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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.05.2026

Mitreißender Roman über eine fast vergessene Frau

Atalanta
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Atalanta - schnellste Frau Griechenlands, Begünstigte der Artemis und einzige Frau auf der Argo - sofern all diese Sagen denn stimmen - erhält hier mit Jennifer Saints Roman eine neue Stimme.
Nach ihren ...

Atalanta - schnellste Frau Griechenlands, Begünstigte der Artemis und einzige Frau auf der Argo - sofern all diese Sagen denn stimmen - erhält hier mit Jennifer Saints Roman eine neue Stimme.
Nach ihren Geschichten über Achilles und Circe beschreibt Saint nun das Leben von Atalanta. Als Kind von ihrem Vater, König von Arkadien, im Wald ausgesetzt, wird sie von Bären und Nymphen groß gezogen. Artemis schickt sie dann als junge Erwachsene auf Jasons Abenteuer: das goldene Vlies zu erlangen.
Als junge Frau an Bord eines Schiffes voller starker Helden - kein Wunder, dass die das nicht gerne sehen. Doch Atalanta behauptet sich - nicht nur beim Start des Abenteuers, sondern immer auch wieder im Laufe der Geschichte.
Dass gerade die großen männlichen Helden der Weltgeschichte, allen voran Herakles, ihr den Ruhm nicht gönnen wollen, erzählt sich fast von alleine.
Jennifer Saint beschreibt ihre Atalanta als mutig, selbstbewusst und stark, gleichzeitg überfordert mit der Welt der Menschen und in der Einsamkeit zu Hause. Als Leserin fiebert man mit ihr mit, möchte sie aber doch auch ab und an schütteln. Manches Mal wirkt sie zu stark für ihre Zeit, aber nicht gleich aufdringlich.
Ich mochte das Buch, habe es sehr gerne gelesen und konnte mich gut in Atalantas Geschichte hineinversetzen. Eine tolle Erzählung über eine der vergessenen griechischen Heldinnen.

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Veröffentlicht am 13.05.2026

Ehrliche Gangster - Ein neuer Fall für Emma und Lukas

Die Nordseedetektive (Band 14) – Ehrliche Gangster
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„Die Nordseedetektive – Ehrliche Gangster“ (Band 14) ist ein weiterer spannender und zugleich humorvoller Fall rund um die Geschwister Emma und Lukas, die an der Nordsee gemeinsam als Nachwuchsdetektive ...

„Die Nordseedetektive – Ehrliche Gangster“ (Band 14) ist ein weiterer spannender und zugleich humorvoller Fall rund um die Geschwister Emma und Lukas, die an der Nordsee gemeinsam als Nachwuchsdetektive ermitteln. In diesem Band geraten sie wieder mitten in ein turbulentes Abenteuer, das mit einer aus dem Ruder laufenden Gartenparty beginnt und schließlich in einem kleinen Showdown und einem gelösten Fall endet.

Die Reihe „Die Nordseedetektive“ richtet sich vor allem an jüngere Leserinnen und Leser und verbindet leicht zu lesende Kriminalfälle mit viel Humor und norddeutschem Flair. Emma und Lukas sind dabei ein eingespieltes Team: neugierig, mutig und immer bereit zu helfen, wenn irgendwo etwas nicht mit rechten Dingen zugeht. Unterstützt werden sie von einer bunten Mischung an Figuren, die die Geschichten lebendig und abwechslungsreich machen – und die eingefleischte Leser bereits aus zahlreichen Bänden kennen.

In „Ehrliche Gangster“ stehen vor allem die beiden Möchtegern-Ganoven Lang und Finger im Mittelpunkt. Schon zu Beginn wird klar: Wirklich gefährlich sind die beiden nicht – eher ziemlich verpeilt und mit guten Vorsätzen, die sie nur schwer umsetzen können.

Ihr Plan, mit einem Catering-Auftrag ehrlich Geld zu verdienen, sorgt für viele witzige Momente, gerade weil schnell deutlich wird, dass ihnen dafür eigentlich das nötige Talent fehlt. Gleichzeitig versucht ihr Boss, der zwielichtige „Boss Nase“, seinen eigenen Coup durchzuziehen, was die Handlung zusätzlich vorantreibt.

Die Geschichte lebt vor allem von ihrem Humor. Viele Szenen – ob die Begegnungen mit den typisch frechen Nordsee-Möwen, das chaotische Kochen im Wohnwagen oder der eher komisch als bedrohlich geschilderte Einbruch – sind so erzählt, dass sie gerade jüngere Leser gut unterhalten, ohne dabei wirklich spannend oder gruselig zu werden. Die eigentliche Action entwickelt sich erst gegen Ende, wenn mehrere Handlungsstränge zusammenlaufen und es zum großen Finale kommt.

Besonders schön ist auch der regionale Bezug: Ostfriesland als Schauplatz wird greifbar gemacht, reale Orte werden eingebunden und sogar die Seenotretter finden Erwähnung. Das verleiht der Geschichte eine zusätzliche Authentizität – und gerade für Nordseeurlauber wie uns, sind die Romane immer wieder schön zu lesen.

Kritisch anzumerken ist, dass das Ende etwas schnell abgehandelt wirkt und stellenweise stark vom Zufall geprägt ist. Allerdings passt das zum Genre und zur Zielgruppe, sodass es den Lesespaß nicht wirklich schmälert.

Ein kleines Detail am Rande: Im Regal fällt dieser Band optisch etwas aus der Reihe, da sich das Coverdesign im Vergleich zu den vorherigen Bänden verändert hat – was für Abwechslung sorgt, aber auch auffällt.

Ein unterhaltsamer, humorvoller Band der Nordseedetektive, der weniger durch Spannung als durch witzige Szenen und liebenswerte Charaktere überzeugt. Perfekt für junge Leser, die Spaß an leichten Krimigeschichten haben und sich an die Nordsee träumen möchten. Ich würde sagen, dass man für diesen Band andere Bände der Reihe gelesen haben muss, um die zahlreichen Charaktere besser einordnen zu können.

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Veröffentlicht am 07.05.2026

Cosy Reading - Eine wunderbare Reise nach Cornwall

Summer Tides
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„Summer Tides“ von Sarah Fulmar, erschienen im Lübbe Verlag, ist der Auftakt der vierteiligen Seasons-by-the-Sea-Reihe und entführt die Leserinnen und Leser in den malerischen Küstenort St Ives in Cornwall.

Im ...

„Summer Tides“ von Sarah Fulmar, erschienen im Lübbe Verlag, ist der Auftakt der vierteiligen Seasons-by-the-Sea-Reihe und entführt die Leserinnen und Leser in den malerischen Küstenort St Ives in Cornwall.

Im Mittelpunkt steht Scarlett, die kurzerhand ihren Job in London kündigt, um den Sommer in Cornwall zu verbringen. Über eine Anzeigenplattform mietet sie einen kleinen Strandkiosk – mit dem Ziel, Geld zu verdienen und gleichzeitig ihrem Leben eine neue Richtung zu geben. Untergebracht ist sie bei der Familie Anderson, die sie noch aus früheren Urlauben kennt und die ein charmantes Bed and Breakfast betreibt. Dort trifft sie auch auf Jonah, einen Rettungsschwimmer mit Vergangenheit: Eigentlich ist er ausgebildeter Arzt und hatte St Ives längst hinter sich gelassen – doch nun ist er zurück und kann Scarlett kaum aus den Augen lassen. Während zwischen den beiden langsam Gefühle entstehen, stehen sich ihre Lebenspläne zunächst im Weg.

Die Geschichte lebt vor allem von ihrem Setting: Sarah Fulmar schreibt so bildreich, dass man das Meer förmlich riechen und die salzige Luft auf der Haut spüren kann. St Ives wirkt wie ein Ort, an dem man sofort ankommen möchte – nicht zuletzt durch die vielen schrulligen, aber liebenswerten Dorfbewohner, die eine ganz besondere Gemeinschaft bilden.

Scarlett ist dabei eine Protagonistin, die man schnell ins Herz schließt. Sie ist tollpatschig, manchmal naiv und bringt sich regelmäßig in Situationen, aus denen sie gerettet werden muss – oft von Jonah. Gleichzeitig entwickelt sie sich im Laufe der Geschichte weiter, wächst über sich hinaus und zeigt, dass mehr in ihr steckt, als man zunächst vermutet. Jonah hingegen wirkt zunächst distanziert, hin- und hergerissen zwischen seinem Wunsch nach Unabhängigkeit und der wachsenden Verbindung zu Scarlett.

Erzählt wird die Geschichte abwechselnd aus beiden Perspektiven, was einen schönen Einblick in die Gedanken- und Gefühlswelt der Figuren gibt. Die moderne, teils jugendliche Sprache lässt die Dialoge authentisch wirken und passt gut zum leichten, sommerlichen Ton des Romans.

Auch wenn die Handlung stellenweise eher ruhig verläuft und nicht durch große Dramatik geprägt ist, entfaltet das Buch genau darin seinen Charme. Es ist ein echtes Wohlfühlbuch – ein cosy Summer Read, der sich leicht weglesen lässt und einfach Spaß macht. Die Mischung aus Friends-to-Lovers und Slow Burn sorgt für eine angenehme Spannung, ohne zu überladen zu wirken.

Anfangs war ich unsicher, ob mir die Geschichte vielleicht etwas zu seicht ist und es an Tiefgang fehlt. Am Ende hat mich genau diese Leichtigkeit überzeugt: Ich habe das Buch einfach gerne gelesen, mich in St Ives und seinen Bewohnern wohlgefühlt und wollte die Geschichte gar nicht so schnell verlassen.

„Summer Tides“ ist damit ein gelungener Auftakt, der neugierig auf die weiteren Bände macht – und darauf, wie sich das Leben in St Ives durch die anderen Jahreszeiten verändert.

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Veröffentlicht am 15.04.2026

Mord ist die beste Beseitigung - Krimi-Komödie mit Tommi und Svetlana

Mord ist die beste Beseitigung
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„Mord ist die beste Beseitigung“ von Volker Klüpfel ist der zweite Band rund um das ungewöhnliche Ermittlerduo Tommi und Svetlana, einem erfolglosen Möchtegern-Schriftsteller und einer ukrainischen Putzfrau.

Nachdem ...

„Mord ist die beste Beseitigung“ von Volker Klüpfel ist der zweite Band rund um das ungewöhnliche Ermittlerduo Tommi und Svetlana, einem erfolglosen Möchtegern-Schriftsteller und einer ukrainischen Putzfrau.

Nachdem sie erfolgreich den Fall um das „einsame Kind“ gelöst haben, geraten die beiden in einen neuen Fall, der sie erneut in ein skurriles Geflecht aus Verdächtigen, seltsamen Begegnungen und kuriosen Spuren führt.

Ausgangspunkt ist ein rätselhafter Reiseruf zu einer vermissten Person – und lässt sie mitten in ihren neuen Fall stolpern. Denn die gesuchte Person befindet sich ausgerechnet auf der Autobahn direkt vor ihnen. Wenn das mal nicht ein Wink des Schicksals ist und die Ermittlungen rasant beginnen lässt...

Der Einstieg in die Geschichte gelingt sehr leicht, vor allem, wenn man den ersten Band kennt. Viele Anspielungen und bekannte Figuren tauchen wieder auf, sodass man sich schnell wieder mitten im Geschehen fühlt. Für mich persönlich macht das den Reiz der Reihe aus – Tommi und Svetlana sind einfach ein Duo, das man gerne begleitet und bei dem man zwischen Totlachen und Kopfschütteln schwankt. Besonders schön ist, dass auch die vielen schrulligen Nebencharaktere wie Kommissarin Schneider, Tommis Vater und Ordnungsamtsvertreter Kleinschmidt wieder mit dabei sind.

Während die Handlung im Laufe des Buches zunehmend Fahrt aufnimmt, wird schnell klar, dass vor allem Svetlana die treibende Kraft hinter den Ermittlungen ist. Ihre Herangehensweise als Hobby-Detektivin wirkt erfrischend und authentisch, während Tommi in diesem Band deutlich chaotischer und stellenweise fast schon überfordert wirkt. Das hat mich zwischendurch eher genervt als unterhalten – so verpeilt kann man eigentlich kaum sein. Dafür sorgen seine teils völlig absurden Buchideen immer wieder für humorvolle Momente. Hoffentlich gelingt es ihm, zum Wohle der Menschheit, niemals ein Buch zu schreiben.

Spannend bleibt die Geschichte vor allem durch ihre vielen offenen Fragen und kleinen Rätsel. Einige Handlungsstränge entwickeln sich allerdings sehr langsam, sodass man sich zwischendurch fragt, wann bestimmte Elemente – wie etwa die angekündigte „dubiose Selbsthilfegruppe“ vom Klappentext– endlich eine größere Rolle spielen. Dafür gibt es immer wieder überraschende Wendungen und falsche Fährten, die einen bei der Stange halten.

Zum Ende hin überschlagen sich die Ereignisse fast ein wenig. Der Showdown ist unterhaltsam, wirkt aber im Vergleich zum restlichen Aufbau etwas kurz und komprimiert. Am Ende des Buches bleiben bei mir wieder einige offene Fragen zurück, die möglicherweise im dritten Band beantwortet werden.

Insgesamt ist „Mord ist die beste Beseitigung“ ein unterhaltsamer, stellenweise sehr klamaukiger Krimi mit einem liebenswerten Ermittlerduo. Auch wenn er für mich nicht ganz an den ersten Band heranreicht, hatte ich dennoch Spaß beim Lesen und bin gespannt, wie es mit Tommi und Svetlana weitergeht.

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Veröffentlicht am 10.04.2026

Packender Roman mit bekanntem Inhalt

To Tempt a God
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In Silver City herrschen die Götter seit Jahrhunderten - und rauben den Menschen das Licht. Sie dulden sie in ihrer Stadt, aber im Grunde genommen sind sie ihnen gleichgültig - außer sie brauchen frische ...

In Silver City herrschen die Götter seit Jahrhunderten - und rauben den Menschen das Licht. Sie dulden sie in ihrer Stadt, aber im Grunde genommen sind sie ihnen gleichgültig - außer sie brauchen frische Diener.
Bei der so genannten Berufung wird ausgerechnet Freigeist Aurora als Sklavin an den Hof gerufen - eigentlich ein Todesurteil für Menschen, denn niemals ist jemand von dort zurück gekehrt. Sie wird vom jungen und gut aussehen Colden gekauft und eigentlich sollte sie ihn hassen...
Doch Aurora entpuppt sich als richtig für die Götter und wird schnell zu ihrem Spielball.

Das Buch ist packend geschrieben und wurde zu keiner Zeit langweilig oder langatmig. Ich fand jedoch, dass zu viele Elemente des Buches aus anderen Geschichten entlehnt wurden, besonders an Die Tribute von Panem wurde ich immer wieder erinnert. So bot die Story nicht wahnsinnig viele Überraschungen, ist aber durchaus schlüssig und gut erzählt.
Nun wüsste ich sehr gerne, wie es weitergeht mit Aurora und Colden und freue mich bereits auf die weiteren Bände.
Die Charaktere fand ich gut, wenn sie auch für mich wenig Tiefe hatten. Auch sie kamen mir von ihrer Art her sehr bekannt vor.
Wer eine mystische Göttererzählung mit bekannten Göttern der Mythologie erwartet, ist bei diesem Buch falsch. Wer allerdings Enemies to Lovers und außergewöhnliche Settings mag, ist bei diesem Buch gut aufgehoben.

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