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Veröffentlicht am 02.09.2019

Überleben in der Wildnis

Acht Wochen Wüste
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Inhalt: Die 14-jährige Wren wird nachts aus ihrem Bett geholt und in die Wüste gefahren. Hier befindet sich ein Camp für Jugendliche, in dem sie nun acht Wochen bleiben muss. Zwischen Überlebenslektionen ...

Inhalt: Die 14-jährige Wren wird nachts aus ihrem Bett geholt und in die Wüste gefahren. Hier befindet sich ein Camp für Jugendliche, in dem sie nun acht Wochen bleiben muss. Zwischen Überlebenslektionen und Therapieversuchen versucht das Mädchen zu verstehen, warum ihre Eltern keinen anderen Ausweg sahen, als sie sprichwörtlich in die Wüste zu schicken.

Meinung: „Acht Wochen Wüste“ ist ein berührendes Buch über ein Mädchen, das vom Weg abgekommen ist und nun in der Wüste versuchen muss, zu überleben und sich selbst zu finden.
Im Mittelpunkt steht die 14-jährige Wren. Es wird schnell klar, dass sie kein einfacher Teenager ist, sondern schon einiges getan hat. Was genau wird allerdings erst im Laufe des Buches, durch Rückblenden und Erinnerungen, klar. Wren ist wütend auf alles und jeden. Und dass ihre perfekte Schwester ihr immer als leuchtendes Beispiel vorgeführt wird, ist keine Hilfe. In der Schule ist Wren ebenfalls eine Außenseiterin und hat, außer ihrer Freundin Meadow, keine Freunde.
Während des Lesens konnte ich sie immer besser verstehen und mich in sie hineinfühlen. Außerdem wird ihre Veränderung, die die Wildnis-Therapie mit sich bringt gut dargestellt.
Meadow hingegen, konnte ich immer weniger leiden, da sie mir manipulativ und selbstsüchtig vorkam.
Ganz im Gegensatz zu Wrens großer Schwester Anabella, zu der sie kein gutes Verhältnis hat. Jedoch wird immer deutlicher, dass Anabella hin und wieder versucht hat, die Kluft zwischen ihnen zu überbrücken.
Auch die anderen Figuren, wie die Mädels im Camp oder die Betreuer, sind gut dargestellt. Am besten hat mir aber der Geschichtenerzähler gefallen, der die Mädchen hin und wieder besucht und über dessen Besuch sich jeder freut.
Das Buch zeigt Schwächen und Stärken auf. Nicht nur von Wren selbst, sondern auch von ihrer Familie und der ganzen Gesellschaft an sich. Es bringt einen selber zum Nachdenken und lässt einen die Umgebung mit anderen Augen betrachten.
Ich denke, „Acht Wochen Wüste“ ist für Leute jeden Alters und Hintergrundes zu empfehlen. Vor allem Jugendliche, die sich vielleicht von ihrer Familie missverstanden fühlen, werden sicher auf ihre Kosten kommen.

Fazit: Spannender Jugendroman über das Überleben in der Wildnis und über ein Mädchen, das plötzlich aus ihrem Leben herausgerissen wird. Sehr zu empfehlen.

Veröffentlicht am 28.08.2019

Wundervoller Abenteuerroman für jedes Alter

Willa of the Wood – Das Geheimnis der Wälder
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Inhalt: Die 12-jährige Willa ist eine Faeran. Diese Wesen leben abgeschieden in einer Art Höhlensystem und sind mit dem Wald verbunden. Mit den Jahren ging diese Verbundenheit jedoch verloren und so ist ...

Inhalt: Die 12-jährige Willa ist eine Faeran. Diese Wesen leben abgeschieden in einer Art Höhlensystem und sind mit dem Wald verbunden. Mit den Jahren ging diese Verbundenheit jedoch verloren und so ist Willa die letzte ihrer Art, die die alten Gaben beherrscht.
Als das Mädchen auf einer ihrer Diebestouren in ein menschliches Haus einbricht, setzt sie Ereignisse in Gang, die sie nicht vorhersehen konnte. Denn nun muss sie sich entscheiden, wer sie sein will und was sie bereit ist zu riskieren.

Meinung: „Willa of the Wood – Das Geheimnis der Wälder“ ist ein wunderbares Buch, in dem es um die Schönheit der Natur und ihrer Bewohner geht.
Im Mittelpunkt steht die 12-jährige Willa, die von ihrer geliebten Großmutter in die Geheimnisse des Waldes eingeführt wurde. Als letzte ihrer Art kann sie mit der Umgebung verschmelzen und mit Tieren und Pflanzen reden. Willa ist mutig, neugierig und hat ein großes und mitfühlendes Herz. Sie ist durch und durch sympathisch. Und die Art, wie sie die Welt und die Menschen sieht, bringen den Leser zum Nachdenken.
Der Rest der Faeran hat die alten Bräuche verlernt. Und der Anführer zwingt die Jäger des Volkes dazu, die Menschen zu berauben, um zu überleben. Trotzdem wird der Clan immer schwächer. Und die Rodung der Bäume durch die Menschen sorgen noch zusätzlich für ihr Aussterben und die Beschneidung ihres Lebensraumes.
Da Willa die beste Jägerin ist, wird sie von den anderen angefeindet und würde alles tun, um dem Clanoberhaupt zu gefallen.
Eine richtige Bindung gibt es allerdings bei den Faeran nicht. So ist es kein Wunder, dass das Mädchen nur bei ihrer alten Großmutter Liebe und Geborgenheit findet.
Der Leser wird in die Welt dieses außergewöhnlichen Volkes eingeführt, erhält viele Einblicke in die Natur und erlebt mit Willa ein spannendes Abenteuer.
Ich wollte die ganze Zeit über unbedingt wissen, was hinter allem steckt und wie es weitergeht, Ich empfehle dieses Buch jedem, der sich gerne in einer Geschichte verlieren möchte und der die Geschichte einer ungewöhnlichen und liebenswerten Heldin erleben möchte.

Fazit: Tolles Naturabenteuer, das für fast jedes Alter geeignet ist. Und das durch seinen tollen Hauptcharakter und die spannende Geschichte punkten kann.

Veröffentlicht am 24.08.2019

Kampf gegen den Schatten

Secret Keepers 2: Zeit der Jäger
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Inhalt: Ruben erkennt, dass er nicht in Sicherheit ist, solange der Schatten ebenfalls eine Uhr besitzt und seine begehrt. Also wollen er, Penny und ihr Bruder Jack dem Gangsterboss seine Uhr abnehmen. ...

Inhalt: Ruben erkennt, dass er nicht in Sicherheit ist, solange der Schatten ebenfalls eine Uhr besitzt und seine begehrt. Also wollen er, Penny und ihr Bruder Jack dem Gangsterboss seine Uhr abnehmen. Dies erweist sich jedoch als schwieriger als gedacht, denn niemand weiß, wer der Schatten wirklich ist. Und der Mann hinter dem Symbol ist alles andere als ungefährlich.

Meinung: „Secret Keepers 2: Zeit der Jäger“ ist der zweite und abschließende Band einer Reihe. Deswegen kann meine Rezi Spoiler zum ersten Band enthalten.
Wie im ersten Buch steht natürlich wieder Ruben im Mittelpunkt, der durch seinen Einfallsreichtum und seinen Mut auffällt.
Dieses Mal spielt Penny allerdings eine größere Rolle. Ebenso wie ihr Bruder Jack, der immer für eine Überraschung gut ist.
Auch die sympathische Uhrmacherin Mrs. Genevieve ist wieder mit von der Partie. Diese hat jedoch noch größere Angst vor dem organisierten Verbrechen, als die Kinder.
Außerdem erfährt der Leser mehr über den geheimnisvollen Schatten, der ganz New Umbra in Angst und Schrecken versetzt und der Rubens magische Uhr um jeden Preis haben möchte.
Die Geschichte ist spannend und abwechslungsreich. Gerade die Zielgruppe (junge Leser ab 10 Jahren) werden sicher ihre Freude an dem Buch haben.

Fazit: Spannendes Buch mit Magie und Action.

Veröffentlicht am 23.08.2019

Gerechtigkeit oder Rache?

The Black Coats - ... denn wir vergeben keine Schuld
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Inhalt: Nach dem Tod ihrer Cousine liegt für Thea alles in Dunkelheit. An nichts kann sie mehr Freude empfinden. Dann aber bekommt sie einen mysteriösen Umschlag und die Einladung in einer Geheimorganisation ...

Inhalt: Nach dem Tod ihrer Cousine liegt für Thea alles in Dunkelheit. An nichts kann sie mehr Freude empfinden. Dann aber bekommt sie einen mysteriösen Umschlag und die Einladung in einer Geheimorganisation mitzumischen. Doch hinter der Fassade lauern Abgründe, mit denen das Mädchen nicht gerechnet hatte. Und so schwebt Thea bald in größter Gefahr.

Meinung: „The Black Coats - … denn wir vergeben keine Schuld“ von Colleen Oakes ist ein spannender Thriller, über die Frage was Gerechtigkeit und was Rache ist. Außerdem geht es um Schuld und Trauer. Aber auch um Freundschaft.
Im Mittelpunkt steht Thea. Nach dem Mord an ihrer Cousine ist für sie nichts mehr so, wie es einmal war. Und für alle in der Schule ist sie nur das Mädchen mit der toten Cousine. Nicht mal das Laufen, das ihr immer ein Gefühl von Freiheit vermittelt hat, macht ihr noch Spaß.
Thea hat mir als Charakter sehr gut gefallen. Sie ist sympathisch und hat stets echt und dreidimensional gewirkt. Ihren Wunsch nach Gerechtigkeit kann man natürlich nachvollziehen, ebenso wie ihre im Laufe des Buches immer größer werdenden Zweifel. Thea ist mutig und loyal. Außerdem sehr klug. Für die Menschen, die sie liebt, würde sie alles tun.
Drew ist neu an der Schule und sehr attraktiv. Schon bei der ersten Begegnung mit Thea merkt man die Schwingungen zwischen den beiden. Er ist einfach ein toller und liebenswerter Typ, der durch sein Verständnis, seine Geduld und seinen Humor auffällt.
Die Black Coates selbst sind ein alter Geheimbund, der gewalttätige Männer bestraft. Hier sind jede Menge starker Frauen zu Hause. Dabei hat mir Nixon, die Theas Team leitet, am besten gefallen. Sie ist elegant, aber auch taff und zäh.
Mit zum Team gehören außerdem die schüchterne Bea, die eine ganz besondere Eigenschaft hat, die unscheinbare Louise, die den schwarzen Gürtel in Karate hat, die Hackerin Casey und Mirabelle, die ungekrönte Königin der Schule. Gerade von Mirabelle wurde ich im Laufe des Buches öfters überrascht. Diese Figur zeigt, dass auch die Schönen und Beliebten ihre Päckchen zu tragen haben und dass nicht alles so ist, wie es auf den ersten Blick scheint.
Die Art, wie aus diesen unterschiedlichen Mädchen ein Team wird, hat mir sehr gut gefallen. Hierbei geht es vor allem um Freundschaft und Zusammenhalt.
Ansonsten geht es in dem Buch natürlich größtenteils um Gerechtigkeit. Denn die Black Coates werden zu einem bestimmten Zweck ausgebildet.
Hier gibt es jede Menge Action und manchmal harte Aktionen.
Auf diese Weise bleibt das ganze Buch spannend und man möchte wissen, wie es weitergeht. Einerseits kann ich als Leser die Grundidee der Black Coates schon verstehen, aber am Ende ist man nur noch geschockt, wie sehr die Gerechtigkeit in Rache umschlagen kann und wie weit alles geht.
Mich zumindest konnte dieses Buch gut unterhalten und ich empfehle es Fans von Jugendthrillern mit geheimnisvollen Organisationen.

Fazit: Gut gemachter Jugendthriller über Rache und Gerechtigkeit. Aber auch über Freundschaft und Liebe. Sehr zu empfehlen.

Veröffentlicht am 19.08.2019

Plötzlich Superheldin

Alleycat 1. Liebe & Rache
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Inhalt: Die 17-jährige Rina hat alles, was sie zum Leben braucht. An der idyllischen Eastside lebt sie, gemeinsam mit ihren erfolgreichen Eltern, in einem wunderschönen Haus. Sie hat liebe Freundinnen ...

Inhalt: Die 17-jährige Rina hat alles, was sie zum Leben braucht. An der idyllischen Eastside lebt sie, gemeinsam mit ihren erfolgreichen Eltern, in einem wunderschönen Haus. Sie hat liebe Freundinnen und einen besten Freund, den sie irgendwann einmal heiraten möchte, obwohl sie ihn noch nicht mal geküsst hat. Und sie hat Mason, ihren heißgeliebten Bruder.
Als dann jedoch ihre Welt zusammenbricht und sie auch noch in der gefährlichen Northside in einen Überfall hineingerät, machen die Zeitungen aus ihr „Alleycat“, das Mädchen, das Gangster verprügelt. Rina beschließt etwas zu tun, um die Stadt sicherer zu machen und nimmt ihr Superhelden-Dasein an.
Doch kann ein Doppelleben wirklich gut gehen?

Meinung: Dieses Buch ist nicht nur für Superhelden-Fans geeignet, denn es gibt, neben viel Action, und, wie bereits im Titel erwähnt, einigem an Romantik, auch noch ernste Themen, wie Trauerbewältigung und anderen Schwierigkeiten.
Im Mittelpunkt steht die 17-jährige Rina. Sie stammt von der gut betuchten Eastside und ist dort recht behütet aufgewachsen. Sie hat alles, was man sich nur wünschen kann, jedoch hat sie deshalb das Gefühl, dass ihr ganzes Leben bereits verplant ist und möchte einfach mal raus. Und das heißt, dass sie sich an die gefährliche Northside wagt, an der Gangster lauern und wo sie sich einfach mal ausprobieren möchte.
Rina hat mir als Charakter gut gefallen. Im Laufe des Buches verändert sie sich sehr stark und muss viel durchmachen. Das macht sie echt und lebensnah. Außerdem mochte ich ihren Gerechtigkeitssinn. Ja, es geht ihr auch um Rache, aber sie möchte die Stadt zusätzlich besser machen.
Der Musiker Brynn, in den sie sich verliebt, nimmt alles locker und fällt durch seinen Humor auf. Und dadurch, wie er Rina behandelt. Vor allem nach den Schicksalsschlägen, die sie durchmacht, ist er für sie da und schafft es, ihr Halt zu geben.
Ash hat mir ebenfalls gut gefallen. Er ist etwas undurchsichtig und geheimnisvoll. Jedoch immer da, wenn Alleycat in Gefahr gerät.
Wer mir als Person weniger gut gefallen hat, ist Rinas Mutter. Bei ihr hatte ich das Gefühl, sie würde ihre Tochter im Stich lassen. Ja, jeder geht mit Trauer anders um, aber ich finde, sie hätte sich trotzdem anders verhalten sollen.
Die Geschichte ist spannend, etwas düster und stellenweise romantisch. Es gibt viel Action und gut gemachte Dialoge. Mir, als großem Superhelden-Fan, hat „Alleycat“ gut gefallen. Allerdings werden sicher auch Leser von romantischer Lektüre auf ihre Kosten kommen.

Fazit: Tolles Jugendbuch, über Liebe, Heldentum, Rache und Trauer. Bitte mehr davon.