine „klassischen“ Kuchen und Torten. Mir fehlt in dem Fall jedoch der Nachtischbereich im Kochbuch, die kommen nämlich leider ein wenig zu kurz.

Insgesamt finde ich, dass Kitchenkarma statt Küchendrama ein schönes Kochbuch ist, welches Rezepte für alle Geschmäcker und Kochkünste bereithält. Es ist für Anfänger gut geeignet, aber auch Kochkünstler finden hier noch tolle Idee und Inspirationen.

  • Cover
  • Rezeptideen
  • Gestaltung
Veröffentlicht am 11.12.2019

Wunderschönes Kochbuch mit teilweise recht komplexen Rezepten

Weihnachten in Amsterdam
3

Das Weihnachtsfest rückt unaufhaltsam näher und immer wieder stellt man sich die Frage, was es Weihnachten eigentlich zu Essen geben könnte, damit man schöne und festliche Weihnachten hat, die ganze Rasselbande ...

Das Weihnachtsfest rückt unaufhaltsam näher und immer wieder stellt man sich die Frage, was es Weihnachten eigentlich zu Essen geben könnte, damit man schöne und festliche Weihnachten hat, die ganze Rasselbande satt bekommt und gleichzeitig nicht den ganzen Tag in der Küche verbringen muss.
Genau an dieser Stelle soll das Buch "Weihnachten in Amsterdam - Das Kochbuch für ein entspanntes Weihnachtsfest" von Yvette van Boven helfen.
Besonders angesprochen hat mich vor allem das Cover. Ich finde es sehr schön gestaltet, allerdings wirkt es eher herbstlich als weihnachtlich. Auf den ersten Blick würde man das Buch vielleicht gar nicht für ein Kochbuch halten. Die Schrift und die winzigen Schneeflocken sind etwas erhaben gestaltet, so dass sich das Buch auch schön in den Händen anfühlt.
Das Buch selbst ist sehr übersichtlich gestaltet, es gliedert sich zunächst in praktische Tipps fürs Kochen und natürlich auch die Organisation des Weihnachtstages selbst. Dann unterteilt sich das Buch in die Kapitel "Am Morgen", "Getränke", "Appetithäppchen", "Suppen", "Kleine Gerichte", "Hauptgerichte", "Beilagen" und "Desserts". Am Ende des Buches gibt es noch praktische Tipps, wie man einige Dinge selbst herstellen kann, die man sonst wohl kaufen würde. Dazu gibt es Menüvorschläge, wie man die unterschiedlichen Gerichte sinnvoll miteinander kombinieren kann.
Ich blättere gerne in dem Buch und lasse mich von den Rezepten inspirieren. Sie klingen durchaus abwechslungsreich und anders als das, was ich sonst so koche. Die Fotos der einzelnen Gerichte finde ich teilweise etwas einfach fotografiert.
Manchmal ist auch nur eine Zeichnung neben dem Rezept zu finden, was ich eher irritierend finde.
Grundsätzlich finde ich es sehr gut, dass das Buch alle Bereiche eines Menüs abdeckt, man aber die Möglichkeit hat, sich die einzelnen Elemente herauszupicken und nur ein bisschen davon zu kochen.
Schwierig finde ich, dass man einige Zutaten zu den Rezepten nur in sehr gut sortierten Supermärkten erhält. Manchmal habe ich nicht einmal eine Ahnung, wo ich danach suchen soll. Klar, Tannennadeln finde ich zur Not im Wald, aber einen Fasan beispielsweise müsste ich sicherlich bestellen. Spontanes Loskochen ist also nicht unbedingt möglich. Oftmals ist es jedoch möglich, eine Alternative zu wählen, wenn man das Originalprodukt nicht finden kann.
Manchmal gibt es auch verschiedene Möglichkeiten der Herstellung. Ich habe nur die "klassische" Variante im Backofen oder auf dem Herd wählen können, da ich über kein offenes Feuer oder einen Grill verfüge. Wer die Möglichkeit hat, auf diese Kochstellen zuzugreifen, kann sicherlich noch mehr aus den Rezepten herausholen.
Von den winterlichen Fotos hätte ich mir beim Titel des Buches mehr erwartet, denn ich stellte mir schöne, winterliche Aufnahmen aus Amsterdam vor. Gezeigt werden aber teilweise auch Küchenszenen aus Yvettes Haus, winterliche Fotos aus den Niederlanden oder Bilder der Köchin selbst. Es sind teilweise wunderschöne Fotos, nur nicht das, was ich erwartet habe.

Grundsätzlich kann man sagen, dass das Buch wunderschön zusammengestellt ist und die meisten Rezepte klingen köstlich, auch wenn mich teilweise die vielen Zutaten abschrecken. Durch die etwas holländisch angehauchte Küche ist es nicht immer leicht gewesen, die Zutaten in Supermärkten zu finden. Da es sich um manchmal um recht eigenwillige Zusammenstellungen handelt, finde ich zumindest, rate ich dazu, in der Buchhandlung einmal durch das Buch zu blättern, ob es für euch in Frage kommt. Ich habe viele leckere Gerichte probiert, würde mir das Buch in seiner Zusammenstellung aber wahrscheinlich nicht kaufen, da ich die Rezepte doch nicht nachkochen würde.

  • Cover
  • Gestaltung
  • Rezepte