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Sonja2609

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.08.2019

Schöne Mischung aus Historie und Gegenwart

Das Geheimnis der Fjordinsel
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Das Buch "Das Geheimnis der Fjordinsel" von Christine Kabus ist erschienen im Bastei Lübbe Verlag. Für mich ist es das erste Buch, welches ich von der Autorin lese, sie hat jedoch schon einige geschrieben, ...

Das Buch "Das Geheimnis der Fjordinsel" von Christine Kabus ist erschienen im Bastei Lübbe Verlag. Für mich ist es das erste Buch, welches ich von der Autorin lese, sie hat jedoch schon einige geschrieben, die vorwiegend in Norwegen spielen.
Das Cover des Buches ist sehr ansprechend und mich hat es gleich sehr neugierig gemacht. Neugierig auf eine schöne, spannende und vielleicht auch romantische Geschichte in der es, dem Titel nach, geheimnisvoll zugeht.
Die junge Rike wächst wohlbehütet bei ihrem Großvater Fiete in Ostfriesland auf. Für eine Frau wählt sie einen eher ungewöhnlichen Beruf, denn Rike möchte Schiffsführerin werden. Unterstützt wird sie dabei nicht nur von ihrem Großvater, sondern auch von ihren Freunden.
Doch das Schicksal meint es nicht gut mit Rike und ihr Großvater verstirbt. Dieser Schlag löst jedoch die Ereignisse aus, in die Rike nun hineingezogen wird. Sie erfährt, dass ihre Großmutter Johanne gar nicht, wie bislang angenommen, verstarb, sondern möglicherweise noch in Norwegen lebt. Niemand hat Kontakt zu ihr, vor allem nicht Rikes Mutter Beate. Diese brach jegliche Verbindung zu ihr ab und möchte nichts mehr mit ihr zu tun haben. Kann es sein, dass ihre Großmutter noch am Leben ist?
Rike findet alte Briefe, ist neugierig und reist auf den Spuren Johannes nach Norwegen. Das Buch berichtet nun abwechselnd von den beiden jungen Frauen. Rike in der Gegenwart der 1980er Jahre, Johanne in der Vergangenheit der 30er Jahre.
Die Geschichte berichtet jeweils aus der Perspektive der Frau, es sind keine Rückblicke die aus Briefen oder ähnlichem hervorgehen. Dadurch bricht die Geschichte auch immer wieder, denn der Sprung zwischen Rikes und Johannes Erzählung findet meist an einer sehr spannenden Stelle des Romans statt.
Beide jungen Frauen haben gemeinsam, dass sie einen schweren Schicksalsschlag erleiden und dann ihr Leben selbst in die Hand nehmen. Mich hat vor allem Johannes Leben gefesselt, da sie in ihrer Jugend sehr viel erlebt. Ihre Geschichte ist spannend erzählt, auch wenn ich finde, dass Kommissar Zufall ihr immer ein wenig zu viel hilft. Denn Johanne lebt im Norwegen der 20er Jahre, einer Zeit, in der Alkoholverkauf in Norwegen verboten war. Doch Johanne legt sich mit einer Bande Alkoholschmuggler an und gerät in große Gefahr.
Rikes Leben ist für mich etwas realistischer geschildert, ich kann mich mit ihr ein wenig besser identifizieren. Insgesamt macht es aber Spaß, ihre beiden Leben zu erleben und sich auszumalen, wo dann die Verknüpfung passiert. Denn schließlich sind sie ja Großmutter und Enkelin.
Natürlich spielt die Liebe in diesem Roman auch eine große Rolle, sowohl bei Rike als auch bei Johanne. Ob allerdings beide Charaktere ihre große Liebe finden, verrate ich an dieser Stelle natürlich nicht.
Mir hat das Buch "Das Geheimnis der Fjordinsel" insgesamt sehr gut gefallen. Der Schreibstil ist flüssig und es lässt sich leicht lesen. Die Handlung hat mich schnell gefesselt und gekonnt nach Norwegen entführt. Etwas störend fand ich zunächst die Brüche in der Geschichte, die zwischen Gegenwart und Vergangenheit hin- und herspringen. Die verschiedenen Perspektiven machen die Story jedoch gleichzeitig spannend und regen zum Weiterlesen an. Schließlich möchte man unbedingt wissen, wie es an der spannenden Stelle weitergeht.
Das Buch ist ein wenig kitschig geschrieben, also eher ein klassicher Frauenroman. Gerade zum Ende hin ist mir das Buch beinah ein wenig zu kitschig, es überschlagen sich die Ereignisse, die alle ein wenig zu flüssig für die Hauptpersonen funktionieren.
Das Ende des Buches hat mich dann jedoch wieder sehr mitgenommen. Natürlich kann ich nicht verraten wie es endet, jedoch kann ich zumindest sagen, dass ich es so nicht erwartet habe.
Wer also eine Lektüre für den Urlaub, die Bahn zur Arbeit oder für eure Hängematte braucht, so seid ihr mit Christiane Kabus Roman auf jeden Fall auf der sicheren Seite. Ich kann mir gut vorstellen, noch weitere Bücher von ihr zu lesen, denn sie hat schon einige geschrieben.

Veröffentlicht am 05.02.2019

Sehr knapper Einblick

Träume & Hoffnung
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Ich habe mich für die Leserunde beworben, da ich einige Geschichten mit griechischen Göttern in der Neuzeit bereits gelesen habe und mich der Klappentext von "Gold & Schatten" sehr angesprochen hat. Vom ...

Ich habe mich für die Leserunde beworben, da ich einige Geschichten mit griechischen Göttern in der Neuzeit bereits gelesen habe und mich der Klappentext von "Gold & Schatten" sehr angesprochen hat. Vom Prequel erhoffte ich mir eine Vorgeschichte, die es mir dann leichter macht, die Dilogie zu lesen und in die Geschichte hineinzukommen.
Das Prequel "Träume & Hoffnung" ist eine wirklich kurze Kurzgeschichte, die ich in wenigen Minuten gelesen hatte. Man lernt darin den Hauptcharakter Maél kennen, der wohl in Gold & Schatten eine sehr wichtige Rolle spielt. In der Kurzgeschichte erhält man bereits erste Hinweise auf seinen Charakter, seine Lebensweise in Paris und warum es ihn dorthin verschlagen hat. Auch lernt man einen ersten Widersacher kennen, durch den man einen ersten Einblick in die Konflikte des kommenden Buches bekommen könnte.
Die Geschichte beginnt für mich sehr plötzlich, ich hatte eher mit einer Einleitung gerechnet, aber da sie sehr kurz ist, gilt es, keine Zeit zu verlieren. Sie endet dann auch schon so plötzlich, wie sie begonnen hat und hat mich ein wenig ratlos zurückgelassen. Ich hätte mir noch ein wenig mehr Geschichte gewünscht, denn so erscheint mir das Prequel doch eher wie das erste Kapitel eines Buches, nicht wie eine separate Kurzgeschichte.
Die Autorin hat jedoch einen sehr schönen Schreibstil, von dem ich gerne noch mehr lesen möchte. Daher freue ich mich auf die anderen Bücher und bin gespannt, ob ich sie so gerne lese, wie die anderen Götter-Geschichten, die ich bereits gelesen habe.

Veröffentlicht am 05.12.2017

Packende Familiengeschichte vor historischem Hintergrund

Das Geheimnis des Winterhauses
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Das Buch „Das Geheimnis des Winterhauses“ von Sarah Lark ist im Bastei Lübbe Verlag erschienen. Hauptcharakterin ist Ellinor, eine junge Frau aus Wien, die aufgrund eines Schicksalsschlages in der Familie ...

Das Buch „Das Geheimnis des Winterhauses“ von Sarah Lark ist im Bastei Lübbe Verlag erschienen. Hauptcharakterin ist Ellinor, eine junge Frau aus Wien, die aufgrund eines Schicksalsschlages in der Familie beginnt, ein düsteres Geheimnis in ihrer Familiengeschichte zu erforschen.

Zunächst führt ihre Familiengeschichte sie nach Dalmatien, da dort die Wurzeln ihrer Familie zu suchen sind. Da hier jedoch nur ein kleiner Teil der Geschichte zu erfahren ist und sie Hinweise darauf erhält, dass des Rätsels Lösung in Neuseeland zu finden ist, begibt sie sich eine Reise nicht nur ans Ende der Welt, sondern auch in die Vergangenheit ihrer Familie. In verschiedenen Rückblicken erfährt der Leser von der zweifelhaften Verwandtschaft Ellinors, ihrem Urgroßvater Frano Zima. Die Rückblicke sind toll und packend geschrieben, wie immer sind sehr viele historische Details in die Geschichte eingebunden, so dass sie wieder einmal sehr real erzählt wurde.

Dieses Buch von Sarah Lark ist durchaus als düsterer zu bezeichnen, als die Neuseeland-Romane, die sie sonst geschrieben hat. Auch hier gibt es wieder Rückblicke in die Vergangenheit, vermischt mit einer modernen Geschichte der Neuzeit. Allerdings fehlen in diesem Buch die fantastischen Beschreibungen des Landes, wobei man sich dennoch sehr an die Schauplätze versetzt fühlen kann. Sarah Lark beschränkt sich in diesem Roman mehr auf die Beschreibungen der Charaktere, so dass man diese sehr gut kennenlernt und mit ihnen fühlt und leidet. Die Charaktere wirken sehr echt und authentisch und wie immer schafft es die Autorin, dass man ihnen alles Gute der Welt oder den Teufel auf den Hals wünscht. Gerade dieses Mitfiebern mit den Personen macht die Bücher von Sarah Lark so lesenswert.

Als großer Fan von Sarah Lark stand dieses Buch natürlich auf meine Must-Read-Liste und ich wurde nicht enttäuscht. Wie immer liest man sich schnell in der Geschichte fest und kann das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Es ist in keinster Weise vergleichbar mit den großen Neuseeland-Trilogien, aber diese Absicht hat die Geschichte auch nicht. Wie immer sind die historischen Begebenheiten wieder sehr gut recherchiert und auch ich konnte beim Lesen noch etwas lernen, denn über die Geschichte der Gum-Digger aus Neuseeland hatte ich vorher noch nichts gehört.

Ich kann das Buch jedem empfehlen, der gerne historische Romane liest, Bücher von starken Frauen mag oder eben schlichtweg Sarah Lark und ihren Schreibstil liebt. Denn dem bleibt sie treu, auch wenn das Thema ungewohnt traurig ist.

Veröffentlicht am 21.11.2017

Origin - spannender Roman für Verschwörungstheoretiker

Origin
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Der Roman „Origin“ von Dan Brown, erschienen im Bastei Lübbe Verlag, ist der mittlerweile fünfte Thriller mit Robert Langdon, Professor für Symbologie an der Harvard University. Wie bereits aus vorherigen ...

Der Roman „Origin“ von Dan Brown, erschienen im Bastei Lübbe Verlag, ist der mittlerweile fünfte Thriller mit Robert Langdon, Professor für Symbologie an der Harvard University. Wie bereits aus vorherigen Bänden bekannt, muss Langdon auch in diesem Abenteuer wieder viele Rätsel lösen, vor Gefahren fliehen und ein weiteres der großen Rätsel der Menschheitsgeschichte aufklären. Dabei gerät er auch wieder in tödliche Gefahr, was zu mancher Verfolgungsjagd führt.

Dan Brown gelingt es auf wunderbare Weise, den Leser in die Handlung zu ziehen. Seine Beschreibungen von Schauplätzen, Gegenständen oder Gebäuden beschwören sehr genaue Vorstellungen herauf. Die detailgetreuen Beschreibungen spiegeln die intensive Recherche wieder, die Dan Brown in seine Bücher steckt. Ich hatte wirklich das Gefühl, gemeinsam mit Robert Langdon vor Ort zu sein.

Wie immer erlebt Robert Langdon sein Abenteuer an der Seite einer schönen Frau, dieses Mal unterstützt ihn die schöne und intelligente Ambra Vidal, Direktorin des Guggenheim Museums und gleichzeitig Verlobte des spanischen Kronprinzen. Gerade Letzteres sorgt für einigen Wirbel und bringt die beiden in echte Gefahr.
Ebenfalls an ihrer Seite der treue intelligente Computer, der von Langdons Freund und ehemaligen Studenten Edmond Kirsch programmiert wurde. Die künstliche Intelligenz hilft den beiden in einigen Situationen.

In der Geschichte verschlägt es Langdon nach Spanien, genauer gesagt Bilbao, wo er eine bahnbrechende und zukunftsweisende Präsentation seines Freundes Edmond Kirsch hören soll. Eine Entdeckung, die die Welt und die Religionen in ihren Grundfesten erschüttern soll. Das diese Präsentation nicht so glatt läuft, wie gedacht, ist den Lesern schnell klar. Doch das die Teilnahme an der Veranstaltung den Professor in einen Strudel von Ereignissen zieht und in ernsthafte Gefahr bringt, war ihm nicht so klar.
Wer sind Langdons Gegenspieler? Warum genau wurde der geniale Wissenschaftler Edmond Kirsch ermordet? Und was ist das große Rätsel der Menschheit, welches er präsentieren wollte?
Über alle diese Frage kann man während der Lektüre herrlich spekulieren. Auch sind die handelnden Personen von Dan Brown so gut gezeichnet, dass man immer wieder eine andere Person in Verdacht hat. Die große Auflösung folgt natürlich erst zum Schluss und auch diese ist wieder sehr gut ausgearbeitet, recherchiert und klingt genauso plausibel, wie die anderen „Geheimnisse“, die Robert Langdon bereits aufgeklärt hat.

Ich vermisse jedoch die zahlreichen Codes und Symbole, die Robert Langdon in seinen vorherigen Abenteuern knacken musste. Natürlich kommt er auch nicht umhin Rätsel zu lösen, allerdings wird der Leser dieses Mal nicht ganz so sehr zum Miträtseln eingeladen.

Wie immer lässt auch dieses Buch viel Raum für Spekulationen und regt zum Nachdenken an. Dan Brown beschreibt hier eine Zukunft, die in gar nicht langer Zeit aktuell werden könnte. Und dies muss man als Leser doch erst einmal sacken lassen.
Natürlich ist es ein Muss für alle Dan Brown und Robert Langdon Fans. Auch wenn ich sagen muss, dass mir die früheren Bücher deutlich besser gefallen haben.

Veröffentlicht am 03.05.2017

Eintauchen in historische Welten

Die fremde Königin
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Das Buch „Die fremde Königin“ wurde von Rebecca Gablé, bekannt vor allem für ihre gut recherchierten Historienromane, geschrieben. Es ist der 2. Band eines Historienepos über König Otto I und seine Regentenzeit.
Die ...

Das Buch „Die fremde Königin“ wurde von Rebecca Gablé, bekannt vor allem für ihre gut recherchierten Historienromane, geschrieben. Es ist der 2. Band eines Historienepos über König Otto I und seine Regentenzeit.
Die junge, verwitwete Königin Adelheid von Italien wird von Berengar von Ivrea gefangen gehalten, da er sie dazu zwingen möchte, seinen Sohn zu ehelichen. Doch Adelheid weigert sich rigoros. Zu ihrer Rettung ausgesandt wird einer der Panzerreiter Ottos des Ersten, Gaidemar. Gaidemar ist ein Bastard ungekannter Herkunft, jedoch von adeligem Geblüt. Die Flucht aus Italien schweißt Adelheid und Gaidemar unweigerlich zusammen und der junge Reiter verliebt sich in sie.
Natürlich muss diese Liebe unerfüllt bleiben, denn Adelheid wird zu Ottos zweiter Gemahlin, was natürlich seinen Kindern nicht gut gefällt, fürchtet doch gerade sein ältester Sohn Luitolf um sein Thronerbe.
Dennoch wird Gaidemar ein enger Vertrauter der Königin und bekommt Dank seiner Beziehungen auch die zuvor verlorene Gunst des Königs wieder. Gemeinsam stehen sie einige Schlachten durch und Gaidemar verlobt sich schlussendlich mit einer slawischen Fürstentochter.
Dass dies nicht unbedingt das Happy End sein kann, können sich Leser von Rebecca Gablé sicherlich denken. Denn auf dem Weg zu einem möglicherweise glücklichen Ende passieren den Charakteren in ihren Büchern viele Abenteuer und erleben sie schwere Schicksalsschläge. Immer wieder gelingt es ihr, dass man mit den handelnden Personen mitfiebert und die Geschehnisse ziehen einen in ihren Bann.
Ich konnte tief in die Geschichte eintauchen und war wie immer ein wenig traurig, als ich das Buch ausgelesen habe. Zwar kenne ich den Vorgängerroman, es ist aber nicht unbedingt notwendig, ihn gelesen zu haben, um die Handlung von „Die fremde Königin“ nachvollziehen zu können, da der Band in sich geschlossen ist. An manchen Stellen hatte ich jedoch Schwierigkeiten, die vielen Personen zu unterscheiden und sich zu erinnern, was ihnen zuvor passiert ist.
Ich kann das Buch jedem Leser empfehlen, der sich für Historienromane interessiert, denn es ist gut recherchiert und fiktive Charaktere und historische Persönlichkeiten werden wunderbar kombiniert. Ich staune immer wieder, welchen Stoff für Romane die Geschichte bietet. Insgesamt wird dem Leser die Epoche Ottos I sehr gut nahegebracht und ich konnte einiges lernen, was mir aus dem Geschichtsunterricht nicht bekannt war.
„Die fremde Königin“ hat mir wieder ein besonderes Lesevergnügen beschert und ich gebe dem Buch 4 Sterne!